Vanilice Rezept – Zarte Balkan-Kekse mit Vanille
Vanilice sind kleine, zarte Balkan-Kekse aus einem mürben Teig mit gemahlenen Walnüssen, Butter, Vanille und Zitrone. Jeweils zwei helle Kekse werden mit Aprikosenkonfitüre zusammengesetzt und anschließend vollständig in einer Mischung aus Puderzucker und Vanillezucker gewendet.
Dadurch unterscheiden sich Vanilice deutlich von einfachen Vanilleplätzchen. Ihre typische Form entsteht erst durch die Verbindung aus zwei dünnen Kekshälften, einer fruchtigen Füllung und der weißen Zuckerhülle.
Die festgelegte Rezeptur ergibt 40 fertige Vanilice aus genau 80 gebackenen Teigkreisen. Sie verwendet ausschließlich Butter, fein gemahlene Walnüsse und glatte Aprikosenkonfitüre. Alkoholhaltige Aromen, fertige Backmischungen und nicht näher bestimmte Zutaten werden nicht benötigt.
Vanilice Rezept
Kochutensilien
- Digitale Küchenwaage
- Zwei große Rührschüsseln
- Handmixer oder Küchenmaschine
- Feinreibe für Zitronenschale
- Zitruspresse
- Teigschaber
- Backpapier
- Nudelholz
- Ausrollstäbe oder Abstandshalter für 5 mm Teigdicke
- Runder Ausstecher mit ungefähr 4 cm Durchmesser
- Zwei Backbleche
- Kuchengitter
- Kleine Winkelpalette oder Teelöffel
- Flache Schale für die Zuckermischung
- Luftdicht schließende Keksdose
Zutaten
Für den Vanilice-Teig
- 400 g Weizenmehl Type 405
- 200 g ungesalzene Butter weich, aber nicht geschmolzen
- 100 g Walnusskerne fein gemahlen
- 100 g feiner weißer Zucker
- 1 Ei Größe M ohne Schale ungefähr 50 g
- 1 Eigelb Größe M ungefähr 18 g
- 8 g Vanillezucker
- 25 g frisch gepresster Zitronensaft
- 5 g fein abgeriebene Schale einer gewaschenen unbehandelten Zitrone
- 1 g feines Salz
Für die Füllung
- 150 g glatte Aprikosenkonfitüre ohne große Fruchtstücke
Zum Wenden
- 60 g Puderzucker
- 8 g Vanillezucker
Anleitungen
Zutaten vorbereiten
- Sämtliche Zutaten vollständig abwiegen.
- Die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen.
- Die Butter auf ungefähr 20 °C temperieren.
- Darauf achten, dass die Butter weich, aber nicht glänzend oder flüssig ist.
- Die Walnusskerne unmittelbar vor der Verwendung fein mahlen.
- Die gemahlenen Walnüsse auf bitteren oder ranzigen Geruch kontrollieren.
- Die Zitrone gründlich mit warmem Wasser waschen und abtrocknen.
- Genau fünf Gramm Zitronenschale fein abreiben.
- Die Zitrone auspressen.
- Genau 25 Gramm Zitronensaft abwiegen.
- Weizenmehl, gemahlene Walnüsse und Salz in einer separaten Schüssel vermischen.
Buttermasse zubereiten
- Die weiche Butter in eine große Rührschüssel geben.
- Den feinen Zucker und acht Gramm Vanillezucker hinzufügen.
- Butter und Zucker ungefähr drei Minuten auf mittlerer Stufe cremig rühren.
- Die Masse einmal mit einem Teigschaber vom Schüsselrand lösen.
- Das Ei hinzufügen.
- Das Ei ungefähr dreißig Sekunden vollständig einarbeiten.
- Das zusätzliche Eigelb hinzufügen.
- Das Eigelb ebenfalls vollständig einrühren.
- Zitronensaft und Zitronenschale ergänzen.
- Alles kurz zu einer gleichmäßigen Buttermasse verrühren.
