Bajadera Rezept – kroatische Schoko-Nuss-Schnitten ohne Backen
Bajadera ist ein beliebter ungebackener Schichtkuchen aus Kroatien und dem übrigen ehemaligen Jugoslawien. Die hausgemachte Version besteht typischerweise aus gemahlenen Keksen und Nüssen, einer hellen und einer dunklen Schicht sowie einer dünnen Schokoladenglasur. Nach mehreren Stunden Kühlzeit wird die feste Masse in kleine rechteckige Stücke geschnitten.
Unser Bajadera-Rezept verwendet fein gemahlene Butterkekse und Walnüsse. Ein Teil der Grundmasse bleibt hell, der andere wird mit dunkler Schokolade vermischt. Daraus entstehen drei deutlich sichtbare Schichten – dunkel, hell und wieder dunkel – bevor die Oberfläche mit Schokolade überzogen wird.
Der Kuchen wird nicht gebacken. Entscheidend sind stattdessen die richtige Konsistenz der warmen Masse, gleichmäßig dünne Schichten und genügend Kühlzeit vor dem Schneiden.
Weitere klassische Süßspeisen aus Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Slowenien und anderen Teilen des ehemaligen Jugoslawiens finden Sie in unserem Überblick über traditionelle Balkan-Desserts.
Bajadera – kroatische Schoko-Nuss-Schnitten ohne Backen
Kochutensilien
- Küchenwaage
- Rechteckige Form, ca. 20 × 25 cm
- Backpapier
- Kleiner Kochtopf
- Große Rührschüssel
- Küchenmaschine oder Zerkleinerer
- Silikonspatel
- Winkelpalette
- Zwei Schüsseln
- Hitzebeständige Schüssel für die Glasur
- Langes, scharfes Messer
Zutaten
Für die Grundmasse
- 300 g Butterkekse
- 300 g Walnüsse fein gemahlen
- 250 g Zucker
- 8 g Vanillezucker
- 100 ml Wasser
- 180 g Butter
- 1 g feines Salz
Für die dunkle Masse
- 100 g Zartbitterschokolade ca. 60 % Kakao
Für die Glasur
- 150 g Zartbitterschokolade ca. 60 % Kakao
- 20 g Sonnenblumenöl
Anleitungen
Grundmasse vorbereiten
- Die Form mit Backpapier auslegen, sodass das Papier an zwei gegenüberliegenden Seiten etwas übersteht.
- Butterkekse sehr fein mahlen und mit den fein gemahlenen Walnüssen vermischen.
- Zucker, Vanillezucker, Salz und 100 ml Wasser in einen kleinen Topf geben.
- Unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Die Mischung einmal kurz aufkochen lassen.
- Den Topf vom Herd nehmen, Butter hinzufügen und rühren, bis sie vollständig geschmolzen ist.
- Die heiße Flüssigkeit über die Keks-Walnuss-Mischung geben und gründlich vermengen.
- Die Masse soll gleichmäßig feucht, weich und formbar sein, aber keine Flüssigkeit abgeben.
Helle und dunkle Masse herstellen
- Die noch warme Grundmasse möglichst genau in zwei gleich große Portionen teilen.
- 100 g Zartbitterschokolade fein hacken.
- Die Schokolade unter eine Hälfte der noch warmen Masse rühren, bis sie vollständig geschmolzen und gleichmäßig verteilt ist.
- Die andere Hälfte bleibt hell.
- Die dunkle Masse nochmals in zwei möglichst gleich große Portionen teilen.
Bajadera schichten
- Die erste Hälfte der dunklen Masse in die vorbereitete Form geben.
- Gleichmäßig bis in die Ecken verteilen und mit einer Palette oder einem flachen Gegenstand sorgfältig festdrücken und glätten.
- Die gesamte helle Masse darauf verteilen und ebenfalls gleichmäßig verdichten.
- Die zweite dunkle Portion als letzte Kuchenschicht daraufgeben und glattstreichen.
- Die Form 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit die Oberfläche fest wird.
Glasieren und kühlen
- 150 g Zartbitterschokolade vorsichtig über einem Wasserbad oder bei niedriger Leistung in der Mikrowelle schmelzen.
- 20 g Sonnenblumenöl vollständig unterrühren.
