Slatko od Višanja – Sauerkirschen in klarem Sirup

Slatko od Višanja – Sauerkirsch-Slatko selber machen

Slatko od Višanja besteht aus ganzen, entsteinten Sauerkirschen, die behutsam in einem klaren, tiefroten Zuckersirup gegart werden. Die Früchte bleiben dabei erkennbar und werden weder püriert noch zu einer streichfähigen Konfitüre zerkocht.

Für diese festgelegte Rezeptur werden genau 1.000 Gramm entsteinte Sauerkirschen, 1.200 Gramm Zucker, 200 Milliliter Wasser und 30 Milliliter Zitronensaft verwendet. Das Kirschgewicht wird erst nach dem Entfernen der Stiele und Steine bestimmt.

Das fertige Sauerkirsch-Slatko wird heiß in saubere, vorgewärmte Gläser gefüllt, anschließend jedoch im Kühlschrank aufbewahrt. Das heiße Abfüllen allein ist kein geprüftes Einkochverfahren für eine langfristige Lagerung bei Raumtemperatur.

Slatko od Višanja – Sauerkirsch-Slatko

Ganze, entsteinte Sauerkirschen in klarem, tiefrotem Zuckersirup – mit exakt festgelegten Mengen und gekühlter Aufbewahrung.
Vorbereitungszeit55 Minuten
Zubereitungszeit45 Minuten
Abkühlzeit2 Stunden
Gesamtzeit3 Stunden 40 Minuten
Gericht: Dessert, Vorrat
Küche: Balkan Küche
Keyword: Sauerkirsch-Slatko, Sauerkirschen einkochen, Sauerkirschen in Sirup, Slatko od Višanja, Slatko Rezept
Servings: 63 Portionen - ca. 30 g
Calories: 84kcal

Kochutensilien

  • Digitale Küchenwaage
  • Große Schüssel, mindestens 3 Liter
  • Breiter Kochtopf aus Edelstahl, mindestens 5 Liter
  • Kirschentsteiner
  • Großes Sieb
  • Messbecher
  • Zitruspresse
  • Kochlöffel
  • Hitzebeständiger Silikonspatel
  • Schaumlöffel
  • Digitales Küchenthermometer
  • Saubere Schöpfkelle
  • Einfülltrichter mit breiter Öffnung
  • Fünf hitzebeständige Gläser mit Deckeln, je ca. 320 ml
  • Sauberes Küchenpapier
  • Gefaltetes sauberes Küchentuch

Zutaten

Für das Sauerkirsch-Slatko

  • 1.000 g Sauerkirschen – nach dem Entstielen und Entsteinen gewogen
  • 1.200 g weißer Kristallzucker
  • 200 ml Wasser
  • 30 ml frisch gepresster Zitronensaft

Anleitungen

Gläser vorbereiten

  • Fünf hitzebeständige Gläser und die zugehörigen Deckel auf Risse, Absplitterungen, Verformungen und beschädigte Dichtungen prüfen.
  • Gläser und Deckel gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen.
  • Alles sorgfältig abspülen.
  • Die Gläser bis zum Befüllen warm halten.

Sauerkirschen vorbereiten

  • Die Sauerkirschen sorgfältig verlesen.
  • Weiche, gärige, schimmelige oder stark beschädigte Früchte vollständig aussortieren.
  • Die Kirschen unter kaltem Wasser vorsichtig waschen.
  • Die gewaschenen Sauerkirschen in einem großen Sieb vollständig abtropfen lassen.
  • Die Stiele entfernen.
  • Jede Sauerkirsche mit einem Kirschentsteiner vorsichtig entsteinen.
  • Den austretenden Kirschsaft zusammen mit den Früchten auffangen.
  • Jede Frucht kurz auf einen möglicherweise zurückgebliebenen Stein kontrollieren.
  • Genau 1.000 Gramm entsteinte Sauerkirschen einschließlich des aufgefangenen Saftes abwiegen.

