Mađarica – Kroatischer Schichtkuchen mit Schokoladencreme
Mađarica ist ein traditioneller kroatischer Schichtkuchen aus mehreren sehr dünnen Teigplatten und einer gekochten Schokoladencreme. Nach dem Zusammensetzen ruht der Kuchen mehrere Stunden, sodass die zunächst festen Böden Feuchtigkeit aus der Creme aufnehmen und weich, zart und gut schneidbar werden.
Besonders charakteristisch ist der gleichmäßige gestreifte Anschnitt: helle dünne Teigschichten wechseln sich mit dunkler Schokoladencreme ab, darüber liegt eine feine Schokoladenglasur. Mađarica gehört besonders zur traditionellen Backkultur Kontinentalkroatiens und wird häufig zu Weihnachten, Ostern, Hochzeiten und anderen Familienfeiern zubereitet.
Weitere Cremeschnitten, Festtagstorten und traditionelle Süßspeisen finden Sie in unserem Überblick über Balkan-Desserts.
Mađarica – Kroatischer Schichtkuchen mit Schokolade
Kochutensilien
- Küchenwaage
- Große Rührschüssel
- Handmixer oder Küchenmaschine
- Nudelholz
- Backpapier
- Rechteckige Schablone, ca. 25 × 30 cm
- Großes flaches Backblech
- Kuchengitter
- Großer Kochtopf mit dickem Boden
- Schneebesen
- Silikonspatel
- Winkelpalette
- Kleine Schüssel
- Kleiner Topf für die Glasur
- Rechteckige Platte oder Form, ca. 25 × 30 cm
- Langes, scharfes Messer
Zutaten
Für 6 dünne Böden
- 600 g Weizenmehl Type 405
- 8 g Backpulver
- 180 g Zucker
- 120 g Butter weich
- 2 Eier Größe M
- 200 g Sauerrahm oder Schmand ca. 20 % Fett
- 2 g Salz
Für die Schokoladencreme
- 1 l Vollmilch
- 180 g Zucker
- 100 g Weizenmehl Type 405
- 20 g ungesüßtes Kakaopulver
- 200 g dunkle Kochschokolade ca. 50–60 % Kakao
- 180 g Butter
Für die Schokoladenglasur
- 120 g dunkle Kochschokolade ca. 50–60 % Kakao
- 20 g Butter
- 15 ml Sonnenblumenöl
Anleitungen
Teig vorbereiten
- Mehl, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel vermischen.
- Zucker, weiche Butter, Eier und Sauerrahm hinzufügen.
- Alles zunächst mit den Knethaken und anschließend kurz mit den Händen zu einem glatten, weichen Teig verarbeiten.
- Nur so lange kneten, bis keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar sind.
- Den Teig wiegen und in sechs möglichst gleich schwere Portionen teilen.
- Jede Portion zu einer flachen Kugel formen und bis zum Ausrollen abdecken.
Backofen vorbereiten
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Sechs Bögen Backpapier vorbereiten.
- Auf der Rückseite jedes Bogens ein Rechteck von ungefähr 25 × 30 cm markieren.
Böden ausrollen
- Eine Teigportion auf einen Bogen Backpapier legen.
- Zunächst mit den Händen etwas flach drücken.
- Mit dem Nudelholz möglichst gleichmäßig bis zur markierten Größe ausrollen.
- Der Teig soll ungefähr 2 mm dünn sein.
- Bei Bedarf nur sehr wenig zusätzliches Mehl verwenden.
- Überstehende unregelmäßige Ränder noch nicht zwingend abschneiden; sie können nach dem Durchziehen begradigt werden.
Böden backen
- Das Backpapier mit der ersten Teigplatte auf die Rückseite eines flachen Backblechs ziehen.
- Auf der mittleren Schiene 7–9 Minuten backen.
- Der Boden soll fest sein, aber weitgehend hell bleiben. Nur die Ränder dürfen leicht goldfarben werden.
- Den gebackenen Boden zusammen mit dem Backpapier vorsichtig auf ein Kuchengitter oder eine ebene Fläche ziehen.
- Mit den restlichen fünf Böden ebenso verfahren.
- Alle Böden vollständig auskühlen lassen.
Schokoladencreme vorbereiten
- Von der Milch etwa 250 ml abnehmen.