Vanilice-Teig herstellen und kühlen
- Die Mischung aus Mehl, Walnüssen und Salz in drei Portionen zur Buttermasse geben.
- Jede Portion nur kurz auf niedriger Stufe einarbeiten.
- Den Mixer ausschalten, sobald nur noch wenige trockene Mehlstellen sichtbar sind.
- Den Teig mit einem Teigschaber oder den Händen kurz zusammenfügen.
- Den Teig nicht mehrere Minuten kneten.
- Den Teig zu einer ungefähr drei Zentimeter dicken Scheibe formen.
- Die Teigscheibe luftdicht verpacken.
- Den Teig genau 60 Minuten im Kühlschrank kühlen.
Vanilice ausrollen und ausstechen
- Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
- Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Den gekühlten Teig halbieren.
- Eine Teighälfte zurück in den Kühlschrank legen.
- Die andere Hälfte zwischen zwei leicht bemehlten Bögen Backpapier ausrollen.
- Den Teig gleichmäßig auf fünf Millimeter Dicke ausrollen.
- Mit einem runden Ausstecher Kreise von ungefähr vier Zentimetern Durchmesser ausstechen.
- Die Teigkreise vorsichtig auf das erste Backblech setzen.
- Teigreste kurz zusammendrücken und nur einmal erneut ausrollen.
- Die zweite Teighälfte auf dieselbe Weise verarbeiten.
- Insgesamt genau 80 möglichst gleich große Teigkreise herstellen.
- Die Kreise mit ungefähr zwei Zentimetern Abstand auf beide Bleche verteilen.
Vanilice backen und abkühlen
- Das erste Blech auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens schieben.
- Die Kekse zehn bis zwölf Minuten bei 170 °C Ober-/Unterhitze backen.
- Die Oberfläche hell lassen.
- Das Blech herausnehmen, sobald die Unterseiten sehr leicht goldfarben sind.
- Die Kekse fünf Minuten auf dem Blech stehen lassen.
- Die Kekse anschließend vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen.
- Das zweite Blech auf dieselbe Weise backen.
- Sämtliche Kekse mindestens zwanzig Minuten vollständig auskühlen lassen.
Vanilice füllen
- Die 80 ausgekühlten Kekse nach ähnlicher Größe paarweise sortieren.
- Die Aprikosenkonfitüre glatt rühren.
- Vorhandene große Fruchtstücke zerdrücken oder die Konfitüre durch ein feines Sieb streichen.
- Einen Keks mit der Unterseite nach oben auf die Arbeitsfläche legen.
- Ungefähr 3,5 bis 4 Gramm Aprikosenkonfitüre dünn auf der Unterseite verteilen.
- Einen zweiten Keks mit seiner Unterseite auf die Konfitüre setzen.
- Beide Kekshälften nur sehr vorsichtig zusammendrücken.
- Auf dieselbe Weise genau 40 Vanilice zusammensetzen.
- Darauf achten, dass keine Konfitüre seitlich herausgedrückt wird.
In Vanillezucker wenden
- Puderzucker und acht Gramm Vanillezucker in einer flachen Schale gleichmäßig vermischen.
- Jede zusammengesetzte Vanilica vorsichtig in die Zuckermischung legen.
- Oberseite, Unterseite und Rand leicht mit Zucker bedecken.
- Überschüssigen Puderzucker vorsichtig abschütteln.
- Die fertigen Vanilice nebeneinander in eine saubere, trockene Dose legen.
- Zwischen mehreren Lagen Backpapier einlegen.
- Die Dose verschließen.
- Die Vanilice vor dem Servieren ungefähr zwölf Stunden bei kühler Raumtemperatur ziehen lassen.
- Das Gebäck anschließend als 40 einzelne Doppelkekse servieren.
Notizen
- Die Rezeptmenge ergibt 40 zusammengesetzte Vanilice.
- Dafür werden genau 80 gebackene Teigkreise benötigt.
