Baklava-Teigblätter selber machen (hauchdünn) - Rezept

Baklava-Teigblätter selber machen (hauchdünn)

Baklava-Teigblätter selber machen bedeutet, den Teig nicht nur dünn auszurollen, sondern zwölf gleichmäßige, fast durchscheinende Blätter herzustellen, die beim Schichten nicht reißen und nach dem Backen fein und knusprig werden.

Dieses Grundrezept ergibt zwölf runde Teigblätter mit ungefähr 35 Zentimetern Durchmesser. Die Menge eignet sich für eine runde Baklavaform mit etwa 30 bis 32 Zentimetern Durchmesser. Die Blätter werden mit Weizenstärke und einer langen, dünnen Teigrolle ausgerollt. Sie werden nicht vorgebacken oder gekocht, sondern roh in die Backform gelegt.

Im Gegensatz zu einem allgemeinen Filoteig enthält diese festgelegte Balkan-Familienversion Ei. Dadurch lässt sich der Teig kontrolliert dünn ausrollen und bleibt beim Zuschneiden und Schichten ausreichend stabil. Backpulver, Hefe, Essig und andere alkoholhaltige Zutaten werden nicht benötigt.

Baklava-Teigblätter selber machen

Zwölf hauchdünne Teigblätter für hausgemachte Baklava. Der Teig mit Ei wird portioniert, mit Weizenstärke und Oklagija ausgerollt und vor dem Schichten kurz angetrocknet.
Vorbereitungszeit1 Stunde 10 Minuten
Ruhezeit1 Stunde 20 Minuten
Gesamtzeit2 Stunden 30 Minuten
Gericht: Grundrezepte, Teig
Küche: Balkan Küche, Bosnisch
Suchbegriff: Baklava Blätter, Baklava Jufka, Baklava Teig hausgemacht, Baklava-Teigblätter selber machen, Filoteig für Baklava, Grundrezept Balkanküche, hausgemachte Teigblätter
Servings: 12 Teigblätter
Calories: 160kcal

Kochutensilien

  • Digitale Küchenwaage
  • Große Rührschüssel mit Deckel
  • Teigkarte
  • Kleine Schüssel
  • Feines Küchensieb
  • Lange, dünne Oklagija oder Teigrolle, mindestens 70 cm
  • Große glatte Arbeitsfläche
  • Mehrere saubere Baumwolltücher
  • Teigrädchen oder scharfes Messer
  • Runde Schablone oder Backform, 30–32 cm Durchmesser

Zutaten

Für den Teig

  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 100 g verquirltes Ei ungefähr 2 Eier Größe M ohne Schale
  • 180 g lauwarmes Wasser ungefähr 28–30 °C
  • 20 g Sonnenblumenöl
  • 8 g feines Salz

Zum Ausrollen

  • 40 g Weizenstärke

Anleitungen

Teig vorbereiten

  • Sämtliche Zutaten vollständig abwiegen.
  • Zwei Eier in einer kleinen Schüssel verquirlen.
  • Genau 100 Gramm verquirltes Ei abwiegen.
  • Weizenmehl und Salz in einer großen Schüssel vermischen.
  • In der Mitte eine Mulde formen.
  • Das abgewogene Ei, lauwarmes Wasser und Sonnenblumenöl in die Mulde geben.
  • Die flüssigen Zutaten zunächst mit den Fingern oder einer Teigkarte vermischen.
  • Das Mehl schrittweise von außen einarbeiten.
  • Sobald keine freie Flüssigkeit mehr vorhanden ist, die Masse auf die Arbeitsfläche geben.
  • Den Teig zehn bis zwölf Minuten kräftig kneten.
  • Den Teig dabei wiederholt von sich wegdrücken, zusammenfalten und drehen.
  • Kein zusätzliches Mehl auf die Arbeitsfläche geben.
  • Falls nach fünf Minuten noch trockene Mehlstellen vorhanden sind, die Hände einmal leicht mit Wasser anfeuchten.
  • Höchstens zehn Gramm zusätzliches Wasser einarbeiten.
  • Weiterkneten, bis der Teig glatt, kompakt und elastisch ist.
  • Die Oberfläche darf keine trockenen Risse besitzen.

