Soparnik Rezept – kroatische Mangold-Pastete

Soparnik Rezept – kroatische Mangold-Pastete aus Dalmatien

Soparnik ist eine traditionelle kroatische Mangold-Pastete aus Dalmatien. Zwischen zwei sehr dünn ausgerollten Teigschichten liegt eine einfache Füllung aus Mangold und Zwiebeln. Nach dem Backen wird die Oberfläche noch warm mit Olivenöl und fein gehacktem Knoblauch bestrichen.

Gerade die Einfachheit macht Soparnik besonders. Die Füllung enthält weder Käse noch Eier oder Fleisch. Entscheidend sind gut getrockneter Mangold, ein dünner elastischer Teig und eine relativ hohe Backtemperatur, damit die beiden Teigschichten schnell durchbacken, ohne dass die Füllung austrocknet.

Traditioneller Poljički Soparnik wird sehr groß und rund auf einem offenen Herd, dem sogenannten Komin, gebacken. Unser Rezept überträgt dieselbe Grundidee auf eine haushaltsübliche runde Backform beziehungsweise ein großes Backblech und einen normalen Backofen.

Soparnik – kroatische Mangold-Pastete aus Dalmatien

Dünne kroatische Mangold-Pastete aus Dalmatien mit zwei ausgerollten Teigschichten, einer einfachen Füllung aus Mangold und roter Zwiebel und einem aromatischen Knoblauch-Olivenöl nach dem Backen.
Vorbereitungszeit45 Minuten
Zubereitungszeit25 Minuten
Ruhezeit30 Minuten
Gesamtzeit1 Stunde 40 Minuten
Gericht: Gebäck, Hauptgericht, Snack
Küche: Balkan Küche, Kroatisch
Keyword: kroatische Mangold Pastete, kroatischer Soparnik, Mangold Pastete, Mangold Pita, Poljicki Soparnik, Soparnik Dalmatien, Soparnik Rezept
Servings: 8 Portionen
Calories: 380kcal

Kochutensilien

  • Küchenwaage
  • Große Rührschüssel
  • Küchenmaschine mit Knethaken oder Hände zum Kneten
  • Große Schüssel für die Füllung
  • Salatschleuder
  • saubere Küchentücher
  • Schneidebrett
  • Großes scharfes Messer
  • Nudelholz
  • Runde Pizza- oder Backform, ca. 40 cm Durchmesser, oder großes Backblech
  • Backpapier
  • Gabel
  • Kleine Schüssel
  • Backpinsel
  • Langes Messer oder Pizzamesser

Zutaten

Für den Teig

  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 280 ml lauwarmes Wasser ca. 28–30 °C
  • 20 g Olivenöl
  • 10 g feines Salz

Für die Mangoldfüllung

  • 800 g Mangoldblätter dicke Stiele bereits entfernt
  • 180 g rote Zwiebel sehr fein gehackt
  • 25 g Olivenöl
  • 25 g Sonnenblumenöl
  • 7 g feines Salz

Zum Bestreichen

  • 40 g Olivenöl
  • 12 g frischer Knoblauch ca. 3 mittelgroße Zehen

Anleitungen

Teig vorbereiten

  • Mehl und Salz in einer großen Schüssel vermischen.
  • Lauwarmes Wasser und 20 g Olivenöl hinzufügen.
  • Die Zutaten zunächst auf niedriger Stufe verbinden und anschließend 8–10 Minuten kneten.
  • Der fertige Teig soll glatt, elastisch und relativ fest sein, aber beim Ausrollen nicht trocken brechen.
  • Den Teig in zwei Portionen teilen. Die untere Portion darf ungefähr 20–30 g schwerer sein.
  • Beide Stücke zu glatten Kugeln formen, abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Mangold vorbereiten

  • Mangold gründlich waschen.
  • Dicke und feste Stiele sowie besonders kräftige Mittelrippen entfernen.
  • Die Blätter zunächst in einer Salatschleuder und anschließend auf sauberen Küchentüchern vollständig trocknen.
  • Die trockenen Mangoldblätter quer in ungefähr 1 cm breite Streifen schneiden.
  • Die rote Zwiebel sehr fein würfeln.
  • Mangold und Zwiebel in einer großen Schüssel vermischen.
  • Noch kein Salz und kein Öl hinzufügen.