- Diese kalte Milch mit Zucker, Mehl und Kakaopulver mit einem Schneebesen vollständig glatt rühren.
- Die restlichen 750 ml Milch in einem großen Topf bis kurz vor den Siedepunkt erhitzen.
- Die Mehl-Kakao-Mischung unter ständigem Rühren in die heiße Milch gießen.
- Bei mittlerer Hitze weiter erhitzen und ständig rühren.
- Sobald die Creme deutlich eindickt und beginnt zu blubbern, noch etwa 2 Minuten unter kräftigem Rühren kochen.
- Den Topf vom Herd nehmen.
- Die grob gehackte Schokolade einrühren, bis sie vollständig geschmolzen ist.
- Anschließend 180 g Butter in kleinen Stücken hinzufügen und glatt einarbeiten.
- Die Creme etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Währenddessen mehrmals umrühren, damit sich keine Haut bildet.
Kuchen schichten
- Die Schokoladencreme in fünf möglichst gleich große Portionen teilen.
- Den ersten Boden auf eine flache Platte oder in eine passende rechteckige Form legen.
- Eine Portion warme Creme dünn und gleichmäßig bis zum Rand verteilen.
- Den zweiten Boden vorsichtig auflegen.
- Erneut mit Creme bestreichen.
- So fortfahren, bis alle sechs Böden aufgebraucht sind.
- Auf die oberste, sechste Teigplatte kommt keine Creme.
- Backpapier auf die Oberfläche legen.
- Falls die Böden leicht gewölbt sind, ein leichtes flaches Blech auflegen. Nicht stark beschweren.
- Den Kuchen mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen.
Ränder begradigen
- Den durchgezogenen Kuchen aus dem Kühlschrank nehmen.
- Mit einem langen scharfen Messer unregelmäßige äußere Ränder dünn abschneiden.
- Den Kuchen wieder kühl stellen, während die Glasur vorbereitet wird.
Schokoladenglasur
- Schokolade grob hacken.
- Schokolade, Butter und Sonnenblumenöl langsam über einem Wasserbad oder bei sehr niedriger Hitze schmelzen.
- Nur so lange rühren, bis eine vollständig glatte Glasur entstanden ist.
- Die Glasur etwa fünf Minuten abkühlen lassen.
- Dünn und gleichmäßig auf der kalten Mađarica verteilen.
- Den Kuchen erneut etwa 30 Minuten kalt stellen, bis die Glasur fest, aber nicht steinhart ist.
Schneiden
- Die Mađarica etwa 10–15 Minuten vor dem Schneiden aus dem Kühlschrank nehmen.
- Ein langes Messer kurz in heißes Wasser tauchen und trocken wischen.
- Die Glasur entlang der gewünschten Schnittlinien zunächst nur leicht einritzen.
- Anschließend vollständig durch den Kuchen schneiden.
- Nach jedem oder jedem zweiten Schnitt das Messer reinigen.
- Die Mađarica in 24 kleine Rechtecke schneiden.
Notizen
- Mađarica gehört zur traditionellen Backkultur Kontinentalkroatiens; der genaue historische Ursprung und die Erklärung des Namens sind jedoch nicht eindeutig dokumentiert.
- Die Zahl der Böden variiert je nach Familienrezept. Fünf bis acht Teigplatten sind verbreitet.
- Diese Version verwendet sechs Böden und fünf Cremeschichten.
- Ältere Rezepte können Schweineschmalz verwenden. Unsere Version verwendet ausschließlich Butter und enthält kein Schweinefett.
- Alkohol ist nicht erforderlich und wird in diesem Rezept nicht verwendet.
- Fertiges Schokoladenpuddingpulver wird bewusst nicht eingesetzt.
- Die Creme wird mit Mehl gebunden und mit echter dunkler Schokolade aromatisiert.
- Die Böden dürfen beim Backen nicht dunkel werden.
- Direkt nach dem Backen sind die Böden relativ fest; das ist normal.
- Erst während der langen Ruhezeit werden sie durch die Creme weich.
- Sehr viel zusätzliches Mehl beim Ausrollen macht die Böden trockener.
- Direkt auf Backpapier auszurollen reduziert das Risiko, dass die dünnen Teigplatten reißen.
- Die Creme soll beim Schichten warm, aber nicht mehr kochend heiß sein.
- Bei einer Küchenwaage kann die fertige Creme in fünf gleiche Portionen geteilt werden. Dadurch wird der Anschnitt besonders gleichmäßig.
