Maslanica – Bosnische Butter-Pita Rezept

Maslanica Rezept – Bosnische Geschichtete Butter-Pita

Maslanica, regional auch Maslenica genannt, ist eine reichhaltige bosnische Pita aus mehreren dünn ausgezogenen und mit Butter und Sahne bestrichenen Teiglagen. Anders als Burek, Sirnica oder Krompiruša besitzt sie keine klassische Fleisch-, Käse- oder Kartoffelfüllung. Ihr Geschmack und ihre besondere Struktur entstehen allein durch den Teig, die Fettmischung und die mehrfache Faltung.

Bei dieser Variante werden drei Jufkas nacheinander ausgezogen. Die erste wird zu einem kompakten Paket gefaltet, von der zweiten Jufka umschlossen und anschließend noch einmal in die dritte Jufka eingepackt. Dadurch entstehen zahlreiche dünne, unregelmäßige Schichten, die außen goldbraun und innen weich, saftig und leicht blättrig werden.

Für dieses Maslanica Rezept wird eine Mischung aus hellem Weizenmehl, Weizenvollkornmehl und wenig Roggenmehl verwendet. Sie ergibt einen kräftigeren Geschmack und eine etwas rustikalere Struktur als eine ausschließlich aus Weißmehl zubereitete Maslanica. Weil Vollkorn- und Roggenmehl weniger dehnbar sind, benötigt der Teig ausreichend Wasser, gründliches Kneten und eine lange Ruhezeit.

Maslanica Rezept – Bosnische geschichtete Butter-Pita

Traditionelle bosnische Maslanica aus drei handgezogenen Jufkas, die mit Butter und Sahne bestrichen, mehrfach ineinandergefaltet und goldbraun gebacken werden. Der warme Milch-Butter-Guss macht die geschichtete Pita innen weich und saftig.
Vorbereitungszeit1 Stunde
Zubereitungszeit45 Minuten
Ruhezeit1 Stunde 20 Minuten
Gesamtzeit3 Stunden 5 Minuten
Gericht: Hauptgericht, pita, Teiggericht
Küche: Balkan Küche, Bosnisch
Keyword: Balkan Gebäck, bosnische pita, Butter Pita, entwickelte Maslenica, geschichtete Pita, Maslanica Rezept, Maslenica Rezept
Servings: 8 Portionen
Calories: 535kcal

Kochutensilien

  • Küchenwaage
  • Messbecher
  • Große Rührschüssel
  • Teigkarte
  • Großer Teller oder Tablett
  • Küchenhandtuch oder Abdeckhaube
  • Kleiner Topf
  • Schneebesen
  • Sauberes Baumwolltuch oder Tischdecke
  • Nudelholz
  • Backpinsel
  • Runde Backform oder Tepsija, ungefähr 32 cm Durchmesser
  • Kuchengitter
  • Scharfes Messer

Zutaten

Für den Teig

  • 350 g Weizenmehl Type 550
  • 200 g Weizenvollkornmehl
  • 50 g Roggenmehl Type 1150
  • 420 ml lauwarmes Wasser
  • 10 g feines Salz
  • 15 ml Sonnenblumenöl

Zum Ruhen und für die Backform

  • 20 ml Sonnenblumenöl zum Bestreichen der Teigkugeln
  • 10 ml Sonnenblumenöl für die Backform

