Frische Nudelteigblätter selber machen
Frische Nudelteigblätter selber machen bedeutet, aus Mehl und Ei einen festen, elastischen Pastateig herzustellen und ihn anschließend gleichmäßig auf ungefähr 0,8 bis 1 Millimeter auszurollen. Dieses Grundrezept ergibt zwölf rechteckige Teigblätter mit etwa 15×20 Zentimetern.
Die Blätter eignen sich besonders für Lasagne, Cannelloni und gefüllte Pasta. Sie können mit einer Nudelmaschine oder einem langen Nudelholz ausgerollt werden. Entscheidend sind exakt abgewogene Eier, ausreichend Knetzeit und eine Ruhezeit, während der sich der Teig entspannt.
Bei diesem Rezept handelt es sich um einen klassischen italienischen Eiernudelteig und nicht um einen speziellen Balkanteig. Er bleibt auf BalkanKueche als praktisches Grundrezept erhalten, wird aber kulinarisch korrekt von Filoteig und Baklava-Teigblättern abgegrenzt.
Frische Nudelteigblätter selber machen
Kochutensilien
- Digitale Küchenwaage
- Große Rührschüssel
- Kleine Schüssel
- Gabel
- Teigkarte
- Nudelmaschine mit glatten Walzen oder langes Nudelholz
- Glattes Teigrädchen oder scharfes Messer
- Küchenlineal
- Saubere Baumwolltücher
- Backpapier
Zutaten
Für den Nudelteig
- 300 g Weizenmehl Type 405
- 150 g verquirltes Ei ungefähr 3 Eier Größe M ohne Schale
- 3 g feines Salz
- bis zu 5 g Wasser nur falls der Teig nach längerem Kneten noch trocken bleibt
Zum Ausrollen und Ablegen
- 20 g Hartweizengrieß
Anleitungen
Zutaten vorbereiten
- Sämtliche Zutaten vollständig abwiegen.
- Drei Eier in einer kleinen Schüssel gründlich verquirlen.
- Genau 150 Gramm verquirltes Ei abwiegen.
- Übrig gebliebenes Ei für ein anderes Gericht verwenden.
- Die 20 Gramm Hartweizengrieß getrennt bereitstellen.
Nudelteig mischen
- Weizenmehl in eine große Schüssel geben.
- Das Salz gleichmäßig mit dem Mehl vermischen.
- In der Mitte eine breite Mulde formen.
- Das abgewogene Ei in die Mulde geben.
- Das Ei mit einer Gabel verrühren und dabei schrittweise Mehl vom inneren Rand einarbeiten.
- Weiterarbeiten, bis keine freie Flüssigkeit mehr vorhanden ist.
- Die grobe Masse mit den Händen oder einer Teigkarte zusammendrücken.
- Den Teig auf die saubere Arbeitsfläche geben.
Teig kneten
- Den Teig mit dem Handballen nach vorne drücken.
- Den Teig zusammenfalten und um ungefähr eine Vierteldrehung drehen.
- Diesen Ablauf zehn bis zwölf Minuten wiederholen.
- Während der ersten fünf Minuten kein zusätzliches Wasser und kein zusätzliches Mehl einarbeiten.
- Falls sich der Teig nach fünf Minuten noch immer nicht verbindet, die Hände einmal leicht mit Wasser anfeuchten.
- Insgesamt höchstens fünf Gramm Wasser einarbeiten.
- Weiterkneten, bis der Teig glatt, fest und elastisch ist.
- Die Oberfläche auf trockene Risse und klebrige Stellen kontrollieren.
Teig ruhen lassen
- Den Teig zu einer glatten Kugel formen.
- Die Teigkugel in eine saubere Schüssel legen.
- Die Schüssel luftdicht abdecken.
- Den Teig 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Teig portionieren
- Den Teig nach der Ruhezeit auf die Arbeitsfläche geben.
- Das Gesamtgewicht kontrollieren.
- Den Teig in vier Portionen von jeweils ungefähr 113 Gramm teilen.
- Jede Portion zu einem flachen Rechteck formen.
- Drei Portionen vollständig abdecken.
Mit der Nudelmaschine ausrollen
- Die erste Portion sehr dünn mit Hartweizengrieß bestäuben.
- Die Walzen der Nudelmaschine auf den größten Abstand einstellen.
- Den Teig einmal durch die Walzen führen.