Erste Ruhezeit

  • Den Teig zu einer glatten Kugel formen.
  • Die Teigkugel in eine saubere Schüssel legen.
  • Die Schüssel mit einem dicht schließenden Deckel oder leicht angefeuchteten Küchentuch abdecken.
  • Den Teig 60 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
  • Die Schüssel während der Ruhezeit nicht öffnen.

Teig portionieren

  • Den Teig nach der Ruhezeit auf die saubere Arbeitsfläche geben.
  • Das Gesamtgewicht kontrollieren.
  • Den Teig mit einer Teigkarte in zwölf Portionen von jeweils ungefähr 67 Gramm teilen.
  • Jede Portion einzeln abwiegen.
  • Zu große Portionen verkleinern und zu kleine Portionen ergänzen.
  • Jede Portion mit den Handflächen zu einer glatten Kugel formen.
  • Die Naht jeder Kugel auf die Unterseite legen.
  • Die zwölf Kugeln mit Abstand auf die Arbeitsfläche setzen.
  • Alle Teigkugeln vollständig abdecken.
  • Die Portionen weitere 20 Minuten ruhen lassen.

Arbeitsfläche vorbereiten

  • Die 40 Gramm Weizenstärke in eine kleine Schüssel geben.
  • Ein feines Sieb für die Stärke bereitlegen.
  • Saubere, trockene Baumwolltücher auf einer freien Fläche ausbreiten.
  • Die Oklagija und Arbeitsfläche vollständig reinigen und abtrocknen.

Teigblätter ausrollen

  • Nur eine Teigkugel unter der Abdeckung hervornehmen.
  • Die Arbeitsfläche sehr dünn mit Weizenstärke bestäuben.
  • Die Teigkugel flach drücken.
  • Den Teig zunächst zu einem Kreis von ungefähr 15 Zentimetern ausrollen.
  • Beide Seiten bei Bedarf sehr sparsam mit Stärke bestäuben.
  • Den Teig locker um die Oklagija wickeln.
  • Die Oklagija mit leichtem Druck vor- und zurückrollen.
  • Die Hände während des Rollens von der Mitte der Oklagija zu den Enden bewegen.
  • Das Teigblatt vollständig abwickeln.
  • Den Teig um ungefähr eine Vierteldrehung drehen.
  • Erneut um die Oklagija wickeln und ausrollen.
  • Den Vorgang wiederholen, bis das Blatt ungefähr 35 Zentimeter Durchmesser besitzt.
  • Nur so viel Stärke verwenden, wie zum Verhindern des Anklebens erforderlich ist.
  • Das Blatt kontrollieren.
  • Die Handkonturen oder das Muster eines darunterliegenden Tuchs sollen sichtbar sein.
  • Sehr dicke Randstellen bei Bedarf mit einem Teigrädchen abschneiden.
  • Das fertige Blatt vorsichtig mit beiden Unterarmen oder über die Oklagija anheben.
  • Das Teigblatt flach auf ein vorbereitetes Baumwolltuch legen.
  • Die nächsten elf Teigkugeln auf die gleiche Weise ausrollen.
  • Nicht bearbeitete Teigkugeln währenddessen vollständig abgedeckt lassen.

Teigblätter antrocknen und stapeln

  • Jedes ausgerollte Blatt ungefähr zehn bis fünfzehn Minuten antrocknen lassen.
  • Die Oberfläche soll nicht mehr kleben.
  • Die Blätter müssen weiterhin biegsam bleiben.
  • Ein angetrocknetes Blatt sehr dünn mit der restlichen Weizenstärke bestäuben.
  • Die Teigblätter locker übereinanderstapeln.
  • Vollständig erhaltene Blätter für die unterste und oberste Baklava-Schicht zurückbehalten.
  • Den fertigen Stapel mit einem trockenen Baumwolltuch abdecken.
  • Die Blätter nicht einölen.
  • Die Teigblätter möglichst noch am selben Tag verwenden.

