Krempita Rezept – Balkan Cremeschnitte mit Vanillecreme
Dieses Krempita Rezept verbindet zwei knusprige Blätterteigplatten mit einer hohen, luftigen Vanillecreme aus Milch, Eigelb und Eischnee. Die Balkan-Cremeschnitte wird vollständig gekühlt und anschließend in zwölf gleichmäßige Stücke geschnitten.
Für diese festgelegte Version wird eine 30 × 20 Zentimeter große Form verwendet. Die Creme enthält weder Gelatine noch eine separate Schicht Schlagsahne. Ihre lockere Struktur entsteht durch erhitzten Eischnee, der unmittelbar unter die heiße Vanillecreme gehoben wird.
Der obere Blätterteig wird vor dem Auflegen in zwölf Stücke geschnitten. Dadurch lässt sich die fertige Krempita portionieren, ohne dass die feste obere Teigplatte die weiche Creme zusammendrückt.
Krempita – Balkan-Cremeschnitte mit Vanillecreme
Kochutensilien
- Digitale Küchenwaage
- Rechteckige Form, 30 × 20 cm, mindestens 6 cm hoch
- Zwei Backbleche
- Ofenfestes Kuchengitter oder zusätzliches Backblech zum Beschweren
- Backpapier
- Teigrolle
- Gabel
- Scharfes Messer
- Brotmesser
- Großer Kochtopf mit schwerem Boden
- Kleiner Topf für das Wasserbad
- Große hitzebeständige Rührschüssel
- Zwei weitere Rührschüsseln
- Schneebesen
- Handmixer
- Hitzebeständiger Silikonspatel
- Winkelpalette
- Feinmaschiges Sieb
- Digitales Küchenthermometer
- Puderzuckersieb
Zutaten
Für den Blätterteig
- 500 g alkoholfreier Blätterteig ohne Schweineschmalz gekühlt
- 20 g Puderzucker
Für die Vanillecreme
- 1.000 ml Vollmilch 3,5 % Fett
- 6 Eier Größe M sehr frisch
- 220 g weißer Zucker aufgeteilt in 150 g und 70 g
- 100 g Speisestärke
- 50 g Weizenmehl Type 405
- 16 g Vanillezucker
- 1 Vanilleschote
- 1 g Salz
Anleitungen
Form und Backofen vorbereiten
- Eine rechteckige Form von 30 × 20 Zentimetern mit Backpapier auslegen.
- Das Papier an zwei gegenüberliegenden Seiten überstehen lassen, damit die gekühlte Krempita leichter angehoben werden kann.
- Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Blätterteig backen backen
- Den Blätterteig in zwei Portionen von jeweils 250 Gramm teilen.
- Jede Portion auf Backpapier zu einem Rechteck von ungefähr 32 × 22 Zentimetern ausrollen.
- Die erste Platte mit einer Gabel gleichmäßig und dicht einstechen.
- Ein zweites Blatt Backpapier darauflegen.
- Die Platte mit einem zweiten Backblech oder einem ofenfesten Kuchengitter beschweren.
- Den Blätterteig 16 bis 18 Minuten goldbraun und vollständig durchbacken.
- Die Platte auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.
- Die zweite Teigplatte auf dieselbe Weise backen und abkühlen lassen.
- Beide Platten exakt auf 30 × 20 Zentimeter zuschneiden.
- Eine Platte als Boden in die vorbereitete Form legen.
- Die zweite Platte in zwölf gleich große Rechtecke schneiden.
- Die zwölf oberen Stücke in ihrer ursprünglichen Anordnung beiseitelegen.
Eier trennen
- Die Eier einzeln aufschlagen und Eigelb und Eiweiß sorgfältig trennen.
- Die sechs Eigelbe in eine große Rührschüssel geben.
- Die sechs Eiweiße in eine vollständig fettfreie, hitzebeständige Schüssel geben.
- Darauf achten, dass kein Eigelb in das Eiweiß gelangt.
Eischnee erhitzen und schlagen
- In einem kleinen Topf wenige Zentimeter Wasser ruhig erhitzen.
