Čupavci Rezept – Saftiger Kokoskuchen nach Balkan-Art

Čupavci Rezept – Saftiger Kokoskuchen nach Balkan-Art

Das Čupavci Rezept verbindet einen lockeren Kuchen mit einer saftigen Schokoladenschicht und einer vollständigen Hülle aus Kokosraspeln. Die kleinen Kuchenstücke werden einzeln in flüssige Schokolade getaucht und anschließend in Kokos gewälzt.

Čupavci gehören in Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und weiteren Teilen des Balkans zu den bekannten hausgemachten Süßspeisen. Sie werden zum Kaffee, bei Familienfeiern und häufig auch auf festlichen Platten mit verschiedenen kleinen Kuchen serviert.

Damit die Stücke beim Glasieren nicht zerfallen, muss der Kuchen vollständig abgekühlt sein. Ebenso wichtig sind eine ausreichend flüssige, aber nicht mehr sehr heiße Glasur und ein nur kurzes Eintauchen.

Čupavci – Schokoladen-Kokoswürfel

Čupavci sind luftige Kuchenwürfel, die rundherum in eine flüssige Schokoladenglasur getaucht und anschließend in Kokosraspeln gewälzt werden.
Vorbereitungszeit35 Minuten
Zubereitungszeit25 Minuten
Abkühl- und Ruhezeit1 Stunde 15 Minuten
Gesamtzeit2 Stunden 15 Minuten
Gericht: Dessert, Gebäck
Küche: Balkan Küche, Kroatisch
Keyword: Balkan Desserts, Balkandessert, Čupavci Rezept, Čupavci selber machen, Kokoskuchen Balkan, Schokoladen-Kokoswürfel
Servings: 20 Stück
Calories: 340kcal

Kochutensilien

  • Rechteckige Backform, etwa 30 × 20 cm
  • Backpapier
  • Große Rührschüssel
  • Handmixer oder Küchenmaschine
  • Teigschaber
  • Kleiner Topf
  • Zwei Gabeln
  • Flache Schüssel für die Kokosraspeln
  • Kuchengitter oder großes Tablett
  • Scharfes Messer

Zutaten

Für den Kuchen

  • 4 Eier Größe M, zimmerwarm
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker etwa 8 g
  • 200 ml Vollmilch zimmerwarm
  • 200 ml neutrales Pflanzenöl beispielsweise Sonnenblumenöl
  • 300 g Weizenmehl Type 405
  • 1 Päckchen Backpulver etwa 16 g
  • 1 Prise Salz

Für die Schokoladenglasur

  • 200 g Zartbitterschokolade etwa 50–60 % Kakao
  • 100 g Butter
  • 100 ml Vollmilch