- Den zusammengesetzten Kuchen nicht stark beschweren.
- Die Glasur soll dünn bleiben. Eine zu dicke Schokoladenschicht bricht leichter.
- Für saubere Stücke ein heißes, trockenes Messer verwenden.
- Am folgenden Tag schmeckt Mađarica meist besser als direkt nach der Herstellung.
- Gut abgedeckt im Kühlschrank ungefähr vier Tage aufbewahren.
- Portionen können eingefroren und langsam im Kühlschrank aufgetaut werden.
- Die Nährwerte basieren auf 24 gleich großen Stücken und sind Näherungswerte.
Was ist Mađarica?
Mađarica ist ein rechteckiger Schichtkuchen aus mehreren einzeln gebackenen dünnen Teigplatten. Zwischen die Böden kommt eine gekochte Schokoladencreme aus Milch, Zucker, Mehl, Schokolade und Butter.
Der Kuchen wird nicht unmittelbar nach dem Zusammensetzen gegessen. Die Ruhezeit ist ein wesentlicher Teil der Zubereitung: Die zunächst relativ festen Teigplatten ziehen Feuchtigkeit aus der Creme und werden dadurch weich und zart.
Auf der Oberfläche liegt gewöhnlich eine dünne Schokoladenglasur. Anschließend wird Mađarica in kleine Rechtecke oder längliche Stücke geschnitten.
Woher kommt Mađarica?
Mađarica wird heute besonders mit der traditionellen Küche Kontinentalkroatiens verbunden. Dort gehört sie zu den klassischen Kuchen für Feiertage, Familienfeiern und größere Dessertplatten.
Das genaue historische Entstehungsdatum ist dagegen nicht eindeutig dokumentiert. Deshalb sollte Mađarica nicht mit einer einzelnen erfundenen Entstehungsgeschichte verbunden werden.
Ihre Form mit dünnen Teigschichten und reichhaltiger Creme passt gut zur mitteleuropäischen Backtradition, die auch die Küche des kontinentalen Kroatiens geprägt hat.
Warum heißt der Kuchen Mađarica?
Das kroatische Wort Mađarica bedeutet sinngemäß „Ungarin“ beziehungsweise „Ungarisches Mädchen“.
Trotz des Namens gilt der heute als Mađarica bekannte Schichtkuchen in Kroatien als traditioneller Bestandteil der kontinental-kroatischen Backkultur. Eine gesicherte Erklärung dafür, wann und weshalb genau dieser Name entstanden ist, gibt es nicht.
Der Name allein sollte deshalb nicht als Beweis für eine konkrete ungarische Herkunft des heutigen Rezeptes interpretiert werden.
Wie viele Schichten hat eine klassische Mađarica?
Es gibt keine verbindliche Zahl.
Traditionelle Hausrezepte verwenden je nach Größe des Blechs und Familienrezept häufig fünf, sechs, sieben oder sogar acht dünne Teigplatten.
Wichtiger als die absolute Zahl ist das Verhältnis: Die Böden müssen sehr dünn sein und die Creme muss gleichmäßig zwischen ihnen verteilt werden.
Unsere Version verwendet sechs Teigplatten und fünf Schichten Schokoladencreme. Dadurch entsteht ein gut erkennbarer, gleichmäßiger Anschnitt, ohne dass die Herstellung unnötig kompliziert wird.
Was gehört in eine klassische Mađarica?
Die genauen Mengen unterscheiden sich von Haushalt zu Haushalt, die Grundstruktur bleibt jedoch sehr ähnlich.
Die hellen Böden werden aus Weizenmehl, Zucker, Ei, Fett und Sauerrahm hergestellt. In älteren Familienrezepten findet man teilweise Schweineschmalz, während andere Rezepte Butter oder Margarine verwenden.
Für dieses Rezept verwenden wir ausschließlich Butter.
Die dunkle Creme besteht aus Milch, Zucker, Mehl beziehungsweise Stärke, echter Schokolade und Butter. Eine dünne Schokoladenglasur bildet den Abschluss.
Warum verwenden wir keinen Schokoladenpudding?
Viele moderne schnelle Rezepte ersetzen die klassische gekochte Creme durch fertiges Schokoladenpuddingpulver.
Das funktioniert technisch, ergibt aber eine andere Creme.
