Zeljanica – Bosnische Spinat-Käsepita - Traditionelles Rezept

Zeljanica – Bosnische Spinat-Käsepita (Traditionelles Rezept)

Dieses Zeljanica Rezept verbindet dünne Jufka-Blätter mit einer saftigen Füllung aus Spinat, weißem Käse, Joghurt und Ei. Die Teigblätter werden abwechselnd mit dem cremigen Guss und der Spinat-Käse-Mischung geschichtet und anschließend goldbraun gebacken. So entsteht eine praktische Variante der bekannten bosnischen Pita, die außen leicht knusprig und innen weich bleibt.

Zeljanica gehört neben Burek, Sirnica und Krompiruša zu den klassischen bosnischen Pita-Gerichten. Die verschiedenen Namen bezeichnen dabei nicht nur unterschiedliche Formen, sondern vor allem die jeweilige Füllung. Einen gemeinsamen Überblick finden Sie in unserem Beitrag über traditionelle bosnische Pita.

Zeljanica – Bosnische Spinat-Käsepita

Zeljanica ist eine traditionelle bosnische Spinat-Käsepita aus dünnen Jufkablättern und einer saftigen Füllung aus frischem Spinat, mildem Weißkäse, Quark und Ei. Die Pita wird in mehreren dünnen Schichten goldbraun gebacken und anschließend kurz abgedeckt ruhen gelassen.
Vorbereitungszeit35 Minuten
Zubereitungszeit40 Minuten
Ruhezeit20 Minuten
Gesamtzeit1 Stunde 35 Minuten
Gericht: Hauptgericht, pita
Küche: Balkan Küche, Bosnisch
Keyword: Balkan Teigwaren, bosnische pita, Pita mit Spinat und Käse, pita zeljanica, Spinat Käsepita, Zeljanica Rezept
Servings: 8 Portionen
Calories: 450kcal

Kochutensilien

  • Küchenwaage
  • Messbecher
  • Salatschleuder oder großes Sieb
  • Schneidebrett
  • Großes scharfes Messer
  • Große Rührschüssel
  • Mittelgroße Schüssel
  • Schneebesen
  • Backpinsel
  • Rechteckige Metallbackform, ungefähr 38 × 28 cm
  • Backpapier
  • Leicht angefeuchtetes Küchentuch
  • Sauberes, trockenes Küchentuch

Zutaten

Für die Spinat-Käse-Füllung

  • 500 g frischer Blattspinat
  • 300 g milder Weißkäse oder Balkankäse gut abgetropft
  • 150 g Speisequark 20 % Fett
  • 1 Ei Größe M
  • 3 g feines Salz
  • 1 g schwarzer Pfeffer gemahlen

Für den Joghurtguss

  • 200 g Naturjoghurt 3,5 % Fett
  • 1 Ei Größe M
  • 90 ml Sonnenblumenöl
  • 50 ml Mineralwasser mit Kohlensäure