Für die Arbeitsfläche

  • 25 g Weizenmehl Type 550

Für die Butter-Sahne-Mischung

  • 150 g Butter
  • 180 g Schlagsahne 30 % Fett
  • 3 g feines Salz

Für den Guss

  • 120 ml Vollmilch 3,5 % Fett
  • 15 g Butter
  • 2 g feines Salz

Anleitungen

Maslanica-Teig zubereiten

  • Weizenmehl Type 550, Weizenvollkornmehl, Roggenmehl und zehn Gramm Salz in einer großen Schüssel gründlich vermischen.
  • Die 420 Milliliter lauwarmes Wasser in mehreren Portionen dazugießen und das Mehl dabei mit der Hand vermischen.
  • Fünfzehn Milliliter Sonnenblumenöl hinzufügen.
  • Die Zutaten zu einem weichen, zusammenhängenden Teig verarbeiten.
  • Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und acht bis zehn Minuten kräftig kneten.
  • Der fertig geknetete Teig soll glatt und weich sein. Wegen des Vollkorn- und Roggenanteils bleibt seine Oberfläche etwas rustikaler als bei einem reinen Weißmehlteig.
  • Den Teig abdecken und zehn Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
  • Den Teig anschließend noch einmal ungefähr eine Minute durchkneten.
  • Den Teig in drei möglichst gleich schwere Stücke von jeweils ungefähr 350 Gramm teilen.
  • Jedes Stück zu einer glatten Kugel formen.
  • Die drei Teigkugeln mit insgesamt 20 Millilitern Sonnenblumenöl vollständig bestreichen.
  • Die Teigkugeln mit ausreichend Abstand auf einen großen Teller oder ein Tablett legen.
  • Luftdicht abdecken und 50 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Butter-Sahne-Mischung vorbereiten

  • Die 150 Gramm Butter bei niedriger Hitze schmelzen.
  • Den Topf vom Herd nehmen und die Butter drei bis fünf Minuten abkühlen lassen. Sie soll flüssig, aber nicht mehr sehr heiß sein.
  • Schlagsahne und drei Gramm Salz mit einem Schneebesen unter die Butter rühren.
  • Dreißig Gramm der Mischung für die Oberfläche abnehmen.
  • Die restliche Butter-Sahne-Mischung in drei annähernd gleiche Portionen von jeweils ungefähr 100 Gramm teilen.
  • Die Mischung während der weiteren Zubereitung lauwarm halten und vor jeder Verwendung kurz umrühren.

Backform und Arbeitsplatz vorbereiten

  • Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Boden und Rand einer ungefähr 32 Zentimeter großen runden Backform mit zehn Millilitern Sonnenblumenöl bestreichen.
  • Ein großes sauberes Baumwolltuch auf dem Arbeitstisch ausbreiten.
  • Das Tuch mit einem Teil der abgemessenen 25 Gramm Weizenmehl leicht bestäuben.

Erste Jufka ausziehen und falten

  • Die erste Teigkugel auf das bemehlte Tuch legen.
  • Den Teig mit dem Nudelholz zu einem ungefähr 35 bis 40 Zentimeter großen Fladen ausrollen.
  • Vorsichtig mit den Handrücken unter den Teig greifen und ihn von der Mitte nach außen dehnen.
  • Die Jufka rundherum möglichst gleichmäßig ausziehen. Wegen des Vollkorn- und Roggenanteils muss sie nicht vollständig durchsichtig werden.
  • Sehr dicke äußere Teigränder sparsam abschneiden.
  • Ungefähr die Hälfte der ersten 100-Gramm-Portion Butter-Sahne-Mischung dünn über die offene Jufka verteilen.
  • Die rechte Teigseite bis zur Mitte falten und mit wenig Fettmischung bestreichen.
  • Die linke Teigseite ebenfalls bis zur Mitte falten und erneut dünn bestreichen.
  • Die untere Teigseite zur Mitte hochklappen.
  • Die obere Teigseite darüberlegen, sodass ein annähernd quadratisches Paket entsteht.
  • Die neu entstandenen Teigflächen während des Faltens mit der restlichen ersten Portion Butter-Sahne-Mischung sparsam bestreichen.
  • Die vier Ecken zur Mitte legen und das Paket vorsichtig wenden.
  • Das erste Teigpaket mit der Nahtseite nach unten beiseitelegen.

Zweite Jufka um die erste legen

  • Das Baumwolltuch erneut mit wenig abgemessenem Mehl bestäuben.
  • Die zweite Teigkugel wie die erste ausrollen und gleichmäßig ausziehen.
  • Ungefähr die Hälfte der zweiten Portion Butter-Sahne-Mischung über die Jufka verteilen.
  • Das erste gefaltete Teigpaket in die Mitte der zweiten Jufka legen.
  • Die rechte Seite der zweiten Jufka über das Paket falten und dünn mit Fettmischung bestreichen.
  • Die linke Seite darüberlegen und erneut bestreichen.
  • Anschließend die untere und die obere Seite über das Paket klappen.
  • Die Butter-Sahne-Mischung dabei dünn zwischen den neu entstehenden Teiglagen verteilen.
  • Das vollständig umschlossene Paket vorsichtig wenden und beiseitelegen.