Teig ausrollen

  • Backofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze vollständig vorheizen.
  • Die größere Teigkugel auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem sehr dünnen Kreis von ungefähr 41–42 cm Durchmesser ausrollen.
  • Den Teig vorsichtig auf Backpapier beziehungsweise in die Backform übertragen.
  • Die zweite Teigkugel zu einem Kreis von ungefähr 39–40 cm Durchmesser ausrollen.

Füllung fertigstellen und Soparnik zusammensetzen

  • Erst unmittelbar vor dem Füllen 7 g Salz, 25 g Olivenöl und 25 g Sonnenblumenöl unter die Mangold-Zwiebel-Mischung geben.
  • Nur kurz und gründlich vermischen.
  • Die gesamte Mangoldfüllung locker und gleichmäßig auf der unteren Teigplatte verteilen.
  • Rundherum ungefähr 2 cm Teigrand frei lassen.
  • Die Füllung nicht stark zusammendrücken. Das große Volumen des rohen Mangolds ist beabsichtigt.
  • Die zweite Teigplatte vorsichtig über die Füllung legen.
  • Den oberen und unteren Teigrand rundherum mit den Fingern fest zusammendrücken.
  • Den überstehenden unteren Rand leicht nach innen über den oberen Teig rollen, damit der Soparnik vollständig verschlossen ist.
  • Die Oberfläche mit einer Gabel an ungefähr 15–20 Stellen einstechen, damit Dampf entweichen kann.

Backen

  • Soparnik auf der unteren bis mittleren Schiene bei 240 °C Ober-/Unterhitze backen.
  • Nach ungefähr 18 Minuten erstmals kontrollieren.
  • Insgesamt etwa 20–24 Minuten backen, bis die Oberfläche trocken wirkt und mehrere goldbraune Stellen entstanden sind.
  • Der Boden soll ebenfalls vollständig durchgebacken sein.

Knoblauchöl und Servieren

  • Während der letzten Backminuten den Knoblauch sehr fein hacken oder zerdrücken.
  • Knoblauch mit 40 g Olivenöl verrühren.
  • Den fertig gebackenen Soparnik sofort aus dem Ofen nehmen.
  • Die noch heiße Oberfläche dünn und gleichmäßig mit dem gesamten Knoblauch-Olivenöl bestreichen.
  • Soparnik ungefähr 10 Minuten ruhen lassen.
  • Anschließend traditionell in rautenförmige Stücke schneiden.
  • Warm oder lauwarm servieren.

Notizen

  • Dieses Rezept ist eine Haushaltsversion von Soparnik aus dem Backofen und wird nicht als zertifizierter Poljički Soparnik bezeichnet.
  • Die geschützte traditionelle Spezialität aus Poljica wird wesentlich größer und auf einem offenen Herd unter Glut und Asche gebacken.
  • Für die Füllung nur die grünen Mangoldblätter und zarte Blattteile verwenden.
  • Der Mangold muss vor dem Schneiden und Füllen wirklich trocken sein.
  • Mangold nicht vorkochen.
  • Salz und Öl erst unmittelbar vor dem Füllen hinzufügen, weil Salz dem Mangold Wasser entzieht.
  • Petersilie, Käse, Eier und Joghurt gehören nicht zur festgelegten Hauptversion.
  • Der Teig soll sehr dünn ausgerollt werden.
  • Die rohe Mangoldfüllung wirkt zunächst sehr hoch, fällt beim Backen jedoch stark zusammen.
  • Die Oberfläche unbedingt mehrfach einstechen, damit eingeschlossener Dampf entweichen kann.
  • Knoblauch nicht mitbacken. Er wird erst nach dem Backen mit Olivenöl auf den heißen Soparnik gestrichen.
  • Traditionell wird Soparnik in rautenförmige Stücke geschnitten.
  • Das Rezept ist ohne Anpassung vegan.
  • Die Kalorienangabe basiert auf der vollständigen Zutatenmenge und acht gleich großen Portionen.

Was ist Soparnik?

Soparnik ist ein dünnes herzhaftes Teiggericht aus der historischen Region Poljica im dalmatinischen Hinterland zwischen Split und Omiš.

Sein Aufbau ist ausgesprochen schlicht: Ein dünner Teig bildet Boden und Deckel, dazwischen liegt eine Füllung aus Mangold und Zwiebeln. Nach dem Backen wird die Oberfläche mit Olivenöl und Knoblauch aromatisiert.