- Den Teigstreifen in drei Lagen zusammenfalten.
- Erneut auf der weitesten Stufe ausrollen.
- Das Falten und Walzen noch einmal wiederholen.
- Den Teig danach nicht mehr falten.
- Den Walzenabstand jeweils nur um eine Stufe verringern.
- Den Teig nach jedem Durchgang vollständig und gerade auffangen.
- Weiterwalzen, bis die Teigbahn ungefähr 0,8 bis 1 Millimeter dick ist.
- Die Bahn darf nicht durchlöchert oder vollständig durchsichtig sein.
- Ohne Nudelmaschine ausrollen
- Alternativ eine Teigportion zu einem kleinen Rechteck drücken.
- Den Teig mit einem langen Nudelholz von der Mitte zu den Rändern ausrollen.
- Die Teigbahn regelmäßig drehen.
- Nur so viel Hartweizengrieß verwenden, wie zum Verhindern des Anklebens erforderlich ist.
- Die Portion auf ungefähr 15 × 60 Zentimeter und 0,8 bis 1 Millimeter Dicke ausrollen.
Blätter zuschneiden
- Die fertige Teigbahn auf die Arbeitsfläche legen.
- Unebene Enden sparsam begradigen.
- Die Bahn mit einem Lineal in drei Abschnitte von jeweils ungefähr 20 Zentimetern einteilen.
- Drei Blätter von ungefähr 15 × 20 Zentimetern zuschneiden.
- Die weiteren drei Portionen auf dieselbe Weise ausrollen und zuschneiden.
- Insgesamt zwölf vergleichbare Teigblätter herstellen.
Blätter ablegen
- Die Blätter einzeln auf saubere Baumwolltücher oder Backpapier legen.
- Die Oberfläche fünf bis zehn Minuten antrocknen lassen.
- Die Blätter müssen biegsam bleiben.
- Beim Stapeln zwischen jedes Blatt Backpapier legen.
- Sehr sparsam mit dem restlichen Hartweizengrieß bestäuben.
- Die Blätter abdecken und möglichst noch am selben Tag verwenden.
Weiterverarbeiten
- Für Lasagne die rohen Blätter vollständig mit ausreichend flüssiger Sauce bedecken.
- Bei sehr dicker Sauce die Blätter vorher einzeln ungefähr 30 Sekunden blanchieren.
- Blanchierte Blätter in kaltem Wasser abschrecken.
- Die Blätter anschließend flach auf sauberen Tüchern abtropfen lassen.
- Für Cannelloni oder gefüllte Pasta die Blätter verarbeiten, bevor die Ränder trocken werden.
Notizen
- Das Rezept ergibt zwölf Blätter mit ungefähr 15 × 20 Zentimetern.
- Die Zielstärke beträgt ungefähr 0,8 bis 1 Millimeter.
- Eier ohne Schale verquirlen und exakt 150 Gramm abwiegen.
- Weizenmehl Type 405 verwenden.
- Öl ist für diese festgelegte Rezeptur nicht erforderlich.
- Der Teig soll fest und elastisch sein.
- Mindestens zehn Minuten gründlich kneten.
- Wasser erst nach fünf Minuten Knetzeit beurteilen.
- Höchstens fünf Gramm zusätzliches Wasser verwenden.
- Die Ruhezeit von 30 Minuten nicht verkürzen.
- Nicht bearbeitete Teigportionen immer abdecken.
- Bei der Nudelmaschine keine Walzenstufen überspringen.
- Die Zahlen der Walzenstufen unterscheiden sich je nach Maschine.
- Die tatsächliche Dicke ist wichtiger als eine bestimmte Stufennummer.
- Hartweizengrieß nur sparsam verwenden.
- Die Blätter nicht vollständig austrocknen lassen.
- Feuchte Teigblätter nicht direkt übereinanderlegen.
- Für rohe Lasagneblätter muss ausreichend flüssige Sauce vorhanden sein.
- Bei dicker Sauce die Blätter kurz blanchieren.
- Für Ravioli und Cannelloni möglichst direkt weiterverarbeiten.
- Der ungewalzte Teig kann höchstens 24 Stunden gekühlt werden.
- Gekühlten Teig vor dem Ausrollen ungefähr 30 Minuten temperieren.
- Teigblätter zum Einfrieren zunächst einzeln flach gefrieren lassen.