- Ein fertiges Stück besteht aus zwei Kekshälften und Aprikosenkonfitüre.
- Weizenmehl Type 405 verwenden.
- Ausschließlich ungesalzene Butter verwenden.
- Die Butter weich werden lassen, aber nicht schmelzen.
- Margarine und andere Fette verändern Konsistenz und Nährwerte.
- Walnüsse unmittelbar vor der Verwendung auf Geruch und Geschmack kontrollieren.
- Die Walnüsse möglichst fein mahlen.
- Grobe Nussstücke können die dünnen Kekse brechen lassen.
- Die Zitronenschale nur von einer gewaschenen unbehandelten Zitrone abreiben.
- Ausschließlich die gelbe Schale verwenden.
- Genau 25 Gramm Zitronensaft verwenden.
- Flüssiger Vanilleextrakt wird nicht benötigt.
- Alkoholhaltige Aromen nicht ergänzen.
- Den Teig nach dem Hinzufügen des Mehls nicht lange kneten.
- Den Teig als flache Scheibe kühlen.
- Die Kühlzeit beträgt 60 Minuten.
- Immer nur eine Teighälfte gleichzeitig verarbeiten.
- Den Teig auf fünf Millimeter Dicke ausrollen.
- Einen runden Ausstecher von ungefähr vier Zentimetern verwenden.
- Teigreste höchstens einmal erneut ausrollen.
- Beide Bleche nacheinander auf der mittleren Schiene backen.
- Die Vanilice hell lassen.
- Frisch gebackene Kekse zunächst fünf Minuten auf dem Blech fest werden lassen.
- Die Kekse vor dem Füllen vollständig auskühlen lassen.
- Ausschließlich glatte Aprikosenkonfitüre verwenden.
- Pro fertigem Keks ungefähr 3,5 bis 4 Gramm Konfitüre verwenden.
- Die Kekshälften nicht kräftig zusammendrücken.
- Puderzucker und Vanillezucker vor dem Wenden gründlich vermischen.
- Die fertigen Kekse ungefähr zwölf Stunden ziehen lassen.
- Zwischen mehreren Lagen Backpapier einlegen.
- Kühl, trocken und vor direkter Sonne geschützt lagern.
- Innerhalb von ungefähr zehn Tagen verbrauchen.
- Ungefüllte Kekshälften können luftdicht eingefroren werden.
- Eingefrorene Kekse in der geschlossenen Verpackung auftauen.
- Erst nach dem Auftauen füllen und in Zucker wenden.
- Das Rezept enthält Weizen, Milch, Ei und Walnüsse.
- Die Kalorienangabe bezieht sich auf 40 fertige Vanilice.
- Verwendet wurde für die Berechnung Aprikosenkonfitüre mit ungefähr 250 kcal pro 100 Gramm.
Was sind Vanilice?
Vanilice sind ein traditionelles Kleingebäck, das besonders mit der serbischen Küche verbunden ist, aber auch in anderen Teilen des ehemaligen Jugoslawiens bekannt ist. Sie gehören zur Gruppe der „sitni kolači“, also der kleinen Kuchen und Kekse, die zu Feiertagen, Familienfeiern, Hochzeiten und beim Empfang von Gästen serviert werden.
Der Name leitet sich von Vanille beziehungsweise Vanilin šećer ab. Die Vanille ist jedoch nicht das einzige prägende Aroma. Walnüsse, Zitrone, Butter, fruchtige Konfitüre und Puderzucker ergeben gemeinsam den typischen Geschmack.
Familienrezepte unterscheiden sich bei den Mengen und einzelnen Zutaten. Einige Teige enthalten mehr Walnüsse, andere werden ohne Nüsse gebacken. Auch Hagebutten-, Aprikosen- oder eine andere glatte, leicht säuerliche Konfitüre kann als Füllung dienen.
