Krofne Rezept – luftige Balkan-Krapfen mit Marmelade

Krofne Rezept – luftige Balkan-Krapfen mit Marmelade

Krofne sind weiche, luftige Balkan-Krapfen aus Hefeteig, die goldbraun ausgebacken und anschließend mit Konfitüre gefüllt werden. Dieses Rezept ergibt 16 mittelgroße Krofne mit einer lockeren Krume, dünner gebräunter Oberfläche und einer klassischen Füllung aus Aprikosenkonfitüre.

In Bosnien und Herzegowina, Serbien, Kroatien, Montenegro und Slowenien gehören diese Hefekrapfen zu den bekannten süßen Gebäcken. Je nach Region begegnen Ihnen unterschiedliche Namen wie Krofne, Krafne oder Krofi. Auch bei Füllung, Größe und Teigzusammensetzung gibt es zahlreiche Familienvarianten.

Die wichtigste Voraussetzung für gute Krofne ist ein weicher, ausreichend gekneteter Hefeteig, der zweimal Zeit zum Aufgehen bekommt. Beim Ausbacken entscheidet anschließend die Öltemperatur darüber, ob die Krapfen außen gleichmäßig bräunen und innen vollständig locker durchgaren.

Weitere Süßspeisen aus der Region finden Sie in unserem Überblick über traditionelle Balkan-Desserts.

Krofne – luftige Balkan-Krapfen mit Aprikosenkonfitüre

Weiche, luftige Krofne aus Hefeteig, goldbraun in Sonnenblumenöl ausgebacken und mit Aprikosenkonfitüre gefüllt. Die festgelegte Rezeptur ergibt 16 mittelgroße Balkan-Krapfen.
Vorbereitungszeit25 Minuten
Zubereitungszeit25 Minuten
Gehzeit1 Stunde 40 Minuten
Gesamtzeit2 Stunden 30 Minuten
Gericht: Dessert, Süßes Gebäck
Küche: Balkan Küche
Keyword: Balkan Krapfen, gefüllte Krapfen, Hefekrapfen, Krafne Rezept, Krofne mit Marmelade, Krofne Rezept
Servings: 16 Krofne
Calories: 260kcal

Kochutensilien

  • Küchenwaage
  • Große Rührschüssel
  • Küchenmaschine mit Knethaken oder Handmixer mit Knethaken
  • Messbecher
  • Küchenthermometer für Milch und Frittieröl
  • Nudelholz
  • Runder Ausstecher, ungefähr 7 cm Durchmesser
  • Zwei große Bleche oder Tabletts
  • Backpapier
  • Sauberes Küchentuch
  • Hoher breiter Topf
  • Schaumkelle oder Küchenzange
  • Kuchengitter
  • Küchenpapier
  • Spritzbeutel mit langer Fülltülle
  • Feines Sieb für Puderzucker

Zutaten

Für den Hefeteig

  • 500 g Weizenmehl Type 405
  • 250 ml Vollmilch 3,5 % Fett
  • 7 g Trockenhefe
  • 60 g Zucker
  • 2 Eier Größe M ungefähr 100 g ohne Schale
  • 60 g weiche Butter
  • 5 g feines Salz
  • 4 g fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone

Zum Ausbacken

  • 1 l Sonnenblumenöl

Zum Füllen und Bestäuben

  • 240 g glatte Aprikosenkonfitüre
  • 30 g Puderzucker

Anleitungen

  • Die Milch auf 30 bis 32 °C erwärmen. Sie soll deutlich lauwarm, aber nicht heiß sein.
  • Weizenmehl, Trockenhefe und Zucker in der großen Rührschüssel gleichmäßig vermischen.
  • Die lauwarme Milch und die Eier hinzufügen.
  • Die Zutaten zunächst ungefähr zwei Minuten auf niedriger Stufe vermengen, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist.
  • Die weiche Butter in drei Portionen einarbeiten. Erst die nächste Portion hinzufügen, wenn die vorherige weitgehend vom Teig aufgenommen wurde.
  • Salz und Zitronenschale hinzufügen und den Teig weitere acht bis zehn Minuten auf niedriger bis mittlerer Stufe kneten.
  • Der fertige Teig soll weich, glatt und elastisch sein und sich größtenteils vom Schüsselrand lösen. Er darf noch leicht kleben. Kein zusätzliches Mehl einarbeiten, solange der Teig nur weich und nicht flüssig ist.
  • Den Teig zu einer lockeren Kugel formen, in der Schüssel vollständig abdecken und an einem milden, zugfreien Ort ungefähr 60 bis 70 Minuten gehen lassen.
  • Die erste Gehphase ist beendet, wenn das Teigvolumen deutlich zugenommen hat und ungefähr das Anderthalb- bis Zweifache erreicht.
  • Den Teig auf eine sehr leicht bemehlte Arbeitsfläche geben. Nur sanft flach drücken und anschließend gleichmäßig auf ungefähr 1,5 cm Dicke ausrollen.
  • Mit einem runden Ausstecher von ungefähr sieben Zentimetern Durchmesser möglichst dicht nebeneinander Kreise ausstechen.
  • Die Teigreste einmal locker zusammenführen, fünf Minuten entspannen lassen, erneut ausrollen und weitere Kreise ausstechen.
  • Insgesamt ungefähr 16 Teiglinge auf mit Backpapier belegte Bleche oder Tabletts legen. Zwischen ihnen ausreichend Abstand lassen.
  • Die Teiglinge locker mit einem sauberen Küchentuch abdecken und weitere 30 bis 40 Minuten gehen lassen. Sie sollen sichtbar dicker und sehr leicht geworden sein.
  • Gegen Ende der zweiten Gehzeit das Sonnenblumenöl in einem hohen Topf langsam auf 170 °C erhitzen. Der Topf wird nicht mehr als ungefähr zur Hälfte mit Öl gefüllt.
  • Drei bis vier Teiglinge vorsichtig in das heiße Öl geben. Den Topf nicht überfüllen.
  • Die erste Seite ungefähr zwei Minuten goldbraun ausbacken.
  • Die Krofne vorsichtig wenden und die zweite Seite weitere eineinhalb bis zwei Minuten ausbacken.
  • Die Öltemperatur während des gesamten Vorgangs möglichst zwischen 165 und 175 °C halten. Vor jeder neuen Portion kontrollieren und die Herdleistung bei Bedarf anpassen.
  • Die fertig ausgebackenen Krofne mit einer Schaumkelle herausheben, kurz abtropfen lassen und anschließend auf ein mit Küchenpapier belegtes Kuchengitter legen.
  • Alle übrigen Teiglinge auf dieselbe Weise portionsweise ausbacken.
  • Die Krofne ungefähr zehn bis 15 Minuten abkühlen lassen.
  • Die glatte Aprikosenkonfitüre in einen Spritzbeutel mit langer Fülltülle geben.
  • Jede Krofna seitlich vorsichtig einstechen und mit ungefähr 15 g Aprikosenkonfitüre füllen.
  • Die gefüllten Krofne mit insgesamt 30 Gramm Puderzucker gleichmäßig bestäuben und möglichst frisch servieren.

Notizen

  • Die Rezeptur ist auf Weizenmehl Type 405 abgestimmt. Andere Mehle können Flüssigkeit unterschiedlich aufnehmen.
  • Die Milch darf die Hefe nicht durch zu hohe Temperatur schädigen. Etwa 30 bis 32 °C sind für diese Rezeptur passend.
  • Der Teig bleibt bewusst weich. Zusätzliches Mehl nur wegen leicht klebriger Konsistenz macht die Krofne kompakter.
  • Butter wird erst nach dem ersten groben Vermengen eingearbeitet. Dadurch kann das Mehl zunächst Flüssigkeit aufnehmen und eine stabile Teigstruktur entwickeln.
  • Die Gehzeiten sind Richtwerte. Entscheidend ist das sichtbare Volumen des Teigs beziehungsweise der Teiglinge.
  • Nach der ersten Gehzeit wird der Teig nur sanft bearbeitet.
  • Die Teigkreise werden ungefähr 1,5 cm dick und 7 cm breit ausgestochen.
  • Die zweite Gehzeit darf nicht ausgelassen werden. Sie beeinflusst die spätere Lockerheit besonders stark.
  • Eine Öltemperatur um 170 °C ergibt einen guten Kompromiss zwischen Bräunung und vollständigem Durchgaren.
  • Mehr als drei bis vier Krofne gleichzeitig können die Öltemperatur zu stark absenken.
  • Ein heller Ring um die Mitte kann entstehen, ist aber kein zwingendes Qualitätsmerkmal.
  • Die Hauptrezeptur verwendet ausschließlich Aprikosenkonfitüre. Andere Füllungen verändern Nährwerte und teilweise auch die Lagerbedingungen.
  • Krofne schmecken am Tag der Zubereitung am besten.
  • Zum Einfrieren eignen sich ungefüllte Krofne besser als bereits gefüllte.
  • Die Kalorienangabe ist ein Näherungswert. Beim Frittieren lässt sich die tatsächlich aufgenommene Ölmenge nicht exakt vorhersagen.
  • Für die Berechnung wurde angenommen, dass die gesamte Charge ungefähr 70 g Frittieröl aufnimmt.