- Gefrorene Blätter mit Backpapier voneinander trennen.
- Rohe Teigblätter nicht probieren.
- Arbeitsflächen und Geräte nach Kontakt mit Mehl und rohem Ei gründlich reinigen.
- Das Rezept enthält Gluten und Ei.
- Sauce, Füllung und Käse sind nicht in den Nährwerten enthalten.
Was sind frische Nudelteigblätter?
Frische Nudelteigblätter sind dünn ausgerollte Lagen aus einem festen Teig mit Weizenmehl und Ei. Anders als getrocknete Lasagneplatten enthalten sie noch ihre natürliche Feuchtigkeit und bleiben vor dem Garen biegsam.
Die Blätter können direkt für Lasagne verwendet, zu Cannelloni gerollt oder zu Ravioli und anderen gefüllten Teigwaren weiterverarbeitet werden. Werden sie in Streifen geschnitten, entstehen daraus Tagliatelle oder andere Bandnudeln.
Dieses Rezept legt Größe, Dicke und Anzahl bewusst fest. Aus vier gleich schweren Teigportionen werden jeweils drei Blätter von ungefähr 15 × 20 Zentimetern geschnitten. Damit entstehen insgesamt zwölf vergleichbare Teigblätter.
Unterschied zwischen Nudelteigblättern und Filoteig
Nudelteigblätter und Filoteig können auf den ersten Blick ähnlich aussehen, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben. Frischer Nudelteig enthält Ei, besitzt eine feste, kompakte Struktur und wird in Wasser, Sauce oder einer gefüllten Pasta gegart.
Das Rezept für Filoteig selber machen ergibt dagegen einen weicheren, dehnbaren Teig für Pita, Börek und andere gefüllte Teiggerichte. Filoteig wird gezogen oder sehr groß ausgerollt und anschließend gefüllt und gebacken.
Auch die Baklava-Teigblätter werden nahezu durchsichtig ausgerollt. Sie sind jedoch für das Schichten mit Butter, Nüssen und Sirup vorgesehen. Nudelteigblätter bleiben etwas kräftiger und werden nicht mit Stärke zu großen runden Jufka ausgearbeitet.
Warum werden die Eier abgewogen?
Eier derselben Gewichtsklasse enthalten nicht immer dieselbe Menge Flüssigkeit. Drei Eier der Größe M können ohne Schale deutlich mehr oder weniger als 150 Gramm wiegen. Dadurch würde der Pastateig bei jedem Ansatz eine andere Konsistenz bekommen.
Für dieses Rezept werden die Eier deshalb zuerst verquirlt und anschließend genau 150 Gramm abgewogen. Das entspricht ungefähr drei Eiern der Größe M ohne Schale. Übrig gebliebenes Ei gehört nicht in den Teig.
Ist die Eimenge zu hoch, wird der Teig weich und klebrig. Bei zu wenig Ei bleibt er bröselig und kann beim Ausrollen an den Rändern reißen.
Welches Mehl eignet sich für Nudelteigblätter?
Die festgelegte Rezeptur verwendet Weizenmehl Type 405. Dieses Mehl ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz leicht erhältlich und lässt sich mit Ei zu einem glatten Pastateig verarbeiten.
Italienisches Mehl Tipo 00 wird ebenfalls häufig für frische Eierpasta verwendet. Die Bezeichnung Tipo 00 beschreibt jedoch in erster Linie den Ausmahlungsgrad und garantiert keine bestimmte Proteinmenge. Deshalb wird es in dieser Rezeptur nicht stillschweigend mit Type 405 gleichgesetzt.
Hartweizengrieß kommt nur zum dünnen Bestäuben der Arbeitsfläche, der Walzen und der fertigen Blätter zum Einsatz. Er verhindert das Ankleben, ohne so schnell eine klebrige Mehlschicht zu bilden.
Die richtige Konsistenz des Nudelteigs
Frischer Nudelteig ist deutlich fester als Brot-, Pizza- oder Pitateig. Direkt nach dem Vermischen kann er grob und etwas trocken wirken. Durch das weitere Kneten verbinden sich die Krümel zu einer kompakten Masse.
Der fertige Teig soll glatt und elastisch sein. Drückt man mit einem Finger hinein, soll die Vertiefung langsam zurückgehen. Die Oberfläche darf weder kleben noch trockene Risse zeigen.