Dritte Jufka und endgültige Schichtung

  • Die dritte Teigkugel auf dieselbe Weise ausrollen und ausziehen.
  • Die Hälfte der dritten Butter-Sahne-Portion auf der offenen Jufka verteilen.
  • Das aus den ersten beiden Jufkas bestehende Paket in die Mitte legen.
  • Die Seiten der dritten Jufka nacheinander über das Paket falten.
  • Während des Faltens die restliche dritte Portion Butter-Sahne-Mischung dünn zwischen den Teiglagen verteilen.
  • Sämtliche Ränder so einschlagen, dass ein geschlossenes, annähernd rundes oder quadratisches Paket entsteht.

Maslanica formen

  • Das fertige Teigpaket mit der Nahtseite nach unten in die vorbereitete Backform legen.
  • Die Maslanica abdecken und zehn Minuten ruhen lassen.
  • Die Oberfläche anschließend mit leicht geölten Fingerspitzen vorsichtig von der Mitte nach außen drücken.
  • Den Teig auf ungefähr 29 bis 31 Zentimeter Durchmesser ausbreiten. Nicht gewaltsam bis an den äußersten Rand der Form ziehen.
  • Die zurückbehaltenen 30 Gramm Butter-Sahne-Mischung gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen.

Maslanica backen

  • Die Backform auf der unteren bis mittleren Schiene in den vorgeheizten Backofen stellen.
  • Die Maslanica zunächst zwölf Minuten bei 220 °C Ober-/Unterhitze backen.
  • Die Backofentemperatur auf 200 °C Ober-/Unterhitze reduzieren.
  • Die Maslanica weitere 28 Minuten backen.
  • Nach ungefähr 25 Minuten der zweiten Backphase die Bräunung kontrollieren.
  • Wird die Oberfläche zu dunkel, die Maslanica locker mit Backpapier abdecken.
  • Vor dem Aufgießen prüfen, ob die Oberfläche kräftig goldbraun ist und keine blassen, weich wirkenden Teigstellen mehr vorhanden sind.

Guss und Ruhezeit

  • Während der letzten Backminuten Vollmilch, 15 Gramm Butter und zwei Gramm Salz in einen kleinen Topf geben.
  • Den Guss unter Rühren einmal aufkochen und vom Herd nehmen.
  • Die vollständig gebackene Maslanica aus dem Backofen nehmen.
  • Den heißen Milch-Butter-Guss langsam und gleichmäßig über die heiße Maslanica verteilen.
  • Besonders die sichtbaren Falten und Zwischenräume leicht benetzen.
  • Die Backform für weitere drei Minuten bei 200 °C in den Backofen stellen.
  • Die Maslanica herausnehmen und die Form auf ein Kuchengitter stellen.
  • Die Pita locker mit einem sauberen Küchenhandtuch abdecken.
  • Die Maslanica zehn Minuten ruhen lassen.
  • In acht große Portionen schneiden oder mit den Händen entlang der Teiglagen in ungefähr zwölf kleinere Stücke teilen.
  • Warm servieren.