Zuckersirup kochen

  • 1.200 Gramm Zucker und 200 Milliliter Wasser in den breiten Kochtopf geben.
  • Die Mischung bei mittlerer Temperatur erhitzen.
  • Langsam rühren, bis keine trockenen Zuckerkristalle mehr am Topfboden sichtbar sind.
  • Den Sirup gleichmäßig zum Kochen bringen.
  • Ab diesem Zeitpunkt nicht mehr kräftig rühren.
  • Den Sirup acht Minuten offen und ruhig kochen lassen.

Sauerkirschen im Sirup garen

  • Die vorbereiteten Sauerkirschen einschließlich des aufgefangenen Saftes vorsichtig in den heißen Sirup geben.
  • Den Topfinhalt erneut zum Kochen bringen.
  • Die Temperatur reduzieren, sodass der Sirup gleichmäßig, aber nicht heftig kocht.
  • Die Sauerkirschen zunächst 25 Minuten offen garen.
  • Den Topf gelegentlich vorsichtig an den Griffen kreisförmig bewegen.
  • Die Früchte nicht kräftig mit dem Kochlöffel umrühren.
  • Den entstehenden Schaum mit einem sauberen Schaumlöffel vorsichtig abnehmen.
  • Nach 25 Minuten die Konsistenz der Früchte und des Sirups kontrollieren.
  • Die Sauerkirschen sollen weich sein, ihre erkennbare Form aber behalten.
  • Falls der Sirup noch sehr dünn ist, das Slatko weitere fünf bis zehn Minuten ruhig kochen.
  • Bei Bedarf einmal langsam mit dem Silikonspatel über den Topfboden fahren.

Slatko fertigstellen

  • Während der letzten fünf Kochminuten 30 Milliliter Zitronensaft hinzufügen.
  • Den Topf vorsichtig kreisförmig bewegen.
  • Die Temperatur des Sirups kontrollieren.
  • Sie soll gegen Ende ungefähr 105 °C erreichen.
  • Zusätzlich die Konsistenz mit einem sauberen Löffel prüfen.
  • Der heiße Sirup soll noch fließen, den Löffel aber als dünner, zusammenhängender Film überziehen.
  • Den restlichen Oberflächenschaum vorsichtig entfernen.
  • Den Topf vom Herd nehmen.

Heiß abfüllen

  • Die warm gehaltenen Gläser auf ein gefaltetes sauberes Küchentuch stellen.
  • Die heißen Sauerkirschen mit einer sauberen Schöpfkelle gleichmäßig auf die Gläser verteilen.
  • Den heißen Sirup durch den Einfülltrichter über die Früchte gießen.
  • Ungefähr einen Zentimeter Abstand zum oberen Glasrand lassen.
  • Größere sichtbare Luftblasen vorsichtig mit einem sauberen Silikonspatel lösen.
  • Bei Bedarf etwas Sirup ergänzen und erneut einen Zentimeter Kopfraum einhalten.
  • Die Glasränder mit sauberem, leicht angefeuchtetem Küchenpapier vollständig abwischen.
  • Die Deckel entsprechend dem verwendeten Glassystem verschließen.
  • Die Gläser aufrecht auf dem Küchentuch stehen lassen.
  • Die gefüllten Gläser nicht umdrehen.

Abkühlen und aufbewahren

  • Die Gläser höchstens zwei Stunden bei Raumtemperatur abkühlen lassen.
  • Anschließend alle Gläser in den Kühlschrank stellen.
  • Das Sauerkirsch-Slatko innerhalb von drei Wochen verbrauchen.
  • Zum Entnehmen immer einen sauberen und vollständig trockenen Löffel verwenden.