Zusätzliches Wasser wird erst verwendet, wenn sich der Teig nach fünf Minuten Kneten noch immer nicht verbindet. In diesem Fall werden die Hände leicht angefeuchtet. Insgesamt dürfen höchstens fünf Gramm Wasser eingearbeitet werden.
Zusätzliches Mehl wird nicht unkontrolliert in den Teig geknetet. Ein zunächst leicht feuchter Teig kann während der weiteren Bearbeitung fester und glatter werden.
Warum muss Nudelteig gründlich geknetet werden?
Der Teig wird zehn bis zwölf Minuten kräftig geknetet. Dabei wird er mit dem Handballen nach vorne gedrückt, zusammengefaltet und gedreht. Durch diese Bearbeitung entwickelt sich ein belastbares Klebergerüst.
Zu kurz gekneteter Teig besitzt eine raue Oberfläche, bricht an den Kanten und lässt sich nur ungleichmäßig ausrollen. Ein ausreichend gekneteter Teig passiert dagegen auch die dünneren Stufen einer Nudelmaschine, ohne sofort zu reißen.
Eine Küchenmaschine mit Knethaken kann verwendet werden. Wegen der festen Konsistenz muss sie für schwere Teige geeignet sein. Der Teig wird zunächst ungefähr acht Minuten auf niedriger Stufe geknetet und anschließend von Hand kontrolliert.
Warum braucht der Nudelteig eine Ruhezeit?
Nach dem Kneten ruht der Teig 30 Minuten vollständig abgedeckt bei Raumtemperatur. Während dieser Zeit verteilt sich die Feuchtigkeit gleichmäßiger und der durch das Kneten gespannte Teig wird leichter ausrollbar.
Die Teigkugel muss luftdicht abgedeckt werden. Ohne Abdeckung bildet sich eine trockene Haut, die beim späteren Walzen in kleine Risse aufbricht.
Zieht sich ein bereits bearbeitetes Teigstück beim Ausrollen stark zusammen, wird es fünf Minuten abgedeckt liegengelassen. Danach lässt es sich meistens ohne zusätzlichen Druck weiter ausdünnen.
Nudelteig mit der Nudelmaschine ausrollen
Der Teig wird nach der Ruhezeit in vier Portionen von jeweils ungefähr 113 Gramm geteilt. Drei Portionen bleiben abgedeckt, während die erste verarbeitet wird.
Eine Portion wird flach gedrückt und auf der weitesten Walzenstufe durch die Nudelmaschine geführt. Der entstandene Streifen wird einmal in Drittel gefaltet und erneut auf der weitesten Stufe gewalzt. Dieser Vorgang wird noch einmal wiederholt.
Das Falten sorgt für eine gleichmäßige, geschlossene Teigstruktur. Danach wird der Streifen nicht mehr gefaltet. Der Walzenabstand wird jeweils nur um eine Stufe verringert, bis der Teig ungefähr 0,8 bis 1 Millimeter dick ist.
Die Zahlen auf Nudelmaschinen sind nicht einheitlich. Deshalb ist die gemessene Dicke zuverlässiger als die Angabe einer bestimmten Endstufe. Die fertige Teigbahn soll gleichmäßig und biegsam sein. Die Konturen der Hand dürfen schwach erkennbar sein, der Teig soll aber nicht durchsichtig wie Baklava-Jufka werden.
Nudelteigblätter ohne Maschine ausrollen
Auch ein langes, glattes Nudelholz kann verwendet werden. Eine Teigportion wird zunächst zu einem kleinen Rechteck gedrückt und anschließend von der Mitte zu den Rändern ausgerollt.
Der Teig wird regelmäßig gedreht, damit er nicht an der Arbeitsfläche festklebt. Nur eine kleine Menge des abgewogenen Hartweizengrießes wird zum Bestäuben verwendet.
Jede Portion wird zu einer ungefähr 15 Zentimeter breiten und mindestens 60 Zentimeter langen Bahn ausgerollt. Die Dicke wird an mehreren Stellen kontrolliert. Eine kompakte Mitte und sehr dünne Ränder führen später zu ungleichmäßig gegarten Blättern.
Das Ausrollen von Hand dauert etwas länger als die Verarbeitung mit einer Nudelmaschine. Diese zusätzliche Zeit ist nicht in der angegebenen Vorbereitungszeit enthalten.