- Die Schüssel mit dem Eiweiß auf den Topf setzen, ohne dass ihr Boden das Wasser berührt.
- 70 Gramm Zucker und ein Gramm Salz zum Eiweiß geben.
- Die Mischung über dem Wasserbad ständig mit dem Schneebesen bewegen.
- Mit dem Küchenthermometer kontrollieren, bis die Eiweißmasse 70 °C erreicht.
- Die Temperatur unter ständigem Rühren zwei Minuten bei mindestens 70 °C halten.
- Die Schüssel vom Wasserbad nehmen.
- Die warme Masse sofort mit dem Handmixer zu festen, glatten und glänzenden Spitzen schlagen.
- Den fertigen Eischnee nur kurz beiseitestellen.
Vanillemilch vorbereiten
- Von der Milch 200 Milliliter abmessen und kalt lassen.
- Die restlichen 800 Milliliter in den großen Kochtopf geben.
- Die Vanilleschote längs aufschneiden.
- Das Mark herauskratzen und zusammen mit der Schote in die Milch geben.
- Die Milch langsam bis unmittelbar vor den Siedepunkt erhitzen.
- Die Vanilleschote entfernen.
Eigelbmasse anrühren
- Zu den Eigelben 150 Gramm Zucker und 16 Gramm Vanillezucker geben.
- Alles zwei Minuten mit dem Schneebesen glatt rühren.
- Speisestärke und Weizenmehl hinzufügen.
- Die zurückbehaltenen 200 Milliliter kalte Milch langsam einrühren.
- Weiterrühren, bis keine trockenen Stellen oder Klümpchen sichtbar sind.
Vanillecreme kochen
- Die heiße Vanillemilch unter ständigem Rühren langsam zur Eigelbmischung gießen.
- Die gesamte Mischung zurück in den Kochtopf geben.
- Bei mittlerer Temperatur unter ständigem Rühren erhitzen.
- Dabei vollständig über den Topfboden und entlang der Topfränder fahren.
- Sobald die Creme deutlich eindickt und gleichmäßig aufkocht, die Temperatur reduzieren.
- Die Creme unter ständigem Rühren zwei Minuten weiterkochen.
- Den Topf vom Herd nehmen.
- Falls kleine Klümpchen vorhanden sind, die heiße Creme sofort durch ein hitzebeständiges feinmaschiges Sieb streichen.
Eischnee einarbeiten
- Ungefähr ein Drittel des Eischnees mit dem Schneebesen zügig in die heiße Vanillecreme einarbeiten.
- Den restlichen Eischnee in zwei Portionen mit einem breiten Silikonspatel unterheben.
- Nur so lange arbeiten, bis keine großen weißen Bereiche mehr sichtbar sind.
- Die Creme nicht unnötig lange rühren.
Krempita zusammensetzen
- Die noch warme Vanillecreme sofort auf die Blätterteigplatte in der Form geben.
- Die Creme mit einer Winkelpalette gleichmäßig bis in die Ecken verteilen.
- Die Oberfläche glatt streichen, ohne die Creme stark zusammenzudrücken.
- Die zwölf vorbereiteten oberen Blätterteigstücke in ihrer ursprünglichen Anordnung auflegen.
- Die Stücke nur sehr leicht andrücken.
Kühlen und servieren
- Die Krempita 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.
- Die Form anschließend abdecken und in den Kühlschrank stellen.
- Mindestens sechs Stunden vollständig durchkühlen lassen.
- Kurz vor dem Servieren 20 Gramm Puderzucker gleichmäßig darüber sieben.
- Mit einem scharfen Messer entlang der bereits getrennten oberen Teigstücke durch die Creme schneiden.
- Die untere Blätterteigplatte mit einer kurzen sägenden Bewegung durchtrennen.
- Das Messer nach jedem Schnitt reinigen.
Notizen
- Verwendet wird eine Form von genau 30 × 20 Zentimetern.
- Eine größere Form ergibt eine zu niedrige Cremeschicht.