Notizen

  • Die festgelegte Menge ergibt acht große Portionen beziehungsweise ungefähr zwölf kleinere Stücke.
  • Maslanica und Maslenica sind regional verwendete Schreibweisen für verwandte Formen dieses bosnischen Teiggerichts.
  • Dieses Rezept beschreibt eine entwickelte Maslanica ohne Hefe. Kisela Maslenica ist eine andere, gewöhnlich mit Hefe zubereitete Variante.
  • Die verwendete Mischung aus hellem Weizenmehl, Weizenvollkornmehl und Roggenmehl ergibt eine kräftige, leicht rustikale Maslanica.
  • Die 420 Milliliter Wasser sind auf die festgelegten Mehlsorten abgestimmt.
  • Während des Knetens kein zusätzliches Mehl einarbeiten.
  • Die Teigkugeln vollständig mit Öl bestreichen und abdecken, damit ihre Oberfläche nicht austrocknet.
  • Die gesamte Ruhezeit des Teigs nicht verkürzen. Vollkorn- und Roggenmehl benötigen mehr Zeit als reines Weißmehl.
  • Kleine Risse beim Ausziehen sind unproblematisch, weil die Jufkas mehrfach gefaltet werden.
  • Ringe, Armbänder und Uhren vor dem Ausziehen des Teigs abnehmen.
  • Die Butter-Sahne-Mischung nur lauwarm verwenden. Sehr heiße Butter kann den weichen Teig beschädigen.
  • Trennt sich die Mischung leicht, wird sie vor der Verwendung erneut umgerührt.
  • Die Fettmischung dünn zwischen den Faltungen verteilen und nicht nur auf die äußere Oberfläche geben.
  • Die drei Jufkas werden ineinandergelegt. Dadurch entsteht ein zusammenhängendes, vielschichtiges Teigpaket.
  • Das endgültige Paket vor dem Ausdrücken zehn Minuten entspannen lassen.
  • Die Maslanica muss vor dem Aufgießen vollständig durchgebacken und goldbraun sein.
  • Der Milch-Butter-Guss dient dem abschließenden Befeuchten und ersetzt keine ausreichende Backzeit.
  • Naturjoghurt, Ayran, Kajmak, Käse oder Salat können separat serviert werden.
  • Zusätzliche Beilagen sind nicht in der Kalorienangabe enthalten.
  • Reste vollständig abkühlen lassen, luftdicht verpacken und im Kühlschrank aufbewahren.
  • Gekühlte Maslanica innerhalb von ungefähr zwei Tagen verbrauchen.
  • Zum Aufwärmen einzelne Stücke bei ungefähr 180 °C Ober-/Unterhitze acht bis zehn Minuten erhitzen.
  • Gebackene Maslanica kann portionsweise ungefähr zwei Monate eingefroren werden.
  • Die 25 Gramm Mehl für die Arbeitsfläche wurden vollständig in die Kalorienberechnung aufgenommen. Bleibt Mehl auf dem Tuch zurück, ist die tatsächliche Kalorienmenge geringfügig niedriger.

Was ist bosnische Maslanica?

Maslanica gehört zu den traditionellen bosnischen Teiggerichten. Die Schreibweisen Maslanica und Maslenica werden regional unterschiedlich verwendet. Auch die Zubereitung ist nicht überall identisch: Manche Haushalte verwenden nur helles Weizenmehl, andere ergänzen Vollkorn- oder Roggenmehl. Neben der hier beschriebenen ausgezogenen Variante gibt es außerdem eine mit Hefe zubereitete Form, die häufig als kisela Maslenica bezeichnet wird.

Die entwickelte oder ausgezogene Maslanica kommt ohne Hefe und Backpulver aus. Ihre Schichtung entsteht mechanisch: Die Jufkas werden dünn ausgezogen, mit Butter und Sahne benetzt und mehrfach übereinandergefaltet. Das Fett trennt die Teiglagen teilweise voneinander und verhindert, dass sie beim Backen zu einer einzigen kompakten Masse verschmelzen.

Einen Überblick über verwandte Teiggerichte bietet der Beitrag über traditionelle bosnische Pita-Rezepte und ihre Unterschiede. Maslanica nimmt darin eine besondere Stellung ein, weil sie keine eigentliche Füllung benötigt.

Welche Mehlsorten eignen sich für Maslanica?

Für die festgelegte Rezeptur werden 350 Gramm Weizenmehl Type 550, 200 Gramm Weizenvollkornmehl und 50 Gramm Roggenmehl Type 1150 verwendet. Das helle Weizenmehl liefert den größten Teil des dehnbaren Klebergerüstes. Vollkorn- und Roggenmehl sorgen für den kräftigeren Geschmack und die leicht dunklere Farbe.