Im Gegensatz zu vielen anderen gefüllten Balkan-Teiggerichten benötigt Soparnik weder Käse noch Eier, Joghurt oder Fleisch.

Was ist Poljički Soparnik?

Die Bezeichnungen Poljički soparnik, Poljički zeljanik und Poljički uljenjak sind in der Europäischen Union als geschützte geografische Angabe registriert.

Die traditionelle Spezialität stammt aus dem Gebiet Poljica und wird dort nach einer genau definierten Methode hergestellt. Ein traditioneller Poljički Soparnik ist rund, außergewöhnlich groß und wird auf einem heißen offenen Herd unter Glut und Asche gebacken.

Auch seine typische Servierform ist fest mit der Tradition verbunden: Nach dem Backen wird er mit Knoblauch und Olivenöl bestrichen und in rautenförmige Stücke geschnitten.

Warum nennen wir unser Rezept einfach Soparnik?

Unsere BalkanKueche-Version wird in einem normalen Haushaltsbackofen gebacken und ist wesentlich kleiner als ein traditioneller Poljički Soparnik.

Wir übernehmen die charakteristischen Zutaten und die grundlegende Technik, stellen aber nicht den Anspruch, ein unter der geschützten geografischen Bezeichnung produziertes Erzeugnis herzustellen.

Deshalb nennen wir das Gericht im Rezept einfach Soparnik – kroatische Mangold-Pastete.

Warum galt Soparnik früher als einfaches Bauerngericht?

Die traditionelle Rezeptur besteht fast vollständig aus Zutaten, die in der kargen Landschaft von Poljica verfügbar waren: Mehl, Mangold, Zwiebeln, Knoblauch und Öl.

Gerade deshalb war Soparnik ursprünglich ein einfaches und sättigendes Gericht der ländlichen Bevölkerung. Heute gilt dieselbe schlichte Rezeptur als eine der bekanntesten kulinarischen Spezialitäten der Region.

Für einen authentischen Soparnik ist es deshalb nicht notwendig, die Füllung mit Käse, Sahne oder anderen reichhaltigen Zutaten zu „verbessern“.

Welche Soparnik-Version machen wir?

Unsere Version verwendet einen dünnen Teig aus Weizenmehl, Wasser, Salz und wenig Olivenöl.

Die Füllung besteht aus gut getrockneten Mangoldblättern und fein gehackter roter Zwiebel. Gewürzt wird lediglich mit Salz sowie einer Mischung aus Oliven- und Sonnenblumenöl.

Nach dem Backen wird der noch heiße Soparnik mit Olivenöl und frischem Knoblauch bestrichen.

Petersilie, Käse oder Eier gehören bewusst nicht in unsere Hauptrezeptur.

Soparnik und Zeljanica – was ist der Unterschied?

Auf den ersten Blick können beide Gerichte ähnlich wirken, weil grünes Blattgemüse zwischen beziehungsweise in dünnem Teig verarbeitet wird. Kulinarisch unterscheiden sie sich jedoch deutlich.

Bei der bosnischen Zeljanica wird Spinat beziehungsweise anderes Blattgemüse mit Käse, Joghurt und Ei kombiniert und mit dünnen Jufka-Blättern verarbeitet.

Soparnik besitzt dagegen eine sehr einfache Füllung aus Mangold und Zwiebeln zwischen nur zwei dünnen Teigschichten. Käse und Eier gehören nicht dazu.

Ist Soparnik eine Pita?

In einem sehr allgemeinen Sinn kann Soparnik als gefülltes Teiggericht oder Mangold-Pastete beschrieben werden.

Er sollte jedoch nicht einfach mit bosnischen Pita-Arten wie Burek, Sirnica oder Zeljanica gleichgesetzt werden.

Bosnischer Burek und andere Pita-Arten besitzen eine andere Teigtradition, andere Füllungen und häufig auch eine andere Form.

Welcher Mangold eignet sich für Soparnik?

Verwendet werden vor allem die grünen Mangoldblätter.

Sehr dicke weiße oder farbige Stiele werden entfernt, weil sie wesentlich mehr Wasser enthalten, länger zum Garen benötigen und die dünnen Teigschichten beschädigen können.

Junge dünne Blattadern müssen dagegen nicht vollständig herausgeschnitten werden.

Warum muss der Mangold vollständig trocken sein?

Das ist einer der wichtigsten Schritte des gesamten Rezepts.