- Der Blätterteig wird nach Gewicht und nicht als unbestimmte „Packung“ angegeben.
- Die Zutatenliste des Blätterteigs auf Alkohol und Schweineschmalz kontrollieren.
- Beide Teigplatten etwas größer als die Form ausrollen.
- Blätterteig beim Backen einstechen und beschweren.
- Beide Platten vollständig goldbraun backen.
- Erst nach dem Abkühlen exakt auf die Formgröße zuschneiden.
- Die obere Platte vor dem Auflegen in zwölf Stücke schneiden.
- Sehr frische, unbeschädigte Eier verwenden.
- Eier einzeln aufschlagen.
- Eiweiß und Eigelb vollständig trennen.
- Schüssel und Rührbesen für das Eiweiß müssen fettfrei sein.
- Eiweiß und Zucker zwei Minuten bei mindestens 70 °C halten.
- Die Temperatur mit einem digitalen Thermometer kontrollieren.
- Eischnee unmittelbar nach dem Erhitzen aufschlagen.
- 200 Milliliter Milch für die Eigelbmasse kalt zurückbehalten.
- Stärke und Mehl zuerst mit kalter Flüssigkeit glatt rühren.
- Heiße Milch langsam zur Eigelbmasse gießen.
- Die Creme während des Kochens ununterbrochen rühren.
- Nach dem Eindicken zwei Minuten weiterkochen.
- Klümpchen vor dem Hinzufügen des Eischnees entfernen.
- Eischnee nicht in eine vollständig abgekühlte Creme geben.
- Zuerst ein Drittel kräftiger einarbeiten.
- Restlichen Eischnee vorsichtig unterheben.
- Die fertige Creme sofort in die Form geben.
- Keine zusätzliche Schlagsahne verwenden.
- Keine Gelatine hinzufügen.
- Die obere Teigplatte nur leicht auflegen.
- Krempita mindestens sechs Stunden kühlen.
- Über Nacht gekühlte Krempita lässt sich besonders sauber schneiden.
- Puderzucker erst kurz vor dem Servieren hinzufügen.
- Durchgehend bei höchstens 7 °C aufbewahren.
- Innerhalb von zwei Tagen verbrauchen.
- Nicht mehrere Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.
- Einfrieren wird aufgrund der Creme- und Teigstruktur nicht empfohlen.
- Die Nährwerte sind wegen möglicher Unterschiede zwischen Blätterteigprodukten Näherungswerte.
Was ist Krempita?
Krempita ist eine Cremeschnitte aus gebackenem Blätterteig und einer hohen Vanillefüllung. Das Dessert ist in Bosnien und Herzegowina, Serbien, Kroatien, Montenegro und Slowenien in unterschiedlichen Varianten bekannt.
Die Bezeichnungen unterscheiden sich regional. In Bosnien und Herzegowina sowie in Serbien wird meistens von Krempita gesprochen. In Kroatien und Slowenien ist die Bezeichnung Kremšnita verbreitet. Auf Deutsch lässt sich das Dessert am verständlichsten als Balkan-Cremeschnitte bezeichnen.
Eine bekannte regionale Ausführung ist die Samoborska kremšnita aus der kroatischen Stadt Samobor. Sie besitzt eine hellgelbe Creme aus Eiern, Milch, Zucker und Mehl zwischen zwei Blätterteigplatten. Auch andere Städte und Familien haben eigene Mengenverhältnisse und Zubereitungsweisen entwickelt.
Einen Überblick über weitere Süßspeisen aus der Region bietet der Beitrag Die beliebtesten Balkan-Desserts.
Welche Krempita-Variante wird in diesem Rezept zubereitet?
Es gibt nicht nur ein einziges, überall auf dem Balkan verbindliches Originalrezept. Manche Varianten bestehen ausschließlich aus einer luftigen Eier-Vanillecreme. Andere besitzen zusätzlich eine sichtbare Schicht Schlagsahne. Unterschiede gibt es außerdem bei der Menge der Eier, beim Bindemittel und bei der Höhe der Füllung.
