Hurmasice Rezept – Bosnisches Honiggebäck

Hurmasice Rezept – Bosnisches Honiggebäck

Hurmasice Rezept – saftige bosnische Hurmašice aus weichem Teig, goldbraun gebacken und anschließend mit warmem Zuckersirup übergossen. Dieses traditionelle Gebäck gehört zu den beliebtesten Süßspeisen der bosnischen Küche und wird besonders gern zu Kaffee, an Feiertagen oder für Gäste serviert.

Hurmašice sind außen leicht gebacken, innen weich und nehmen den Sirup nach dem Backen langsam auf. Genau dadurch entsteht ihre typische saftige Konsistenz. Wichtig ist, dass Teig, Backzeit und Sirup gut zusammenpassen: Der Teig darf nicht zu hart werden, der Sirup nicht zu dick sein und das Gebäck braucht genug Zeit zum Durchziehen.

Weitere klassische Süßspeisen finden Sie in unserem Überblick über die beliebtesten Balkan-Desserts.

Hurmasice Rezept – Bosnisches Honiggebäck

Klassische bosnische Hurmašice aus weichem Butterteig, mit dem typischen Reibenmuster goldbraun gebacken und anschließend mit zitroniger Agda getränkt. Trotz der verbreiteten deutschen Bezeichnung „Honiggebäck“ wird dieses Rezept traditionell ohne Honig zubereitet.
Vorbereitungszeit40 Minuten
Zubereitungszeit40 Minuten
Ziehzeit4 Stunden
Gesamtzeit5 Stunden 20 Minuten
Gericht: Dessert, Gebäck
Küche: Balkan Küche, Bosnisch
Keyword: Balkan Desserts, bosnische Hurmasice, Bosnisches Honiggebäck, bosnisches Sirupgebäck, Hurmašice, Hurmasice mit Agda, Hurmasice Rezept
Servings: 30 Stück
Calories: 210kcal

Kochutensilien

  • Küchenwaage
  • Messbecher
  • Mittelgroßer Kochtopf
  • Hitzebeständige Schüssel
  • Große Rührschüssel
  • Handmixer
  • Teigschaber
  • Grobe Küchenreibe
  • Tiefes Metallbackblech, ungefähr 38 × 28 cm
  • Schöpfkelle oder großer Löffel

Zutaten

Für die Agda

  • 900 ml Wasser
  • 600 g Zucker
  • 1 unbehandelte Zitrone davon 20 ml Saft und 3 dünne Scheiben

Für den Teig

  • 250 g weiche Butter ungesalzen
  • 60 g Zucker
  • 1 Ei Größe M
  • 1 Eigelb Größe M
  • 50 g Naturjoghurt 3,5 % Fett
  • 500 g Weizenmehl Type 405
  • 12 g Backpulver
  • 2 g feines Salz

Anleitungen

  • Für die Agda Wasser und Zucker in einen mittelgroßen Topf geben. Unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
  • Die Mischung aufkochen und anschließend bei mittlerer Hitze fünf Minuten leicht köcheln lassen.
  • Zitronensaft und Zitronenscheiben hinzufügen und die Agda weitere drei Minuten köcheln lassen.
  • Die Agda in eine hitzebeständige Schüssel umfüllen und vollständig abkühlen lassen. Zum schnelleren Abkühlen kann die Schüssel in ein kaltes Wasserbad gestellt werden. Die Zitronenscheiben anschließend entfernen.
  • Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das tiefe Metallbackblech bereitstellen; es muss wegen des butterreichen Teiges nicht eingefettet werden.
  • Weiche Butter und 60 Gramm Zucker mit dem Handmixer drei bis vier Minuten cremig rühren.
  • Das ganze Ei und danach das Eigelb jeweils vollständig einarbeiten. Den Naturjoghurt kurz unterrühren.
  • Mehl, Backpulver und Salz in einer separaten Schüssel vermischen.
  • Die Mehlmischung portionsweise zur Buttermasse geben. Zunächst auf niedriger Stufe und abschließend kurz mit den Händen zu einem weichen, glatten Teig verbinden. Nicht länger kneten als notwendig.
  • Den Teig zehn Minuten ruhen lassen. Er soll anschließend formbar sein und kaum an den Händen kleben, aber nicht trocken oder fest wirken.
  • Den Teig in 30 Portionen zu jeweils ungefähr 31 Gramm teilen.
  • Jede Portion zunächst zu einer Kugel und anschließend zu einem ungefähr sechs Zentimeter langen Oval formen.
  • Die Oberseite jedes Teigstücks vorsichtig gegen die grobe Seite einer sauberen Küchenreibe drücken. Dabei leicht länglich formen, ohne den Teig durch die Öffnungen zu pressen.
  • Die geformten Hurmašice mit dem Muster nach oben und ungefähr zwei Zentimetern Abstand auf das tiefe Backblech legen.
  • Die Hurmašice auf der mittleren Schiene ungefähr 25 bis 30 Minuten backen, bis sie gleichmäßig goldbraun sind. Die Oberfläche darf deutlich Farbe bekommen, soll aber nicht dunkel werden.
  • Das Blech aus dem Backofen nehmen und die Hurmašice zwei Minuten stehen lassen.
  • Die vollständig abgekühlte Agda langsam über die noch heißen Hurmašice gießen. Zuerst den Sirup zwischen den Gebäckstücken verteilen und anschließend die Oberseiten gleichmäßig übergießen.
  • Nach ungefähr 20 Minuten die noch nicht vollständig benetzten Oberseiten mit etwas Sirup vom Blech überlöffeln. Die Hurmašice dabei nicht zusammendrücken.
  • Die Hurmašice mindestens vier Stunden bei Raumtemperatur ziehen lassen. Während der ersten Stunde nicht abdecken.
  • Nach dem vollständigen Abkühlen locker abdecken. Vor dem Servieren möglichst über Nacht durchziehen lassen.

