Mekike Rezept – Luftige frittierte Teigfladen vom Balkan

Mekike Rezept – Luftige frittierte Teigfladen vom Balkan

Mekike sind weiche, luftige Teigfladen, die nach dem Gehen mit den Händen auseinandergezogen und in heißem Öl goldbraun ausgebacken werden. Außen entstehen leicht knusprige Stellen, während das Innere weich, elastisch und voller kleiner Luftkammern bleibt.

Auf dem Balkan gibt es zahlreiche Familienvarianten. Manche Teige enthalten Milch, Joghurt oder Ei, andere bleiben sehr schlicht. Für dieses Rezept verwenden wir einen klassischen weichen Hefeteig aus Mehl, Wasser, Hefe und wenig Öl. Dadurch bleibt der Geschmack neutral und die Mekike können sowohl herzhaft als auch süß serviert werden.

Besonders wichtig ist die Konsistenz des Teiges: Er darf nicht fest wie Brotteig sein. Ein etwas weicher, leicht klebriger Teig geht besser auf und entwickelt beim Frittieren die typische lockere Struktur.

Mekike – Luftige frittierte Teigfladen

Luftige Mekike aus weichem Hefeteig, von Hand auseinandergezogen und goldbraun frittiert. Außen leicht knusprig, innen weich und ideal zum Frühstück mit Käse, Kajmak oder Marmelade.
Vorbereitungszeit20 Minuten
Zubereitungszeit20 Minuten
Gehzeit2 Stunden
Gesamtzeit2 Stunden 40 Minuten
Gericht: Frühstück, Gebäck
Küche: Balkan Küche
Suchbegriff: Balkan Teigfladen, frittierte Teigfladen, frittierter Hefeteig, Mekici, Mekike, Mekike mit Kajmak, Mekike Rezept
Servings: 4 Portionen - 8 große Mekike
Calories: 620kcal

Kochutensilien

  • Große Rührschüssel
  • Küchenwaage
  • Messbecher
  • Stabiler Kochlöffel oder Teigkarte
  • Sauberes Küchentuch oder Abdeckung für die Gehzeit
  • Teigkarte oder scharfes Messer zum Portionieren
  • Große tiefe Pfanne oder breiter Topf
  • Küchenthermometer
  • Küchenzange oder Schaumkelle
  • Kuchengitter oder Küchenpapier
  • Kleiner Pinsel oder etwas Öl für Hände und Arbeitsfläche

Zutaten

Für den Teig

  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 320 ml lauwarmes Wasser
  • 7 g Trockenhefe
  • 8 g Zucker
  • 10 g Salz
  • 15 ml Sonnenblumenöl

Zum Formen

  • 1 –2 EL Sonnenblumenöl

Zum Frittieren

  • ca. 700–900 ml Sonnenblumenöl abhängig von Topfgröße

Optional zum Servieren

  • Kajmak
  • milder weißer Käse
  • Naturjoghurt oder Sauermilch
  • Marmelade
  • Honig

Anleitungen

Hefeteig vorbereiten

  • Hefe aktivieren
  • Etwa 100 ml des lauwarmen Wassers mit Zucker und Trockenhefe verrühren. 5–10 Minuten stehen lassen, bis sich an der Oberfläche erste Bläschen bilden.
  • Zutaten vermengen
  • Mehl in eine große Schüssel geben. Hefemischung, restliches Wasser und Sonnenblumenöl hinzufügen.
  • Salz hinzufügen
  • Salz darübergeben und zunächst mit einem Kochlöffel oder der Hand vermengen, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist.
  • Teig kneten
  • Den weichen Teig etwa 8–10 Minuten kneten. Er darf leicht klebrig bleiben und sollte nicht durch zusätzliches Mehl unnötig fest gemacht werden.

Teig gehen lassen

  • Erste Gehzeit
  • Die Schüssel dünn einölen, den Teig hineinlegen und abdecken. An einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis das Volumen deutlich zugenommen hat.
  • Arbeitsfläche vorbereiten
  • Die Arbeitsfläche sehr dünn mit Öl bestreichen. Kein zusätzliches Mehl verwenden.
  • Teig portionieren
  • Den gegangenen Teig vorsichtig aus der Schüssel lösen, ohne ihn kräftig durchzukneten. In 8 möglichst gleich große Stücke von jeweils ungefähr 105 g teilen.
  • Zweite Gehzeit
  • Die Teigstücke locker rund formen, mit etwas Abstand auf die geölte Fläche legen, abdecken und weitere 15 Minuten ruhen lassen.