Bei der traditionellen Methode wird Milch mit Mehl gebunden und anschließend mit echter Kochschokolade und Butter verbunden. Dadurch entsteht ein kräftigerer Schokoladengeschmack und eine weichere, weniger puddingartige Textur.
Deshalb enthält unsere Mađarica kein fertiges Puddingpulver.
Welches Mehl eignet sich für die Mađarica-Böden?
Für die Teigplatten eignet sich Weizenmehl Type 405 besonders gut. Es ergibt einen glatten, fein strukturierten Teig, der sich sehr dünn ausrollen lässt.
Während des Ausrollens sollte nur so viel zusätzliches Mehl verwendet werden, wie unbedingt notwendig ist. Wird zu viel Mehl eingearbeitet, können die gebackenen Böden trocken und hart werden.
Ein glatter Teig ist wichtiger als eine vollkommen perfekte rechteckige Form. Kleine unregelmäßige Ränder können nach dem Durchziehen sauber abgeschnitten werden.
Wie dünn müssen die Böden sein?
Die sechs Teigportionen werden jeweils auf ungefähr 25 × 30 Zentimeter ausgerollt.
Jede rohe Teigplatte soll nur ungefähr zwei Millimeter dick sein. Während des Backens geht sie nur wenig auf.
Zu dicke Böden dominieren später die Creme und benötigen deutlich länger, um weich zu werden. Extrem dünne Böden reißen dagegen leichter beim Ausrollen und Umsetzen.
Warum werden die Böden einzeln gebacken?
Die charakteristische Struktur der Mađarica entsteht durch separat gebackene Teigplatten.
Würde ein dicker Kuchen gebacken und anschließend horizontal geteilt, entstünde eine völlig andere Krume und Konsistenz.
Die dünnen Platten sind direkt nach dem Backen relativ trocken und fest. Genau dadurch können sie später gleichmäßig Feuchtigkeit aus der warmen Schokoladencreme aufnehmen.
Warum müssen die Mađarica-Böden hell bleiben?
Die Teigplatten werden nur so lange gebacken, bis sie fest sind und am Rand höchstens leicht Farbe bekommen.
Eine stark goldbraune oder knusprige Platte ist bereits zu trocken.
Solche Böden benötigen wesentlich länger zum Durchziehen und können selbst nach mehreren Stunden noch hart wirken.
Bei 180 °C Ober-/Unterhitze benötigen dünne Böden gewöhnlich etwa sieben bis neun Minuten.
Wie lassen sich die dünnen Böden am einfachsten ausrollen?
Am zuverlässigsten funktioniert das Ausrollen direkt auf Backpapier.
Eine Teigportion wird zunächst mit den Händen flach gedrückt und anschließend mit einem Nudelholz gleichmäßig auf ungefähr 25 × 30 Zentimeter gebracht.
Das Backpapier kann danach direkt auf ein umgedrehtes Backblech gezogen werden. Dadurch muss die empfindliche rohe Teigplatte nicht mehr angehoben werden.
Eine Schablone aus Backpapier hilft dabei, alle sechs Böden ungefähr gleich groß zu halten.
Wie wird die Schokoladencreme für Mađarica gekocht?
Ein Teil der kalten Milch wird zunächst mit Mehl, Zucker und Kakao glatt verrührt.
Die restliche Milch wird erhitzt. Anschließend wird die angerührte Mischung unter ständigem Rühren hinzugegeben und mehrere Minuten gekocht, bis eine dicke Creme entsteht.
Erst danach werden gehackte dunkle Schokolade und Butter eingerührt.
Die Creme soll glatt, glänzend und deutlich dicker als eine Sauce sein, aber noch problemlos auf den Teigplatten verteilt werden können.
Warum wird die Creme noch warm aufgetragen?
Warme Creme lässt sich leichter dünn und gleichmäßig verteilen und hilft dabei, die trockenen Böden frühzeitig zu erweichen.
Sie darf allerdings nicht mehr kochend heiß sein. Nach ungefähr zehn Minuten Abkühlzeit ist sie gewöhnlich noch warm und streichfähig, aber nicht mehr extrem flüssig.
Wird die Creme vollständig kalt und fest, lässt sie sich schwer gleichmäßig zwischen den empfindlichen Böden verteilen.
Wie viel Creme kommt zwischen die einzelnen Böden?