Notizen

  • Für dieses Rezept werden genau 1.000 Gramm entstielte und entsteinte Sauerkirschen benötigt.
  • Je nach Größe und Zustand sind dafür ungefähr 1,15 bis 1,25 Kilogramm ganze Sauerkirschen erforderlich.
  • Das Fruchtgewicht wird erst nach dem vollständigen Entfernen der Stiele und Steine bestimmt.
  • Nur reife, feste und unbeschädigte Sauerkirschen verwenden.
  • Weiche, gärige, schimmelige oder stark beschädigte Früchte vollständig aussortieren.
  • Jede entsteinte Frucht auf einen möglicherweise zurückgebliebenen Stein kontrollieren.
  • Ausgetretenen Kirschsaft auffangen und zusammen mit den Früchten verwenden.
  • Süßkirschen sind für diese festgelegte Rezeptur nicht vorgesehen.
  • Tiefgekühlte Sauerkirschen geben zusätzliche Flüssigkeit ab und behalten ihre Form weniger zuverlässig.
  • Zucker und Wasser zunächst vollständig miteinander verbinden.
  • Den Sirup vor der Zugabe der Früchte acht Minuten kochen.
  • Nach dem Aufkochen des Sirups nicht mehr kräftig rühren.
  • Die Sauerkirschen nur ruhig kochen lassen.
  • Den Topf gelegentlich vorsichtig kreisförmig bewegen.
  • Die Früchte nicht mit dem Kochlöffel zerdrücken.
  • Oberflächenschaum vorsichtig entfernen.
  • Die genaue Kochzeit hängt von Reifegrad, Sorte, Topfbreite und Heizleistung ab.
  • Fertige Sauerkirschen sind weich, behalten aber ihre erkennbare Form.
  • Der heiße Sirup darf nicht bereits honigdick sein.
  • Der Sirup wird beim Abkühlen deutlich fester.
  • Die 30 Milliliter Zitronensaft während der letzten fünf Minuten hinzufügen.
  • Keine unbestimmte Zitronenscheibe anstelle der abgemessenen Saftmenge verwenden.
  • Nur saubere, unbeschädigte und hitzebeständige Gläser verwenden.
  • Heißes Slatko nicht in kalte Gläser füllen.
  • Ungefähr einen Zentimeter Abstand zum Glasrand einhalten.
  • Die Glasränder vor dem Verschließen vollständig reinigen.
  • Die gefüllten Gläser nicht umdrehen.
  • Ein eingezogener Deckel ist kein Nachweis eines validierten Einkochverfahrens.
  • Dieses Rezept ist ausschließlich für die gekühlte Aufbewahrung festgelegt.
  • Die Gläser spätestens zwei Stunden nach dem Befüllen in den Kühlschrank stellen.
  • Das Slatko innerhalb von drei Wochen verbrauchen.
  • Zum Entnehmen immer einen sauberen und trockenen Löffel verwenden.
  • Bei Schimmel, Gärgeruch, aufsteigenden Bläschen oder einem gelösten Deckel den gesamten Inhalt entsorgen.
  • Schimmel nicht nur von der Oberfläche entfernen.
  • Das Slatko kann portionsweise bis zu sechs Monate eingefroren werden.
  • Die Nährwertberechnung umfasst 1.000 Gramm entsteinte Sauerkirschen, 1.200 Gramm Zucker und 30 Milliliter Zitronensaft.

Was ist Slatko od Višanja?

Višnja bezeichnet auf Serbisch, Bosnisch und Kroatisch die Sauerkirsche. Slatko od Višanja sind dementsprechend Sauerkirschen, die in einem konzentrierten Zuckersirup gegart und in kleinen Portionen serviert werden.

Slatko gehört besonders in Serbien zu den traditionellen Zeichen der Gastfreundschaft. Gästen wurde häufig ein Löffel Slatko zusammen mit einem Glas Wasser angeboten. Aufgrund des konzentrierten Sirups wird es nicht wie ein gewöhnliches Fruchtdessert in großen Portionen gegessen.

Sauerkirschen eignen sich besonders gut für Slatko. Ihre natürliche Säure gleicht einen Teil der intensiven Süße aus, während ihre dunkle Farbe einen kräftig roten Sirup ergibt.

