Tufahije Rezept – Bosnisches Apfel-Dessert
Tufahije sind ein traditionelles bosnisches Dessert aus pochierten Äpfeln, einer aromatischen Walnussfüllung und leichtem Zuckersirup. Die gefüllten Äpfel werden gut gekühlt und meist mit Schlagsahne sowie einem Walnusskern serviert. Dadurch verbinden sich weiches Fruchtfleisch, kräftige Nüsse und cremige Sahne zu einer schlichten, aber festlich wirkenden Süßspeise.
Die Einzahl lautet Tufahija, während Tufahije mehrere gefüllte Äpfel bezeichnet. Das Dessert wird besonders mit der bosnischen Küche verbunden, ist aber auch in weiteren Teilen Südosteuropas bekannt. Das folgende Tufahije Rezept verwendet sechs feste Äpfel, die in einem Sirup mit Zitrone und Vanille pochiert und anschließend mit gemahlenen Walnüssen gefüllt werden. Weitere bekannte Süßspeisen finden Sie in unserer Übersicht über traditionelle Balkan-Desserts.
Tufahije – Bosnisches Apfel-Dessert
Kochutensilien
- Küchenwaage
- Messbecher
- Zitrusreibe
- Zitruspresse
- Sparschäler
- Apfelausstecher
- Kleines scharfes Messer oder Kugelausstecher
- Breiter Topf mit Deckel, ungefähr 24 cm Durchmesser
- Schaumlöffel
- Holzspieß oder dünnes Küchenmesser
- Kleine und große Schüssel
- Handmixer
- Große flache Servierschale oder 6 Dessertschalen
- Esslöffel
Zutaten
Für die Äpfel und den Sirup
- 6 mittelgroße feste säuerliche Äpfel, je ungefähr 170–190 g
- 1.000 ml Wasser
- 200 g Zucker
- 8 g Vanillezucker
- 30 ml frisch gepresster Zitronensaft
Für die Walnussfüllung
- 200 g gemahlene Walnüsse
- 40 g Zucker
- 60 ml warmer Kochsirup von der oben angegebenen Menge
Zum Kühlen und Servieren
- 240 ml vollständig abgekühlter Kochsirup von der oben angegebenen Menge
- 150 ml kalte Schlagsahne mindestens 30 % Fett
- 6 Walnusshälften insgesamt ungefähr 15 g
- 2 g fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
Anleitungen
Sirup und Äpfel vorbereiten
- Die Zitrone heiß abwaschen und abtrocknen. Zwei Gramm Schale fein abreiben und für die Dekoration abgedeckt beiseitestellen.
- Dreißig Milliliter Zitronensaft auspressen.
- Wasser, 200 Gramm Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft in einen breiten Topf geben.
- Die Mischung bei mittlerer Hitze erwärmen und umrühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
- Den Sirup aufkochen und anschließend auf niedrige bis mittlere Hitze reduzieren. Er soll während des Pochierens nur sanft köcheln.
- Die Äpfel waschen und vollständig schälen.
- Das Kerngehäuse von der Blütenseite aus entfernen. Dabei einen ungefähr zweieinhalb bis drei Zentimeter breiten Hohlraum schaffen, den Apfelboden aber möglichst geschlossen lassen.
- Jeden vorbereiteten Apfel unmittelbar in den heißen Sirup legen, damit seine Oberfläche nicht unnötig braun wird.
Äpfel pochieren
- Die sechs Äpfel nebeneinander im Topf verteilen. Der Sirup sollte mindestens ungefähr zwei Drittel ihrer Höhe erreichen.
- Die Äpfel bei sanft köchelndem Sirup zehn bis zwölf Minuten pochieren.
- Die Äpfel während dieser Zeit alle zwei bis drei Minuten vorsichtig drehen, damit sie gleichmäßig weich werden.
- Nach zehn Minuten mit einem Holzspieß oder dünnen Messer in einen Apfel stechen. Das Fruchtfleisch soll weich geworden sein, aber noch einen leichten Widerstand bieten.