Die fertige Creme wird gedanklich oder mithilfe einer Waage in fünf möglichst gleiche Portionen geteilt.
Zwischen jede der sechs Teigplatten kommt eine Cremeschicht.
Eine gleichmäßige Verteilung ist wichtiger als besonders dicke Creme. Der typische Anschnitt lebt davon, dass alle dunklen und hellen Linien ähnlich hoch wirken.
Warum muss Mađarica über Nacht ruhen?
Direkt nach dem Zusammensetzen sind die Teigplatten noch relativ fest und der Kuchen lässt sich nicht sauber essen.
Während mehrerer Stunden wandert Feuchtigkeit aus der Creme in die Böden. Dadurch werden diese weich, die Creme stabilisiert sich und alle Schichten verbinden sich.
Mindestens acht Stunden sind empfehlenswert. Besonders gut lässt sich Mađarica am folgenden Tag schneiden.
Soll Mađarica beim Ruhen beschwert werden?
Ein sehr leichtes, gleichmäßiges Beschweren kann helfen, wenn sich einzelne Böden beim Backen leicht gewölbt haben.
Dazu wird Backpapier auf die oberste Teigplatte gelegt und darauf beispielsweise ein zweites leichtes Blech gesetzt.
Ein schwerer Topf oder starkes Gewicht ist ungeeignet. Dadurch würde die Creme seitlich herausgedrückt.
Wie gelingt eine glatte Schokoladenglasur?
Die Schokolade wird langsam mit Butter und einer kleinen Menge neutralem Öl geschmolzen.
Die Glasur wird nur so weit abgekühlt, dass sie noch flüssig ist, aber nicht mehr sehr heiß auf den gekühlten Kuchen kommt.
Danach wird sie in einer dünnen Schicht über die Oberfläche verteilt.
Eine sehr dicke Glasur sieht zwar kräftig aus, bricht beim Schneiden aber wesentlich leichter.
Wie schneidet man Mađarica ohne gebrochene Glasur?
Die vollständig gekühlte Mađarica wird zunächst ungefähr zehn bis fünfzehn Minuten bei Raumtemperatur stehen gelassen.
Ein langes scharfes Messer wird kurz in heißes Wasser getaucht und gründlich abgetrocknet.
Die Glasur wird zunächst nur leicht eingeritzt. Erst danach wird mit einem zweiten, vollständigen Schnitt durch alle Schichten geschnitten.
Das Messer wird zwischen den Schnitten gereinigt. So bleibt der typische gestreifte Anschnitt deutlich sichtbar.
Mađarica oder Reform Torta – was ist der Unterschied?
Beide Kuchen besitzen mehrere sichtbare Schichten und Schokolade, ihre Technik ist jedoch völlig verschieden.
Die serbische Reform Torta besteht aus dünnen Walnuss-Eiweiß-Böden und einer reichhaltigen Eigelb-Schokoladen-Buttercreme.
Mađarica besitzt dagegen einfache helle Teigplatten ohne Walnüsse und eine gekochte Milch-Schokoladen-Creme. Außerdem wird sie gewöhnlich als rechteckige Schnitte und nicht als runde Festtagstorte serviert.
Ist Mađarica dasselbe wie Doboš Torte?
Nein. Die beiden Kuchen ähneln sich optisch durch ihre vielen dünnen Schichten, sind aber technisch verschieden.
Doboš Torte besteht aus dünnen Biskuitböden, Buttercreme und einer charakteristischen Karamellschicht.
Die Böden der Mađarica sind dagegen dünne ausgerollte Teigplatten und werden nach dem Zusammensetzen durch die feuchte Schokoladencreme weich.
Typische Fehler bei Mađarica
Die Böden bleiben hart
Sie wurden wahrscheinlich zu lange oder zu dunkel gebacken. Dünne Mađarica-Böden sollen nach dem Backen fest, aber noch sehr hell sein.
Die Böden reißen beim Umsetzen
Sehr dünner roher Teig ist empfindlich. Deshalb die Böden direkt auf Backpapier ausrollen und zusammen mit dem Papier auf das Blech ziehen.
Die Creme bildet Klumpen
Mehl und Kakao wurden nicht vollständig mit kalter Milch glatt gerührt oder die Mischung wurde zu schnell in die heiße Milch gegeben. Während des Eindickens ständig mit dem Schneebesen arbeiten.