Für dieses Rezept wird eine eindeutig definierte Buttervariante mit gemahlenen Walnüssen und Aprikosenkonfitüre verwendet. Dadurch lassen sich Konsistenz, Backzeit, Stückzahl und Nährwerte nachvollziehbar festlegen.
Was dieses Vanilice-Rezept von einfachen Vanillekeksen unterscheidet
Einfache Vanillekekse können aus einem ungefüllten Mürbeteig bestehen. Bei Vanilice gehört die Füllung dagegen zur charakteristischen Form des Gebäcks.
Aus dem gekühlten Teig werden 80 gleich große Kreise ausgestochen. Nach dem Backen werden jeweils zwei Kreise mit einer dünnen Schicht Aprikosenkonfitüre verbunden. Auf diese Weise entstehen 40 fertige Doppelkekse.
Auch die gemahlenen Walnüsse sind in dieser Version keine beliebige Ergänzung. Sie geben dem Teig sein nussiges Aroma, eine etwas dunklere natürliche Farbe und eine besonders mürbe Struktur.
Warum wird ausschließlich Butter verwendet?
Die festgelegte Rezeptur verwendet 200 Gramm ungesalzene Butter. Sie sorgt für einen klaren Geschmack, eine zarte Krume und einen Teig, der sich nach dem Kühlen gleichmäßig ausrollen lässt.
Die Butter sollte weich, aber nicht flüssig sein. Eine Temperatur von ungefähr 20 °C ist geeignet. Zu kalte Butter verbindet sich nicht gleichmäßig mit dem Zucker, während geschmolzene Butter den Teig weich und fettig machen würde.
Margarine, Butterschmalz und andere Fette besitzen eine andere Zusammensetzung und werden deshalb nicht als gleichwertige Alternativen angegeben. Schon kleine Unterschiede beim Wasser- und Fettgehalt können beeinflussen, wie stark die Kekse im Ofen verlaufen.
Welche Walnüsse eignen sich für Vanilice?
Benötigt werden 100 Gramm fein gemahlene Walnusskerne. Grobe Stücke würden beim Ausstechen an den Rändern hervorstehen und könnten dazu führen, dass die dünnen Teigkreise brechen.
Die Walnüsse werden erst unmittelbar vor der Teigzubereitung gemahlen oder aus einer frisch geöffneten Packung entnommen. Sie sollten mild und nussig riechen. Bittere, ranzige oder ungewöhnlich ölig riechende Walnüsse dürfen nicht verwendet werden.
Haselnüsse oder Mandeln würden den Geschmack deutlich verändern. Sie sind deshalb keine gleichwertigen Austausche innerhalb dieser genau berechneten Rezeptur.
Vanille und Zitrone richtig dosieren
In den Teig kommen acht Gramm Vanillezucker. Weitere acht Gramm werden später mit dem Puderzucker für die äußere Hülle vermischt. So befindet sich das Vanillearoma sowohl im Gebäck als auch an seiner Oberfläche.
Vanilleextrakt wird nicht benötigt. Dadurch bleibt die Zusammensetzung eindeutig und es muss nicht geprüft werden, ob ein flüssiges Aroma Alkohol oder weitere Trägerstoffe enthält.
Hinzu kommen 25 Gramm frisch gepresster Zitronensaft und fünf Gramm fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone. Die Zitrone soll die Walnüsse und die süße Konfitüre ausgleichen, ohne das Gebäck deutlich sauer zu machen.
Wie entsteht ein mürber Vanilice-Teig?
Weiche Butter, Zucker und Vanillezucker werden zunächst ungefähr drei Minuten cremig gerührt. Die Mischung muss gleichmäßig sein, soll aber nicht so stark aufgeschlagen werden, dass sehr viel Luft eingearbeitet wird.
Danach werden ein Ei und ein zusätzliches Eigelb eingerührt. Zusammen sorgen sie für Bindung, ohne den Teig brotartig oder elastisch zu machen.
Weizenmehl, fein gemahlene Walnüsse und Salz werden separat vermischt und anschließend nur so lange unter die Buttermasse gearbeitet, bis keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar sind.