Nach dem Waschen haftet viel Wasser an den großen Mangoldblättern. Gelangt dieses Wasser in die Füllung, entsteht während des Backens zu viel Dampf und der dünne Teig kann weich statt trocken und leicht knusprig werden.

Die Blätter werden deshalb nach dem Waschen sehr gründlich geschleudert und anschließend auf sauberen Küchentüchern vollständig getrocknet.

Muss Mangold für Soparnik vorgekocht werden?

Nein. Der Mangold kommt roh in den Soparnik.

Er wird lediglich in relativ schmale Streifen geschnitten. Während des Backens fällt das große Volumen der rohen Blätter stark zusammen.

Vorgekochter Mangold würde zusätzliche Feuchtigkeit mitbringen und die charakteristische Struktur verändern.

Warum kommt das Salz erst kurz vor dem Füllen zum Mangold?

Salz zieht Wasser aus dem Mangold.

Würde die vorbereitete Füllung bereits lange vor dem Zusammensetzen gesalzen, würde sich am Boden der Schüssel Flüssigkeit sammeln.

Deshalb werden Mangold und Zwiebeln zunächst trocken vorbereitet. Salz und Öl kommen erst unmittelbar bevor die Füllung auf den Teig gegeben wird hinzu.

Welche Zwiebeln gehören in Soparnik?

Traditionell gehört Zwiebel zur Mangoldfüllung. In der Region wird dafür häufig der Begriff kapula verwendet.

Unsere Version verwendet fein gehackte rote Zwiebeln. Sie bringen leichte Süße und Aroma, ohne den Mangold zu überdecken.

Auch Varianten mit Frühlingszwiebeln findet man in heutigen Hausrezepten. In unserer Hauptversion bleibt die rote Zwiebel jedoch festgelegt.

Warum verwenden wir kein Käse?

Soparnik lebt gerade von seiner einfachen Gemüsefüllung.

Käse würde daraus zwar ein schmackhaftes gefülltes Gebäck machen, aber die traditionelle Charakteristik des Gerichts deutlich verändern.

Wer eine Pita mit Blattgemüse und Käse sucht, ist mit Zeljanica wesentlich näher an dieser Kombination.

Welche Konsistenz muss Soparnik-Teig haben?

Der Teig soll glatt, elastisch und relativ fest sein.

Er darf nicht so weich sein wie ein Brot- oder Pizzateig, weil er später sehr dünn ausgerollt und mit einer großen Menge Mangold gefüllt werden muss.

Nach ungefähr acht bis zehn Minuten Knetzeit soll sich eine glatte Oberfläche bilden und der Teig ohne starkes Kleben von der Arbeitsfläche lösen.

Warum muss der Teig ruhen?

Nach dem Kneten wird der Teig in zwei Portionen geteilt und ungefähr 30 Minuten abgedeckt ruhen gelassen.

Während dieser Zeit entspannt sich das beim Kneten entwickelte Gluten.

Dadurch lässt sich der Teig anschließend wesentlich dünner ausrollen, ohne ständig wieder zusammenzuschrumpfen.

Wie dünn muss Soparnik ausgerollt werden?

Beide Teigstücke werden so dünn wie praktisch möglich ausgerollt.

Für unsere Haushaltsversion entsteht ein Kreis von ungefähr 40 Zentimetern Durchmesser. Der Teig sollte nur wenige Millimeter dick sein.

Ein dicker Brot- oder Pizzaboden würde das Verhältnis zwischen Teig und Mangold vollkommen verändern.

Warum ist der untere Teig etwas größer?

Die untere Teigplatte wird ungefähr ein bis zwei Zentimeter größer ausgerollt als der obere Deckel.

Dadurch bleibt genügend Teig übrig, um die beiden Lagen am Rand sicher miteinander zu verbinden.

Nach dem Auflegen des oberen Teigs werden beide Ränder zusammengedrückt und leicht nach innen eingerollt.

Wie viel Mangold kommt zwischen die Teigschichten?

Die rohe Füllung wirkt zunächst überraschend hoch.

Das ist beabsichtigt: Mangold verliert beim Erhitzen einen großen Teil seines Volumens.

Die Füllung wird locker und gleichmäßig verteilt und nicht stark zusammengedrückt. Rundherum bleiben etwa zwei Zentimeter Teigrand frei.

Warum wird Soparnik eingestochen?

Beim Backen entsteht zwischen den beiden geschlossenen Teigschichten Wasserdampf.