Eine Maslanica kann grundsätzlich auch nur aus hellem Weizenmehl hergestellt werden. Das ist keine weniger authentische Variante, sondern eine weitere verbreitete Haushaltsrezeptur. Die hier angegebenen 420 Milliliter Wasser sind jedoch gezielt auf die festgelegte Mehlmischung abgestimmt. Bei einem vollständigen Austausch der Mehlsorten müsste die Wassermenge neu angepasst werden.

Zusätzlich werden 25 Gramm helles Mehl für das Ausrollen berücksichtigt. Während der Verarbeitung darf nicht ständig weiteres Mehl eingearbeitet werden. Zu viel trockenes Mehl macht die Teiglagen fester, verhindert eine saubere Verbindung der Faltungen und kann eine trockene Maslanica ergeben.

Die richtige Konsistenz des Maslanica-Teigs

Nach dem Mischen wirkt der Teig zunächst weich und leicht klebrig. Durch acht bis zehn Minuten kräftiges Kneten nimmt das Mehl die Flüssigkeit gleichmäßiger auf und der Teig wird glatter. Eine kurze Zwischenruhe von zehn Minuten entspannt das Klebergerüst. Danach lässt er sich mit kurzem Nachkneten zu einer geschmeidigen Masse verarbeiten.

Die drei Teigkugeln werden rundherum mit Öl bestrichen und weitere 50 Minuten abgedeckt ruhen gelassen. Das Öl verhindert eine trockene Haut. Die lange Ruhezeit ist besonders wegen des Vollkorn- und Roggenanteils wichtig: Ein zu früh verarbeiteter Teig zieht sich beim Ausrollen zusammen und reißt beim Ausziehen deutlich leichter.

Die fertig geruhten Teigkugeln sollen weich sein und sich ohne starken Widerstand ausrollen lassen. Kleine Risse sind bei dieser rustikalen Mehlmischung unproblematisch, weil die Jufkas anschließend mehrfach gefaltet und ineinandergelegt werden.

Butter und Sahne richtig vermischen

Die Butter wird bei niedriger Temperatur geschmolzen und anschließend kurz abgekühlt. Sie soll noch flüssig, aber nicht brennend heiß sein. Danach wird sie mit flüssiger Schlagsahne und Salz verrührt.

Die Mischung kann sich nach einiger Zeit leicht trennen. Das ist kein Fehler. Sie wird vor jeder Verwendung kurz aufgerührt. Ungefähr 30 Gramm werden für die Oberfläche zurückbehalten; der Rest wird in drei annähernd gleiche Portionen für die drei Jufkas geteilt.

Die Butter-Sahne-Mischung wird nicht nur auf dem vollständig ausgezogenen Teig verteilt. Auch die neu entstehenden Oberflächen werden während des Faltens sparsam bestrichen. Dadurch gelangt Fett zwischen möglichst viele Teiglagen.

Jufka für Maslanica dünn ausziehen

Eine Teigkugel wird zunächst mit dem Nudelholz zu einem ungefähr 35 bis 40 Zentimeter großen Fladen ausgerollt. Danach wird der Teig mit den Handrücken von der Mitte nach außen gedehnt. Die Fingerspitzen sollten möglichst nicht in den Teig gedrückt werden, da sie leichter Löcher verursachen.

Die Jufka muss bei dieser Mehlmischung nicht überall papierdünn und vollständig durchsichtig werden. Wichtiger ist eine möglichst gleichmäßige Fläche ohne sehr dicke Bereiche. Die äußeren Ränder dürfen etwas kräftiger bleiben, sollten aber sparsam entfernt werden, wenn sie sich überhaupt nicht mehr ausziehen lassen.

Ringe, Uhren und Armbänder werden vor dem Ausziehen abgelegt. Ein sauberes Baumwolltuch erleichtert die Arbeit und verhindert, dass der weiche Teig an der Tischplatte festklebt.

Maslanica als geschichtetes Teigpaket falten

Die erste ausgezogene Jufka wird mit einem Teil der Butter-Sahne-Mischung bestrichen. Zuerst werden die rechte und die linke Seite zur Mitte gelegt. Danach folgen die obere und die untere Seite. Zwischen den Faltungen wird jeweils erneut wenig Fettmischung verteilt. Auf diese Weise entsteht ein annähernd quadratisches Teigpaket.