Mekike formen

  • Öl erhitzen
  • Während der zweiten Gehzeit das Frittieröl in einem breiten Topf auf 170–175 °C erhitzen.
  • Hände einölen
  • Die Hände dünn mit Sonnenblumenöl bestreichen.
  • Mekike auseinanderziehen
  • Ein Teigstück aufnehmen und vorsichtig von der Mitte nach außen auf ungefähr 12–14 cm Durchmesser ziehen. Die Form darf unregelmäßig bleiben. Nicht mit dem Nudelholz ausrollen.

Mekike frittieren

  • Ins Öl geben
  • Das geformte Teigstück vorsichtig vom Körper weg in das heiße Öl gleiten lassen.
  • Erste Seite frittieren
  • Etwa 60–90 Sekunden frittieren, bis die Unterseite goldbraun ist.
  • Wenden
  • Die Mekike mit einer Zange oder Schaumkelle vorsichtig wenden.
  • Zweite Seite frittieren
  • Weitere 60–90 Sekunden goldbraun backen.
  • Temperatur kontrollieren
  • Zwischen den Portionen prüfen, dass das Öl weiterhin ungefähr 170–175 °C hat. Je nach Topfgröße jeweils nur eine oder zwei Mekike gleichzeitig frittieren.
  • Abtropfen lassen
  • Die fertigen Mekike aus dem Öl nehmen und kurz auf einem Kuchengitter oder Küchenpapier abtropfen lassen.

Servieren

  • Warm servieren
  • Mekike möglichst frisch und warm mit Kajmak, Weißkäse, Joghurt, Sauermilch, Marmelade oder Honig servieren.

Notizen

  • Teigkonsistenz: Der Teig soll weich und leicht klebrig sein. Zu viel zusätzliches Mehl macht die Mekike kompakt.
  • Wassertemperatur: Lauwarm bedeutet ungefähr 30–35 °C. Sehr heißes Wasser kann die Hefe schädigen.
  • Mehl: Type 550 ist ideal. Bei Type 405 zunächst etwa 20 ml Wasser zurückhalten und nur bei Bedarf ergänzen.
  • Form: Mekike müssen nicht vollkommen rund oder gleichmäßig sein.
  • Kein Nudelholz: Durch starkes Ausrollen verliert der Teig einen Teil der während der Gehzeit gebildeten Luft.
  • Öltemperatur: 170–175 °C ergibt eine gute Balance zwischen Bräunung und vollständiger Garung.
  • Zu kaltes Öl: Die Mekike saugen mehr Fett auf.
  • Zu heißes Öl: Die Außenseite bräunt, bevor das Innere gar ist.
  • Öl wiederverwenden: Nach vollständigem Abkühlen durch ein feines Sieb filtern und nur wiederverwenden, wenn es nicht verbrannt riecht oder stark dunkel geworden ist.
  • Über-Nacht-Variante: Für eine kalte Gehzeit im Kühlschrank nur etwa 3 g Trockenhefe verwenden.
  • Süß oder herzhaft: Der Teig ist bewusst neutral gehalten und eignet sich für beide Servierarten.
  • Aufbewahrung: Frisch schmecken Mekike am besten. Reste abgedeckt lagern und kurz bei niedriger Temperatur erwärmen.
  • Einfrieren: Vollständig ausgekühlte Mekike können eingefroren und später im Ofen aufgewärmt werden, verlieren jedoch etwas von ihrer frisch frittierten Oberfläche.

Was sind Mekike?

Mekike gehören zur großen Familie der frittierten Teiggerichte Südosteuropas. Sie werden meist frisch und warm gegessen und sind besonders als Frühstück oder einfache Zwischenmahlzeit beliebt.

Anders als ein dünn ausgerolltes Fladenbrot wird der gegangene Teig nur vorsichtig portioniert und mit geölten Händen auseinandergezogen. Dadurch bleiben die während der Gehzeit entstandenen Luftblasen möglichst erhalten.

Die Form muss nicht vollkommen rund sein. Gerade leicht unregelmäßige Ränder und unterschiedlich dicke Stellen sind für hausgemachte Mekike völlig normal.

Mekike und Uštipci – was ist der Unterschied?

Die Begriffe und Zubereitungen überschneiden sich regional teilweise, trotzdem lassen sich die beiden Rezepte praktisch gut voneinander unterscheiden.

Unsere Uštipci werden als schnelle Variante ohne Hefe zubereitet. Der weichere Teig wird in kleinen Portionen ausgebacken, sodass kompakte, luftige Teigbällchen entstehen.