Dieses Rezept verwendet eine zusammenhängende, hohe Vanillecreme. Eigelb gibt ihr Farbe und Geschmack. Speisestärke und eine kleine Menge Weizenmehl sorgen für die notwendige Bindung. Der thermisch behandelte Eischnee macht sie luftig.
Eine separate Schlagsahneschicht wird nicht hinzugefügt. Auch Gelatine ist nicht erforderlich. Dadurch bleibt die Zubereitung nah an einer verbreiteten hausgemachten Krempita, bei der die luftige Struktur durch die getrennt verarbeiteten Eier entsteht.
Der richtige Blätterteig für Krempita
Benötigt werden genau 500 Gramm gekühlter Blätterteig. Er wird in zwei gleich große Portionen geteilt und zu zwei etwas größeren Platten ausgerollt.
Da einige fertige Blätterteige Alkohol als Konservierungsmittel oder Aroma enthalten können, wird die Zutatenliste auf der Verpackung kontrolliert. Für dieses Rezept wird ein alkoholfreier Blätterteig ohne Schweineschmalz verwendet.
Butter-Blätterteig besitzt einen ausgeprägten Geschmack. Auch ein Blätterteig mit pflanzlichem Fett kann verwendet werden, sofern Zusammensetzung und Gewicht der festgelegten Angabe entsprechen. Innerhalb des Rezepts werden die beiden Varianten nicht miteinander kombiniert.
Warum der Blätterteig etwas größer ausgerollt wird
Die verwendete Form misst 30 × 20 Zentimeter. Roher Blätterteig wird jedoch nicht exakt auf dieses Maß zugeschnitten, weil er sich beim Backen zusammenziehen und an den Rändern verformen kann.
Jede Teighälfte wird deshalb zunächst auf ungefähr 32 × 22 Zentimeter ausgerollt. Nach dem Backen und vollständigen Abkühlen werden beide Platten exakt auf die Innenmaße der Form zugeschnitten.
Die zugeschnittenen Reste können separat gegessen werden. Sie werden nicht zerbröselt und in die Creme gegeben.
Blätterteig flach und knusprig backen
Blätterteig geht beim Backen stark auf. Für eine Cremeschnitte werden dagegen möglichst ebene Platten benötigt. Der Teig wird deshalb dicht mit einer Gabel eingestochen und während des Backens mit Backpapier und einem zweiten Blech oder einem ofenfesten Kuchengitter beschwert.
Bei 200 Grad Celsius Ober-/Unterhitze benötigt jede Platte ungefähr 16 bis 18 Minuten. Sie soll vollständig durchgebacken und goldbraun sein.
Eine blasse, noch weiche Platte nimmt später schnell Feuchtigkeit aus der Creme auf. Zu dunkel gebackener Blätterteig schmeckt dagegen bitter und bricht beim Schneiden unkontrolliert.
Warum die obere Platte vor dem Zusammensetzen geschnitten wird
Eine vollständige gebackene Blätterteigplatte ist deutlich fester als die darunterliegende Vanillecreme. Wird sie erst nach dem Kühlen mit einem Messer durchtrennt, kann sie die Creme seitlich aus der Krempita drücken.
Deshalb wird die abgekühlte obere Platte vor dem Auflegen in zwölf Rechtecke geschnitten. Die Stücke werden anschließend in ihrer ursprünglichen Anordnung auf die noch warme Creme gelegt.
Beim späteren Servieren müssen nur noch die Creme und die inzwischen etwas weichere untere Teigplatte entlang der sichtbaren Trennlinien geschnitten werden.
Wie die Vanillecreme gebunden wird
Die Creme wird mit 100 Gramm Speisestärke und 50 Gramm Weizenmehl gebunden. Nur Speisestärke würde eine sehr glatte, puddingartige Füllung ergeben. Die kleine Mehlmenge verleiht der hohen Schicht zusätzliche Stabilität.
Stärke und Mehl werden zuerst mit Eigelb, Zucker und kalter Milch klumpenfrei verrührt. Erst danach wird die heiße Vanillemilch langsam hinzugegossen.