Die zweite Jufka wird ebenfalls ausgezogen und bestrichen. Das erste Teigpaket kommt in ihre Mitte. Anschließend werden die Seiten der zweiten Jufka über das Paket gelegt, sodass die erste Jufka vollständig umschlossen wird.

Dasselbe geschieht mit der dritten Jufka. Sie bildet die äußere Hülle für die beiden bereits gefalteten Teiglagen. Dieses Ineinanderlegen ergibt eine zusammenhängende Maslanica mit vielen dünnen Schichten. Werden drei separat gefaltete Pakete lediglich lose aufeinandergelegt, können sie beim Anschneiden leichter voneinander abrutschen.

Maslanica formen und richtig backen

Das fertige Teigpaket wird mit der Nahtseite nach unten in eine geölte Tepsija oder runde Backform gelegt. Nach zehn Minuten Ruhe lässt es sich mit geölten Fingerspitzen vorsichtig nach außen drücken. Der Teig soll den größten Teil der Form ausfüllen, aber nicht gewaltsam bis an den Rand gezogen werden.

Die zurückbehaltene Butter-Sahne-Mischung wird dünn auf der Oberfläche verteilt. Maslanica bäckt zunächst zwölf Minuten bei 220 °C Ober-/Unterhitze. Die höhere Anfangstemperatur stabilisiert die äußeren Teiglagen und sorgt für Farbe.

Anschließend wird die Temperatur auf 200 °C reduziert. Nach weiteren 28 Minuten sollte die Oberfläche kräftig goldbraun sein. Sehr helle, weiche Stellen weisen darauf hin, dass die dicken Teiglagen noch nicht vollständig gebacken sind.

Warum die gebackene Maslanica einen Guss erhält

Während der letzten Backminuten werden Vollmilch, Butter und Salz aufgekocht. Der heiße Guss wird gleichmäßig über die vollständig gebackene Maslanica verteilt. Besonders die Falten und Zwischenräume dürfen leicht benetzt werden.

Danach kommt die Pita noch drei Minuten in den heißen Backofen. Der Guss wird teilweise aufgenommen, ohne dass die Oberfläche vollständig durchnässt. Die anschließende zehnminütige Ruhe unter einem locker aufgelegten Küchentuch macht die inneren Schichten weicher.

Der Guss darf nicht verwendet werden, um eine noch rohe oder nur blass vorgebackene Maslanica nachträglich weich zu machen. Zuerst müssen sämtliche Teiglagen durchgebacken sein.

Häufige Fehler beim Maslanica Rezept

Der Maslanica-Teig reißt beim Ausziehen

Meist hat der Teig nicht lange genug geruht oder seine Oberfläche ist während der Ruhezeit ausgetrocknet. Auch kalter Teig lässt sich schlechter dehnen. Kleine Risse können ignoriert werden; bei einem großen Riss wird eine dünne Teigkante darübergelegt.

Die Maslanica wird innen kompakt

Die Jufkas wurden möglicherweise zu dick gelassen, sehr fest gefaltet oder nicht zwischen allen Faltungen mit der Butter-Sahne-Mischung benetzt. Auch eine zu niedrige Anfangstemperatur kann verhindern, dass sich die äußeren Schichten rechtzeitig stabilisieren.

Die Oberfläche wird dunkel, während das Innere noch roh ist

Die Backform stand zu weit oben oder der Backofen heizt stärker als eingestellt. In diesem Fall wird die Maslanica locker mit Backpapier abgedeckt und auf einer tieferen Schiene fertig gebacken.

Die fertige Maslanica wird zu hart

Eine zu lange Backzeit, zu wenig Fett zwischen den Teiglagen oder ein ausgelassener Guss können die Pita trocken machen. Auch zusätzlich eingeknetetes Mehl verändert das festgelegte Verhältnis zwischen Mehl und Wasser.