Notizen

  • Die Rezeptmenge ergibt 30 Hurmašice mit jeweils ungefähr 31 Gramm Teiggewicht vor dem Backen.
  • Hurmašice werden traditionell mit Zuckersirup beziehungsweise Agda zubereitet. Trotz der Bezeichnung „Honiggebäck“ enthält diese Rezeptversion keinen Honig.
  • Butter, Ei und Joghurt sollten Zimmertemperatur haben, damit sich die Zutaten gleichmäßig verbinden.
  • Den Teig nach Zugabe des Mehls nur kurz bearbeiten. Zu langes Kneten kann die gebackenen Hurmašice fester machen.
  • Kein zusätzliches Mehl einarbeiten, solange sich der Teig nach der kurzen Ruhezeit sauber formen lässt.
  • Das Muster lässt sich traditionell mit einer groben Küchenreibe herstellen. Der Teig wird nur leicht angedrückt und nicht durch die Löcher gepresst.
  • Ein tiefes Metallbackblech verwenden. Glas- und Keramikformen können durch starke Temperaturunterschiede beschädigt werden.
  • Für diese festgelegte Zubereitung trifft vollständig abgekühlte Agda auf heiße Hurmašice.
  • Die Hurmašice benötigen mindestens vier Stunden zum Durchziehen und werden über Nacht besonders gleichmäßig saftig.
  • Abgedeckt halten sie sich im Kühlschrank ungefähr fünf Tage. Vor dem Servieren etwa 20 Minuten auf Raumtemperatur bringen.

Was sind Hurmašice?

Hurmašice sind ein traditionelles bosnisches Sirupgebäck. Sie werden aus einem weichen, buttrigen Teig geformt, meist oval oder leicht länglich, mit einem Muster versehen und anschließend gebacken. Nach dem Backen werden sie mit Zuckersirup übergossen, der langsam in das Gebäck einzieht.

Der Name wird im Deutschen oft ohne Sonderzeichen als Hurmasice geschrieben. Gemeint ist aber dasselbe Dessert. Obwohl der Artikel oft als Honiggebäck bezeichnet wird, entsteht die typische Süße in vielen klassischen Rezepten vor allem durch Zuckersirup. Deshalb passt die Beschreibung als Sirupgebäck besonders gut.

So wird der Teig weich und formbar

Der Teig für Hurmašice sollte weich, aber nicht klebrig sein. Wenn zu viel Mehl eingearbeitet wird, lassen sich die Stücke zwar leichter formen, sie können nach dem Backen aber trocken oder hart werden. Besser ist es, das Mehl nach und nach zuzugeben und aufzuhören, sobald der Teig formbar ist.

Butter, Eier und Joghurt sorgen dafür, dass das Gebäck zart bleibt. Der Joghurt gibt dem Teig zusätzliche Feuchtigkeit und macht die Struktur etwas weicher. Wer Walnüsse verwendet, bekommt ein kräftigeres Aroma, sollte aber darauf achten, dass der Teig dadurch nicht zu trocken wird.

Warum der Sirup bei Hurmašice so wichtig ist

Der Sirup entscheidet stark über die Konsistenz. Er sollte süß und aromatisch sein, aber nicht zu dick. Wenn der Sirup zu stark eingekocht wird, zieht er schlechter in das Gebäck ein. Dann bleiben Hurmašice außen sehr süß, innen aber zu trocken.