Für die Baklava vorbereiten

  • Die verwendete Baklavaform auf das oberste Teigblatt legen.
  • Die Blätter ungefähr einen Zentimeter größer als den inneren Formboden zuschneiden.
  • Größere Randstücke für die mittleren Schichten aufbewahren.
  • Kleine trockene Krümel entfernen.
  • Die Blätter nicht kochen und nicht vorbacken.
  • Die rohen Teigblätter entsprechend dem verwendeten Baklava-Rezept schichten.

Notizen

  • Das Rezept ergibt zwölf Teigblätter mit ungefähr 35 Zentimetern Durchmesser.
  • Die Menge ist für eine runde Form mit 30 bis 32 Zentimetern Durchmesser ausgelegt.
  • Verquirltes Ei ohne Schale exakt abwiegen.
  • Weizenmehl Type 550 verwenden.
  • Zum Ausrollen ausschließlich die abgewogenen 40 Gramm Weizenstärke verwenden.
  • Kein zusätzliches Mehl auf die Arbeitsfläche geben.
  • Der Teig soll kompakt und elastisch, aber nicht trocken sein.
  • Zehn bis zwölf Minuten gründlich kneten.
  • Die erste Ruhezeit von 60 Minuten nicht verkürzen.
  • Nach dem Teilen weitere 20 Minuten ruhen lassen.
  • Portionen auf ungefähr 67 Gramm angleichen.
  • Nicht bearbeitete Teigkugeln immer abgedeckt halten.
  • Beim Ausrollen nur leichten, gleichmäßigen Druck verwenden.
  • Das Teigblatt nach jedem Durchgang drehen.
  • Die Handkonturen sollen durch das fertige Blatt sichtbar sein.
  • Teigblätter nur kurz antrocknen.
  • Die Blätter dürfen nicht spröde werden.
  • Feuchte Blätter nicht direkt übereinanderlegen.
  • Fertige Blätter vor der Verwendung nicht einölen.
  • Butter oder Öl kommt erst beim Zusammensetzen der Baklava zwischen die Schichten.
  • Die Blätter werden nicht vorgekocht und nicht vorgebacken.
  • Größere Randstücke können in den mittleren Schichten verwendet werden.
  • Ausgerollte Reste nicht erneut verkneten.
  • Fertige Teigblätter möglichst am selben Tag verarbeiten.
  • Für eine Vorbereitung am Vortag nur die portionierten Teigkugeln kühlen.
  • Gekühlte Teigkugeln innerhalb von 24 Stunden verarbeiten.
  • Vor dem Ausrollen ungefähr 30 Minuten temperieren lassen.
  • Das Einfrieren fertig ausgerollter Blätter wird nicht empfohlen.
  • Rohe Teigblätter nicht probieren.
  • Mehl und Teigreste von Arbeitsflächen und Händen gründlich entfernen.
  • Die Teigblätter enthalten Gluten und Ei.
  • Butter, Nüsse, Zucker und Sirup sind nicht in den Nährwerten enthalten.

Was sind Baklava-Teigblätter?

Baklava-Teigblätter sind sehr dünn ausgerollte, ungesäuerte Teiglagen aus Mehl, Flüssigkeit, Ei, etwas Öl und Salz. Beim Zusammensetzen der Baklava werden mehrere Blätter übereinandergelegt, mit Butter oder einer anderen zur Rezeptur passenden Fettkomponente bestrichen und mit einer Nussfüllung kombiniert.

Die einzelnen Blätter sollen dünn und gleichmäßig sein. Zu dick ausgerollte Teiglagen bleiben nach dem Backen kompakt und können den Sirup ungleichmäßig aufnehmen. Zu trockene oder eingerissene Blätter lassen sich dagegen nur schwer ordentlich in die Form legen.

Es gibt nicht nur eine verbindliche Teigrezeptur. Je nach Land, Region und Familie werden Baklava-Blätter mit oder ohne Ei, mit Wasser, Milch, Joghurt oder unterschiedlichen Fettmengen zubereitet. Dieses Rezept legt eine nachvollziehbare Version mit Ei fest, ohne zu behaupten, dass alle Balkanregionen dieselbe Zusammensetzung verwenden.