Zu langes Kneten würde das Klebereiweiß des Mehls stärker entwickeln. Die gebackenen Vanilice könnten dadurch fester statt mürbe werden.
Warum muss der Vanilice-Teig gekühlt werden?
Der frisch zubereitete Teig ist durch die weiche Butter zunächst zu empfindlich zum dünnen Ausrollen. Er wird zu einer flachen, ungefähr drei Zentimeter dicken Scheibe geformt und luftdicht verpackt.
Während der einstündigen Kühlzeit wird die Butter wieder fester. Gleichzeitig verteilt sich die Feuchtigkeit aus Ei und Zitronensaft gleichmäßiger im Mehl.
Eine flache Teigscheibe kühlt schneller und gleichmäßiger als eine kompakte Kugel. Der Teig lässt sich danach leichter teilen und ohne starkes Erwärmen ausrollen.
Den Teig gleichmäßig ausrollen
Der gekühlte Teig wird halbiert. Eine Hälfte bleibt im Kühlschrank, während die andere zwischen zwei leicht bemehlten Bögen Backpapier auf fünf Millimeter Dicke ausgerollt wird.
Zu dünne Kekse brechen später beim Füllen. Zu dicke Kekse ergeben nach dem Zusammensetzen ein schweres Gebäck und benötigen eine längere Backzeit.
Mit einem runden Ausstecher von ungefähr vier Zentimetern Durchmesser werden Kreise ausgestochen. Insgesamt werden genau 80 Teigkreise benötigt.
Teigreste werden gesammelt, kurz zusammengedrückt und nur einmal erneut ausgerollt. Wiederholtes Kneten und Ausrollen kann den Teig zäher machen.
Vanilice hell backen
Die Teigkreise werden mit etwas Abstand auf zwei mit Backpapier belegte Bleche gelegt. Jedes Blech wird einzeln auf der mittleren Schiene bei 170 °C Ober-/Unterhitze gebacken.
Abhängig vom Backofen benötigen die Kekse ungefähr zehn bis zwölf Minuten. Die Oberfläche soll hell bleiben, während die Unterseite einen sehr leichten goldenen Ton erhalten darf.
Dunkel gebackene Vanilice werden trockener und entwickeln ein stärkeres Röstaroma, das Vanille, Zitrone und Konfitüre überdecken kann.
Die Kekse sind unmittelbar nach dem Backen noch weich und zerbrechlich. Sie bleiben deshalb fünf Minuten auf dem Blech und werden erst danach auf ein Kuchengitter gesetzt.
Welche Konfitüre gehört in Vanilice?
Für diese Rezeptur werden genau 150 Gramm glatte Aprikosenkonfitüre verwendet. Ihre leichte Säure passt zu Walnüssen, Butter und Puderzucker.
Große Fruchtstücke müssen vor dem Füllen zerdrückt oder durch ein feines Sieb gestrichen werden. Eine ungleichmäßige Füllung verhindert, dass die beiden Kekshälften gerade aufeinanderliegen.
Für jedes fertige Gebäck werden ungefähr 3,5 bis 4 Gramm Konfitüre benötigt. Zu viel Füllung tritt seitlich aus und befeuchtet den Puderzucker. Zu wenig Konfitüre verbindet die Kekshälften nicht zuverlässig.
Vanilice zusammensetzen und in Zucker wenden
Vor dem Füllen müssen alle Kekse vollständig ausgekühlt sein. Die Kreise werden paarweise nach ähnlicher Größe und Form sortiert.
Die Unterseite eines Kreises wird dünn mit Aprikosenkonfitüre bestrichen. Ein zweiter Kreis wird mit seiner Unterseite auf die Füllung gesetzt und nur sehr vorsichtig angedrückt.
Puderzucker und Vanillezucker werden in einer flachen Schale vermischt. Die zusammengesetzten Vanilice werden einzeln in der Zuckermischung gewendet, bis Oberseite, Unterseite und Rand leicht bedeckt sind.