Nudelteigblätter gleichmäßig zuschneiden
Jede fertige Teigbahn wird mit einem Lineal und einem glatten Teigrädchen in drei Rechtecke von ungefähr 15 × 20 Zentimetern geschnitten. Aus vier Teigbahnen entstehen dadurch zwölf Blätter.
Kleine Randstücke können vor dem Ausrollen der nächsten Portion in deren Mitte gelegt und vollständig eingearbeitet werden. Bereits angetrocknete oder stark mit Hartweizengrieß bedeckte Reste werden nicht erneut verknetet.
Die zugeschnittenen Blätter werden einzeln auf saubere Baumwolltücher oder Backpapier gelegt. Wenn sie gestapelt werden müssen, kommt zwischen jedes Blatt ein Stück Backpapier und eine sehr dünne Schicht Hartweizengrieß.
Wie lange dürfen Nudelteigblätter antrocknen?
Die Blätter dürfen fünf bis zehn Minuten offen liegen, bis ihre Oberfläche nicht mehr klebt. Sie müssen aber biegsam bleiben.
Zu lange getrocknete Blätter werden spröde und brechen beim Einlegen in die Form oder beim Rollen zu Cannelloni. Besonders die Ränder trocknen schneller als die Mitte.
Werden die Blätter für gefüllte Pasta verwendet, sollten sie möglichst direkt verarbeitet werden. Nur leicht feuchter Teig lässt sich an den Rändern zuverlässig verschließen.
Müssen frische Nudelteigblätter vorgekocht werden?
Ob die Blätter vorgekocht werden, hängt vom späteren Gericht ab. Bei einer Lasagne mit ausreichend flüssiger Sauce können 0,8 bis 1 Millimeter dünne Blätter in der Regel roh geschichtet werden. Jedes Blatt muss dabei vollständig mit Sauce bedeckt sein.
Bei einer sehr dicken oder sparsamen Sauce besteht die Gefahr, dass der Teig nicht genügend Flüssigkeit aufnimmt. In diesem Fall werden die Blätter einzeln etwa 30 Sekunden in kochendem Salzwasser blanchiert, in kaltem Wasser abgeschreckt und flach auf saubere Tücher gelegt.
Für eine einfache Lasagne kann eine selbst gemachte Tomatensauce als Grundlage verwendet werden. Die Sauce darf für rohe frische Teigblätter nicht zu stark eingekocht sein.
Nudelteigblätter für Ravioli und Cannelloni verwenden
Für Cannelloni werden die rechteckigen Blätter gefüllt, locker aufgerollt und vollständig mit Sauce bedeckt. Werden die Blätter vorher blanchiert, müssen sie vor dem Füllen gut abtropfen.
Für Ravioli werden die Teigbahnen besser vor dem Zuschneiden verwendet. Die Füllung kommt portionsweise auf eine Bahn, die Ränder werden sehr sparsam mit Wasser befeuchtet und mit einer zweiten Bahn bedeckt.
Lufteinschlüsse um die Füllung werden vorsichtig herausgedrückt. Zu trockene Teigbahnen haften nicht mehr zuverlässig und können sich beim Kochen öffnen.
Frische Nudelteigblätter aufbewahren
Am besten werden die Blätter noch am selben Tag verarbeitet. Für einige Stunden können sie mit Backpapier getrennt, abgedeckt und im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Der ungewalzte Teig kann unmittelbar nach dem Kneten luftdicht verpackt und höchstens 24 Stunden im Kühlschrank gelagert werden. Vor dem Ausrollen muss er ungefähr 30 Minuten bei Raumtemperatur temperieren.
Für eine längere Aufbewahrung werden die Blätter einzeln auf Backpapier gelegt und zunächst flach eingefroren. Sobald sie fest sind, können sie mit Backpapier getrennt in einen Gefrierbehälter gelegt werden. Sie sollten innerhalb von drei Monaten verwendet und nicht mehrfach aufgetaut werden.
Roher Nudelteig enthält nicht nur rohes Ei, sondern auch nicht erhitztes Mehl. Er darf deshalb nicht probiert werden. Arbeitsflächen, Hände und Geräte werden nach der Verarbeitung gründlich gereinigt.