- Fertige Äpfel sofort mit einem Schaumlöffel aus dem Sirup nehmen und aufrecht in eine flache Schale stellen. Sehr feste Äpfel bei Bedarf noch ein bis zwei Minuten weiterpochieren.
- Vom verbliebenen Kochsirup genau 300 Milliliter abmessen.
- Davon 60 Milliliter für die Walnussfüllung beiseitestellen. Die übrigen 240 Milliliter vollständig abkühlen lassen.
- Auch die pochierten Äpfel ungefähr 30 Minuten auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
Walnussfüllung zubereiten
- Gemahlene Walnüsse und 40 Gramm Zucker in einer Schüssel vermischen.
- Sechzig Milliliter warmen Kochsirup nach und nach unter die Walnüsse rühren.
- Die Masse gründlich vermischen. Sie soll saftig und formbar sein, darf aber nicht flüssig aus den Äpfeln laufen.
- Die Walnussfüllung in sechs möglichst gleich große Portionen teilen.
- Jeden abgekühlten Apfel vollständig mit einer Portion Walnussmasse füllen. Die Masse mit einem kleinen Löffel leicht andrücken und oben zu einer kleinen Wölbung formen.
Tufahije kühlen
- Die gefüllten Äpfel aufrecht in eine große flache Schale oder direkt in sechs Dessertschalen stellen.
- Die 240 Milliliter vollständig abgekühlten Sirup gleichmäßig um die Äpfel verteilen.
- Die Tufahije abdecken und mindestens zwei Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen.
Tufahije fertigstellen
- Unmittelbar vor dem Servieren die kalte Schlagsahne mit dem Handmixer steif schlagen. Es wird kein zusätzlicher Zucker benötigt.
- Die Sahne gleichmäßig auf die sechs gekühlten Tufahije verteilen.
- Jede Tufahija mit einer Walnusshälfte und etwas fein abgeriebener Zitronenschale dekorieren.
- Die Tufahije kalt servieren. Den Sirup aus der Schale beziehungsweise den Dessertschalen zusammen mit den Äpfeln reichen.
Notizen
- Die Rezeptmenge ergibt sechs Tufahije. Eine gefüllte und dekorierte Tufahija entspricht einer Dessertportion.
- Die sechs Äpfel sollten möglichst ähnlich groß sein, damit sie gleichzeitig weich werden.
- Feste, säuerliche Sorten wie Granny Smith oder Boskoop eignen sich gut. Sehr reife oder mehlig gewordene Äpfel können bereits während des Pochierens zerfallen.
- Die tatsächliche Garzeit hängt von Apfelsorte, Reifegrad und Größe ab. Die Konsistenz deshalb ab der zehnten Minute kontrollieren.
- Die Äpfel garen nach dem Herausnehmen durch die gespeicherte Wärme noch etwas weiter. Sie sollten deshalb nicht vollständig weich gekocht werden.
- Den Hohlraum nicht vollständig durch den Apfelboden schneiden, damit die Walnussfüllung später besser im Apfel bleibt.
- Die Äpfel nach dem Schälen unmittelbar in den heißen Sirup legen. Zitronensaft und kurze Luftkontaktzeit begrenzen das Braunwerden.
- Die Walnussfüllung muss formbar, aber nicht trocken sein. Die festgelegten 60 Milliliter Sirup deshalb schrittweise einarbeiten.
- Für die fertigen Tufahije werden insgesamt genau 300 Milliliter Kochsirup verwendet: 60 Milliliter in der Füllung und 240 Milliliter zum Kühlen und Servieren.
- Der übrige Kochsirup gehört nicht zur angegebenen Portionsmenge und wurde nicht vollständig in die Kalorienberechnung aufgenommen.
- Nur vollständig abgekühlten Sirup um die gefüllten Äpfel gießen.
- Die Schlagsahne möglichst erst kurz vor dem Servieren auftragen, damit sie ihre Form behält.
- Tufahije mindestens zwei Stunden kühlen. Sie können auch am Vortag vorbereitet und erst vor dem Servieren mit Sahne dekoriert werden.
- Reste abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen.
