Hurmasice Rezept – Bosnisches Honiggebäck
Hurmasice Rezept – saftige bosnische Hurmašice aus weichem Teig, goldbraun gebacken und anschließend mit warmem Zuckersirup übergossen. Dieses traditionelle Gebäck gehört zu den beliebtesten Süßspeisen der bosnischen Küche und wird besonders gern zu Kaffee, an Feiertagen oder für Gäste serviert.
Hurmašice sind außen leicht gebacken, innen weich und nehmen den Sirup nach dem Backen langsam auf. Genau dadurch entsteht ihre typische saftige Konsistenz. Wichtig ist, dass Teig, Backzeit und Sirup gut zusammenpassen: Der Teig darf nicht zu hart werden, der Sirup nicht zu dick sein und das Gebäck braucht genug Zeit zum Durchziehen.
Weitere klassische Süßspeisen finden Sie in unserem Überblick über die beliebtesten Balkan-Desserts.
Hurmasice Rezept – Bosnisches Honiggebäck
Zutaten
Für den Teig:
- 250 g Butter zimmerwarm
- 120 g Zucker
- 2 Eier
- 150 ml Joghurt
- 1 TL Backpulver
- 450 –500 g Mehl
- Optional: 50 g gemahlene Walnüsse für zusätzlichen Geschmack
Für den Sirup:
- 600 ml Wasser
- 400 g Zucker
- 1 Zitronenscheibe
Anleitungen
Teig vorbereiten:
- Butter und Zucker cremig verrühren. Eier und Joghurt zugeben und gut mischen.
Trockene Zutaten einarbeiten:
- Mehl mit Backpulver mischen und portionsweise einarbeiten, bis ein weicher, formbarer Teig entsteht.
Hurmašice formen:
- Kleine ovale Formen rollen, leicht flach drücken und mit einer Gabel ein Muster eindrücken.
Backen:
- Auf ein Backblech legen und bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 25 Minuten goldbraun backen.
Sirup kochen:
- Wasser, Zucker und Zitronenscheibe aufkochen, 5 Minuten köcheln lassen.
Tränken:
- Die warmen Hurmаšice mit warmem Sirup übergießen. 2–3 Stunden – oder über Nacht – ziehen lassen.
Notizen
- Hurmašice werden am besten, wenn sie über Nacht im Sirup ruhen.
- Für intensiveren Geschmack können gemahlene Walnüsse in den Teig gegeben werden.
- Sirup darf nicht zu dick sein – sonst ziehen die Hurmašice nicht gut ein.
Was sind Hurmašice?
Hurmašice sind ein traditionelles bosnisches Sirupgebäck. Sie werden aus einem weichen, buttrigen Teig geformt, meist oval oder leicht länglich, mit einem Muster versehen und anschließend gebacken. Nach dem Backen werden sie mit Zuckersirup übergossen, der langsam in das Gebäck einzieht.
Der Name wird im Deutschen oft ohne Sonderzeichen als Hurmasice geschrieben. Gemeint ist aber dasselbe Dessert. Obwohl der Artikel oft als Honiggebäck bezeichnet wird, entsteht die typische Süße in vielen klassischen Rezepten vor allem durch Zuckersirup. Deshalb passt die Beschreibung als Sirupgebäck besonders gut.
So wird der Teig weich und formbar
Der Teig für Hurmašice sollte weich, aber nicht klebrig sein. Wenn zu viel Mehl eingearbeitet wird, lassen sich die Stücke zwar leichter formen, sie können nach dem Backen aber trocken oder hart werden. Besser ist es, das Mehl nach und nach zuzugeben und aufzuhören, sobald der Teig formbar ist.
Butter, Eier und Joghurt sorgen dafür, dass das Gebäck zart bleibt. Der Joghurt gibt dem Teig zusätzliche Feuchtigkeit und macht die Struktur etwas weicher. Wer Walnüsse verwendet, bekommt ein kräftigeres Aroma, sollte aber darauf achten, dass der Teig dadurch nicht zu trocken wird.
Warum der Sirup bei Hurmašice so wichtig ist
Der Sirup entscheidet stark über die Konsistenz. Er sollte süß und aromatisch sein, aber nicht zu dick. Wenn der Sirup zu stark eingekocht wird, zieht er schlechter in das Gebäck ein. Dann bleiben Hurmašice außen sehr süß, innen aber zu trocken.