Eine Zitronenscheibe im Sirup sorgt für etwas Frische und hilft gleichzeitig, dass der Zucker nicht so leicht kristallisiert. Wichtig ist auch die Temperatur: Hurmašice und Sirup sollten gut zusammenpassen. Viele traditionelle Varianten arbeiten mit warmem Gebäck und warmem Sirup, damit der Sirup gleichmäßig aufgenommen wird.

Warum werden Hurmašice manchmal hart?

Harte Hurmašice entstehen meistens durch zu viel Mehl, zu lange Backzeit oder einen zu dicken Sirup. Das Gebäck sollte goldbraun sein, aber nicht trocken durchbacken. Wenn die Stücke zu lange im Ofen bleiben, saugen sie später den Sirup schlechter auf.

Auch zu wenig Ruhezeit kann ein Problem sein. Hurmašice schmecken selten direkt nach dem Übergießen am besten. Sie brauchen Zeit, damit der Sirup vollständig einziehen kann. Besonders saftig werden sie, wenn sie mehrere Stunden oder über Nacht ruhen.

Das typische Muster auf Hurmašice

Das Muster ist nicht nur Dekoration. Durch die Rillen kann der Sirup besser an der Oberfläche haften und gleichmäßiger einziehen. Traditionell wird das Muster oft mit einer Gabel, einer Reibe oder einer speziellen Oberfläche eingedrückt.

Wichtig ist, die Stücke nicht zu flach zu drücken. Wenn Hurmašice zu dünn sind, trocknen sie schneller aus. Eine leicht ovale, kompakte Form ist ideal, weil das Gebäck innen weich bleibt und den Sirup gut aufnehmen kann.

Wann schmecken Hurmašice am besten?

Hurmašice schmecken am besten, wenn sie gut durchgezogen sind. Direkt nach dem Backen und Übergießen wirken sie oft noch nicht perfekt. Nach einigen Stunden verbindet sich der Sirup besser mit dem Teig, und die Konsistenz wird weicher und saftiger.

Deshalb eignen sich Hurmašice sehr gut zum Vorbereiten. Für Gäste, Feiertage oder Familienbesuche kann man sie problemlos am Vortag zubereiten. Am nächsten Tag sind sie meistens aromatischer als direkt nach dem Backen.

Was passt zu Hurmašice?

Klassisch werden Hurmašice zu bosnischem Kaffee oder schwarzem Kaffee serviert. Da das Gebäck süß und sirupgetränkt ist, passt ein kräftiger, ungesüßter Kaffee besonders gut dazu. Auch Tee oder ein Glas Wasser werden oft dazu gereicht.

Wer eine Auswahl traditioneller Süßspeisen servieren möchte, kann Hurmašice sehr gut mit Baklava, Tulumbe, Kadaif oder Tufahije kombinieren. So entsteht ein klassischer Balkan-Dessertteller.

Hurmašice aufbewahren und einfrieren

Fertige Hurmašice halten sich gut verschlossen im Kühlschrank mehrere Tage. Sie sollten immer mit etwas Sirup aufbewahrt werden, damit sie nicht austrocknen. Vor dem Servieren können sie kurz bei Raumtemperatur stehen, damit sie weicher und aromatischer wirken.

Einfrieren ist möglich, aber am besten funktioniert es, wenn man die Hurmašice ohne Sirup oder nur leicht getränkt einfriert. Nach dem Auftauen können sie erneut mit etwas Sirup aufgefrischt werden. Für die beste Konsistenz sind frisch zubereitete und über Nacht durchgezogene Hurmašice aber meist die bessere Wahl.

Häufige Fragen zu Hurmašice

Warum werden Hurmašice hart?

Meist liegt es an zu viel Mehl, zu langer Backzeit oder zu dickem Sirup. Der Teig sollte weich bleiben, und der Sirup muss gut einziehen können.

Müssen Hurmašice über Nacht ziehen?

Sie müssen nicht unbedingt über Nacht ziehen, schmecken dann aber oft besser. Mehrere Stunden Ruhezeit helfen, damit der Sirup gleichmäßig aufgenommen wird.

Kann man Hurmašice ohne Walnüsse machen?

Ja, Hurmašice können mit oder ohne Walnüsse zubereitet werden. Walnüsse geben mehr Aroma, sind aber nicht zwingend notwendig.

Warum kristallisiert der Sirup?

Das kann passieren, wenn der Sirup zu lange oder zu stark gekocht wird. Eine Zitronenscheibe hilft, die Kristallisation zu verringern.

Wie lange sind Hurmašice haltbar?

Gut verschlossen halten sich Hurmašice im Kühlschrank mehrere Tage. Sie sollten mit etwas Sirup aufbewahrt werden, damit sie saftig bleiben.

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