Die Creme läuft seitlich heraus
Sie war beim Schichten noch zu heiß und dünn oder wurde zu dick zwischen einzelne Böden gegeben. Vor dem Zusammensetzen ungefähr zehn Minuten abkühlen lassen und gleichmäßig auf fünf Schichten verteilen.
Die Mađarica wird trocken
Zu wenig Creme, zu viel Mehl beim Ausrollen oder zu stark gebackene Böden können verhindern, dass der Kuchen nach der Ruhezeit ausreichend weich wird.
Die Schichten werden schief
Die Böden waren unterschiedlich groß oder die Creme wurde ungleichmäßig verteilt. Eine Backpapierschablone und eine Küchenwaage helfen überraschend gut.
Die Glasur bricht beim Schneiden
Die Schokoladenschicht ist zu dick oder der Kuchen wurde direkt aus dem sehr kalten Kühlschrank geschnitten. Die Oberfläche zunächst temperieren und mit einem warmen Messer einritzen.
Was passt zu Mađarica?
Mađarica ist ein süßer und recht reichhaltiger Kuchen. Sie wird deshalb gewöhnlich in kleinen Stücken serviert.
Ungesüßter Kaffee, Espresso oder schwarzer Tee passen besonders gut dazu.
Auf einer größeren festlichen Kuchenplatte lässt sich Mađarica gut mit leichteren oder anders strukturierten Süßspeisen kombinieren. Dazu passen beispielsweise Čupavci oder eine luftige Krempita mit Vanillecreme.
Kann man Mađarica vorbereiten?
Mađarica ist sogar besonders gut zum Vorbereiten geeignet.
Der komplette Kuchen sollte idealerweise am Vortag zusammengesetzt werden, damit die Teigplatten genügend Zeit zum Durchziehen haben.
Auch die einzelnen gebackenen Böden können einige Stunden vorher hergestellt werden. Sie werden nach dem vollständigen Abkühlen flach übereinandergestapelt und mit Backpapier voneinander getrennt.
Mađarica aufbewahren und einfrieren
Die fertige Mađarica wird gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt. Dort bleibt sie ungefähr vier Tage in guter Qualität.
Vor dem Servieren kann sie etwa zehn bis fünfzehn Minuten bei Raumtemperatur stehen, damit Creme und Glasur nicht zu fest wirken.
Mađarica lässt sich auch portionsweise einfrieren. Die vollständig gekühlten Stücke werden einzeln oder durch Backpapier getrennt luftdicht verpackt.
Zum Auftauen werden die Stücke über mehrere Stunden im Kühlschrank gelagert. Die Glasur kann nach dem Auftauen etwas weniger glänzend sein, geschmacklich bleibt der Kuchen jedoch gut erhalten.
Häufige Fragen zum Mađarica-Rezept
Ist Mađarica ein kroatischer Kuchen?
Mađarica gehört heute zu den traditionellen Kuchen der kontinental-kroatischen Küche und ist besonders auf Feiertags- und Festtafeln verbreitet. Ihr genauer historischer Ursprung ist jedoch nicht eindeutig dokumentiert.
Wie viele Böden braucht Mađarica?
Es gibt keine festgelegte Zahl. Familienrezepte verwenden häufig fünf bis acht dünne Böden. Dieses Rezept arbeitet mit sechs Teigplatten und fünf Schichten Schokoladencreme.
Kann man Mađarica ohne Schweineschmalz backen?
Ja. Auch Butter wird in kroatischen Mađarica-Rezepten verwendet. Unsere Version verwendet ausschließlich Butter und enthält kein Schweinefett.
Braucht Mađarica Schokoladenpudding?
Nein. Eine klassische gekochte Schokoladencreme kann aus Milch, Mehl, Zucker, echter Schokolade und Butter hergestellt werden. Genau diese Methode verwenden wir hier.
Warum ist meine Mađarica am ersten Tag hart?
Das ist unmittelbar nach dem Zusammensetzen teilweise normal. Die dünnen gebackenen Böden benötigen mehrere Stunden, um Feuchtigkeit aus der Creme aufzunehmen. Nach einer Nacht im Kühlschrank sollten sie deutlich weicher sein.
Wie lange muss Mađarica ruhen?
Mindestens etwa acht Stunden. Am einfachsten wird sie am Vortag zubereitet und erst am folgenden Tag glasiert beziehungsweise geschnitten.