Für die Pita und die Backform

  • 500 g Filoteig oder Yufkateig für Pita
  • 10 ml Sonnenblumenöl

Anleitungen

  • Gefrorenen Filoteig entsprechend den Verpackungshinweisen vollständig auftauen. Die geschlossene Packung erst unmittelbar vor dem Schichten öffnen.
  • Den Blattspinat gründlich waschen. In einer Salatschleuder trocknen oder in einem Sieb vollständig abtropfen lassen.
  • Grobe Stiele entfernen und den Spinat in ungefähr ein bis zwei Zentimeter breite Streifen schneiden.
  • Den geschnittenen Spinat in eine große Schüssel geben, mit drei Gramm Salz bestreuen und ungefähr eine Minute mit den Händen durchkneten.
  • Den Spinat zehn Minuten stehen lassen. Anschließend portionsweise mit beiden Händen kräftig ausdrücken, damit möglichst wenig austretende Flüssigkeit in die Füllung gelangt.
  • Den gut abgetropften Weißkäse in einer großen Schüssel mit einer Gabel fein zerdrücken.
  • Speisequark, ein Ei und schwarzen Pfeffer zum Käse geben und gleichmäßig verrühren.
  • Den ausgedrückten Spinat auflockern und unter die Käsemasse heben. Die Füllung soll saftig und gut verteilbar, aber nicht flüssig sein.
  • Für den Guss Naturjoghurt und ein Ei in einer mittelgroßen Schüssel glatt rühren.
  • 90 Milliliter Sonnenblumenöl langsam unterrühren. Anschließend das Mineralwasser hinzufügen und alles kurz vermischen. Den Guss während des Schichtens wiederholt umrühren.
  • Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Die Metallbackform mit zehn Millilitern Sonnenblumenöl dünn ausstreichen.
  • Die Filoteigblätter bei Bedarf auf die Größe der Backform zuschneiden. Verwertbare Abschnitte können später flach zwischen vollständigen Blättern verteilt werden.
  • Die Teigblätter zählen. Ungefähr ein Viertel für den Boden und ein Viertel für die obere Abdeckung reservieren. Die verbleibenden Blätter in drei möglichst gleiche Zwischenpakete teilen.
  • Die Spinat-Käse-Füllung in vier möglichst gleiche Portionen teilen.
  • Die geöffneten Filoteigblätter während der gesamten Arbeit mit Backpapier und darüber mit einem leicht angefeuchteten Küchentuch abdecken. Das feuchte Tuch soll den Teig nicht direkt berühren.
  • Das erste Bodenblatt in die Backform legen und dünn mit dem Joghurtguss bestreichen. Die übrigen Blätter des unteren Pakets einzeln auflegen und ebenfalls jeweils sparsam bestreichen.
  • Die erste Portion Spinat-Käse-Füllung gleichmäßig auf den vorbereiteten Boden geben. Die Füllung locker verteilen und nicht festdrücken.
  • Das erste Zwischenpaket Blatt für Blatt auflegen und jedes Blatt dünn mit dem Guss bestreichen. Anschließend die zweite Portion Füllung darauf verteilen.
  • Auf dieselbe Weise das zweite Zwischenpaket und die dritte Portion Füllung einschichten.
  • Das dritte Zwischenpaket auflegen, jedes Blatt dünn bestreichen und darauf die vierte und letzte Portion Füllung verteilen.
  • Die reservierten oberen Teigblätter einzeln auflegen und jeweils dünn mit Guss bestreichen. Die obersten Blätter sorgfältig bis zu den Rändern der Form benetzen.
  • Verbliebenen Guss gleichmäßig über die Oberfläche verteilen. Er darf nicht als große Flüssigkeitsmenge an einer einzigen Stelle stehen bleiben.
  • Die Zeljanica auf der unteren bis mittleren Schiene ungefähr 35 bis 40 Minuten backen, bis die Oberfläche und die Ränder gleichmäßig goldbraun sind.
  • Wird die Oberfläche deutlich früher dunkel, die Backform während der letzten Backminuten locker mit Alufolie abdecken.
  • Die fertig gebackene Zeljanica aus dem Ofen nehmen und fünf Minuten offen stehen lassen.
  • Die Backform anschließend zuerst mit Backpapier und danach mit einem sauberen Küchentuch abdecken.
  • Die Zeljanica weitere 15 Minuten ruhen lassen. Dadurch werden die oberen Jufkaschichten etwas weicher, ohne dass die Pita ihre gesamte feine Knusprigkeit verliert.
  • Die Zeljanica in acht gleich große Portionen schneiden und warm servieren.