Zum Wälzen

  • 150 g ungesüßte Kokosraspeln

Anleitungen

  • Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine rechteckige Backform von etwa 30 × 20 cm mit Backpapier auslegen. Eier und Milch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie nicht mehr kalt sind.
  • Eier, Zucker, Vanillezucker und Salz in eine große Schüssel geben. Mit dem Handmixer fünf bis sieben Minuten schlagen, bis die Masse deutlich heller, dicklich und luftig geworden ist.
  • Das Pflanzenöl langsam und in einem dünnen Strahl einlaufen lassen. Dabei auf niedriger Stufe weiterrühren. Anschließend die Milch kurz unterrühren.
  • Mehl und Backpulver miteinander vermischen und über die Eiermasse sieben. Mit einem Teigschaber oder auf niedrigster Mixerstufe nur so lange einarbeiten, bis keine trockenen Mehlstellen mehr erkennbar sind.
  • Den Teig in die vorbereitete Form geben und gleichmäßig verteilen. Die Form ein- bis zweimal vorsichtig auf die Arbeitsfläche klopfen, damit besonders große Luftblasen entweichen.
  • Den Kuchen auf der mittleren Schiene ungefähr 23 bis 28 Minuten backen. Während der ersten 20 Minuten die Backofentür nicht öffnen. Der Kuchen ist fertig, wenn die Oberfläche leicht goldgelb ist und ein mittig eingestochenes Holzstäbchen ohne flüssigen Teig herauskommt.
  • Den Kuchen etwa 15 Minuten in der Form abkühlen lassen. Anschließend mithilfe des Backpapiers herausheben und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Dafür ungefähr weitere 30 Minuten einplanen.
  • Den vollständig kalten Kuchen in 20 möglichst gleich große Stücke schneiden. Bei einer Form von 30 × 20 cm entstehen durch fünf Spalten und vier Reihen Stücke von ungefähr 6 × 5 cm.
  • Die Kokosraspeln in eine flache Schüssel geben. Ein Kuchengitter über ein Tablett oder Backpapier stellen, damit überschüssige Glasur aufgefangen wird.
  • Schokolade grob hacken. Schokolade, Butter und Milch in einen kleinen Topf geben und bei niedriger Hitze unter ständigem Rühren erwärmen, bis eine glatte, dünnflüssige Glasur entstanden ist. Die Mischung darf nicht sprudelnd kochen.
  • Den Topf vom Herd nehmen und die Glasur ungefähr fünf Minuten abkühlen lassen. Sie soll noch flüssig und warm, aber nicht mehr sehr heiß sein.
  • Ein Kuchenstück zwischen zwei Gabeln halten und kurz von allen Seiten in die Glasur tauchen. Nicht lange in der Flüssigkeit liegen lassen. Das Stück herausheben und überschüssige Glasur einige Sekunden abtropfen lassen.
  • Das glasierte Stück sofort in die Kokosraspeln legen und vorsichtig wenden, bis alle Seiten bedeckt sind. Danach auf das Kuchengitter oder ein mit Backpapier belegtes Tablett setzen.
  • Alle übrigen Stücke ebenso glasieren. Falls die Glasur währenddessen zu dick wird, bei sehr niedriger Hitze kurz erwärmen oder einen Esslöffel warme Milch einrühren.
  • Die fertigen Čupavci vor dem Servieren mindestens 30 Minuten ruhen lassen. Dadurch zieht ein Teil der Glasur in den Kuchen ein und die Kokoshülle setzt sich.

Notizen

  • Die angegebene Backform ist wichtig. In einem großen Backblech wird der Kuchen zu dünn und kann beim Eintauchen leichter auseinanderbrechen.
  • Mehl und Backpulver nach der Zugabe nur kurz einarbeiten. Langes Rühren macht den Kuchen kompakter.
  • Der Kuchen muss vollständig ausgekühlt sein, bevor er geschnitten und glasiert wird.
  • Ungesüßte, fein geraspelte Kokosflocken eignen sich besser als feuchte oder gesüßte Kokosprodukte.
  • Die Glasur darf weder sprudelnd kochen noch beim Eintauchen sehr heiß sein. Zu heiße Glasur kann die Oberfläche des Kuchens aufweichen.
  • Die Stücke nur kurz eintauchen. Bleiben sie zu lange in der Glasur, saugen sie viel Flüssigkeit auf und können zerfallen.
  • Krümel, die sich in der Glasur sammeln, gelegentlich mit einem Löffel entfernen.
  • Die Kokosraspeln portionsweise in die Schüssel geben. Dadurch gelangen weniger Schokoladenreste in den noch unbenutzten Kokos.
  • Čupavci werden nach einigen Stunden weicher und saftiger. Sie können deshalb gut am Vortag zubereitet werden.
  • Die Kalorienberechnung berücksichtigt die vollständigen angegebenen Mengen. Bleiben Glasur oder Kokosraspeln übrig, liegt der tatsächliche Wert pro Stück etwas niedriger.

Was sind Čupavci?

Čupavci sind rechteckige oder würfelförmige Kuchenstücke mit einer Schokoladen-Kokos-Hülle. Im Inneren befindet sich ein heller, weicher Kuchen, der ausreichend stabil sein muss, um das Eintauchen in die Glasur zu überstehen.

Die Schokoladenschicht bleibt vergleichsweise dünn und zieht teilweise in die äußeren Poren des Kuchens ein. Dadurch schmecken Čupavci saftiger als ein einfacher Rührkuchen, ohne vollständig mit Glasur durchtränkt zu sein.