Der Unterschied zwischen Slatko, Kirschmarmelade und Kirschsirup

Bei Slatko bleiben die einzelnen Sauerkirschen möglichst vollständig erhalten. Sie liegen in einem klaren und konzentrierten Sirup, der gemeinsam mit den Früchten serviert wird.

Für Marmelade oder Konfitüre werden die Früchte dagegen normalerweise zerkleinert oder zerdrückt und zu einer streichfähigen Masse gekocht. Slatko besitzt keine gleichmäßige, gelierte Konsistenz.

Auch hausgemachter Kirschsirup ist ein anderes Produkt. Kirschsirup wird abgesiebt und gewöhnlich mit Wasser verdünnt. Beim Slatko bleiben die Sauerkirschen im Glas und werden mit einem kleinen Teil des Sirups gegessen.

Eine vollständige Einordnung dieser Fruchtzubereitungen finden Sie im Überblick Marmelade, Džem, Pekmez und Slatko – Unterschiede und Rezepte.

Welche Sauerkirschen eignen sich für Slatko?

Verwendet werden reife, aromatische und möglichst feste Sauerkirschen. Die Früchte dürfen dunkelrot sein, sollen aber noch nicht weich, gärig oder beschädigt sein.

Sehr überreife Sauerkirschen zerfallen beim Kochen schneller. Stark beschädigte Früchte können außerdem den Geschmack und die Haltbarkeit des gesamten Glasinhalts beeinträchtigen.

Süßkirschen sind für diese festgelegte Rezeptur nicht vorgesehen. Sie enthalten weniger Säure und ergeben ein deutlich süßeres Slatko mit einem anderen Geschmack.

Für 1.000 Gramm entsteinte Sauerkirschen werden je nach Größe und Zustand ungefähr 1,15 bis 1,25 Kilogramm ganze Früchte benötigt.

Warum die Sauerkirschen erst nach dem Entsteinen gewogen werden

Die Angabe „1 kg Sauerkirschen“ wäre nicht ausreichend genau. Stiele und Steine gehören nicht zur verwendeten Fruchtmenge und können einen spürbaren Teil des Ausgangsgewichts ausmachen.

Die Kirschen werden deshalb zuerst verlesen, gewaschen, vollständig abgetropft, entstielt und entsteint. Erst danach werden genau 1.000 Gramm Frucht abgewogen.

Dieses Gewicht ist auf 1.200 Gramm Zucker und 200 Milliliter Wasser abgestimmt. Eine deutlich andere Fruchtmenge würde die Konzentration des Sirups, die Kochzeit, den Ertrag und die berechneten Nährwerte verändern.

Sauerkirschen möglichst schonend entsteinen

Ein Kirschentsteiner erleichtert das Entfernen der Steine, ohne die Früchte vollständig zu zerdrücken. Der Stielansatz wird dabei möglichst klein gehalten.

Nach dem Entsteinen muss jede Frucht kurz kontrolliert werden. Ein übersehener Kirschstein kann beim Essen zu Verletzungen an Zähnen führen.

Ausgetretener Kirschsaft wird zusammen mit den Früchten aufgefangen und mitverwendet. Die entsteinten Sauerkirschen werden nicht kräftig gedrückt oder ausgepresst.

Den Zuckersirup richtig kochen

Zucker und Wasser werden zunächst bei mittlerer Temperatur erhitzt. Während dieser Phase darf langsam gerührt werden, bis keine trockenen Zuckerkristalle mehr am Topfboden sichtbar sind.

Sobald der Sirup gleichmäßig kocht, wird nicht mehr kräftig gerührt. Er kocht zunächst ungefähr acht Minuten ohne Früchte.

Durch dieses Vorkochen entsteht ein konzentrierter Sirup, in den die vorbereiteten Sauerkirschen vorsichtig gegeben werden. Ein breiter Topf ist dafür besser geeignet als ein schmaler, sehr hoher Topf.

Warum Slatko nicht kräftig umgerührt wird

Sauerkirschen werden durch die Hitze schnell weich. Kräftiges Rühren würde die Früchte zerdrücken und kleine Fruchtteile im Sirup verteilen.