- Die Glasur etwa 3–5 Minuten abkühlen lassen. Sie soll flüssig bleiben, aber nicht mehr sehr heiß sein.
- Gleichmäßig über die gekühlte Bajadera gießen und mit einer Palette dünn verteilen.
- Die Bajadera anschließend mindestens 3 weitere Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.
Schneiden
- Die vollständig gekühlte Bajadera mithilfe des Backpapiers aus der Form heben.
- Vor dem Schneiden ungefähr 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.
- Ein langes Messer mit heißem Wasser erwärmen und anschließend vollständig trocken wischen.
- Die Platte zunächst in gleichmäßige Streifen und anschließend in insgesamt etwa 36 kleine rechteckige Stücke schneiden.
- Das Messer zwischen mehreren Schnitten reinigen und bei Bedarf erneut erwärmen.
- Recipe Notes
- Die BalkanKueche-Version beschreibt die verbreitete hausgemachte Bajadera und keine exakte Nachbildung der industriellen Kraš-Praline.
- Butterkekse und Walnüsse möglichst fein mahlen, damit eine gleichmäßige Schnittfläche entsteht.
- Den Zuckersirup nicht lange einkochen. Sobald der Zucker vollständig gelöst ist und die Flüssigkeit kurz aufgekocht hat, reicht es.
- Die Grundmasse verarbeiten, solange sie noch warm und formbar ist.
- Für gleichmäßige Schichten die Masse nicht nur verstreichen, sondern vorsichtig verdichten.
- Die Schokoladenglasur erst auf die bereits leicht gekühlte Oberfläche geben.
- Bajadera vollständig durchkühlen lassen, bevor sie geschnitten wird.
- Für saubere Schnitte ein warmes, trockenes Messer verwenden.
- Walnüsse nicht durch andere Nüsse ersetzen, wenn exakt diese Rezeptur und die angegebenen Nährwerte reproduziert werden sollen.
- Die Kalorienangabe basiert auf der vollständigen Zutatenmenge und 36 gleich großen Stücken.
Notizen
- Die BalkanKueche-Version beschreibt die verbreitete hausgemachte Bajadera und keine exakte Nachbildung der industriellen Kraš-Praline.
- Butterkekse und Walnüsse möglichst fein mahlen, damit eine gleichmäßige Schnittfläche entsteht.
- Den Zuckersirup nicht lange einkochen. Sobald der Zucker vollständig gelöst ist und die Flüssigkeit kurz aufgekocht hat, reicht es.
- Die Grundmasse verarbeiten, solange sie noch warm und formbar ist.
- Für gleichmäßige Schichten die Masse nicht nur verstreichen, sondern vorsichtig verdichten.
- Die Schokoladenglasur erst auf die bereits leicht gekühlte Oberfläche geben.
- Bajadera vollständig durchkühlen lassen, bevor sie geschnitten wird.
- Für saubere Schnitte ein warmes, trockenes Messer verwenden.
- Walnüsse nicht durch andere Nüsse ersetzen, wenn exakt diese Rezeptur und die angegebenen Nährwerte reproduziert werden sollen.
- Die Kalorienangabe basiert auf der vollständigen Zutatenmenge und 36 gleich großen Stücken.
Was ist Bajadera?
Unter Bajadera versteht man im häuslichen Sprachgebrauch einen festen, ungebackenen Schichtkuchen, der nach dem Kühlen in kleine Riegel oder rechteckige Stücke geschnitten wird. Besonders charakteristisch sind die unterschiedlichen hellen und dunklen Schichten.
Die Masse wird nicht aus einem klassischen Kuchenteig hergestellt. Stattdessen sorgen fein gemahlene Kekse und Nüsse für Struktur. Ein heißer Sirup aus Wasser und Zucker sowie Butter verbinden die trockenen Zutaten zu einer formbaren Masse.
Ein Teil wird anschließend mit Schokolade dunkel gefärbt. Dadurch entsteht beim Anschneiden das typische zweifarbige Muster.
Ist hausgemachte Bajadera dasselbe wie die Kraš-Bajadera?
Nicht genau. Der Name Bajadera ist besonders durch die bekannte kroatische Praline von Kraš bekannt geworden. Diese wird aus einer feinen Nuss-Nougat-Masse mit Haselnüssen und Mandeln hergestellt.