Unterschied zwischen Baklava-Teigblättern und Filoteig

Baklava-Teigblätter gehören grundsätzlich zur Familie der sehr dünnen Filo- beziehungsweise Yufka-Teige. Der Unterschied liegt hier nicht in einer vollkommen anderen Teigart, sondern in der festgelegten Verwendung und Verarbeitung.

Das allgemeine Rezept für Filoteig selber machen ist als vielseitige Grundlage für Pita, Börek und andere gefüllte Teiggerichte gedacht. Dieser Artikel konzentriert sich dagegen ausschließlich auf zwölf gleich große, mit Weizenstärke ausgerollte Blätter für Baklava.

Die Baklava-Blätter werden mit ungefähr 35 Zentimetern Durchmesser festgelegt und kurz angetrocknet. Sie werden nicht mit Öl bestrichen, bevor sie aufbewahrt oder gestapelt werden. Butter oder Öl kommt erst beim eigentlichen Zusammensetzen der Baklava zwischen die Teiglagen.

Warum enthält dieser Baklava-Teig Eier?

Ei ist kein zwingender Bestandteil jedes Filoteigs. In zahlreichen Familienrezepten für hausgemachte Baklava-Jufka wird es jedoch verwendet, um einen belastbaren, gut ausrollbaren Teig zu erhalten.

Für dieses Rezept werden genau 100 Gramm verquirltes Ei verwendet. Das entspricht ungefähr zwei Eiern der Größe M ohne Schale. Durch das Abwiegen bleibt die Flüssigkeitsmenge reproduzierbar, auch wenn einzelne Eier unterschiedlich groß sind.

Eiweiß unterstützt die Struktur des Teigs. Eigelb bringt zusätzlich Fett und Farbstoffe ein. Die Teigblätter bleiben vor dem Backen blass; ihre endgültige Farbe entsteht erst während der Zubereitung der Baklava.

Welches Mehl eignet sich für Baklava-Teigblätter?

Verwendet wird Weizenmehl Type 550. Es besitzt ausreichend Klebereiweiß, damit der Teig beim dünnen Ausrollen elastisch bleibt. Sehr schwaches Kuchenmehl kann schneller reißen, während starkes Brotmehl einen unnötig festen Teig ergeben kann.

Das Mehl wird vollständig abgewogen. Zusätzliches Mehl soll beim Ausrollen nicht verwendet werden, weil es die Teigoberfläche trocken und spröde machen kann.

Weizenmehl Type 405 kann grundsätzlich funktionieren, nimmt aber je nach Produkt etwas anders Wasser auf. Für die festgelegte Rezeptur und Nährwertberechnung bleibt Type 550 verbindlich.

Warum wird Weizenstärke zum Ausrollen verwendet?

Weizenstärke verhindert, dass der Teig an Arbeitsfläche und Oklagija klebt, ohne so viel zusätzliches Klebereiweiß einzubringen wie normales Mehl. Dadurch lassen sich die Portionen wiederholt drehen, aufrollen und weiter ausdünnen.

Für das gesamte Rezept werden genau 40 Gramm Weizenstärke bereitgestellt. Die Stärke wird mit einem kleinen Sieb sparsam verteilt. Große weiße Stärkeschichten zwischen den Teiglagen sind nicht erforderlich.

Maisstärke kann in anderen Rezepten verwendet werden. Sie wird hier jedoch nicht als gleichwertiger Bestandteil der festgelegten Rezeptur eingesetzt, damit Arbeitsweise und Nährwerte eindeutig bleiben.

Die richtige Konsistenz des Teigs

Der Teig soll nach dem Kneten glatt, kompakt und elastisch sein. Er ist fester als ein gewöhnlicher gezogener Pitateig, darf an den Rändern aber nicht trocken aufbrechen.

Zu Beginn kann die Masse etwas fest wirken. Während zehn bis zwölf Minuten Knetzeit verteilt sich die Flüssigkeit gleichmäßig und das Klebergerüst entwickelt sich. Deshalb soll nicht sofort zusätzliches Wasser eingearbeitet werden.