In der Backform sammelt sich viel Fett

Die Butter-Sahne-Mischung wurde möglicherweise nur außen aufgetragen, statt dünn zwischen den Faltungen verteilt zu werden. Eine mäßige Menge geschmolzener Butter am Boden ist normal und wird während der Ruhezeit teilweise wieder aufgenommen.

Was passt zu bosnischer Maslanica?

Maslanica wird traditionell warm serviert. Naturjoghurt oder Ayran gleicht ihren reichhaltigen Buttergeschmack aus. Auch frischer Käse, Kajmak, saure Sahne oder ein einfacher Tomaten- und Gurkensalat passen dazu.

Im Unterschied zur bosnischen Krompiruša mit Kartoffelfüllung ist Maslanica bereits durch ihre gebutterten Schichten sehr gehaltvoll. Zusätzliche Beilagen sollten deshalb eher frisch und schlicht sein.

Wer eine cremige gefüllte Pita bevorzugt, findet mit der bosnischen Sirnica aus Käse und Jufka eine verwandte, aber geschmacklich klar unterschiedliche Variante.

Maslanica aufbewahren und aufwärmen

Frisch gebackene Maslanica besitzt die beste Kombination aus einer goldbraunen Oberfläche und weichen inneren Schichten. Vollständig abgekühlte Reste werden wegen der Sahne und Milch luftdicht verpackt im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von ungefähr zwei Tagen verbraucht.

Zum Aufwärmen werden einzelne Stücke bei ungefähr 180 °C Ober-/Unterhitze acht bis zehn Minuten erhitzt. Ein kurzes Erwärmen in einer trockenen Pfanne ist ebenfalls möglich. In der Mikrowelle wird die Maslanica zwar weich, verliert aber einen großen Teil ihrer geschichteten Oberflächenstruktur.

Vollständig gebackene und abgekühlte Maslanica kann portionsweise eingefroren werden. Nach dem Auftauen über Nacht im Kühlschrank wird sie im Backofen vollständig erhitzt. Ungebackene Maslanica mit Sahnemischung sollte für diese festgelegte Rezeptur nicht über längere Zeit gelagert werden.

Häufige Fragen zum Maslanica Rezept

Heißen Maslanica und Maslenica dasselbe?

Beide Schreibweisen werden regional verwendet und können dasselbe bosnische Teiggericht bezeichnen. Zusätzlich existieren unterschiedliche Familienrezepte, weshalb sich Mehlmischung, Fett, Falttechnik und Guss unterscheiden können.

Wird für bosnische Maslanica Hefe benötigt?

Nicht für die hier beschriebene entwickelte Maslanica. Ihre Struktur entsteht durch ausgezogene, gefettete und gefaltete Jufkas. Eine mit Hefe zubereitete Variante wird häufig als kisela Maslenica bezeichnet.

Kann Maslanica nur mit weißem Mehl gebacken werden?

Ja. Maslanica aus hellem Weizenmehl ist ebenfalls verbreitet und lässt sich leichter ausziehen. Die Wassermenge dieser Rezeptkarte ist jedoch auf die festgelegte Mischung aus hellem Weizen-, Vollkorn- und Roggenmehl abgestimmt.

Warum muss der Maslanica-Teig so lange ruhen?

Während der Ruhezeit nimmt das Mehl die Flüssigkeit gleichmäßiger auf und das Klebergerüst entspannt sich. Das ist besonders bei Vollkorn- und Roggenmehl wichtig, weil sich ein nicht ausreichend geruhter Teig nur schwer ausziehen lässt.

Kann Schmand anstelle von flüssiger Sahne verwendet werden?

Schmand ist dicker und leicht säuerlich und kann deshalb nicht ohne weitere Anpassung eins zu eins eingesetzt werden. Für die festgelegte Konsistenz und Kalorienberechnung wird flüssige Schlagsahne mit 30 Prozent Fett verwendet.

Schneidet oder reißt man Maslanica in Stücke?

Traditionell wird eine weiche, geschichtete Maslanica häufig mit den Händen entlang ihrer Teiglagen auseinandergezogen. Für gleichmäßige Portionen kann sie nach der Ruhezeit aber auch mit einem scharfen Messer geschnitten werden.

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