Zum Abschluss werden die Stücke rundherum mit Kokosraspeln bedeckt. Der Kokos nimmt überschüssige Schokolade auf, macht die Stücke besser greifbar und sorgt für das typische Aussehen.

Es existiert kein einziges verbindliches Čupavci-Rezept. Je nach Haushalt werden unterschiedliche Mengen an Eiern, Mehl, Milch und Öl verwendet. Auch die Schokoladenglasur kann dünner, kräftiger oder zusätzlich mit Kakao zubereitet werden.

Was bedeutet der Name Čupavci?

Der Name leitet sich vom südslawischen Adjektiv čupav ab, das ungefähr „zottelig“ oder „struppig“ bedeutet. Die Mehrzahl Čupavci bezieht sich auf die unregelmäßige Oberfläche der Kokosraspeln.

Im Deutschen werden Čupavci häufig als Schokoladen-Kokoswürfel oder Kokoskuchen nach Balkan-Art beschrieben. Diese Übersetzungen erklären das Gebäck, ersetzen aber nicht vollständig seinen regionalen Namen.

Die Schreibweise ohne Sonderzeichen, Cupavci, wird häufig für Internetadressen und Suchbegriffe verwendet. Im sichtbaren Rezeptnamen sollte nach Möglichkeit die korrekte Schreibweise Čupavci stehen.

Sind Čupavci und Lamingtons dasselbe?

Čupavci ähneln den australischen Lamingtons: Beide bestehen aus hellem Kuchen, Schokoladenüberzug und Kokosraspeln. Aufgrund dieser deutlichen Ähnlichkeit werden Čupavci außerhalb des Balkans gelegentlich als kroatische oder balkanische Lamingtons bezeichnet.

Die beiden Namen sind jedoch nicht in jedem Zusammenhang vollständig austauschbar. Australische Lamingtons können mit Konfitüre oder Creme gefüllt werden. Die verbreitete Balkan-Version wird häufig ohne Füllung zubereitet und als einzelner Kuchenwürfel vollständig glasiert.

Über die genaue historische Verbreitung existieren unterschiedliche Erklärungen. Sicherer ist deshalb die sachliche Einordnung: Čupavci sind die auf dem Balkan fest etablierte regionale Form eines Schokoladen-Kokoskuchens, der dem Lamington sehr ähnlich ist.

Welche Zutaten machen Čupavci saftig?

Die Eier werden mehrere Minuten mit Zucker aufgeschlagen. Dabei bindet die Masse Luft, die zusammen mit dem Backpulver für eine lockere Kuchenstruktur sorgt.

Neutrales Pflanzenöl hält den Kuchen auch nach dem vollständigen Abkühlen weich. Sonnenblumenöl eignet sich gut, da es keinen starken Eigengeschmack besitzt. Olivenöl oder aromatisierte Öle würden den Geschmack von Schokolade und Kokos deutlich verändern.

Milch bringt zusätzliche Flüssigkeit in den Teig. Sie sollte möglichst nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen, weil sehr kalte Zutaten die aufgeschlagene Eiermasse schneller zusammenfallen lassen können.

Das Mehl gibt dem Kuchen die notwendige Stabilität. Čupavci benötigen einen lockeren, aber nicht extrem empfindlichen Biskuit, da jedes Stück später angehoben, glasiert und in Kokos gewendet wird.

Warum die Größe der Backform wichtig ist

Für die angegebene Teigmenge eignet sich eine Form von ungefähr 30 × 20 Zentimetern. Darin wird der Kuchen hoch genug, um saftige Stücke zu ergeben, bleibt aber flach genug, um gleichmäßig durchzubacken.

Auf einem üblichen großen Backblech verteilt sich der Teig über eine wesentlich größere Fläche. Der Kuchen wird dadurch dünner, trocknet schneller aus und kann beim Glasieren leichter brechen.

Eine deutlich kleinere Form erzeugt dagegen einen sehr hohen Kuchen. In diesem Fall müsste die Backzeit verlängert werden, während die Oberfläche möglicherweise bereits stark gebräunt ist.