Was sind Krofne?

Krofne sind runde, in heißem Fett ausgebackene Hefekrapfen. Der Teig enthält Mehl, Milch, Hefe, Eier, Zucker und Fett und wird vor dem Frittieren zweimal gehen gelassen.

Eine gute Krofna ist deutlich leichter als ein kompakter süßer Hefeteig. Nach dem Ausbacken soll sie außen dünn gebräunt und innen weich, elastisch und von kleinen bis mittelgroßen Luftporen durchzogen sein.

Nach dem Abkühlen werden Krofne häufig mit Konfitüre gefüllt und mit Puderzucker bestäubt. Daneben gibt es ungefüllte Varianten sowie Versionen mit anderen süßen Füllungen.

Krofne, Krafne oder Krofi – wie heißen Balkan-Krapfen regional?

Die Bezeichnungen unterscheiden sich innerhalb des ehemaligen Jugoslawiens. Krofne ist besonders im bosnischen und serbischen Sprachraum verbreitet. In Kroatien begegnet man häufig der Form Krafne, während in Slowenien Krofi üblich ist.

Auf Deutsch lässt sich das Gebäck am verständlichsten als Krapfen oder gefüllter Hefekrapfen beschreiben. Je nach deutscher Region werden verwandte Gebäcke außerdem Berliner, Pfannkuchen oder Kreppel genannt.

Diese Namen bedeuten jedoch nicht, dass jede regionale Rezeptur vollkommen identisch ist. Größe, Fettanteil des Teigs, verwendete Füllung und Verarbeitung unterscheiden sich zwischen Ländern, Bäckereien und Familien.

Sind Krofne dasselbe wie Berliner oder Krapfen?

Krofne gehören zur gleichen großen Familie gefüllter Hefekrapfen wie Berliner und österreichische Krapfen. Eine scharfe kulinarische Grenze lässt sich nicht anhand einer einzigen Zutat ziehen.

Typische Balkan-Hausrezepte werden häufig relativ groß und weich ausgebacken. Aprikosen-, Pflaumen- oder Hagebuttenkonfitüre sind bekannte Füllungen, daneben gibt es zahlreiche moderne Varianten.

Für dieses Rezept ist entscheidend, dass wir keine beliebige Berliner-Rezeptur lediglich umbenennen. Die festgelegte Version orientiert sich an der auf dem Balkan verbreiteten häuslichen Zubereitung: weicher Hefeteig, zweimaliges Gehen, Ausbacken in neutralem Öl und eine einfache Fruchtfüllung.

Welche Krofne-Variante wird in diesem Rezept gemacht?

Die WPRM-Hauptversion verwendet Weizenmehl Type 405, Vollmilch, Eier, Butter und Trockenhefe. Der Teig wird mit wenig Zucker gesüßt, weil später zusätzlich Aprikosenkonfitüre und Puderzucker hinzukommen.

Nach der ersten Gehzeit wird der Teig etwa 1,5 Zentimeter dick ausgerollt und in Kreise ausgestochen. Die geformten Teiglinge gehen ein zweites Mal, bevor sie bei ungefähr 170 °C ausgebacken werden.

Nach dem Abkühlen bekommt jede Krofna etwa 15 Gramm glatte Aprikosenkonfitüre. Andere Füllungen werden im Artikel erläutert, gehören aber bewusst nicht zur berechneten Hauptrezeptur.

Trotz des ähnlichen Namens sind Princes Krofne mit Vanillecreme technisch ein vollkommen anderes Gebäck als klassische Krofne. Während Krofne aus Hefeteig bestehen, gehen müssen und anschließend in heißem Öl ausgebacken werden, entstehen Princes Krofne aus Brandteig im Backofen und werden erst nach dem Auskühlen mit einer gekochten Creme gefüllt.