Notizen

  • Die Rezeptmenge ergibt acht Hauptportionen aus einer ungefähr 38 × 28 Zentimeter großen Backform.
  • Frischer Spinat sollte nach dem Waschen gründlich getrocknet und nach dem Salzen kräftig ausgedrückt werden. Zu viel Flüssigkeit macht die unteren Jufkaschichten weich.
  • Der verwendete Weißkäse sollte mild und gut abgetropft sein. Bei sehr salzigem Käse kann die Salzmenge für den Spinat geringfügig reduziert werden.
  • Speisequark sorgt für eine mildere, saftigere Füllung und gleicht den kräftigeren Geschmack des Weißkäses aus.
  • Filoteigblätter unterscheiden sich je nach Hersteller in Größe und Anzahl. Entscheidend ist die Aufteilung in einen stabilen Boden, drei Zwischenpakete und eine obere Abdeckung.
  • Gewöhnlicher Blätterteig ist kein geeigneter Ersatz für die dünnen Jufka- beziehungsweise Filoteigblätter.
  • Die Füllung in mehreren dünnen Lagen verteilen. Eine einzelne dicke Füllschicht erschwert das gleichmäßige Durchbacken.
  • Jedes Teigblatt nur dünn mit dem Joghurtguss benetzen. Große Flüssigkeitsansammlungen können die Pita kompakt und fettig machen.
  • Für eine knusprigere Oberfläche die Zeljanica nach fünf Minuten wieder aufdecken. Für eine weichere Oberfläche die gesamten 20 Minuten abgedeckt lassen.
  • Reste vollständig abkühlen lassen und verschlossen bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren.
  • Zum Aufwärmen die Zeljanica bei 180 °C Ober-/Unterhitze ungefähr acht bis zehn Minuten erhitzen.

Was ist Zeljanica?

Zeljanica ist eine herzhafte bosnische Pita mit einer Füllung aus grünem Blattgemüse und Käse. Am häufigsten wird dafür Spinat verwendet. Je nach Region, Jahreszeit und Familienrezept können auch Mangold oder andere geeignete Blattgemüse Bestandteil der Füllung sein.

Die Bezeichnung ist vom südslawischen Wort „zelje“ abgeleitet, das sich auf grünes Blattgemüse beziehen kann. Deshalb ist Zeljanica nicht lediglich ein beliebiger Spinatkuchen, sondern eine klar benannte Variante innerhalb der bosnischen Pita-Tradition.

Traditionelle Pita kann aus selbst ausgezogenem, sehr dünnem Teig hergestellt und zu langen Rollen oder einer Spirale geformt werden. Die vorliegende Rezeptkarte verwendet fertige Jufka- beziehungsweise Yufka-Blätter und eine geschichtete Zubereitung. Diese Variante ist einfacher und schneller, bewahrt aber die charakteristische Verbindung aus dünnem Teig, Spinat und Käse.

Burek, Sirnica, Krompiruša und Zeljanica unterscheiden

Im deutschen Sprachraum werden gefüllte Teiggerichte aus Südosteuropa häufig allgemein als Börek oder Burek bezeichnet. In der bosnischen Küche werden die Namen jedoch genauer nach der Füllung unterschieden.

Burek enthält traditionell Fleisch. Sirnica wird mit Käse gefüllt, während Krompiruša eine Kartoffelfüllung besitzt. Zeljanica ist die Variante mit Spinat oder anderem Blattgemüse und Käse.

Diese Gerichte gehören gemeinsam zur Gruppe der bosnischen Pita. Die Bezeichnung „Spinat-Burek“ ist deshalb zwar im deutschen Alltag verständlich, entspricht aber nicht der traditionellen bosnischen Benennung.

Frischen oder tiefgekühlten Spinat verwenden?

Für die Rezeptkarte können sowohl frischer als auch tiefgekühlter Spinat verwendet werden. Entscheidend ist weniger die Ausgangsform als die Wassermenge, die nach der Vorbereitung im Gemüse verbleibt.

Frischer Spinat wird gründlich gewaschen und von beschädigten Blättern sowie sehr groben Stielen befreit. Danach kann er kurz zusammenfallen oder fein gehackt direkt vorbereitet werden. Vor dem Vermischen mit Käse und Ei muss er abgekühlt sein.

Tiefgekühlter Spinat wird vollständig aufgetaut. Anschließend wird er portionsweise mit den Händen oder in einem sauberen Küchentuch ausgedrückt. Dieser Arbeitsschritt ist besonders wichtig: Bleibt zu viel Wasser im Spinat, wird die Füllung dünn und die inneren Jufka-Schichten können beim Backen weich und klebrig bleiben.