Daneben hat sich in Haushalten im ehemaligen Jugoslawien eine eigene Gruppe von Kuchenrezepten etabliert, die ebenfalls Bajadera genannt werden. Diese hausgemachten Varianten bestehen häufig aus gemahlenen Keksen, Walnüssen oder Haselnüssen, Butter, Zucker und Schokolade.
Unser Rezept versucht deshalb nicht, die industriell hergestellte Praline exakt zu kopieren. Es beschreibt die verbreitete hausgemachte Bajadera als ungebackenen Schichtkuchen.
Welche Bajadera-Version machen wir in diesem Rezept?
Für die BalkanKueche-Version verwenden wir Butterkekse und fein gemahlene Walnüsse.
Die Grundmasse wird nach dem Mischen in zwei gleich große Teile geteilt. In einen Teil kommt dunkle Schokolade, während der andere hell bleibt.
Der dunkle Teil wird anschließend nochmals halbiert. So können die Schichten in der Reihenfolge dunkel – hell – dunkel aufgebaut werden.
Darüber kommt eine dünne Glasur aus dunkler Schokolade und etwas neutralem Öl. Diese bleibt nach dem Kühlen fest, lässt sich aber leichter schneiden als eine sehr dicke reine Schokoladenschicht.
Warum kommen gemahlene Kekse in Bajadera?
Die Kekse bilden zusammen mit den Nüssen die trockene Grundlage des Kuchens. Sie nehmen den warmen Sirup und die geschmolzene Butter auf und sorgen dafür, dass die Masse nach dem Abkühlen schnittfest wird.
Für dieses Rezept verwenden wir einfache Butterkekse ohne Füllung oder Schokoladenüberzug. Sie werden möglichst fein gemahlen, damit später keine groben Stücke in den einzelnen Schichten sichtbar bleiben.
Sehr grob zerbrochene Kekse würden eher eine unregelmäßige Keksmasse ergeben als die für Bajadera typische kompakte Schnittfläche.
Warum verwenden wir Walnüsse?
Walnüsse gehören zu den verbreiteten Zutaten hausgemachter Bajadera-Rezepte im ehemaligen Jugoslawien. Sie geben der Masse einen kräftigen Nussgeschmack und ergänzen die dunkle Schokolade sehr gut.
Die Walnüsse werden fein gemahlen. Größere Stücke erschweren das gleichmäßige Glattstreichen der relativ dünnen Schichten.
Auch bei anderen Balkan-Desserts spielen Walnüsse eine wichtige Rolle. Bei der slowenischen Potica bilden sie beispielsweise eine weiche Füllung zwischen mehreren Windungen eines Hefeteigs. Bei Bajadera werden sie dagegen direkt Teil der kompakten Grundmasse.
Kann Bajadera auch mit Haselnüssen gemacht werden?
Ja. Hausgemachte Rezepte unterscheiden sich deutlich und Varianten mit Haselnüssen sind ebenfalls verbreitet.
Geschmacklich nähern sich Haselnüsse stärker der bekannten Kraš-Praline an. Trotzdem bleibt auch eine hausgemachte Variante mit Haselnüssen technisch ein anderer Kuchen als das industriell hergestellte Produkt.
Unsere Hauptrezeptur verwendet ausschließlich Walnüsse, damit Mengen, Konsistenz und Nährwerte eindeutig bleiben.
Welche Konsistenz muss die Bajadera-Masse haben?
Die warme Masse soll weich und gut formbar, aber nicht flüssig sein.
Wenn man sie mit einem Spatel in die Form drückt, muss sie ihre Position behalten. Gleichzeitig sollte sie weich genug sein, um ohne großen Kraftaufwand bis in die Ecken gestrichen werden zu können.
Während des Abkühlens wird die Masse deutlich fester. Deshalb darf sie unmittelbar nach dem Vermischen nicht anhand der Konsistenz der fertigen Bajadera beurteilt werden.
Warum wird Zucker mit Wasser erhitzt?
Durch das Erwärmen löst sich der Zucker vollständig im Wasser. Dadurch entsteht ein gleichmäßiger heißer Sirup, der sich wesentlich besser mit Butter, Keks und Walnüssen verbindet als trockener Kristallzucker.
Für dieses Rezept reicht es aus, Wasser, Zucker und Vanillezucker zu erhitzen, bis sich die Zuckerkristalle aufgelöst haben und die Mischung kurz aufgekocht ist.