Ohne Öffnungen könnte sich der obere Teig wie ein großer Ballon aufblähen oder an einzelnen Stellen reißen.

Deshalb wird die Oberfläche vor dem Backen mehrfach mit einer Gabel oder einem dünnen Holzspieß eingestochen.

Wie wird Soparnik traditionell gebacken?

Traditioneller Poljički Soparnik wird nicht im modernen Backofen gebacken.

Er kommt auf einen heißen offenen Herd, den sogenannten komin, und wird mit Glut und heißer Asche bedeckt.

Diese Methode erzeugt sehr intensive Hitze und zusätzlich ein leicht rauchiges Aroma.

Eine normale Haushaltsküche kann diesen Effekt nicht vollständig reproduzieren. Deshalb backen wir unsere Version bei relativ hoher Ofentemperatur.

Bei welcher Temperatur backen wir Soparnik im Backofen?

Unsere Haushaltsversion wird bei 240 °C Ober-/Unterhitze gebacken.

Bei dieser Temperatur benötigt der dünne Soparnik ungefähr 20 bis 24 Minuten.

Die Oberfläche soll trockene goldbraune Stellen und kleine Blasen bekommen, aber nicht wie ein dicker Kuchen gleichmäßig dunkel werden.

Woran erkennt man, dass Soparnik fertig ist?

Der Teig soll trocken und stabil wirken und an mehreren Stellen goldbraune Flecken zeigen.

Der Rand ist leicht knusprig, während sich unter dem Deckel eine weiche Mangoldfüllung befindet.

Beim leichten Anheben darf der Boden nicht roh oder feucht wirken.

Warum kommt Knoblauch erst nach dem Backen darauf?

Das Knoblaucharoma gehört zu den prägendsten Merkmalen von Soparnik.

Frischer, fein gehackter oder zerdrückter Knoblauch wird mit Olivenöl vermischt und unmittelbar nach dem Backen auf der heißen Oberfläche verteilt.

Durch die Restwärme wird der Knoblauch aromatisch, ohne im Backofen dunkel und bitter zu werden.

Wie viel Knoblauch sollte man verwenden?

Knoblauch soll deutlich wahrnehmbar sein, den Mangold aber nicht vollständig überdecken.

Für unsere etwa 40 Zentimeter große Haushaltsversion verwenden wir drei mittelgroße Knoblauchzehen und 40 Gramm Olivenöl.

Die Mischung wird sehr dünn über die gesamte heiße Oberfläche gestrichen.

Wie wird Soparnik traditionell geschnitten?

Soparnik wird traditionell nicht wie Pizza in Dreiecke geschnitten.

Charakteristisch sind rautenförmige Stücke. In der Region werden diese Stücke als pašajice bezeichnet.

Für die Haushaltsversion wird der runde Soparnik zunächst in parallele Streifen und anschließend schräg in die entgegengesetzte Richtung geschnitten.

Wie wird Soparnik serviert?

Soparnik schmeckt warm, lauwarm und sogar vollständig ausgekühlt.

Er kann als Hauptgericht, herzhafter Snack, Vorspeise oder Bestandteil einer größeren Auswahl kroatischer Gerichte serviert werden.

Durch Mangold, Zwiebel, Knoblauch und Olivenöl besitzt er bereits genug Aroma und benötigt keine schwere Sauce.

Ist Soparnik vegan?

Die hier zubereitete traditionelle Grundversion enthält ausschließlich pflanzliche Zutaten.

Es werden keine Eier, Milchprodukte oder tierischen Fette verwendet.

Damit ist das Rezept ohne jede Anpassung vegan.

Typische Fehler bei Soparnik

Der Boden wird weich und feucht

Der Mangold war wahrscheinlich noch nass oder wurde zu früh gesalzen. Die Blätter gründlich trocknen und erst unmittelbar vor dem Füllen würzen.

Der Teig lässt sich nicht dünn ausrollen

Er wurde nicht ausreichend geknetet oder hatte keine Ruhezeit. Nach dem Kneten mindestens 30 Minuten abgedeckt ruhen lassen.

Der obere Teig bläht sich stark auf

Es wurden zu wenige Öffnungen eingestochen. Vor dem Backen die gesamte Oberfläche mehrfach mit einer Gabel perforieren.

Der Soparnik schmeckt wie Brot mit Mangold

Der Teig wurde wahrscheinlich zu dick ausgerollt. Beide Teigschichten müssen sehr dünn sein.