Verwenden Sie möglichst keinen bereits stark gewürzten Rahmspinat. Er enthält zusätzliche Flüssigkeit und weitere Zutaten, durch die sich Konsistenz und Salzgehalt des Rezepts schwerer kontrollieren lassen.

Welcher Käse eignet sich für Zeljanica?

Die Rezeptkarte verwendet 300 Gramm Feta oder Balkankäse sowie 150 Gramm Quark oder griechischen Joghurt. Ein weißer, leicht salziger Käse bringt den charakteristischen Geschmack, während Quark oder Joghurt die Füllung milder und cremiger machen.

Feta ist im deutschsprachigen Raum leicht erhältlich, kann aber je nach Produkt sehr salzig und relativ fest sein. Balkankäse und andere weiße Salzlakenkäse unterscheiden sich ebenfalls deutlich in Feuchtigkeit und Salzgehalt. Probieren Sie deshalb den Käse, bevor die endgültige Salzmenge festgelegt und das rohe Ei hinzugefügt wird.

Ein trockener, stark zerbröselter Käse benötigt möglicherweise etwas mehr Quark oder Joghurt. Bei einem sehr feuchten Käse muss dagegen besonders gründlich darauf geachtet werden, dass der Spinat gut ausgedrückt ist. Die Füllung soll saftig, aber nicht flüssig werden.

Junger Kajmak kann in kleiner Menge für einen volleren Geschmack sorgen. Da er zusätzliches Fett und Feuchtigkeit mitbringt, sollte er nur einen Teil des Käses ergänzen und nicht unkontrolliert in großer Menge hinzugefügt werden.

Die richtige Konsistenz der Spinat-Käse-Füllung

Eine gelungene Füllung lässt sich mit einem Löffel verteilen, läuft aber nicht von selbst auseinander. Zwischen den Spinatblättern darf eine cremige Käsemasse sichtbar sein, am Schüsselboden sollte sich jedoch keine größere Flüssigkeitsmenge sammeln.

Ist die Mischung zu nass, prüfen Sie zunächst, ob sich der Spinat noch weiter ausdrücken lässt. Zusätzlich kann etwas trockener Quark oder zerbröselter Käse eingearbeitet werden. Mehr Ei ist keine geeignete Lösung, weil dadurch weitere Flüssigkeit hinzukommt.

Wirkt die Füllung trocken und bröselig, kann löffelweise etwas Joghurt ergänzt werden. Geben Sie nicht sofort eine große Menge hinzu. Bereits wenige Esslöffel können ausreichen, um Käse und Spinat gleichmäßiger zu verbinden.

Das Ei bindet die Füllung während des Backens. Vermischen Sie alle Bestandteile gründlich, damit sich nicht einzelne Bereiche mit viel Ei und andere Stellen mit nahezu ausschließlich Spinat bilden.

Jufka- und Yufka-Blätter richtig verarbeiten

Fertige Jufka- oder Yufka-Blätter sind dünn und trocknen an der Luft schnell aus. Öffnen Sie die Verpackung deshalb erst, wenn Füllung, Guss und Backform vorbereitet sind. Noch nicht verwendete Blätter bleiben während des Schichtens unter einem sauberen, leicht angefeuchteten Tuch.

Je nach Hersteller unterscheiden sich Größe, Dicke und Trockenheit der Teigblätter. Sehr dünne Blätter können einzeln verwendet werden, während besonders empfindliche Exemplare teilweise leichter in zwei übereinanderliegenden Lagen zu verarbeiten sind.

Reißt ein Blatt, muss es nicht entsorgt werden. Legen Sie die beschädigten Stellen leicht überlappend zusammen und bestreichen Sie sie mit wenig Guss. Nach dem Backen fallen kleine Risse in einer geschichteten Zeljanica gewöhnlich nicht mehr auf.

Blätterteig ist kein gleichwertiger Ersatz. Er enthält andere Fettschichten, geht beim Backen anders auf und erzeugt eine deutlich abweichende Konsistenz. Für dieses Rezept werden ausdrücklich Jufka-, Yufka- oder geeignete Filoteigblätter benötigt.