Welches Mehl eignet sich für Krofne?

Für dieses Rezept verwenden wir Weizenmehl Type 405. Es ist im deutschen Handel problemlos erhältlich und eignet sich gut für einen weichen, feinporigen Hefeteig.

In Balkan-Rezepten finden Sie häufig Mehlbezeichnungen wie T-400 beziehungsweise glattes oder weiches Mehl. Die nationalen Typensysteme sind nicht vollständig identisch mit der deutschen Mehlklassifizierung, weshalb solche Zahlen nicht einfach eins zu eins übertragen werden sollten.

Entscheidender als eine einzelne Typenzahl ist die Konsistenz des fertigen Teigs. Er soll weich und elastisch sein und nach ausreichendem Kneten nur noch leicht kleben.

Wie weich muss der Krofne-Teig sein?

Ein häufiger Fehler besteht darin, einen weichen Hefeteig so lange mit zusätzlichem Mehl zu bestreuen, bis er sich vollkommen trocken anfühlt. Dadurch werden die fertigen Krofne kompakter.

Nach acht bis zehn Minuten Knetzeit soll der Teig glatt und elastisch sein. Er darf leicht an den Fingern haften, soll aber nicht als flüssige oder formlose Masse in der Schüssel liegen.

Zum Formen wird nur eine kleine Menge Mehl auf die Arbeitsfläche gegeben. Große zusätzliche Mehlmengen verändern das festgelegte Verhältnis von Mehl und Flüssigkeit und damit auch die spätere Krume.

Warum müssen Krofne zweimal gehen?

Die erste Gehzeit betrifft den gesamten gekneteten Teig. Während dieser Phase produziert die Hefe Gas, das sich innerhalb des elastischen Teiggerüsts sammelt und das Volumen deutlich vergrößert.

Beim anschließenden Ausrollen und Ausstechen wird ein Teil dieser Gasstruktur wieder verdrängt. Deshalb benötigen die einzelnen Teigkreise eine zweite Gehzeit.

Diese zweite Phase ist für luftige Krofne besonders wichtig. Die Teiglinge sollen sichtbar dicker und leichter geworden sein, bevor sie ins Öl kommen.

Für das Rezept werden insgesamt ungefähr 100 Minuten Gehzeit eingeplant. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt jedoch auch von Raum- und Teigtemperatur ab. Das sichtbare Volumen ist deshalb wichtiger als eine minutengenaue Uhr.

Warum gehen Krofne nicht richtig auf?

Hefe arbeitet schlecht, wenn die Milch zu heiß war und die Hefezellen geschädigt wurden. Für dieses Rezept wird die Milch deshalb nur auf ungefähr 30 bis 32 °C erwärmt.

Auch ein sehr kühler Raum verlängert die Gehzeit deutlich. Der Teig sollte abgedeckt an einem milden, zugfreien Ort stehen, nicht unmittelbar auf einer heißen Heizung.

Ein weiterer Grund kann ein zu fester Teig sein. Wird beim Kneten oder Ausrollen viel zusätzliches Mehl eingearbeitet, muss die Hefe eine wesentlich dichtere Masse lockern.

Wie dick wird der Teig für Krofne ausgerollt?

Nach der ersten Gehzeit wird der Teig vorsichtig auf ungefähr 1,5 Zentimeter Dicke gebracht. Anschließend werden mit einem runden Ausstecher Kreise von etwa sieben Zentimetern Durchmesser ausgestochen.

Der Teig wird dabei nicht wiederholt kräftig mit dem Nudelholz zusammengedrückt. Ziel ist eine gleichmäßige Fläche, ohne die bereits entstandene Struktur vollständig zu zerstören.

Teigreste können einmal locker zusammengeführt und erneut ausgestochen werden. Diese späteren Stücke können etwas unregelmäßiger aufgehen als die Kreise aus der ersten Teigfläche.

Bei welcher Temperatur werden Krofne frittiert?

Für dieses Rezept wird das Sonnenblumenöl auf ungefähr 170 °C erhitzt. Ein Küchenthermometer ist wesentlich zuverlässiger als die Beurteilung anhand von Holzlöffel, Teigkrümeln oder Herdstufen.

Ist das Öl deutlich zu kalt, benötigen die Krofne lange zum Bräunen und nehmen unnötig viel Fett auf. Ist es zu heiß, wird die Oberfläche dunkel, während der Teig in der Mitte noch nicht vollständig durchgegart ist.