Die Füllung ist wässrig

Zu viel Wasser blieb am gewaschenen Mangold oder die gesalzene Füllung stand zu lange vor dem Backen.

Der Knoblauch schmeckt bitter

Er wurde wahrscheinlich mitgebacken oder zu stark erhitzt. Knoblauch erst nach dem Backen mit Olivenöl auftragen.

Kann man Soparnik vorbereiten?

Der Teig kann einige Stunden vorher geknetet und abgedeckt kühl aufbewahrt werden.

Auch Mangold und Zwiebeln können vorbereitet werden. Der Mangold sollte sogar genügend Zeit zum vollständigen Trocknen haben.

Salz und Öl werden jedoch erst unmittelbar vor dem Zusammensetzen mit der Füllung vermischt.

Wie bewahrt man Soparnik auf?

Frisch gebackener Soparnik schmeckt am besten am selben Tag.

Reste vollständig auskühlen lassen und anschließend gut verpackt im Kühlschrank aufbewahren.

Zum Aufwärmen eignet sich der Backofen besser als die Mikrowelle, weil der dünne Teig dort wieder etwas trockener wird.

Kann man Soparnik einfrieren?

Fertig gebackene Stücke können eingefroren werden, allerdings verliert der dünne Teig beim Auftauen etwas von seiner ursprünglichen Struktur.

Wenn möglich, ist frisch gebackener Soparnik deshalb die bessere Wahl.

Soparnik als Teil der dalmatinischen Küche

Soparnik zeigt eine Seite der kroatischen Küche, die mit sehr wenigen Zutaten auskommt und trotzdem einen ausgesprochen eigenen Charakter besitzt.

Es braucht weder Fleisch noch Käse oder aufwendige Gewürze. Dünner Teig, Mangold, Zwiebeln, Knoblauch und gutes Öl reichen aus.

Gerade diese Kombination macht Soparnik zu einem interessanten Gegenstück zu den zahlreichen reichhaltig gefüllten Pita- und Teiggerichten des übrigen Balkans.

Mehr über die Unterschiede zwischen den regionalen Küchen finden Sie in unserem Überblick über die Balkanküche und ihre regionalen Traditionen.

Häufige Fragen zu Soparnik

Was ist Soparnik?

Soparnik ist eine traditionelle kroatische Mangold-Pastete aus Dalmatien. Zwischen zwei dünnen Teigschichten liegt eine Füllung aus Mangold und Zwiebeln; nach dem Backen wird die Oberfläche mit Knoblauch und Olivenöl bestrichen.

Woher kommt Soparnik?

Das Gericht stammt aus Poljica im dalmatinischen Hinterland zwischen Split und Omiš.

Was ist Poljički Soparnik?

Poljički Soparnik ist eine in der Europäischen Union geschützte geografische Spezialität aus dem Gebiet Poljica und wird traditionell auf einem offenen Herd unter Glut und Asche gebacken.

Kommt Käse in Soparnik?

Nein. Die traditionelle Grundversion enthält keinen Käse. Die Füllung besteht hauptsächlich aus Mangold und Zwiebeln.

Muss Mangold vorgekocht werden?

Nein. Die gut gewaschenen und vollständig getrockneten Mangoldblätter werden roh in schmale Streifen geschnitten und direkt zwischen die beiden Teigschichten gegeben.

Warum muss Mangold trocken sein?

Überschüssiges Wasser macht die dünnen Teigschichten weich. Deshalb müssen die Blätter nach dem Waschen besonders gründlich getrocknet werden.

Bei welcher Temperatur wird Soparnik gebacken?

Unsere Haushaltsversion wird bei 240 °C Ober-/Unterhitze ungefähr 20 bis 24 Minuten gebacken.

Warum wird Soparnik nach dem Backen mit Knoblauch bestrichen?

Frischer Knoblauch und Olivenöl gehören zum charakteristischen Aroma. Sie werden nach dem Backen auf die heiße Oberfläche gegeben, damit der Knoblauch nicht verbrennt und bitter wird.

Wie schneidet man Soparnik?

Traditionell wird Soparnik in rautenförmige Stücke statt wie Pizza in Dreiecke geschnitten.

Ist Soparnik vegan?

Ja. Die traditionelle Grundversion aus Mehl, Mangold, Zwiebeln, Knoblauch und Pflanzenöl enthält keine tierischen Zutaten.

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