Der Topf wird stattdessen gelegentlich vorsichtig an den Griffen kreisförmig bewegt. Auf diese Weise verteilen sich die Sauerkirschen im Sirup, ohne dass ihre Form unnötig beschädigt wird.

Falls sich gegen Ende etwas am Topfboden festsetzt, kann einmal langsam mit einem hitzebeständigen Silikonspatel über den Boden gefahren werden.

Warum sich Schaum auf dem Sauerkirsch-Slatko bildet

Beim Kochen sammeln sich Luft, Fruchtsaft und feine Fruchtbestandteile als heller oder rosafarbener Schaum an der Oberfläche. Dieser Schaum ist während des Kochens zunächst normal.

Er wird vorsichtig mit einem sauberen Löffel oder Schaumlöffel abgenommen. Dadurch bleibt der fertige Sirup klarer.

Der Schaum sollte nicht wieder unter die Früchte gerührt werden. Es ist jedoch nicht notwendig, das Kochen wegen jedes kleinen Bläschens zu unterbrechen.

Wann Sauerkirschen und Sirup fertig sind

Nach dem erneuten Aufkochen benötigen die Sauerkirschen ungefähr 25 bis 35 Minuten. Die genaue Zeit hängt von Sorte, Reifegrad, Topfbreite und Heizleistung ab.

Die Früchte sollen weich und vollständig erhitzt sein, ihre erkennbare Form jedoch behalten. Zerfallen bereits viele Kirschen, wurde das Slatko zu kräftig gerührt oder zu lange gekocht.

Der heiße Sirup soll noch fließen, den Löffel aber als dünner, zusammenhängender Film überziehen. Beim Abkühlen wird er deutlich dickflüssiger.

Mit einem digitalen Küchenthermometer kann zusätzlich kontrolliert werden. Gegen Ende erreicht der gleichmäßig kochende Sirup ungefähr 105 Grad Celsius. Die Konsistenz von Früchten und Sirup bleibt dennoch das wichtigste Kriterium.

Wird der Sirup bereits im heißen Zustand honigdick, kann er nach dem Abkühlen zu fest werden oder Zuckerkristalle bilden.

Wann der Zitronensaft hinzugefügt wird

Die genau abgemessenen 30 Milliliter Zitronensaft werden während der letzten fünf Kochminuten hinzugefügt.

Der Zitronensaft ergänzt die natürliche Säure der Sauerkirschen und gleicht den konzentrierten Zuckersirup geschmacklich aus. Gleichzeitig bleibt die Rezeptur genauer als bei einer unbestimmten Angabe wie „eine Zitronenscheibe“.

Gläser zum Abfüllen vorbereiten

Benötigt werden ungefähr fünf hitzebeständige Gläser mit jeweils etwa 320 Millilitern Fassungsvermögen. Gläser und Deckel dürfen keine Risse, Absplitterungen, Verformungen oder beschädigten Dichtungen aufweisen.

Sie werden gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt, sorgfältig abgespült und bis zum Befüllen warm gehalten.

Kochend heißes Slatko darf nicht in kalte Gläser gefüllt werden. Ein starker Temperaturunterschied kann das Glas beschädigen.

Sauerkirsch-Slatko heiß abfüllen

Die heißen Sauerkirschen werden zunächst gleichmäßig auf die vorgewärmten Gläser verteilt. Anschließend wird der Sirup eingefüllt, bis die Früchte bedeckt sind.

Am oberen Glasrand bleibt ungefähr ein Zentimeter frei. Größere sichtbare Luftblasen können vorsichtig mit einem sauberen, schmalen Silikonspatel gelöst werden.

Die Glasränder werden mit sauberem, leicht angefeuchtetem Küchenpapier abgewischt. Danach werden die Gläser entsprechend dem verwendeten Deckelsystem verschlossen.

Die gefüllten Gläser bleiben aufrecht stehen. Sie werden nicht umgedreht, da heißer Sirup an die Dichtfläche gelangen und den zuverlässigen Verschluss beeinträchtigen kann.