Wer eine etwas abweichende Form verwendet, sollte sich deshalb nicht ausschließlich auf die angegebene Zeit verlassen. Farbe, Elastizität der Oberfläche und die Stäbchenprobe zeigen zuverlässiger, ob die Mitte vollständig gebacken ist.

So bleibt der Kuchen für Čupavci locker

Eier und Zucker müssen lange genug geschlagen werden. Die fertige Masse ist hell, deutlich voluminöser und fällt vom Rührbesen in einem breiten Band zurück in die Schüssel.

Öl wird langsam eingearbeitet. Wird die gesamte Menge auf einmal hineingegossen, kann die Eiermasse schneller an Volumen verlieren. Die Milch wird anschließend nur kurz untergerührt.

Nach der Mehlzugabe ist Zurückhaltung entscheidend. Sobald keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar sind, wird das Rühren beendet. Durch langes kräftiges Mixen entwickelt das Mehl mehr Gluten und der Kuchen kann fester oder gummiartig werden.

Der Backofen sollte bereits vollständig vorgeheizt sein. Wartet der fertige Teig längere Zeit in der Form, verliert er einen Teil der eingeschlossenen Luft und das Backpulver beginnt bereits vor dem Backen zu reagieren.

Woran erkennt man, dass der Kuchen fertig ist?

Der Kuchen benötigt bei 180 °C Ober-/Unterhitze gewöhnlich ungefähr 23 bis 28 Minuten. Die genaue Zeit hängt vom Backofen, der Form und der tatsächlichen Temperatur der Zutaten ab.

Die Oberfläche sollte gleichmäßig hellgolden aussehen. Bei leichtem Druck mit einem Finger gibt sie etwas nach und richtet sich anschließend wieder auf.

Für die Stäbchenprobe wird ein dünnes Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens gesteckt. Einzelne trockene Krümel sind unproblematisch, flüssiger oder klebriger Teig zeigt jedoch, dass der Kuchen noch einige Minuten benötigt.

Zu langes Backen macht die Ränder trocken. Obwohl die spätere Glasur einen Teil der Feuchtigkeit ausgleicht, sollte der Kuchen nicht vorsorglich stark ausgebacken werden.

Warum der Kuchen vollständig abkühlen muss

Frisch gebackener Kuchen ist im Inneren noch weich und gibt Wasserdampf ab. Beim Schneiden können die Kanten zusammengedrückt werden oder stark krümeln.

Warme Kuchenstücke nehmen außerdem sehr schnell große Mengen der Glasur auf. Dadurch werden sie schwer, übermäßig weich und lassen sich schwieriger aus dem Topf heben.

Nach etwa 15 Minuten kann der Kuchen aus der Form genommen werden. Auf einem Kuchengitter kühlt auch die Unterseite ab, ohne durch eingeschlossene Feuchtigkeit klebrig zu werden.

Erst wenn sich der Kuchen auch in der Mitte nicht mehr warm anfühlt, wird er in Stücke geschnitten. Für gleichmäßige Čupavci können die Schnittlinien vorher mit einem Lineal oder der Messerklinge markiert werden.

Die richtige Konsistenz der Schokoladenglasur

Die Glasur aus Schokolade, Butter und Milch muss dünn genug sein, um die Kuchenstücke gleichmäßig zu überziehen. Gleichzeitig darf sie nicht so wässrig sein, dass sie vollständig in den Kuchen läuft.

Die Zutaten werden bei niedriger Hitze und unter ständigem Rühren geschmolzen. Starkes Kochen ist nicht notwendig und kann dazu führen, dass sich Fett und Flüssigkeit voneinander trennen.

Nach dem Schmelzen wird die Glasur etwa fünf Minuten abgekühlt. Sie soll noch leicht vom Löffel fließen und eine dünne geschlossene Schicht hinterlassen.

Wird die Glasur während der Verarbeitung dick, kann sie vorsichtig erneut erwärmt werden. Alternativ wird ein Esslöffel warme Milch eingerührt. Kalte Milch sollte nicht direkt in die warme Schokolade gegossen werden.

Čupavci sauber in Schokolade und Kokos wenden

Am einfachsten lassen sich die Kuchenstücke mit zwei Gabeln bearbeiten. Eine Gabel stabilisiert das Stück von unten, während die zweite beim Drehen und Herausheben hilft.