Warum enthält der Guss Joghurt, Öl, Ei und Mineralwasser?

Der Guss hält die zahlreichen Teigschichten geschmeidig und verbindet sie während des Backens. Joghurt bringt Feuchtigkeit und eine milde Säure ein. Öl verhindert, dass die dünnen Blätter trocken und brüchig werden, während das Ei beim Erhitzen bindet.

Mineralwasser verdünnt den Guss und erleichtert dessen gleichmäßige Verteilung. Die Kohlensäure ist kein Ersatz für Backpulver und lässt die Pita nicht wie einen Hefeteig aufgehen. Sie trägt jedoch zu einer lockeren, weniger kompakten Flüssigkeitsmischung bei.

Verrühren Sie den Guss mit einem Schneebesen, bis Ei und Joghurt vollständig verbunden sind. Größere Fettaugen oder unvermischtes Ei würden dazu führen, dass einzelne Bereiche der Zeljanica unterschiedlich feucht werden.

Der Guss soll die Blätter dünn benetzen und nicht in großen Pfützen zwischen ihnen stehen. Reservieren Sie ausreichend davon für die Oberfläche, damit die oberste Lage im Ofen nicht austrocknet.

Zeljanica gleichmäßig schichten

Fetten Sie die Backform zunächst dünn ein. Legen Sie das erste Jufka-Blatt so hinein, dass der Boden vollständig bedeckt ist. Überstehende Ränder können später eingeschlagen oder passend gefaltet werden.

Bestreichen Sie das Blatt sparsam mit dem Guss und legen Sie die nächste Schicht darüber. Nach zwei bis drei Teiglagen wird ein Teil der Spinat-Käse-Füllung gleichmäßig verteilt. Besonders große Ansammlungen sollten vermieden werden, weil die Zeljanica an diesen Stellen langsamer durchbackt.

Wiederholen Sie Teig, Guss und Füllung, bis die Zutaten verbraucht sind. Die genaue Anzahl der Schichten hängt von Größe und Dicke der gekauften Jufka-Blätter ab. Wichtiger als eine feste Zahl ist eine möglichst gleichmäßige Verteilung.

Die letzte Lage besteht aus Teig und wird gründlich, aber nicht schwimmend mit dem verbliebenen Guss bestrichen. Trockene Ecken können zusätzlich mit wenig Öl benetzt werden.

Zeljanica goldbraun backen

Heizen Sie den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Ein vollständig aufgeheizter Ofen ist wichtig, damit die unteren Teigschichten rasch Hitze erhalten und nicht lange in der feuchten Füllung liegen.

Die Rezeptkarte nennt eine Backzeit von ungefähr 35 bis 40 Minuten. Abhängig von Backform, Teigdicke und Ofen kann die tatsächliche Zeit etwas abweichen. Eine flache Metallform leitet Hitze schneller als eine schwere Keramikform.

Fertig ist die Zeljanica, wenn die Oberfläche gleichmäßig goldbraun, die Füllung gebunden und der Boden durchgebacken ist. Wird die Oberseite zu früh dunkel, kann sie in der Schlussphase locker mit Backpapier abgedeckt werden. Die Temperatur sollte nicht stark reduziert werden, solange der Boden noch blass und weich ist.

Warum Zeljanica nach dem Backen ruhen sollte

Direkt nach dem Backen ist die Füllung sehr heiß und noch relativ weich. Lassen Sie die Zeljanica deshalb ungefähr zehn Minuten ruhen. In dieser Zeit setzt sich die Spinat-Käse-Mischung und die Pita lässt sich sauberer schneiden.

Wer eine weichere Oberfläche bevorzugt, kann die Form während eines Teils der Ruhezeit locker mit einem sauberen Küchentuch bedecken. Der eingeschlossene Dampf macht die obere Teigschicht geschmeidiger. Für eine möglichst knusprige Oberfläche bleibt die Zeljanica dagegen unbedeckt.

Schneiden Sie die Pita mit einem scharfen Messer in Stücke. Zu kräftiges Drücken mit einem stumpfen Messer kann die dünnen Schichten zusammendrücken und die Füllung seitlich herauspressen.