Die Mischung muss nach dem Zurückgießen in den Topf unter ständigem Rühren vollständig aufkochen. Sobald sie deutlich eingedickt ist, wird sie zwei Minuten weitergekocht. Dadurch entwickeln Stärke und Mehl ihre Bindung und die Creme behält nach dem Kühlen ihre Form.
Wie Klumpen in der Creme verhindert werden
Alle trockenen Bindemittel werden zunächst mit einer kleinen Menge kalter Milch verrührt. Stärke oder Mehl dürfen nicht direkt in die heiße Milch gegeben werden.
Die heiße Milch wird langsam und unter ständigem Rühren zur Eigelbmischung gegossen. Dieses Temperieren verhindert, dass das Eigelb durch einen plötzlichen Temperaturanstieg stockt.
Nach dem Zurückgießen in den Topf wird mit dem Schneebesen vollständig über den Topfboden und in die Ecken gefahren. Die Temperatur bleibt im mittleren Bereich. Zu hohe Hitze kann die Creme am Boden anbrennen, bevor sie gleichmäßig eindickt.
Entstehen dennoch einzelne kleine Klümpchen, wird die fertige Creme vor dem Hinzufügen des Eischnees durch ein hitzebeständiges feinmaschiges Sieb gestrichen. Nach dem Unterheben des Eischnees darf sie nicht mehr durch ein Sieb gedrückt werden, weil dabei die luftige Struktur verloren geht.
Warum Eiweiß und Eigelb getrennt verarbeitet werden
Das Eigelb gehört in die gekochte Vanillecreme. Es liefert Geschmack, Farbe, Fett und einen Teil der Bindung.
Das Eiweiß wird mit einem abgemessenen Teil des Zuckers zu einer stabilen Schaummasse geschlagen. Dieser Eischnee ersetzt in der festgelegten Rezeptur die Schlagsahne und gibt der Krempita ihre charakteristische leichte Struktur.
Das Eiweiß darf keine Spuren von Eigelb enthalten. Auch Schüssel und Rührbesen müssen fettfrei sein, weil Fett die Bildung eines stabilen Schaums behindert.
Eischnee für Krempita sicher erhitzen
Klassische Hausrezepte heben häufig rohen Eischnee unmittelbar unter die kochend heiße Creme. Wie stark sich das Eiweiß dabei tatsächlich erhitzt, hängt jedoch von Mengen, Geschwindigkeit und Ausgangstemperatur ab.
In dieser Version werden Eiweiß und Zucker deshalb vor dem Aufschlagen über einem sanften Wasserbad erhitzt. Die Mischung wird ständig bewegt, bis sie 70 Grad Celsius erreicht hat. Diese Temperatur wird zwei Minuten gehalten.
Danach wird die warme Eiweißmasse mit dem Handmixer zu festen, glänzenden Spitzen geschlagen. Sie wird unmittelbar unter die noch heiße Vanillecreme gehoben.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt eine Kerntemperatur von mindestens 70 Grad Celsius über zwei Minuten als grundlegenden Richtwert für das sichere Erhitzen von Eiern.
Den Eischnee richtig unter die Vanillecreme heben
Die gekochte Creme darf vor diesem Arbeitsschritt nicht vollständig abkühlen. Eine kalte, bereits feste Puddingmasse lässt sich nicht gleichmäßig mit Eischnee verbinden.
Zunächst wird ungefähr ein Drittel des Eischnees mit dem Schneebesen kräftiger in die heiße Creme eingearbeitet. Dadurch wird die schwere Grundmasse gelockert.
Der restliche Eischnee wird in zwei Portionen mit einem breiten Silikonspatel untergehoben. Dabei wird vom Boden der Schüssel nach oben gearbeitet. Kräftiges und langes Rühren würde einen großen Teil der eingeschlagenen Luft wieder entfernen.
Die fertige Creme wird sofort in die vorbereitete Form gefüllt. Beim Stehen beginnt sie durch Stärke, Mehl und abnehmende Temperatur schnell fester zu werden.