Nach jeder Portion wird die Temperatur kontrolliert. Kalte Teiglinge senken die Öltemperatur zunächst ab, während ein leerer Topf auf derselben Herdstufe schnell wieder deutlich heißer werden kann.

Warum haben Krofne manchmal einen hellen Ring?

Bei gut aufgegangenen Krofne schwimmt ein großer Teil des Teiglings oberhalb des Öls. Dadurch kann an der Mitte ein hellerer Streifen entstehen, während Ober- und Unterseite stärker gebräunt werden.

Dieser sogenannte helle oder weiße Ring ist ein Hinweis auf eine lockere Teigstruktur und passende Frittierbedingungen, aber kein Qualitätsmerkmal, das bei jedem einzelnen Stück exakt gleich aussehen muss.

Wichtiger sind eine vollständig gegarte Mitte, eine lockere Krume und eine gleichmäßige goldbraune Oberfläche.

Warum werden Krofne fettig?

Der häufigste technische Grund ist eine zu niedrige Öltemperatur. Bei niedriger Hitze bleibt der Teig länger im Fett, bevor sich außen eine stabile Oberfläche bildet.

Auch überfüllte Töpfe sind problematisch. Werden zu viele kalte Teiglinge gleichzeitig eingelegt, kann die Temperatur deutlich absinken.

Deshalb werden in diesem Rezept nur drei bis vier Krofne gleichzeitig ausgebacken. Danach kommen sie unmittelbar auf ein mit Küchenpapier belegtes Gitter oder einen Teller und dürfen kurz abtropfen.

Welche Marmelade oder Konfitüre passt zu Krofne?

Aprikosenkonfitüre ist eine klassische und sehr passende Füllung. Sie besitzt genügend Säure, um einen Kontrast zum süßen Hefeteig und Puderzucker zu bilden.

Auch Pflaumen- und Hagebuttenfüllungen sind im ex-jugoslawischen Raum bekannt. Entscheidend ist für gefüllte Krofne weniger die Fruchtsorte als eine möglichst glatte Konsistenz ohne große Fruchtstücke.

Aprikosenkonfitüre verwenden wir auf BalkanKueche auch für Vanilice, bei denen sie zwei mürbe Walnusskekse miteinander verbindet.

Wann werden Krofne gefüllt?

Die Konfitüre wird erst nach dem Ausbacken eingespritzt. Die Krofne dürfen dafür einige Minuten abkühlen, sollen aber noch frisch und weich sein.

Mit einer langen Fülltülle wird seitlich vorsichtig ein kleiner Zugang geschaffen. Pro Stück werden ungefähr 15 Gramm Aprikosenkonfitüre eingespritzt.

Zu große Mengen drücken die Krume auseinander und können aus der Öffnung austreten. Eine gleichmäßige kleine Füllung ergibt bei jedem Stück ein besseres Verhältnis zwischen Teig und Frucht.

Welche anderen Krofne-Varianten gibt es?

Neben Aprikosenkonfitüre werden Krofne regional und familiär mit Pflaumenmus, Hagebuttenkonfitüre, Schokoladencreme oder verschiedenen Vanillecremes gefüllt. Es gibt außerdem Krofne, die lediglich mit Zucker oder Puderzucker serviert werden.

Diese Varianten sind keine bloßen Dekorationen, denn eine Cremefüllung verändert beispielsweise Lagerung, Haltbarkeit und Nährwerte erheblich. Deshalb bleiben sie außerhalb der WPRM-Hauptrezeptur.

Auch Größe und Form unterscheiden sich. Manche Krofne sind relativ klein, andere deutlich größer als ein typischer deutscher Berliner.

Eine deutlich schnellere Alternative zu Hefekrapfen sind kroatische Fritule mit Joghurt. Während Krofne aus einem geformten Hefeteig bestehen und zweimal gehen, werden Fritule aus einem weichen Teig direkt portionsweise ins heiße Öl gegeben.

Was ist der Unterschied zwischen Krofne und Uštipci?

Beide Gebäcke können in heißem Öl ausgebacken werden, sind aber nicht dasselbe Gericht.

Krofne werden aus einem süßen Hefeteig geformt, zweimal gehen gelassen, rund ausgestochen und häufig mit Konfitüre gefüllt. Die auf BalkanKueche zubereiteten Uštipci bestehen dagegen aus einem schnellen Teig ohne Hefe und werden mit dem Löffel portioniert.