- Tufahije eignen sich wegen der pochierten Äpfel und der Schlagsahne nicht gut zum Einfrieren.
- Die Kalorienangabe setzt voraus, dass die gesamten 300 Milliliter des abgemessenen Serviersirups zusammen mit den sechs Tufahije verzehrt werden. Bleibt Sirup in den Schalen zurück, ist die tatsächliche Kalorienaufnahme geringer.
Was sind Tufahije?
Tufahije sind geschälte und entkernte Äpfel, die sanft in einem Zuckersirup gegart werden. Nach dem Abkühlen wird der entstandene Hohlraum mit einer Mischung aus gemahlenen Walnüssen, Zucker und etwas Sirup gefüllt. Schlagsahne und ein Walnusskern bilden den klassischen Abschluss.
Im Unterschied zu einem Bratapfel werden Tufahije nicht im Backofen gegart. Durch das Pochieren nehmen die Äpfel etwas von der Süße und dem Zitronenaroma des Sirups auf. Gleichzeitig sollen sie ihre vollständige Form behalten und nicht zu Apfelmus zerfallen.
Das Dessert ist ein charakteristischer Bestandteil der bosnischen Süßspeisenküche. Wie bei vielen traditionellen Rezepten unterscheiden sich die genauen Mengen und Ergänzungen von Haushalt zu Haushalt. Manche Füllungen bestehen ausschließlich aus Walnüssen, Zucker und Sirup, während andere etwas Sahne, Milch oder zusätzliche Gewürze enthalten. Die Rezeptkarte bildet eine einfache Variante mit optionaler Sahne ab.
Welche Äpfel eignen sich für Tufahije?
Die Apfelsorte entscheidet wesentlich darüber, ob die Tufahije ihre Form behalten. Geeignet sind feste, unbeschädigte Äpfel mit einem eher säuerlichen Geschmack. Die in der Rezeptkarte genannten Sorten Granny Smith und Boskoop bilden einen angenehmen Kontrast zum süßen Sirup und zur Walnussfüllung.
Die Äpfel sollten möglichst ähnlich groß sein. Ein deutlich kleinerer Apfel wäre früher weich als die übrigen, während ein besonders großes Exemplar mehr Zeit benötigt. Gleichmäßig große Früchte erleichtern deshalb die Kontrolle während des Pochierens.
Sehr reife, weiche oder mehlig gewordene Äpfel sind weniger geeignet. Sie können bereits nach kurzer Garzeit aufplatzen oder beim Herausheben zerfallen. Auch Druckstellen sollten vermieden werden, weil das Fruchtfleisch an diesen Stellen schneller weich wird.
Äpfel für Tufahije richtig aushöhlen
Nach dem Schälen wird das Kerngehäuse vorsichtig entfernt. Dafür eignet sich ein Apfelausstecher oder ein schmales Küchenmesser. Alle Kerne und harten Teile müssen entfernt werden, ohne den Apfel unnötig weit auszuhöhlen.
Der Hohlraum soll ausreichend Platz für die Walnussmasse bieten. Werden die Wände jedoch zu dünn, verliert der Apfel beim Garen seine Stabilität. Nach Möglichkeit bleibt am unteren Ende etwas Fruchtfleisch erhalten, damit die spätere Füllung nicht herausfällt. Falls die Öffnung vollständig durch den Apfel reicht, kann die Tufahija trotzdem aufrecht in einer kleinen Dessertschale serviert werden.
Geschälte Äpfel verfärben sich an der Luft schnell. Legen Sie sie deshalb unmittelbar nach der Vorbereitung in den bereits mit Zitronensaft versetzten Sirup oder beträufeln Sie sie vorübergehend mit etwas Zitronensaft. Eine leichte Verfärbung beeinflusst zwar den Geschmack nicht, fällt beim hellen Dessert aber optisch auf.
Den Sirup für Tufahije zubereiten
Die Rezeptkarte verwendet einen Liter Wasser, 200 Gramm Zucker, den Saft einer Zitrone und ein Päckchen Vanillezucker. Der Sirup dient gleichzeitig als Garflüssigkeit und später zum Anrühren der Walnussfüllung sowie zum Übergießen der fertigen Äpfel.