Häufige Fehler bei frischen Nudelteigblättern
Die Eier nur nach Stückzahl verwenden: Unterschiedlich große Eier verändern das Verhältnis von Mehl und Flüssigkeit. Deshalb werden genau 150 Gramm Ei abgewogen.
Den Teig zu früh mit Wasser korrigieren: Ein zunächst krümeliger Pastateig verbindet sich häufig erst während des Knetens.
Zu kurz kneten: Der Teig bleibt rau, bricht an den Rändern und lässt sich nicht gleichmäßig ausrollen.
Die Ruhezeit verkürzen: Der Teig zieht sich beim Walzen oder Ausrollen immer wieder zusammen.
Alle Teigportionen offen liegen lassen: An der Oberfläche entstehen trockene Stellen und Risse.
Mehrere Walzenstufen überspringen: Der Teig wird ungleichmäßig gedehnt und kann Löcher bekommen.
Zu viel Mehl oder Grieß verwenden: Die Oberfläche trocknet aus und die Blätter haften bei gefüllter Pasta nicht mehr zuverlässig zusammen.
Die Blätter feucht stapeln: Sie kleben zusammen und lassen sich später nicht mehr unbeschädigt trennen.
Die Blätter zu lange trocknen: Sie werden spröde und brechen beim Füllen oder Schichten.
Rohe Blätter mit zu wenig Sauce backen: Der Teig nimmt nicht genügend Flüssigkeit auf und bleibt fest oder trocken.
Häufige Fragen zu frischen Nudelteigblättern
Wie viele Nudelteigblätter ergibt dieses Rezept?
Das Rezept ergibt zwölf Blätter mit ungefähr 15 × 20 Zentimetern. Aus jeder der vier Teigportionen werden drei gleich große Rechtecke geschnitten.
Wie dick sollen frische Nudelteigblätter sein?
Für Lasagne und Cannelloni eignet sich eine Dicke von ungefähr 0,8 bis 1 Millimeter. Für sehr kleine Ravioli können die Teigbahnen noch etwas dünner ausgerollt werden.
Kann man Tipo 00 statt Weizenmehl Type 405 verwenden?
Tipo 00 kann für Eiernudelteig verwendet werden. Da Wasseraufnahme und Proteingehalt je nach Produkt variieren, bleibt Type 405 für die festgelegte Rezeptur verbindlich.
Warum enthält der Nudelteig kein Olivenöl?
Öl ist für einen klassischen Teig aus Mehl und Ei nicht erforderlich. Ohne zusätzliches Öl bleibt das Mengenverhältnis klar und die fertigen Blätter besitzen eine feste, gut kontrollierbare Struktur.
Kann man die Nudelteigblätter ohne Nudelmaschine herstellen?
Ja. Die vier Portionen können mit einem langen Nudelholz auf ungefähr 15 × 60 Zentimeter ausgerollt und anschließend zugeschnitten werden. Die Dicke muss dabei an mehreren Stellen kontrolliert werden.
Müssen Nudelteigblätter für Lasagne vorgekocht werden?
Bei dünnen Blättern und ausreichend flüssiger Sauce ist Vorkochen meistens nicht notwendig. Bei einer sehr dicken oder sparsamen Sauce sollten die Blätter etwa 30 Sekunden blanchiert werden.
Kann man frische Nudelteigblätter einfrieren?
Ja. Die Blätter werden zunächst einzeln flach eingefroren und anschließend mit Backpapier getrennt verpackt. So bleiben sie voneinander lösbar und brechen weniger leicht.
Kann man aus den Blättern Bandnudeln schneiden?
Ja. Die leicht angetrockneten Blätter können locker aufgerollt und in gleich breite Streifen geschnitten werden. Die Streifen werden anschließend sofort voneinander getrennt.
Welche Allergene enthalten die Nudelteigblätter?
Die Teigblätter enthalten Weizen beziehungsweise Gluten und Ei. Die Verpackungen von Mehl und Hartweizengrieß müssen zusätzlich auf mögliche Spuren weiterer Allergene kontrolliert werden.
Wie viele Kalorien hat ein Nudelteigblatt?
Eines von zwölf gleich großen rohen Nudelteigblättern enthält ungefähr 110 Kilokalorien. Sauce, Füllung, Käse und andere Bestandteile des späteren Gerichts sind nicht eingerechnet.
Weitere selbst gemachte Grundlagen finden Sie in der Übersicht Grundrezepte selber machen.