Jedes Stück wird nur kurz in die Glasur gelegt und von allen Seiten benetzt. Danach lässt man es einige Sekunden über dem Topf abtropfen. Zu viel Glasur macht die Kokoshülle sehr dick und verunreinigt die übrigen Kokosraspeln.

Das noch feuchte Stück kommt unmittelbar in die Kokosraspeln. Diese werden nicht fest in den Kuchen gedrückt. Vorsichtiges Wenden genügt, damit sie an allen glasierten Seiten haften.

Für ein saubereres Ergebnis kann der Kokos in mehreren kleinen Portionen verwendet werden. Eine stark mit Schokolade vermischte Portion wird ersetzt, bevor die nächsten Stücke darin gewendet werden.

Typische Fehler beim Čupavci-Rezept

Der Kuchen wird niedrig und kompakt

Die Eier wurden möglicherweise nicht lange genug aufgeschlagen oder das Mehl wurde sehr kräftig eingerührt. Auch ein zu großes Backblech ergibt einen auffällig flachen Kuchen.

Die Kuchenstücke zerfallen in der Glasur

Der Kuchen war noch warm, nicht vollständig durchgebacken oder wurde zu lange in der Glasur liegen gelassen. Lassen Sie ihn vollständig abkühlen und tauchen Sie jedes Stück nur kurz ein.

Die Glasur haftet nicht gleichmäßig

Eine sehr heiße oder zu dünne Glasur läuft fast vollständig wieder ab. Ist sie dagegen kalt und dick, lässt sie sich nur schwer verteilen. Sie sollte warm und deutlich fließfähig sein.

Die Kokosraspeln fallen wieder ab

Die Glasur war beim Wälzen bereits angetrocknet oder das Stück wurde vorher zu lange abgetropft. Der Kokos muss aufgetragen werden, solange die Schokoladenschicht noch feucht ist.

Die Čupavci werden zu weich

Die Stücke haben zu lange in der Glasur gelegen. Besonders lockerer Kuchen nimmt Flüssigkeit schnell auf. Kurzes Wenden reicht für eine geschlossene Schokoladenschicht aus.

Die Glasur trennt sich

Schokolade, Butter und Milch wurden wahrscheinlich zu stark erhitzt. Nehmen Sie den Topf frühzeitig vom Herd und rühren Sie weiter, bis eine glatte Mischung entstanden ist.

Variationen des klassischen Čupavci-Rezepts

Für einen kräftigeren Schokoladengeschmack kann eine dunkle Schokolade mit höherem Kakaoanteil verwendet werden. Sehr herbe Schokolade verändert jedoch den typischen milden Charakter des Gebäcks.

Ein Teil der Stücke kann vor dem Glasieren waagerecht halbiert und dünn mit Aprikosen- oder Himbeerkonfitüre bestrichen werden. Diese gefüllte Variante ist saftiger, aber auch empfindlicher beim Eintauchen.

Etwas fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Orange oder Zitrone kann in den Teig gegeben werden. Die Menge sollte zurückhaltend bleiben, damit Kokos und Schokolade geschmacklich im Vordergrund stehen.

Milchschokolade ergibt eine süßere Glasur. In diesem Fall sollte die Zuckermenge des Kuchens nicht zusätzlich erhöht werden.

Kakaopulver kann die Schokolade ergänzen, sollte sie in diesem Rezept aber nicht vollständig ersetzen. Eine reine Kakaoglasur benötigt eine andere Abstimmung von Fett, Zucker und Flüssigkeit.

Wie werden Čupavci serviert?

Čupavci schmecken nach einigen Stunden Ruhezeit besonders saftig. Sie werden gewöhnlich bei Raumtemperatur zu Kaffee, Tee oder einem Glas Milch serviert.

Auf einer gemischten Dessertplatte passen sie gut zu einer cremigen Krempita nach Balkan-Art und einer knusprigeren klassischen Walnuss-Baklava.

Für eine Auswahl bosnischer Gebäcke können zusätzlich saftige Hurmašice serviert werden. Sie unterscheiden sich von Čupavci durch ihren mürberen Teig und den süßen Sirup.