Krempita richtig zusammensetzen
Die erste zugeschnittene Blätterteigplatte wird auf den Boden der mit Backpapier ausgelegten Form gelegt. Zwischen Teig und Formrand sollen keine großen Lücken bleiben.
Die noch warme Creme wird vollständig eingefüllt und mit einer Winkelpalette bis in die Ecken verteilt. Die Oberfläche wird glatt gestrichen, ohne die Masse stark zusammenzudrücken.
Danach werden die zwölf vorbereiteten Stücke der oberen Blätterteigplatte in ihrer ursprünglichen Anordnung aufgelegt. Sie werden nur leicht angedrückt und dürfen nicht in der Creme versinken.
Wie lange Krempita kühlen muss
Die gefüllte Form bleibt zunächst ungefähr 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen. Danach wird sie abgedeckt in den Kühlschrank gestellt.
Die Krempita benötigt mindestens sechs Stunden Kühlzeit. Noch besser lässt sie sich schneiden, wenn sie am Vorabend vorbereitet und über Nacht gekühlt wird.
Eine Kühlzeit von nur zwei oder drei Stunden kann bei einer hohen Cremeschicht zu kurz sein. Die Oberfläche wirkt dann bereits fest, während die Mitte noch weich sein kann.
Krempita sauber schneiden
Zum Schneiden wird zunächst ein langes, scharfes Messer entlang der bereits getrennten oberen Teigstücke geführt. Das Messer wird nach jedem Schnitt gereinigt.
Die untere Blätterteigplatte lässt sich am besten mit einer kurzen sägenden Bewegung durchtrennen. Starker Druck von oben würde die Creme seitlich herauspressen.
Der Puderzucker wird erst kurz vor dem Servieren aufgetragen. Bei längerer Lagerung zieht er Feuchtigkeit an und kann auf der Oberfläche fleckig werden.
Wie lange ist Krempita haltbar?
Krempita enthält Milch und Eier und muss durchgehend gekühlt werden. Sie wird abgedeckt bei höchstens sieben Grad Celsius aufbewahrt und innerhalb von zwei Tagen verbraucht.
Für Buffets oder Familienfeiern wird nur die unmittelbar benötigte Menge aus dem Kühlschrank genommen. Die Cremeschnitten dürfen nicht über mehrere Stunden bei Raumtemperatur stehen.
Bei ungewöhnlichem Geruch, sichtbarer Flüssigkeitsabsonderung, Verfärbungen oder Schimmel wird die gesamte restliche Krempita entsorgt.
Kann man Krempita einfrieren?
Das Einfrieren wird für diese Rezeptur nicht empfohlen. Nach dem Auftauen kann die Eiercreme Wasser abgeben und ihre luftige Struktur verlieren. Gleichzeitig wird der Blätterteig weich und zäh.
Die Krempita wird deshalb besser in einer Menge zubereitet, die innerhalb von zwei Tagen gegessen werden kann. Die Zutatenmenge lässt sich nicht beliebig halbieren, solange dieselbe 30 × 20 Zentimeter große Form verwendet wird.
Wie wird Krempita serviert?
Krempita wird gut gekühlt und mit einer dünnen Schicht Puderzucker serviert. Eine zusätzliche Sauce oder ein weiterer Sahnebelag ist für diese Variante nicht erforderlich.
Aufgrund der hohen Cremefüllung ist bereits ein Stück ein vollständiges Dessert. Ungesüßter Kaffee oder Tee bildet einen guten Kontrast zur süßen Vanillecreme.
Wer cremige Kuchen aus der Region mag, findet mit Trileçe mit Milch und Karamell einen weiteren bekannten Klassiker. Weniger cremig, aber ebenfalls gut zum Kaffee geeignet, sind die Čupavci mit Schokolade und Kokos.
Häufige Fehler bei Krempita
Die Größe des Blätterteigs nicht an die Form anpassen: Zu kleine Platten lassen breite Lücken, während zu große Platten beim Einsetzen brechen.
Den Blätterteig nicht beschweren: Stark aufgegangene, ungleichmäßige Platten erschweren das Schichten und Schneiden.