Der Sirup muss nicht minutenlang zu einem dicken Karamell gekocht werden. Ein zu stark reduzierter Sirup kann die spätere Masse unnötig hart machen.
Warum kommt Butter in die warme Masse?
Butter verbindet die trockenen Zutaten und sorgt nach dem Abkühlen für eine feste, gleichzeitig angenehm weiche Struktur.
Sie wird in den heißen Sirup gegeben und vollständig geschmolzen, bevor Keks und Walnüsse hinzukommen.
Dadurch verteilt sich das Fett gleichmäßiger, als wenn kalte oder nur teilweise weiche Butter direkt unter die trockenen Zutaten geknetet würde.
Wie entstehen die hellen und dunklen Schichten?
Zunächst wird eine einzige Grundmasse aus Keks, Walnüssen, Sirup und Butter hergestellt.
Diese Masse wird möglichst genau in zwei Portionen geteilt. Eine Portion bleibt hell. In die zweite wird fein gehackte dunkle Schokolade eingerührt, solange die Masse noch warm genug ist, damit sie vollständig schmilzt.
Die dunkle Masse wird wiederum in zwei Teile geteilt. So erhält die Bajadera eine dunkle Unterseite, eine helle Mittelschicht und eine zweite dunkle Schicht direkt unter der Glasur.
Wie dick sollten die Bajadera-Schichten sein?
Bei einer Form von ungefähr 20 × 25 Zentimetern entstehen mit den angegebenen Mengen drei relativ gleichmäßige Schichten.
Wichtiger als eine exakte Millimeterzahl ist, dass jede Schicht über die gesamte Form dieselbe Stärke besitzt.
Besonders die Ecken sollten sorgfältig ausgefüllt werden. Wird nur die Mitte stark zusammengedrückt, entstehen später keilförmige Stücke mit unterschiedlich dicken Schichten.
Wie bekommt man gerade Schichten?
Die Masse wird portionsweise in die mit Backpapier ausgelegte Form gegeben und zunächst mit den Fingern oder einem Spatel verteilt.
Anschließend wird die Oberfläche mit einem geraden Spatel oder dem flachen Boden eines kleinen Glases gleichmäßig verdichtet und geglättet.
Die nächste Schicht kommt erst darauf, wenn die vorherige überall gleich hoch verteilt ist.
Die einzelnen Schichten müssen nicht separat vollständig gekühlt werden. Sie sollen sich beim Zusammensetzen leicht verbinden und später trotzdem deutlich sichtbar bleiben.
Muss Bajadera gebacken werden?
Nein. Bajadera gehört zu den klassischen Süßspeisen, deren Struktur vollständig ohne Backofen entsteht.
Der heiße Sirup löst Zucker und Butter und verbindet anschließend die fein gemahlenen Zutaten. Beim Abkühlen wird die Masse fest.
Eine ähnliche grundsätzlich ungebackene Arbeitsweise gibt es bei unseren Oblatne mit Schokolade und Walnüssen. Dort wird die Füllung allerdings zwischen fertige Waffelblätter gestrichen, während Bajadera vollständig aus einer formbaren Keks-Nuss-Masse aufgebaut wird.
Wie macht man die Schokoladenglasur?
Für die Glasur wird dunkle Schokolade vorsichtig geschmolzen und mit einer kleinen Menge neutralem Sonnenblumenöl vermischt.
Das Öl macht die fertige Schokoladenschicht etwas weniger spröde. Das ist besonders praktisch, weil Bajadera in kleine Stücke geschnitten wird.
Die Glasur darf nicht sehr dick sein. Eine dünne, gleichmäßige Schicht reicht aus, um eine glatte Schokoladenoberfläche zu erzeugen.
Warum bricht die Glasur beim Schneiden?
Eine sehr kalte und dicke Schokoladenschicht kann beim ersten Druck des Messers brechen.
Deshalb wird Bajadera vor dem Schneiden einige Minuten aus dem Kühlschrank genommen. Das Messer wird außerdem mit heißem Wasser erwärmt, sorgfältig abgetrocknet und anschließend durch die Schokolade geführt.
Zwischen den Schnitten wird die Klinge bei Bedarf erneut gereinigt und erwärmt.
Wie lange muss Bajadera kühlen?