Falls nach fünf Minuten Kneten noch trockene Mehlstellen vorhanden sind, können die Hände einmal leicht mit Wasser angefeuchtet werden. Mehr als zehn zusätzliche Gramm Wasser sollten nicht erforderlich sein.

Zusätzliches Mehl wird nicht in einen klebrigen Teig geknetet. Zunächst wird zwei Minuten weitergeknetet. Häufig wird der Teig durch die weitere Bearbeitung glatter und verliert seine Klebrigkeit.

Warum muss der Baklava-Teig ruhen?

Nach dem Kneten ruht der Teig 60 Minuten vollständig abgedeckt bei Raumtemperatur. Während dieser Zeit nimmt das Mehl die Flüssigkeit auf und der durch das Kneten gespannte Teig wird dehnbarer.

Nach dem Teilen werden die zwölf Teigkugeln weitere 20 Minuten abgedeckt. Ohne diese zweite Ruhezeit ziehen sich die Portionen beim Ausrollen immer wieder zusammen.

Die Oberfläche darf während beider Ruhephasen nicht austrocknen. Eine Schüssel mit dicht schließendem Deckel oder ein leicht angefeuchtetes, sauberes Küchentuch schützt den Teig ausreichend.

Teig in zwölf gleiche Portionen teilen

Der geknetete Teig wiegt vor der Zugabe der Ausrollstärke ungefähr 808 Gramm. Er wird mit einer digitalen Küchenwaage in zwölf Portionen von jeweils etwa 67 Gramm geteilt.

Gleich schwere Portionen ergeben ähnlich große und ähnlich dicke Teigblätter. Werden die Stücke nur nach Augenmaß geteilt, können einige Blätter zu klein und andere unnötig dick werden.

Jede Portion wird zu einer glatten Kugel geformt. Die Naht liegt auf der Unterseite. Alle Kugeln bleiben abgedeckt, während jeweils nur eine Portion ausgerollt wird.

Baklava-Teigblätter mit der Oklagija ausrollen

Am besten eignet sich eine lange, schmale Teigrolle beziehungsweise Oklagija mit mindestens 70 Zentimetern Länge. Ein kurzes, dickes Nudelholz kann verwendet werden, erschwert aber das gleichmäßige Ausrollen großer, dünner Kreise.

Die Arbeitsfläche wird sehr dünn mit Weizenstärke bestäubt. Eine Teigkugel wird flach gedrückt und zunächst zu einem Kreis von ungefähr 15 Zentimetern ausgerollt.

Danach wird der Teig locker um die Oklagija gewickelt. Beim Vor- und Zurückrollen bewegen sich beide Hände von der Mitte der Rolle zu den Enden. Der Druck bleibt leicht und gleichmäßig.

Nach jedem Durchgang wird das Teigblatt vollständig abgewickelt, um ungefähr eine Vierteldrehung gedreht und bei Bedarf sehr sparsam mit Stärke bestäubt. Durch das Drehen bleibt die Form annähernd rund.

Starker Druck ist ungeeignet. Er kann dazu führen, dass einzelne Stellen sehr dünn werden, während andere Bereiche dick bleiben oder an der Rolle festkleben.

Wie dünn müssen Baklava-Teigblätter sein?

Jedes Blatt wird auf ungefähr 35 Zentimeter Durchmesser ausgerollt. Die Handkonturen oder die Struktur eines gemusterten Küchentuchs sollen durch den Teig sichtbar sein.

Vollkommen identische Kreise sind nicht erforderlich. Entscheidend ist eine gleichmäßige Dicke ohne kompakte Mitte. Ein etwas dickerer Rand kann mit einem Teigrädchen oder scharfen Messer abgeschnitten werden.

Der Teig darf nicht so stark ausgedünnt werden, dass er bereits beim Anheben großflächig reißt. Kleine Löcher in späteren inneren Schichten sind unproblematisch. Für die unterste und oberste Lage werden die vollständig erhaltenen Blätter zurückbehalten.

Baklava-Teigblätter kurz trocknen lassen

Die ausgerollten Blätter werden einzeln auf saubere, trockene Baumwolltücher gelegt. Sie trocknen ungefähr zehn bis fünfzehn Minuten, bis die Oberfläche nicht mehr klebrig ist.