Wasser, Zucker, Zitronensaft und Vanillezucker werden zunächst erhitzt, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Danach soll die Flüssigkeit nur noch sanft kochen. Stark sprudelnder Sirup bewegt und beschädigt die geschälten Äpfel unnötig.
Die Zitrone bringt Säure und Frische in das Dessert. Sie gleicht die Süße aus und hilft zugleich dabei, eine starke Braunfärbung des Fruchtfleisches zu begrenzen. Zusätzlicher Zitronensaft sollte dennoch vorsichtig dosiert werden, damit der Sirup nicht unangenehm sauer wird.
Tufahije pochieren, ohne dass die Äpfel zerfallen
Die vorbereiteten Äpfel werden vorsichtig in den heißen Sirup gesetzt und bei mittlerer bis niedriger Hitze gegart. Die in der Rezeptkarte genannten 10 bis 15 Minuten sind ein Richtwert. Die tatsächliche Garzeit hängt von Sorte, Größe, Reifegrad und Temperatur der Flüssigkeit ab.
Drehen Sie die Äpfel bei Bedarf behutsam, damit sie gleichmäßig mit dem Sirup in Kontakt kommen. Verwenden Sie dafür einen großen Löffel oder eine Schaumkelle und stechen Sie nicht mit einer Gabel in das weicher werdende Fruchtfleisch.
Ein fertiger Apfel lässt sich mit einem kleinen Messer leicht einstechen, bietet aber noch einen spürbaren Widerstand. Er soll weich genug zum Essen sein, darf sich beim Berühren jedoch nicht verformen. Da die Äpfel nach dem Herausnehmen noch etwas nachgaren, sollten sie lieber einen Moment zu früh als deutlich zu spät aus dem Sirup genommen werden.
Lassen Sie die pochierten Äpfel zunächst auf einem Teller oder einem Gitter abkühlen. Direkt aus dem heißen Sirup sind sie besonders empfindlich. Erst nach dem Abkühlen besitzen sie wieder genügend Stabilität zum Füllen.
Die richtige Konsistenz der Walnussfüllung
Für die Füllung werden 200 Gramm gemahlene Walnüsse mit Zucker vermischt. Anschließend kommen zunächst nur ein bis zwei Esslöffel des Kochsirups hinzu. Die Flüssigkeit verbindet die Nüsse zu einer feuchten, formbaren Masse.
Geben Sie den Sirup schrittweise hinzu. Wird sofort zu viel Flüssigkeit verwendet, kann die Füllung aus den Äpfeln fließen und sich am Boden der Dessertschale sammeln. Eine passende Walnussmasse hält auf dem Löffel ihre Form, lässt sich aber ohne großen Druck in den Hohlraum geben.
Die in der Rezeptkarte vorgesehene geschlagene Sahne ist optional. Eine kleine Menge macht die Füllung weicher und cremiger, ist für die grundlegende Zubereitung aber nicht erforderlich. Wird Sahne untergemischt, müssen sowohl Äpfel als auch Walnussmasse vorher vollständig abgekühlt sein.
Gemahlene Walnüsse können unterschiedlich trocken sein. Deshalb ist die benötigte Sirupmenge nicht immer exakt gleich. Orientieren Sie sich stärker an der Konsistenz als an der maximal möglichen Flüssigkeitsmenge.
Tufahije füllen und kühlen
Die Walnussmasse wird mit einem kleinen Löffel portionsweise in die abgekühlten Äpfel gegeben. Drücken Sie sie leicht an, ohne das weiche Fruchtfleisch zu beschädigen. Die Füllung darf oben einen kleinen Abschluss bilden, sollte aber nicht lose aufgetürmt werden.
Anschließend können die Tufahije mit etwas abgekühltem Sirup übergossen werden. Sie sollen im Sirup stehen, aber nicht vollständig darin schwimmen. Zu viel Flüssigkeit kann die Walnussfüllung auswaschen und den Geschmack der Äpfel überdecken.