Typische Fehler bei Zeljanica

Die Zeljanica wird innen wässrig

Die häufigste Ursache ist nicht ausreichend ausgedrückter Spinat. Auch sehr feuchter Käse, zu viel Joghurt oder eine große Menge Guss zwischen einzelnen Schichten kann überschüssige Flüssigkeit verursachen.

Die inneren Teigschichten bleiben roh oder klebrig

Die Füllung wurde möglicherweise zu dick verteilt, der Ofen war nicht vollständig vorgeheizt oder die Backform leitete zu wenig Unterhitze. Verteilen Sie die Füllung dünn und gleichmäßig und backen Sie die Pita auf einer mittleren bis leicht unteren Schiene.

Die Oberfläche wird trocken und brüchig

Wahrscheinlich wurde zu wenig Guss auf der letzten Teiglage verteilt oder die Jufka-Blätter lagen während der Vorbereitung zu lange offen. Halten Sie unbenutzte Blätter abgedeckt und benetzen Sie besonders trockene Ränder vor dem Backen.

Die Zeljanica wird sehr fettig

Öl und Guss wurden vermutlich zu großzügig zwischen den Schichten verteilt. Die Blätter müssen nur dünn benetzt werden. Sichtbare Ölpfützen am Boden oder zwischen den Lagen sind nicht erforderlich.

Die Füllung ist zu salzig

Feta und Balkankäse können bereits viel Salz enthalten. Verwenden Sie die zusätzliche Salzmenge deshalb nicht automatisch vollständig. Der Käse wird vor dem Hinzufügen des rohen Eis probiert und das Salz entsprechend angepasst.

Die Zeljanica fällt beim Schneiden auseinander

Lassen Sie die Pita nach dem Backen ungefähr zehn Minuten ruhen. Eine sehr nasse Füllung, zu wenige bindende Bestandteile oder das Anschneiden unmittelbar nach dem Herausnehmen aus dem Ofen können das Zerfallen begünstigen.

Der Boden bleibt blass

Eine dicke Keramikform oder eine zu hohe Einschubposition kann die Bräunung verzögern. Stellen Sie die Form bei der nächsten Zubereitung etwas tiefer in den Ofen. Die Pita sollte trotzdem nicht direkt auf dem Ofenboden gebacken werden.

Zeljanica und Maslanica unterscheiden

Obwohl beide Gerichte aus dünnem Teig bestehen, besitzen sie einen unterschiedlichen Aufbau. Zeljanica erhält ihren charakteristischen Geschmack durch die Füllung aus Spinat und Käse. Maslanica wird dagegen vor allem durch ihre gebutterten beziehungsweise gefetteten Teigschichten geprägt und enthält nicht dieselbe Spinat-Käse-Füllung.

Beide können als Teil einer Auswahl bosnischer Teiggerichte serviert werden. Da Maslanica und Zeljanica gehaltvoll sind, genügen dabei kleinere Stücke und eine schlichte Begleitung wie Naturjoghurt.

Was passt zu Zeljanica?

Zeljanica wird warm oder lauwarm serviert. Naturjoghurt, Sauermilch oder Ayran bilden einen frischen Kontrast zur herzhaften Käsefüllung. Eine zusätzliche schwere Sauce ist normalerweise nicht notwendig.

Als Hauptgericht kann sie mit einem einfachen Tomaten-, Gurken- oder Blattsalat kombiniert werden. Wird sie zusammen mit mehreren Pita-Sorten angeboten, sollten die Stücke kleiner geschnitten werden, damit sich die unterschiedlichen Füllungen probieren lassen.

Auch vollständig abgekühlt eignet sich Zeljanica als herzhaftes Gebäck für unterwegs oder ein kaltes Buffet. Die Teigoberfläche ist dann weniger knusprig als unmittelbar nach dem Backen, die Füllung lässt sich jedoch besonders gut schneiden.