Sie sollen dabei biegsam bleiben. Werden sie so lange getrocknet, dass sie beim Falten brechen, lassen sie sich nicht mehr sauber in die Backform legen.

Nach dem kurzen Antrocknen werden die Blätter mit einer sehr dünnen Schicht der restlichen Weizenstärke getrennt und locker übereinandergestapelt. Der Stapel wird mit einem trockenen Küchentuch abgedeckt.

Die Blätter werden in diesem Stadium nicht eingeölt. Öl zwischen gelagerten rohen Teigblättern kann sie ungleichmäßig durchfeuchten und erschwert das spätere kontrollierte Bestreichen beim Zusammensetzen der Baklava.

Baklava-Teigblätter richtig zuschneiden

Die Teigblätter können unmittelbar vor dem Schichten mithilfe der Backform zugeschnitten werden. Für eine Form mit 30 bis 32 Zentimetern Durchmesser werden die Blätter ungefähr einen Zentimeter größer als der innere Formboden ausgeschnitten.

Größere, gut erhaltene Randstücke werden nicht weggeworfen. Sie können in den mittleren Schichten der Baklava verwendet werden. Kleine trockene Krümel und stark mit Stärke bedeckte Reste werden entfernt.

Bereits ausgerollte Reste sollten nicht erneut zu einem Teig verknetet werden. Durch Stärke, zusätzliche Bearbeitung und eine zweite Ruhephase würden sie eine andere Konsistenz als die übrigen Blätter bekommen.

Werden Baklava-Teigblätter vorgebacken?

Nein. Die Blätter werden roh in die vorbereitete Backform gelegt. Erst beim Zusammensetzen werden sie entsprechend dem verwendeten Baklava-Rezept mit Butter bestrichen und mit der Füllung kombiniert.

Eine vollständige Anleitung für Füllung, Schichtung, Backzeit und Sirup finden Sie im Rezept für klassische Balkan-Walnussbaklava.

Wenn Sie auch die Fettkomponente selbst herstellen möchten, finden Sie auf BalkanKueche ein separates Grundrezept zum Butter selber machen. Butter, Nüsse und Sirup gehören nicht zur Zutaten- oder Nährwertberechnung der Teigblätter.

Baklava-Teig vorbereiten und aufbewahren

Am zuverlässigsten ist es, die Teigblätter unmittelbar vor dem Zusammensetzen der Baklava auszurollen. Fertig ausgerollte Blätter trocknen schneller aus und können während längerer Lagerung aneinanderkleben.

Für eine Vorbereitung am Vortag wird der Teig nach dem ersten Ruhen in zwölf Kugeln geteilt. Die Kugeln werden in einem dicht schließenden Behälter im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 24 Stunden verarbeitet.

Vor dem Ausrollen müssen die gekühlten Teigkugeln ungefähr 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen. Kalter Teig zieht sich stärker zusammen und lässt sich schwieriger gleichmäßig ausrollen.

Bereits ausgerollte Blätter sollten am selben Tag verwendet werden. Das Einfrieren der fertigen, hausgemachten Blätter wird für diese Rezeptur nicht empfohlen, weil sie beim Auftauen zusammenkleben oder brechen können.

Roher Teig darf nicht probiert werden. Mehl ist kein verzehrfertiges Lebensmittel und wird erst durch das spätere vollständige Backen sicher verarbeitet.

Häufige Fehler bei Baklava-Teigblättern

Mehl statt Stärke zum Ausrollen verwenden: Große Mengen Mehl machen die Oberfläche trocken und können zwischen den Baklava-Schichten einen mehligen Belag hinterlassen.

Die Eier nicht abwiegen: Unterschiedlich große Eier verändern den Flüssigkeitsanteil und damit die Festigkeit des Teigs.

Zu kurz kneten: Ein unzureichend entwickelter Teig reißt früher und lässt sich nicht gleichmäßig dünn ausrollen.

Die Ruhezeit verkürzen: Der Teig zieht sich beim Ausrollen immer wieder zusammen.