Die obere Platte nicht vorschneiden: Beim späteren Portionieren wird die weiche Creme zusammengedrückt.
Stärke direkt in heiße Milch geben: Dadurch entstehen feste Klümpchen, die sich nur schwer wieder auflösen.
Die Creme nicht lange genug kochen: Stärke und Mehl müssen vollständig erhitzt werden, damit die Füllung fest wird.
Die Creme unbeaufsichtigt kochen: Die dicke Masse setzt besonders schnell am Topfboden an.
Fettspuren im Eiweiß lassen: Bereits kleine Mengen Eigelb können verhindern, dass ein stabiler Eischnee entsteht.
Unbehandeltes rohes Eiweiß verwenden: In dieser Rezeptur wird die Eiweiß-Zucker-Mischung zwei Minuten bei 70 Grad Celsius gehalten.
Den Eischnee in eine kalte Creme rühren: Bereits fest gewordene Vanillecreme verbindet sich nicht mehr gleichmäßig mit dem Schaum.
Zu kräftig rühren: Der Eischnee verliert sein Volumen und die Füllung wird kompakt.
Die Krempita zu früh schneiden: Die hohe Cremeschicht benötigt mindestens sechs Stunden im Kühlschrank.
Puderzucker bereits vor dem Kühlen auftragen: Er wird feucht und bildet Flecken auf dem Blätterteig.
Häufige Fragen zum Krempita Rezept
Was ist der Unterschied zwischen Krempita und Kremšnita?
Es handelt sich um regional unterschiedliche Bezeichnungen für verwandte Cremeschnitten. Rezepturen und Schichtung können sich je nach Land, Stadt und Familientradition unterscheiden.
Ist Krempita dasselbe wie deutsche Cremeschnitte?
Beide Desserts gehören zur selben Gruppe von Blätterteiggebäcken mit Vanillecreme. Die Balkan-Krempita besitzt häufig eine besonders hohe, durch Eischnee gelockerte Füllung.
Gibt es ein einziges originales Krempita-Rezept?
Nein. Auf dem Balkan existieren mehrere bekannte regionale und familiäre Varianten. Dieses Rezept legt eine Version mit einer hohen Eier-Vanillecreme, zwei Blätterteigplatten und ohne separate Sahneschicht fest.
Warum wird meine Krempita-Creme nicht fest?
Häufig wurde die Stärke nicht vollständig aufgekocht, die Mengen wurden verändert oder die Krempita wurde zu früh angeschnitten. Die Creme muss zwei Minuten kochen und anschließend mindestens sechs Stunden kühlen.
Braucht Krempita Gelatine?
Für dieses Rezept nicht. Speisestärke, Mehl, Eigelb und der korrekt verarbeitete Eischnee ergeben nach dem Kühlen eine ausreichend stabile Füllung.
Enthält die fertige Krempita rohes Ei?
Nein. Die Eigelbe werden in der Vanillecreme gekocht. Eiweiß und Zucker werden vor dem Aufschlagen zwei Minuten bei 70 Grad Celsius erhitzt.
Kann man die Krempita am Vortag zubereiten?
Ja. Eine Nacht im Kühlschrank verbessert die Schnittfestigkeit. Der Puderzucker wird erst kurz vor dem Servieren aufgetragen.
Warum wird der obere Blätterteig vorher geschnitten?
Die festen Teigstücke dienen als sichtbare Portionseinteilung. Dadurch muss beim Servieren keine ganze knusprige Platte durchgeschnitten werden, die die Creme zusammendrücken würde.
Wie lange hält sich Krempita im Kühlschrank?
Gut abgedeckt und bei höchstens sieben Grad Celsius wird sie innerhalb von zwei Tagen verbraucht.
Kann man Krempita einfrieren?
Das wird nicht empfohlen. Die Creme kann nach dem Auftauen Wasser abgeben und der Blätterteig verliert seine knusprige Struktur.
Eine weitere feine Süßspeise für Kaffee und besondere Anlässe sind die traditionellen Vanilice.