Uštipci können sowohl mit herzhaften als auch mit süßen Beilagen gegessen werden. Krofne sind dagegen eindeutig als süßes Gebäck gedacht.

Typische Fehler beim Krofne-Rezept

Die Krofne bleiben innen kompakt

Der Teig wurde möglicherweise zu fest gemacht, zu kurz geknetet oder nicht ausreichend gehen gelassen. Auch ein starkes Zusammendrücken beim Ausrollen kann die bereits aufgebaute Struktur beeinträchtigen.

Die Krofne werden außen dunkel und innen noch teigig

Das Öl ist zu heiß. Die Temperatur wird auf ungefähr 170 °C zurückgeführt, bevor die nächste Portion hineinkommt.

Die Krofne saugen viel Öl auf

Meist ist das Öl zu kühl oder der Topf wurde mit zu vielen Teiglingen gleichzeitig gefüllt. Eine stabile Temperatur ist wichtiger als möglichst schnelles Frittieren.

Der Teig geht kaum auf

Die Hefe war möglicherweise zu alt, die Milch zu heiß oder der Raum sehr kühl. Außerdem muss der Teig weich genug sein, damit sich die entstehenden Gase ausdehnen können.

Die Krofne fallen nach dem Frittieren zusammen

Sehr stark übergarte Teiglinge besitzen manchmal nicht mehr genügend stabile Struktur. Auch eine noch rohe, feuchte Mitte kann nach dem Herausnehmen kollabieren.

Die Krofne werden trocken

Zu viel Mehl, zu langes Frittieren oder eine zu kleine Teigportion sind typische Ursachen. Die fertigen Stücke sollten nur so lange im Öl bleiben, bis beide Seiten goldbraun und die Mitte vollständig gegart ist.

Wie frittiert man Krofne sicher?

Für das Ausbacken wird ein ausreichend hoher, stabil stehender Topf verwendet. Der Topf darf nicht bis zum Rand mit Öl gefüllt werden, weil heißes Fett beim Einlegen der Teiglinge aufsteigen kann.

Wasser und nasse Utensilien dürfen nicht mit heißem Öl in Kontakt kommen. Die Krofne werden mit einer Schaumkelle oder Zange vorsichtig eingesetzt und herausgenommen.

Das heiße Öl wird nach dem Frittieren vollständig abkühlen gelassen, bevor es umgefüllt oder entsorgt wird.

Wann schmecken Krofne am besten?

Krofne gehören zu den Gebäcken, die am Tag der Zubereitung deutlich am besten sind. Frisch ausgebackener Hefeteig ist weich und elastisch; während längerer Lagerung verliert er zunehmend Feuchtigkeit.

Die fertigen Krofne werden deshalb idealerweise nur so lange abgekühlt, dass sie gefüllt und ohne unangenehme Hitze gegessen werden können.

Wer ein wesentlich schnelleres Dessert ohne Hefeteig und Frittieren sucht, findet mit unseren Palačinke – dünnen Balkan-Pfannkuchen eine vollkommen andere, aber ebenso typische Alltagssüßspeise.

Wer eine Süßspeise sucht, die sich im Gegensatz zu frisch ausgebackenen Krofne sehr gut vorbereiten lässt, kann Oblatne – geschichtete Waffelblätter mit Schoko-Walnuss-Füllung ausprobieren. Sie benötigen mehrere Stunden Press- und Kühlzeit und lassen sich am nächsten Tag besonders sauber schneiden.

Kann man Krofne vorbereiten?

Der fertig geknetete Hefeteig sollte für dieses Rezept am selben Tag verarbeitet werden. Eine längere kalte Teigführung wäre grundsätzlich möglich, würde aber Hefemenge, Zeitführung und Ablauf verändern und gehört deshalb nicht zu dieser festgelegten Version.

Bereits ausgestochene und vollständig aufgegangene Teiglinge sollten nicht über längere Zeit stehen bleiben. Sobald die zweite Gehphase abgeschlossen ist, werden sie ausgebacken.

Die Konfitüre kann dagegen bereits vorher glatt gerührt und in den Spritzbeutel gefüllt werden.

Wie bewahrt man Krofne auf?