Portionen nach Augenmaß teilen: Die fertigen Blätter unterscheiden sich deutlich in Größe und Dicke.

Zu viel Druck auf die Oklagija ausüben: Einzelne Stellen werden sehr dünn, während die Mitte oder der Rand dick bleibt.

Die übrigen Teigkugeln offen liegen lassen: Auf der Oberfläche bildet sich eine trockene Haut, die beim Ausrollen reißt.

Die Blätter zu lange trocknen: Sie werden spröde und brechen beim Einlegen in die Form.

Feuchte Blätter direkt stapeln: Die Lagen kleben zusammen und lassen sich nicht mehr einzeln abheben.

Die rohen Blätter einölen und lagern: Das Öl verteilt sich ungleichmäßig und kann die Teiglagen stellenweise durchweichen.

Die Blätter vorbacken: Vorgebackene Blätter lassen sich nicht mehr wie rohe Baklava-Jufka schichten und zuschneiden.

Häufige Fragen zu Baklava-Teigblättern

Sind Baklava-Teigblätter dasselbe wie Filoteig?

Sie gehören zur gleichen Teigfamilie. Dieses Rezept ist jedoch speziell auf zwölf gleich große, mit Stärke und Oklagija ausgerollte Blätter für Baklava festgelegt.

Warum enthält dieser Baklava-Teig Eier?

Ei verbessert in dieser festgelegten Familienversion die Stabilität und Ausrollbarkeit der dünnen Blätter. Es gibt daneben auch regionale Baklava-Teige ohne Ei.

Kann man Weizenmehl Type 405 verwenden?

Type 405 kann funktionieren, besitzt aber je nach Produkt ein schwächeres Klebergerüst. Für die festgelegte Rezeptur wird Type 550 verwendet.

Kann man Maisstärke statt Weizenstärke verwenden?

Andere Rezepte werden auch mit Maisstärke ausgerollt. Da Aufnahme, Haftung und Nährwerte abweichen können, bleibt Weizenstärke für diese Rezeptur verbindlich.

Wie groß sollen die Baklava-Teigblätter sein?

Die zwölf Blätter werden auf ungefähr 35 Zentimeter Durchmesser ausgerollt. Damit lassen sie sich für eine runde Backform mit 30 bis 32 Zentimetern Durchmesser zuschneiden.

Wie erkennt man, ob ein Baklava-Teigblatt dünn genug ist?

Die Konturen der Hand oder das Muster eines darunterliegenden Tuchs sollen durch den Teig sichtbar sein. Gleichzeitig muss sich das Blatt noch anheben lassen, ohne großflächig zu reißen.

Kann man Baklava-Teigblätter am Vortag vorbereiten?

Besser werden nur die portionierten Teigkugeln vorbereitet und gekühlt. Die fertigen Blätter werden möglichst erst am Tag der Baklava-Zubereitung ausgerollt.

Werden Baklava-Teigblätter vor dem Schichten gekocht?

Nein. Sie werden weder gekocht noch vorgebacken. Die rohen Blätter werden direkt in die Form geschichtet und erst zusammen mit der fertigen Baklava gebacken.

Kann man selbst gemachte Baklava-Teigblätter einfrieren?

Für diese Rezeptur wird das Einfrieren fertig ausgerollter Blätter nicht empfohlen. Die dünnen Lagen können beim Auftauen zusammenkleben, Feuchtigkeit aufnehmen oder brechen.

Welche Allergene enthalten die Baklava-Teigblätter?

Die Teigblätter enthalten Weizen beziehungsweise Gluten und Ei. Verwendete Mehl- und Stärkeprodukte müssen zusätzlich auf mögliche Spuren weiterer Allergene kontrolliert werden.

Wie viele Kalorien hat ein Baklava-Teigblatt?

Eines von zwölf gleich großen rohen Teigblättern enthält ungefähr 180 Kilokalorien. Butter, Nüsse, Zucker und Sirup der fertigen Baklava sind nicht eingerechnet.

Weitere hausgemachte Grundlagen finden Sie in der Übersicht Grundrezepte selber machen.

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