Starker Druck muss vermieden werden. Frisch gebackene Vanilice sind besonders mürbe und können beim Wenden leicht brechen.
Warum schmecken Vanilice am nächsten Tag besser?
Unmittelbar nach dem Zusammensetzen sind die Kekse mürbe und die Konfitüre noch deutlich von den Teighälften getrennt. Während einer Ziehzeit von ungefähr zwölf Stunden gibt die Füllung eine kleine Menge Feuchtigkeit an den Teig ab.
Dadurch verbinden sich Kekse und Konfitüre besser, ohne weich oder klebrig zu werden. Auch die Aromen von Walnuss, Vanille, Zitrone und Aprikose wirken am folgenden Tag harmonischer.
Die fertigen Vanilice werden während dieser Zeit in einer dicht schließenden Dose bei kühler Raumtemperatur gelagert.
Wozu werden Vanilice serviert?
Vanilice gehören zu Kaffee, Tee und gemischten Tellern mit kleinen Festtagskuchen. Aufgrund der Butter, Walnüsse, Konfitüre und Zuckerhülle reichen bereits ein oder zwei Stück als süße Begleitung.
Ein weiterer nussiger Klassiker ist die Baklava mit Walnüssen und Filoteig. Einen saftigen Kontrast bietet der Čupavci-Kokoskuchen.
Wer ein cremiges Dessert bevorzugt, findet mit der Krempita mit Vanillecreme eine deutlich andere Süßspeise.
Auf Platten mit kleinem Gebäck und Süßigkeiten werden mürbe Kekse oft mit anderen gut portionierbaren Desserts kombiniert. Dazu passt auch Bajadera – eine ungebackene Schoko-Nuss-Schnitte, die nach dem Kühlen in kleine Rechtecke geschnitten wird und sich deshalb ähnlich gut zum Servieren bei Feiertagen, Familienfeiern und Besuchen eignet. Während Vanilice aus zarten Doppelkeksen mit Fruchtfüllung bestehen, setzt Bajadera auf eine dichte Keks-Nuss-Masse mit hellen und dunklen Schichten und einer feinen Schokoladenglasur.
Ein deutlich einfacheres traditionelles Hausgebäck sind bosnische Gurabije. Während Vanilice aus zwei feinen mürben Keksen mit Fruchtfüllung bestehen und anschließend in Puderzucker gewendet werden, werden Gurabije größer und dicker geformt, ohne Füllung gebacken und bei der klassischen bosnischen Variante häufig mit einem kleinen Würfelzucker in der Mitte versehen.
Vanilice richtig aufbewahren
Die vollständig ausgekühlten und gefüllten Vanilice werden in einer sauberen, trockenen Blechdose oder einer luftdicht schließenden Vorratsdose gelagert. Zwischen mehreren Lagen wird Backpapier eingelegt.
Die Dose sollte kühl, trocken und vor direkter Sonne geschützt stehen. Bei geeigneter Lagerung können die Kekse ungefähr zehn Tage aufbewahrt werden.
Warme Kekse dürfen nicht verschlossen werden. Kondenswasser würde die Zuckerhülle auflösen und könnte die Oberfläche klebrig machen.
Ungefüllte, vollständig ausgekühlte Kekshälften lassen sich luftdicht einfrieren. Sie werden bei Raumtemperatur in der geschlossenen Verpackung aufgetaut und erst danach mit Konfitüre zusammengesetzt und in Zucker gewendet.
Vanilice gehören zum traditionellen Kleingebäck und bilden mit ihrer mürben Textur einen Gegenpol zu sirupgetränkten Süßspeisen. Weitere Dessertfamilien finden Sie im Guide zu den beliebtesten Balkan-Desserts.
Häufige Fehler bei Vanilice
Die Konfitüre weglassen: Ohne zwei verbundene Kekshälften entsteht ein Vanille- oder Walnusskeks, aber nicht die hier festgelegte Form klassischer Vanilice.