Für diese Mekike verwenden wir dagegen einen Hefeteig mit längerer Gehzeit. Der Teig wird in größere Portionen geteilt und vor dem Frittieren vorsichtig zu flachen, unregelmäßigen Scheiben auseinandergezogen.

Dadurch werden Mekike größer, flacher und etwas brotähnlicher als kleine Uštipci.

Warum sollte der Teig für Mekike weich sein?

Ein häufiger Fehler ist, beim Kneten immer mehr Mehl hinzuzufügen, bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt. Für Mekike führt das schnell zu einem festen und schweren Ergebnis.

Der Teig sollte weich und elastisch sein und anfangs leicht kleben. Beim Kneten entwickelt das Weizenmehl genügend Struktur, sodass die Masse nach einigen Minuten glatter wird.

Zum späteren Formen werden nicht große Mengen Mehl verwendet. Stattdessen werden Hände und Arbeitsfläche leicht geölt. So bleibt die Oberfläche geschmeidig und es gelangt kein zusätzliches trockenes Mehl in das heiße Frittieröl.

Welches Mehl eignet sich für Mekike?

Für dieses Rezept eignet sich normales Weizenmehl Type 550 besonders gut. Es entwickelt ausreichend Gluten für einen elastischen Hefeteig, ohne die Mekike unnötig schwer zu machen.

Weizenmehl Type 405 funktioniert ebenfalls. Je nach Marke kann es etwas weniger Wasser aufnehmen, deshalb sollten die letzten 20 bis 30 ml Wasser immer nach Gefühl eingearbeitet werden.

Vollkornmehl eignet sich für die klassische lockere Struktur weniger gut, da Kleie mehr Flüssigkeit bindet und die Teigstruktur schwerer macht.

Wie lange muss der Teig gehen?

Nach dem Kneten benötigt der Teig ungefähr 60 Minuten bei warmer Raumtemperatur. Er soll sein Volumen deutlich vergrößern, muss aber nicht exakt auf die doppelte Größe anwachsen.

Nach dem Portionieren bekommen die Teigstücke weitere 15 Minuten Ruhe. Diese zweite kurze Gehzeit entspannt das Gluten und erleichtert das spätere Auseinanderziehen.

In einer kühlen Küche kann die erste Gehzeit länger dauern. Entscheidend ist deshalb immer der Zustand des Teiges und nicht ausschließlich die Uhr.

Mekike richtig formen

Der gegangene Teig wird nicht kräftig durchgeknetet. Dadurch würden viele der bereits entstandenen Gasblasen wieder herausgedrückt.

Stattdessen wird der Teig vorsichtig auf eine leicht geölte Arbeitsfläche gegeben und in acht möglichst gleich große Portionen geteilt.

Nach der kurzen Ruhezeit werden die Hände eingeölt. Jedes Teigstück wird von der Mitte nach außen auf ungefähr 12 bis 14 cm Durchmesser auseinandergezogen.

Die Mitte darf etwas dünner sein als der Rand. Kleine Löcher oder eine leicht unregelmäßige Form sind kein Problem.

Warum kein Nudelholz?

Mit einem Nudelholz würde der gegangene Hefeteig stark zusammengedrückt. Dadurch verliert er einen Teil seiner Luft und die fertigen Mekike werden gleichmäßiger, aber auch kompakter.

Das vorsichtige Ziehen mit den Händen erhält mehr von der lockeren Teigstruktur und erzeugt die typischen unregelmäßigen Luftkammern.

Wie heiß muss das Öl sein?

Die ideale Temperatur liegt bei ungefähr 170 bis 175 °C.

Ist das Öl deutlich kälter, saugt der Teig unnötig viel Fett auf und die Mekike werden schwer. Ist es zu heiß, färbt sich die Außenseite bereits dunkel, während das Innere noch roh sein kann.

Ein Küchenthermometer ist deshalb besonders hilfreich. Ohne Thermometer kann ein kleines Stück Teig als Test dienen: Es sollte nach dem Einlegen innerhalb weniger Sekunden aufsteigen und gleichmäßig Bläschen bilden, aber nicht sofort dunkel werden.

Wie frittiert man Mekike richtig?

Die Teigstücke werden einzeln oder höchstens zu zweit ausgebacken. Zu viele Mekike gleichzeitig senken die Öltemperatur deutlich.

Das geformte Teigstück vorsichtig ins heiße Öl gleiten lassen. Bereits nach kurzer Zeit beginnt es sich aufzublähen.