Wer neben Kuchenwürfeln auch kleines Gebäck anbieten möchte, kann die Platte mit zarten Vanilice mit Vanille ergänzen.

Čupavci vorbereiten und aufbewahren

Čupavci lassen sich gut einen Tag vor dem Servieren zubereiten. Nach einigen Stunden zieht ein Teil der Glasur in den Kuchen ein, während die Kokoshülle trockener und stabiler wird.

Die fertigen Stücke werden vollständig ruhen gelassen und anschließend in einen geschlossenen Behälter gelegt. Zwischen mehreren Lagen verhindert Backpapier, dass sie aneinanderkleben.

Bei kühler Raumtemperatur können Čupavci bis zum folgenden Tag aufbewahrt werden. In einer warmen Küche und für eine längere Lagerung ist der Kühlschrank besser geeignet. Dort sollten sie innerhalb von drei bis vier Tagen verbraucht werden.

Vor dem Servieren können gekühlte Čupavci ungefähr 20 bis 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen. Dadurch werden Butter und Schokolade wieder weicher und das Aroma kommt deutlicher zur Geltung.

Zum Einfrieren werden die vollständig ausgekühlten Stücke zunächst nebeneinander vorgefroren und danach in einen geeigneten Behälter gelegt. Für die beste Qualität sollten sie innerhalb von ungefähr zwei Monaten verbraucht werden.

Die gefrorenen Čupavci werden in ihrem geschlossenen Behälter langsam aufgetaut. So setzt sich weniger Kondenswasser direkt auf den Kokosraspeln ab.

Čupavci stehen für die weiche Biskuit- und Kuchentradition des ex-jugoslawischen Raums. Im Überblick der Balkan-Desserts werden sie mit Sirupgebäck, Obstdesserts und Cremeschnitten verglichen.

Häufige Fragen zu Čupavci

Welche Backform eignet sich für dieses Čupavci-Rezept?

Für die angegebene Teigmenge eignet sich eine rechteckige Form von ungefähr 30 × 20 Zentimetern. Ein großes Standardbackblech würde einen wesentlich dünneren Kuchen ergeben.

Warum müssen Čupavci vor dem Glasieren vollständig abkühlen?

Warmer Kuchen ist weicher, krümelt stärker und nimmt sehr viel Glasur auf. Vollständig ausgekühlte Stücke behalten beim Eintauchen besser ihre Form.

Welche Schokolade eignet sich für Čupavci?

Zartbitterschokolade mit ungefähr 50 bis 60 Prozent Kakao ergibt eine ausgewogene Glasur. Milchschokolade kann verwendet werden, macht das fertige Gebäck aber deutlich süßer.

Wie lange müssen Čupavci in der Glasur bleiben?

Die Kuchenstücke werden nur wenige Sekunden von allen Seiten benetzt und anschließend herausgehoben. Langes Einweichen kann dazu führen, dass sie zu weich werden oder zerfallen.

Kann man Čupavci am Vortag zubereiten?

Ja. Nach mehreren Stunden Ruhezeit sind sie häufig besonders saftig und stabil. Bewahren Sie die Stücke bis zum Servieren in einem geschlossenen Behälter auf.

Wie lange sind Čupavci haltbar?

Im Kühlschrank und luftdicht verpackt sollten sie innerhalb von drei bis vier Tagen verbraucht werden. Bei Schimmel, ungewöhnlichem Geruch oder deutlich veränderter Oberfläche werden sie entsorgt.

Kann man fertige Čupavci einfrieren?

Ja. Die vollständig ausgekühlten Stücke können portionsweise eingefroren und ungefähr zwei Monate aufbewahrt werden. Sie werden anschließend im geschlossenen Behälter aufgetaut.

Kann man Čupavci ohne Kokos zubereiten?

Die Kuchenstücke können grundsätzlich nur mit Schokolade überzogen werden. Ohne Kokos fehlt jedoch das charakteristische Aussehen, nach dem das Gebäck benannt wurde, und die Oberfläche bleibt klebriger.

Ähnliche Beiträge