Die Butter schmelzen: Flüssige Butter macht den Teig weich und kann dazu führen, dass die ausgestochenen Kreise im Ofen verlaufen.
Grobe Walnussstücke verwenden: Sie erschweren saubere Kanten und können dünne Kekse beim Ausstechen zerbrechen lassen.
Den Teig lange kneten: Dadurch wird er elastischer und das Gebäck verliert einen Teil seiner mürben Struktur.
Die Kühlzeit verkürzen: Ein zu warmer Teig klebt an Arbeitsfläche, Backpapier und Ausstecher.
Unterschiedlich dick ausrollen: Dünne und dicke Kekse werden auf demselben Blech nicht gleichzeitig fertig.
Die Vanilice dunkel backen: Das Gebäck soll hell bleiben und nur an der Unterseite leicht Farbe erhalten.
Heiße Kekse vom Blech heben: Unmittelbar nach dem Backen brechen sie besonders leicht.
Zu viel Konfitüre verwenden: Die Füllung tritt seitlich aus und löst den Puderzucker am Rand auf.
Warme Vanilice verschließen: Entstehendes Kondenswasser macht die Oberfläche feucht und klebrig.
Häufige Fragen zu Vanilice
Sind Vanilice einfache Vanillekekse?
Nein. Klassische Vanilice bestehen aus zwei kleinen, mürben Keksen, die mit Konfitüre zusammengesetzt und anschließend in Puderzucker gewendet werden. In dieser Version enthalten sie außerdem fein gemahlene Walnüsse.
Welche Konfitüre eignet sich für Vanilice?
Die festgelegte Rezeptur verwendet glatte Aprikosenkonfitüre. Sie ist fruchtig und leicht säuerlich und gleicht die süße Zuckerhülle aus. Konfitüren mit großen Fruchtstücken müssen vor der Verwendung glatt gestrichen werden.
Kann man Vanilice ohne Walnüsse backen?
Es existieren auch Familienrezepte ohne Walnüsse. Innerhalb dieser genau berechneten Version sind die 100 Gramm gemahlenen Walnüsse jedoch ein fester Bestandteil und können nicht ersatzlos weggelassen werden.
Warum müssen Vanilice hell bleiben?
Zu stark gebackene Kekse werden trockener und entwickeln kräftige Röstaromen. Bei hell gebackenen Vanilice bleiben die mürbe Struktur sowie die Aromen von Vanille, Zitrone, Walnuss und Aprikose besser erkennbar.
Kann man Vanilleextrakt verwenden?
Die festgelegte Rezeptur verwendet ausschließlich abgewogenen Vanillezucker. Flüssiger Vanilleextrakt kann zusätzliche Flüssigkeit und abhängig vom Produkt weitere Trägerstoffe enthalten.
Warum brechen Vanilice beim Füllen?
Die Kekse können brechen, wenn sie zu dünn ausgerollt, zu warm angefasst oder mit zu starkem Druck zusammengesetzt werden. Sie müssen vor dem Füllen vollständig auskühlen.
Wie lange müssen fertige Vanilice ziehen?
Eine Ziehzeit von ungefähr zwölf Stunden ist empfehlenswert. In dieser Zeit verbindet die Aprikosenkonfitüre die Kekshälften, und das Gebäck wird etwas zarter.
Kann man Vanilice einfrieren?
Am besten werden die ungefüllten, gebackenen Kekshälften eingefroren. Nach dem Auftauen werden sie mit Aprikosenkonfitüre zusammengesetzt und frisch in Puderzucker und Vanillezucker gewendet.
Welche Allergene enthalten Vanilice?
Die Rezeptur enthält Weizen beziehungsweise Gluten, Milch, Ei und Walnüsse. Bei Allergien müssen zusätzlich die Kennzeichnungen von Vanillezucker, Konfitüre und Puderzucker kontrolliert werden.