Ungefüllte Krofne können nach dem vollständigen Abkühlen luftdicht verpackt und bis zum nächsten Tag aufbewahrt werden. Ihre Textur ist jedoch am Backtag am besten.

Mit Konfitüre gefüllte Krofne werden ebenfalls verschlossen gelagert und möglichst zeitnah gegessen. Bei Füllungen auf Basis von Milch, Sahne oder Ei gelten deutlich strengere Kühlanforderungen; solche Varianten gehören nicht zur Hauptrezeptur dieses Artikels.

Zum Einfrieren eignen sich ungefüllte, vollständig abgekühlte Krofne besser. Nach dem Auftauen können sie kurz bei Raumtemperatur temperiert und anschließend frisch gefüllt werden.

Krofne als Teil der Balkan-Dessertküche

Krofne zeigen eine andere Seite der Balkan-Süßspeisen als sirupgetränkte Desserts wie Baklava oder Tulumbe. Hier stehen Hefeteig, kontrolliertes Aufgehen und Frittieren im Mittelpunkt.

Gleichzeitig gehören sie zu jener Gruppe von Gerichten, bei denen die Balkanküche eng mit den kulinarischen Traditionen Mittel- und Südosteuropas verbunden ist. Ähnliche Krapfen findet man weit über die Region hinaus, während Namen, Größen, Füllungen und Familienrezepte lokal geprägt sind.

Gerade deshalb ist „Krofne“ keine Bezeichnung für eine völlig isolierte Süßspeise, sondern für eine charakteristische regionale Ausprägung des gefüllten Hefekrapfens.

Häufige Fragen zu Krofne

Was sind Krofne auf Deutsch?

Krofne sind gefüllte Hefekrapfen. Auf Deutsch sind Krapfen oder Berliner die nächstliegenden Bezeichnungen, wobei sich konkrete regionale Rezepturen unterscheiden können.

Was ist der Unterschied zwischen Krofne und Krafne?

Es handelt sich hauptsächlich um unterschiedliche regionale Bezeichnungen für sehr verwandte Hefekrapfen. Krofne ist besonders im bosnischen und serbischen Sprachraum verbreitet, während in Kroatien häufig Krafne verwendet wird.

Was sind Krofi?

Krofi ist die slowenische Bezeichnung für Krapfen. Sie gehören zur gleichen mitteleuropäisch-südosteuropäischen Familie von frittiertem Hefeteig und werden häufig mit Konfitüre gefüllt.

Welche Marmelade kommt in Krofne?

Aprikosenkonfitüre ist eine klassische Füllung. Auch Pflaumen- und Hagebuttenfüllungen kommen vor. Für dieses Rezept werden genau 15 Gramm glatte Aprikosenkonfitüre pro Stück verwendet.

Bei welcher Temperatur frittiert man Krofne?

Das Öl wird in diesem Rezept bei ungefähr 170 °C gehalten. Zu kaltes Öl führt zu fettigeren Krofne, während zu heißes Öl die Oberfläche bräunt, bevor die Mitte vollständig gegart ist.

Warum haben Krofne einen weißen Ring?

Gut aufgegangene Krofne schwimmen hoch im Öl. Der mittlere Bereich kann dadurch weniger direkten Kontakt mit dem Fett haben und heller bleiben. Ein ausgeprägter Ring ist jedoch keine Voraussetzung für ein gelungenes Gebäck.

Warum werden meine Krofne nicht fluffig?

Typische Ursachen sind ein zu fester Teig, zu viel zusätzliches Mehl, zu kurze Gehzeiten, schwache Hefe oder ungeeignete Teigtemperatur.

Kann man Krofne ohne Füllung essen?

Ja. Krofne können auch nur mit Puderzucker serviert werden. Die hier festgelegte Rezeptversion verwendet jedoch Aprikosenkonfitüre als Hauptfüllung.

Kann man Krofne im Backofen machen?

Ein Hefeteig kann grundsätzlich auch gebacken werden, das Ergebnis besitzt dann jedoch eine andere Kruste, Textur und Fettaufnahme. Dieses Rezept beschreibt bewusst klassische ausgebackene Krofne und enthält keine Backofenalternative.

Kann man Krofne einfrieren?

Ja. Am besten werden vollständig abgekühlte, ungefüllte Krofne luftdicht eingefroren. Nach dem Auftauen können sie frisch mit Konfitüre gefüllt und mit Puderzucker bestäubt werden.

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