Nach ungefähr 60 bis 90 Sekunden wird die Mekike gewendet. Die zweite Seite benötigt meist eine ähnliche Zeit.

Die fertige Mekike soll auf beiden Seiten goldbraun sein. Sehr dunkle Stellen deuten auf eine zu hohe Temperatur hin.

Wie verhindert man fettige Mekike?

Neben der richtigen Öltemperatur ist ein gut aufgegangener Teig entscheidend. Ein dichter, nicht ausreichend gegangener Teig nimmt beim Frittieren leichter Fett auf.

Die fertigen Mekike werden mit einer Schaumkelle aus dem Öl genommen und kurz auf einem Gitter oder mehreren Lagen Küchenpapier abtropfen gelassen.

Sie sollten jedoch nicht lange übereinandergestapelt werden, solange sie sehr heiß sind. Der entstehende Dampf macht die zunächst leicht knusprige Oberfläche schnell weich.

Wie werden Mekike serviert?

Mekike schmecken am besten unmittelbar nach dem Frittieren, solange sie innen warm und weich sind.

Herzhaft werden sie häufig mit Weißkäse, Kajmak, Naturjoghurt oder Sauermilch serviert.

Da der Teig selbst nur sehr wenig Zucker enthält, passen Mekike genauso gut zu Marmelade, Honig oder einfach etwas Zucker.

Welche Begleitung verwendet wird, hängt stark von Region, Haushalt und Anlass ab. Eine einzige verbindliche Servierweise gibt es nicht.

Mekike mit Käse und Kajmak

Für ein herzhaftes Frühstück reicht meist eine warme Mekike mit etwas mildem Weißkäse oder einem kleinen Löffel Kajmak.

Der Kajmak sollte nicht dick auf die gesamte Oberfläche gestrichen werden. Auf der noch warmen Mekike beginnt er leicht zu schmelzen und verteilt sich dadurch von selbst.

Naturjoghurt oder Sauermilch werden traditionell eher separat im Glas oder in einer kleinen Schale gereicht.

Kann man den Teig am Vorabend vorbereiten?

Ja. Dafür wird die Hefemenge reduziert und der frisch geknetete Teig abgedeckt über Nacht im Kühlschrank gelagert.

Für dieses Rezept würden etwa 3 g Trockenhefe anstelle von 7 g ausreichen. Am nächsten Morgen den Teig ungefähr 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, anschließend portionieren und wie beschrieben weiterverarbeiten.

Die kalte Führung verändert den Geschmack leicht und ist praktisch, wenn die Mekike morgens schnell auf den Tisch kommen sollen.

Kann man Mekike im Backofen zubereiten?

Technisch lässt sich der gleiche Teig auch backen, das Ergebnis ist dann jedoch keine typische Mekike mehr.

Die charakteristische Kombination aus schneller Bräunung, leichter Kruste und weichem aufgeblähtem Inneren entsteht durch das Frittieren in heißem Öl.

Wer lieber ein gebackenes Hefebrot möchte, findet mit unserer traditionellen Pogača die passendere Alternative.

Die häufigsten Fehler bei Mekike

Der Teig ist zu fest

Zu viel Mehl führt zu schweren, kompakten Mekike. Ein weicher, leicht klebriger Teig ist erwünscht.

Die Gehzeit ist zu kurz

Ein kaum aufgegangener Teig entwickelt beim Frittieren weniger Volumen und nimmt leichter Fett auf.

Zu viel Mehl beim Formen

Trockenes Mehl fällt beim Frittieren ins Öl und verbrennt. Hände und Arbeitsfläche deshalb lieber dünn einölen.

Das Öl ist zu heiß

Die Außenseite wird dunkel, bevor die Mitte vollständig durchgegart ist. Die Temperatur sollte möglichst bei 170 bis 175 °C bleiben.

Zu viele Mekike werden gleichzeitig frittiert

Dadurch fällt die Öltemperatur stark ab. Die Mekike brauchen länger und nehmen mehr Fett auf.

Die Teigstücke werden mit dem Nudelholz dünn ausgerollt

Dadurch geht ein großer Teil der lockeren Hefestruktur verloren. Mekike besser vorsichtig mit den Händen auseinanderziehen.

Weitere Teigspezialitäten vom Balkan

Mekike gehören zu einer großen Gruppe herzhafter und neutraler Teigrezepte, die vom Frühstück bis zur Beilage unterschiedliche Rollen übernehmen. Weitere Rezepte findest du in unserem Überblick über Balkan-Gebäck und Teigspezialitäten.

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