Nach dem Schichten sollte die Bajadera zunächst ungefähr 30 Minuten gekühlt werden, bevor die Glasur aufgetragen wird.
Danach benötigt sie weitere mindestens 3 Stunden Kühlzeit. Noch besser lässt sie sich schneiden, wenn sie mehrere Stunden oder über Nacht vollständig durchgekühlt ist.
Die Kühlzeit ist deshalb keine nebensächliche Wartezeit, sondern ein wichtiger Teil der Rezeptur.
Wie schneidet man Bajadera richtig?
Die vollständig gekühlte Bajadera wird zunächst mitsamt Backpapier aus der Form gehoben.
Mit einem langen, scharfen Messer werden zuerst die Außenkanten sauber begradigt, wenn ein besonders gleichmäßiges Ergebnis gewünscht ist.
Danach wird die Platte in längliche Streifen und anschließend in kleine Rechtecke geschnitten.
Für unser Rezept ergeben sich ungefähr 36 kleine Stücke. Bajadera ist sehr gehaltvoll und wird traditionell eher klein portioniert.
Warum wird Bajadera manchmal zu weich?
Eine zu weiche Bajadera kann mehrere Ursachen haben. Besonders häufig wurde zu viel Flüssigkeit verwendet oder die Masse noch nicht lange genug gekühlt.
Auch sehr grob gemahlene Kekse und Nüsse binden die Flüssigkeit weniger gleichmäßig.
Bei der festgelegten Rezeptur sollten deshalb alle Zutaten abgewogen werden. Zusätzliche Milch, Wasser oder Butter werden nicht „nach Gefühl“ ergänzt.
Warum wird Bajadera zu hart?
Eine sehr harte Masse entsteht häufig durch ein ungünstiges Verhältnis aus trockenen Zutaten und Flüssigkeit oder durch zu stark eingekochten Zuckersirup.
Auch direkt aus einem sehr kalten Kühlschrank wirkt Bajadera fester als bei normaler Serviertemperatur.
Die Stücke können deshalb ungefähr zehn Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank genommen werden.
Typische Fehler beim Bajadera-Rezept
Die Masse zerbröselt beim Verteilen
Die trockenen Zutaten haben sich nicht ausreichend mit Sirup und Butter verbunden oder die Masse ist bereits stark abgekühlt. Sie sollte verarbeitet werden, solange sie noch warm und formbar ist.
Die Schichten vermischen sich
Die einzelnen Massen wurden zu weich aufeinandergegeben oder beim Glattstreichen zu stark hin und her bewegt. Jede Lage wird zunächst gleichmäßig verteilt und anschließend nur verdichtet.
Die Oberfläche wird uneben
Die letzte Schicht wurde nicht ausreichend geglättet. Unebenheiten bleiben auch unter einer dünnen Schokoladenglasur sichtbar.
Die Glasur löst sich ab
Die Oberfläche kann zu feucht oder die Glasur beim Auftragen zu heiß gewesen sein. Die geschichtete Masse sollte zunächst gekühlt und die geschmolzene Schokolade einige Minuten abgekühlt werden.
Die Glasur splittert
Die Bajadera wurde sehr kalt mit einem kalten Messer geschnitten. Ein warmes, trockenes Messer reduziert dieses Problem.
Wann wird Bajadera serviert?
Bajadera gehört typischerweise zu den kleinen Kuchen und Süßigkeiten, die sich gut auf einer gemischten Gebäckplatte servieren lassen.
Durch ihre kompakte Struktur eignet sie sich besonders für Feiertage, Familienfeiern und Situationen, in denen mehrere verschiedene kleine Desserts vorbereitet werden.
Zu dieser Gruppe gehören auch mürbe Doppelkekse wie unsere Vanilice mit Fruchtfüllung, obwohl Teig und Zubereitung technisch vollkommen anders sind.
Auf einer traditionellen Platte mit kleinen Kuchen und Keksen lassen sich reichhaltige Schnitten gut mit schlichterem Gebäck kombinieren. Dazu passen beispielsweise Gurabije – traditionelle bosnische Kekse, die aus wenigen Grundzutaten gebacken werden und damit einen deutlichen Kontrast zur kompakten Schoko-Nuss-Masse der Bajadera bilden. Beide lassen sich gut vorbereiten und eignen sich deshalb besonders für größere Familien- und Festtagstafeln.