Vor dem Servieren sollten die gefüllten Äpfel mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchziehen. Dabei verbinden sich die Aromen und die Walnussmasse wird etwas fester. Die Schlagsahne wird am besten erst kurz vor dem Servieren aufgesetzt, damit sie ihre Form behält.
Typische Fehler bei der Zubereitung von Tufahije
Die Äpfel zerfallen im Sirup
Meist war die Apfelsorte zu weich, die Frucht bereits überreif oder die Garzeit zu lang. Auch stark kochender Sirup kann die Oberfläche beschädigen. Verwenden Sie feste Äpfel und kontrollieren Sie deren Konsistenz bereits vor Ablauf der angegebenen Zeit.
Die Tufahije bleiben innen zu fest
Sehr große oder besonders feste Äpfel benötigen möglicherweise einige Minuten länger. Lassen Sie sie sanft weitergaren und prüfen Sie die Konsistenz in kurzen Abständen. Eine stark erhöhte Temperatur beschleunigt den Vorgang nicht gleichmäßig, sondern kann die Außenseite zu weich machen.
Die Walnussfüllung ist flüssig
In diesem Fall wurde zu viel Sirup oder Sahne verwendet. Mischen Sie weitere gemahlene Walnüsse unter, bis eine formbare Masse entsteht. Geben Sie Flüssigkeit bei der nächsten Zubereitung immer esslöffelweise hinzu.
Die Walnussfüllung ist trocken und bröselig
Ergänzen Sie wenig abgekühlten Sirup und vermengen Sie die Masse erneut. Bereits ein zusätzlicher Teelöffel kann genügen. Zu viel Flüssigkeit lässt sich anschließend nur durch weitere Walnüsse ausgleichen.
Die geschälten Äpfel werden braun
Bereiten Sie die Früchte erst unmittelbar vor dem Pochieren vor und bringen Sie sie schnell mit dem zitronenhaltigen Sirup in Kontakt. Langes Liegenlassen an der Luft fördert die Verfärbung.
Die Tufahije schmecken nur nach Zucker
Verwenden Sie eine feste, säuerliche Apfelsorte und die vorgesehene Menge Zitronensaft. Servieren Sie außerdem nur eine begrenzte Menge Sirup. Der Apfel- und Walnussgeschmack sollte trotz der Süße erkennbar bleiben.
Wie werden Tufahije serviert?
Tufahije werden üblicherweise gut gekühlt in einzelnen Dessertschalen serviert. Etwas Sirup am Boden hält den Apfel saftig. Obenauf kommen geschlagene Sahne, ein Walnusskern und nach Wunsch wenig fein abgeriebene Zitronenschale.
Eine Tufahija bildet bereits eine vollständige Dessertportion. Wegen der Walnüsse, des Sirups und der Sahne sind keine weiteren Beilagen erforderlich. Besonders gut passt dazu ungesüßter Kaffee, weil er einen deutlichen Kontrast zum süßen Dessert bildet.
Für eine Auswahl bosnischer und regionaler Süßspeisen können Tufahije mit kleinen Portionen anderer Desserts kombiniert werden. Knusprige Baklava mit Walnüssen unterscheidet sich deutlich von der weichen Frucht, verwendet aber ebenfalls Nüsse und Sirup. Eine fruchtige Alternative ist die Apfel-Pita nach Balkan-Art, bei der Äpfel mit dünnen Teigschichten gebacken werden.
Wer gekühlte Desserts bevorzugt, kann neben Tufahije auch Trileçe mit Karamell servieren. Der saftige Milchkuchen besitzt eine deutlich cremigere Konsistenz, wird ebenfalls gut gekühlt angeboten und eignet sich deshalb als passende Alternative für eine abwechslungsreiche Auswahl an Balkan-Desserts.
Neben aufwendig gefüllten Früchten kennt die bosnische Süßspeisenküche auch sehr schlichte Desserts aus wenigen Zutaten. Sutlijaš – traditioneller bosnischer Milchreis wird aus Rundkornreis, Milch und Zucker gekocht und meist mit etwas Zimt serviert. Damit unterscheidet er sich technisch vollständig von Tufahije, gehört aber ebenso zu den klassischen hausgemachten Desserts, die in einzelnen Portionen serviert werden.