Ein weiteres traditionelles Teiggericht mit grünem Blattgemüse ist der kroatische Soparnik aus Dalmatien. Im Gegensatz zur bosnischen Zeljanica enthält seine Füllung jedoch keinen Käse, Joghurt oder Ei: Zwischen zwei sehr dünnen Teigschichten liegen hauptsächlich Mangold und Zwiebeln, während die Oberfläche nach dem Backen mit Olivenöl und frischem Knoblauch bestrichen wird.

Zeljanica aufbewahren und aufwärmen

Lassen Sie übrig gebliebene Zeljanica zügig abkühlen und bewahren Sie sie anschließend abgedeckt im Kühlschrank auf. Wegen der Füllung aus Spinat, Käse und Ei sollte sie nicht über längere Zeit bei Raumtemperatur stehen.

Zum Aufwärmen eignet sich der Backofen besser als die Mikrowelle. Legen Sie die Stücke in eine ofenfeste Form und erhitzen Sie sie bei mäßiger Temperatur, bis auch die Mitte vollständig warm ist. In der Mikrowelle geht es schneller, die Jufka wird dabei jedoch deutlich weicher.

Gebackene und vollständig abgekühlte Zeljanica kann portionsweise eingefroren werden. Verpacken Sie die Stücke luftdicht und tauen Sie sie später im Kühlschrank auf. Anschließend werden sie im Backofen erwärmt, damit der Teig wieder etwas Struktur erhält.

Das Einfrieren der ungebackenen Pita ist besonders dann ungünstig, wenn für die Füllung bereits aufgetauter Tiefkühlspinat verwendet wurde. Die fertig gebackene Zeljanica ist für eine zuverlässige portionsweise Aufbewahrung die bessere Variante.

Häufige Fragen zum Zeljanica Rezept

Was bedeutet Zeljanica?

Der Name bezieht sich auf „zelje“, also grünes Blattgemüse. Zeljanica ist eine bosnische Pita, die gewöhnlich mit Spinat oder einem anderen geeigneten Blattgemüse und Käse gefüllt wird.

Ist Zeljanica das Gleiche wie Spinat-Burek?

Nein. Im bosnischen Sprachgebrauch bezeichnet Burek eine Pita mit Fleischfüllung. Die Pita mit Spinat und Käse heißt Zeljanica.

Kann man Zeljanica mit tiefgekühltem Spinat zubereiten?

Ja. Der Spinat muss vollständig aufgetaut und sehr gründlich ausgedrückt werden. Verbleibt zu viel Wasser darin, können Füllung und innere Teigschichten weich werden.

Welcher Käse ist für Zeljanica geeignet?

Geeignet ist ein weißer, leicht salziger Käse wie Feta oder Balkankäse. In der Rezeptkarte wird er mit Quark oder griechischem Joghurt kombiniert, damit die Füllung cremiger wird.

Kann man Zeljanica mit Filoteig backen?

Ja, geeignete dünne Filoteigblätter können verwendet werden. Da Produkte unterschiedlich dick und trocken sind, muss die Menge des Gusses beim Schichten angepasst werden. Blätterteig ist dagegen kein gleichwertiger Ersatz.

Warum wird Zeljanica matschig?

Meist enthält die Füllung zu viel Wasser. Häufige Ursachen sind nicht ausreichend ausgedrückter Spinat, sehr feuchter Käse, zu viel Joghurt oder eine zu dick verteilte Füllung.

Wird Zeljanica warm oder kalt gegessen?

Sie wird besonders häufig warm oder lauwarm mit Joghurt serviert. Vollständig abgekühlt lässt sie sich ebenfalls essen und gut in kleinere Stücke schneiden.

Kann man Zeljanica am Vortag vorbereiten?

Am besten wird sie vollständig gebacken, abgekühlt und anschließend im Kühlschrank aufbewahrt. Vor dem Servieren kann sie im Backofen langsam erwärmt werden.

Kann man Zeljanica einfrieren?

Ja. Am zuverlässigsten werden fertig gebackene, vollständig abgekühlte Stücke portionsweise eingefroren. Nach dem Auftauen im Kühlschrank werden sie im Backofen erwärmt.

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