Kann man Bajadera vorbereiten?
Ja. Bajadera gehört sogar zu den Desserts, die sich besonders gut vorbereiten lassen.
Sie benötigt mehrere Stunden Kühlzeit und kann problemlos bereits am Vortag hergestellt werden. Dadurch ist die Masse vollständig fest und die Schichten lassen sich besonders sauber schneiden.
Die einzelnen Stücke sollten möglichst erst nach dem vollständigen Kühlen geschnitten werden.
Wie bewahrt man Bajadera auf?
Bajadera wird in einem gut schließenden Behälter im Kühlschrank aufbewahrt. Zwischen mehreren Lagen kann Backpapier gelegt werden, damit Glasur und Schnittflächen nicht aneinanderhaften.
Durch den hohen Anteil an Zucker, Fett und Nüssen bleibt sie mehrere Tage genießbar. Geschmack und Schnittstruktur sind jedoch in den ersten Tagen am besten.
Kann man Bajadera einfrieren?
Ja. Die vollständig gekühlten und geschnittenen Stücke lassen sich portionsweise einfrieren.
Sie werden luftdicht verpackt, am besten mit Backpapier zwischen mehreren Lagen.
Zum Auftauen kommen sie zunächst in den Kühlschrank. Dadurch bildet sich weniger Kondenswasser auf der Schokoladenoberfläche als bei einem sehr schnellen Temperaturwechsel.
Bajadera als Teil der Balkan-Dessertküche
Bajadera erweitert die BalkanKueche-Desserts um eine weitere typische Technik: einen vollständig ungebackenen Kuchen, dessen Struktur aus gemahlenem Gebäck, Nüssen, Butter und Zucker entsteht.
Sie unterscheidet sich damit deutlich von Hefeteiggebäcken, frittierten Desserts, sirupgetränkten Kuchen und Cremeschnitten. Gerade diese Unterschiede zeigen, wie breit die Süßspeisentradition im ehemaligen Jugoslawien tatsächlich ist.
Häufige Fragen zu Bajadera
Was ist Bajadera?
Hausgemachte Bajadera ist ein ungebackener Schichtkuchen aus gemahlenen Keksen, Nüssen, Zucker, Butter und Schokolade. Sie wird nach dem Kühlen in kleine rechteckige Stücke geschnitten.
Woher kommt Bajadera?
Der Name ist besonders eng mit Kroatien und der bekannten Kraš-Praline verbunden. Daneben sind hausgemachte Bajadera-Kuchen in vielen Haushalten im ehemaligen Jugoslawien verbreitet.
Muss Bajadera gebacken werden?
Nein. Die Masse wird warm zusammengerührt, in Schichten in eine Form gedrückt und anschließend im Kühlschrank fest.
Welche Nüsse kommen in Bajadera?
Es gibt Varianten mit Walnüssen und mit Haselnüssen. Die festgelegte BalkanKueche-Version verwendet fein gemahlene Walnüsse.
Wie lange muss Bajadera kühlen?
Nach dem Aufbau und Glasieren sollte Bajadera mindestens mehrere Stunden kühlen. Besonders sauber lässt sie sich schneiden, wenn sie vollständig durchgekühlt ist.
Warum ist meine Bajadera zu weich?
Zu viel Flüssigkeit, ungenau abgewogene Zutaten oder zu kurze Kühlzeit gehören zu den häufigsten Ursachen.
Warum bricht die Schokoladenglasur?
Sehr kalte Schokolade ist spröde. Ein dünner Überzug, etwas Öl in der Glasur und ein warmes, trockenes Messer erleichtern das Schneiden.
Kann man Bajadera am Vortag machen?
Ja. Sie eignet sich sogar besonders gut zur Vorbereitung, weil eine längere Kühlzeit die Schnittfestigkeit verbessert.
Kann man Bajadera einfrieren?
Ja. Fertig geschnittene Stücke können luftdicht verpackt eingefroren und anschließend langsam im Kühlschrank aufgetaut werden.
Ist hausgemachte Bajadera eine Kopie der Kraš-Bajadera?
Nein. Die bekannte Praline und der hausgemachte Schichtkuchen tragen denselben Namen, unterscheiden sich aber deutlich bei Zutaten, Herstellung und Konsistenz.