Tufahije gehören zur osmanisch geprägten Desserttradition der bosnischen Küche, stehen dort aber neben mitteleuropäisch beeinflussten Kuchen, Cremeschnitten und Kleingebäck.
Tufahije vorbereiten und aufbewahren
Das Dessert eignet sich sehr gut zur Vorbereitung. Die Äpfel können am Vortag pochiert, abgekühlt und gefüllt werden. Bewahren Sie sie anschließend abgedeckt im Kühlschrank auf. Die Schlagsahne wird möglichst erst vor dem Servieren hinzugefügt.
Bereits fertige Tufahije sollten wegen der feuchten Walnussfüllung und der möglichen Sahnefüllung durchgehend gekühlt werden. Innerhalb von etwa zwei Tagen besitzen sie gewöhnlich die beste Konsistenz. Mit zunehmender Standzeit werden die Äpfel weicher und nehmen mehr Sirup auf.
Zum Einfrieren sind Tufahije nicht gut geeignet. Nach dem Auftauen kann das Fruchtfleisch wässrig und sehr weich werden. Auch Schlagsahne verliert dabei ihre ursprüngliche Struktur.
Übrig gebliebener Sirup muss nicht vollständig über die Äpfel gegossen werden. Eine kleine Menge kann separat gekühlt und beim Servieren nach Bedarf verwendet werden. Vermeiden Sie jedoch, bereits mit Sahne oder Walnussfüllung vermischten Sirup wieder zum sauberen Rest zurückzugeben.
Häufige Fragen zum Tufahije Rezept
Was bedeutet Tufahije?
Tufahije ist die Mehrzahl der Bezeichnung Tufahija. Gemeint sind pochierte Äpfel, die mit einer Walnussmasse gefüllt und häufig mit Schlagsahne serviert werden.
Sind Tufahije ein bosnisches Dessert?
Tufahije werden besonders stark mit der bosnischen Küche verbunden und gehören dort zu den bekannten traditionellen Süßspeisen. Ähnliche Zubereitungen sind auch in weiteren Ländern Südosteuropas verbreitet.
Welche Apfelsorte ist für Tufahije am besten?
Am zuverlässigsten sind feste, säuerliche und nicht überreife Äpfel. Granny Smith und feste Boskoop-Äpfel sind geeignete Beispiele. Wichtiger als ein einzelner Sortenname ist, dass die Früchte beim Pochieren ihre Form behalten.
Wie lange müssen Tufahije kochen?
Die Rezeptkarte sieht ungefähr 10 bis 15 Minuten vor. Je nach Größe, Sorte und Reifegrad können die Äpfel früher oder später fertig sein. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig, ob sie weich, aber noch stabil sind.
Werden Tufahije warm oder kalt gegessen?
Tufahije werden normalerweise abgekühlt und anschließend gekühlt serviert. Dadurch wird die Walnussfüllung fester und die Schlagsahne behält besser ihre Form.
Muss Sahne in die Walnussfüllung?
Nein. Die Walnüsse können allein mit Zucker und etwas Kochsirup zu einer formbaren Masse vermischt werden. Sahne ist in der Rezeptkarte lediglich als optionale Ergänzung vorgesehen.
Kann man Tufahije am Vortag zubereiten?
Ja. Pochieren und füllen Sie die Äpfel am Vortag und bewahren Sie sie abgedeckt im Kühlschrank auf. Die Schlagsahne und die abschließende Dekoration kommen erst kurz vor dem Servieren hinzu.
Kann man Tufahije ohne Schlagsahne servieren?
Ja. Die Schlagsahne gehört zu einer sehr verbreiteten Servierweise, ist für die pochierten Äpfel und ihre Walnussfüllung aber technisch nicht notwendig. Ohne Sahne tritt der Geschmack von Apfel, Walnüssen und Zitronensirup stärker hervor.