Eine Zitronenscheibe im Sirup sorgt für etwas Frische und hilft gleichzeitig, dass der Zucker nicht so leicht kristallisiert. Wichtig ist auch die Temperatur: Hurmašice und Sirup sollten gut zusammenpassen. Viele traditionelle Varianten arbeiten mit warmem Gebäck und warmem Sirup, damit der Sirup gleichmäßig aufgenommen wird.
Warum werden Hurmašice manchmal hart?
Harte Hurmašice entstehen meistens durch zu viel Mehl, zu lange Backzeit oder einen zu dicken Sirup. Das Gebäck sollte goldbraun sein, aber nicht trocken durchbacken. Wenn die Stücke zu lange im Ofen bleiben, saugen sie später den Sirup schlechter auf.
Auch zu wenig Ruhezeit kann ein Problem sein. Hurmašice schmecken selten direkt nach dem Übergießen am besten. Sie brauchen Zeit, damit der Sirup vollständig einziehen kann. Besonders saftig werden sie, wenn sie mehrere Stunden oder über Nacht ruhen.
Das typische Muster auf Hurmašice
Das Muster ist nicht nur Dekoration. Durch die Rillen kann der Sirup besser an der Oberfläche haften und gleichmäßiger einziehen. Traditionell wird das Muster oft mit einer Gabel, einer Reibe oder einer speziellen Oberfläche eingedrückt.
Wichtig ist, die Stücke nicht zu flach zu drücken. Wenn Hurmašice zu dünn sind, trocknen sie schneller aus. Eine leicht ovale, kompakte Form ist ideal, weil das Gebäck innen weich bleibt und den Sirup gut aufnehmen kann.
Wann schmecken Hurmašice am besten?
Hurmašice schmecken am besten, wenn sie gut durchgezogen sind. Direkt nach dem Backen und Übergießen wirken sie oft noch nicht perfekt. Nach einigen Stunden verbindet sich der Sirup besser mit dem Teig, und die Konsistenz wird weicher und saftiger.
Deshalb eignen sich Hurmašice sehr gut zum Vorbereiten. Für Gäste, Feiertage oder Familienbesuche kann man sie problemlos am Vortag zubereiten. Am nächsten Tag sind sie meistens aromatischer als direkt nach dem Backen.
Was passt zu Hurmašice?
Klassisch werden Hurmašice zu bosnischem Kaffee oder schwarzem Kaffee serviert. Da das Gebäck süß und sirupgetränkt ist, passt ein kräftiger, ungesüßter Kaffee besonders gut dazu. Auch Tee oder ein Glas Wasser werden oft dazu gereicht.
Wer eine Auswahl traditioneller Süßspeisen servieren möchte, kann Hurmašice sehr gut mit Baklava, Tulumbe, Kadaif oder Tufahije kombinieren. So entsteht ein klassischer Balkan-Dessertteller.
Hurmašice aufbewahren und einfrieren
Fertige Hurmašice halten sich gut verschlossen im Kühlschrank mehrere Tage. Sie sollten immer mit etwas Sirup aufbewahrt werden, damit sie nicht austrocknen. Vor dem Servieren können sie kurz bei Raumtemperatur stehen, damit sie weicher und aromatischer wirken.
Einfrieren ist möglich, aber am besten funktioniert es, wenn man die Hurmašice ohne Sirup oder nur leicht getränkt einfriert. Nach dem Auftauen können sie erneut mit etwas Sirup aufgefrischt werden. Für die beste Konsistenz sind frisch zubereitete und über Nacht durchgezogene Hurmašice aber meist die bessere Wahl.
Häufige Fragen zu Hurmašice
Warum werden Hurmašice hart?
Meist liegt es an zu viel Mehl, zu langer Backzeit oder zu dickem Sirup. Der Teig sollte weich bleiben, und der Sirup muss gut einziehen können.
Müssen Hurmašice über Nacht ziehen?
Sie müssen nicht unbedingt über Nacht ziehen, schmecken dann aber oft besser. Mehrere Stunden Ruhezeit helfen, damit der Sirup gleichmäßig aufgenommen wird.
Kann man Hurmašice ohne Walnüsse machen?
Ja, Hurmašice können mit oder ohne Walnüsse zubereitet werden. Walnüsse geben mehr Aroma, sind aber nicht zwingend notwendig.
Warum kristallisiert der Sirup?
Das kann passieren, wenn der Sirup zu lange oder zu stark gekocht wird. Eine Zitronenscheibe hilft, die Kristallisation zu verringern.
Wie lange sind Hurmašice haltbar?
Gut verschlossen halten sich Hurmašice im Kühlschrank mehrere Tage. Sie sollten mit etwas Sirup aufbewahrt werden, damit sie saftig bleiben.