Warum dieses Slatko im Kühlschrank aufbewahrt wird

Ein eingezogener Deckel zeigt lediglich, dass sich im Glas ein Unterdruck gebildet hat. Er bestätigt nicht, dass ein wissenschaftlich geprüftes Einkochverfahren durchgeführt wurde.

Die Gläser werden deshalb höchstens zwei Stunden bei Raumtemperatur abgekühlt und anschließend in den Kühlschrank gestellt. Das Slatko sollte innerhalb von drei Wochen verbraucht werden.

Zum Entnehmen wird immer ein sauberer und vollständig trockener Löffel verwendet. Dadurch gelangen weniger Feuchtigkeit, Speisereste und Mikroorganismen in das Glas.

Bei Schimmel, gärigem oder ungewöhnlichem Geruch, aufsteigenden Bläschen, austretender Flüssigkeit oder einem gelösten Deckel wird der gesamte Inhalt entsorgt. Sichtbarer Schimmel wird nicht nur von der Oberfläche entfernt.

Allgemeine Hinweise zur gekühlten Aufbewahrung geöffneter Konfitüren und ähnlicher Fruchtzubereitungen bietet das National Center for Home Food Preservation.

Kann man Sauerkirsch-Slatko einfrieren?

Das abgekühlte Slatko kann portionsweise in gefriergeeignete Behälter gefüllt und bis zu sechs Monate eingefroren werden. Dabei muss ausreichend Platz für die Ausdehnung des Inhalts bleiben.

Zum Auftauen wird der Behälter in den Kühlschrank gestellt. Einmal aufgetautes Slatko wird nicht erneut eingefroren und sollte innerhalb weniger Tage verbraucht werden.

Slatko od Višanja traditionell servieren

Traditionell wird eine kleine Menge Slatko auf einem Löffel oder in einem kleinen Schälchen zusammen mit einem Glas Wasser angeboten.

Es kann außerdem zu Naturjoghurt, Grießpudding, Milchreis, Eis, Pfannkuchen oder einfachem Gebäck gereicht werden. Aufgrund der konzentrierten Süße reicht gewöhnlich eine Portion von ungefähr 30 Gramm.

Eine weitere traditionelle Variante mit erkennbaren Fruchtstücken ist Quitten-Slatko – Slatko od Dunja.

Häufige Fehler bei Sauerkirsch-Slatko

Ein Kilogramm Kirschen vor dem Entsteinen abwiegen: Nach dem Entfernen von Stielen und Steinen bleibt zu wenig Frucht übrig. Benötigt werden genau 1.000 Gramm entsteinte Sauerkirschen.

Weiche oder beschädigte Früchte verwenden: Sie zerfallen schneller und können den gesamten Glasinhalt beeinträchtigen.

Kirschsteine übersehen: Jede entsteinte Frucht muss kurz kontrolliert werden.

Den Sirup nicht vorkochen: Die zusätzliche Kochzeit mit den Früchten kann dazu führen, dass die Sauerkirschen zerfallen.

Kräftig umrühren: Dadurch werden die weichen Früchte zerdrückt und der Sirup wird trüb.

Den Sirup zu stark einkochen: Beim Abkühlen wird er wesentlich dicker. Ein bereits honigdicker heißer Sirup kann später zu fest werden.

Kalte Gläser befüllen: Der starke Temperaturunterschied kann zum Springen des Glases führen.

Die gefüllten Gläser umdrehen: Die Gläser bleiben nach dem Verschließen aufrecht stehen.

Ein Vakuum mit sicherem Einkochen gleichsetzen: Ein eingezogener Deckel allein ist kein Beweis für ein kontrolliertes Konservierungsverfahren.

Das Slatko ungekühlt lagern: Diese Rezeptur ist ausdrücklich für die Aufbewahrung im Kühlschrank festgelegt.

Häufige Fragen zu Slatko od Višanja

Was bedeutet Slatko od Višanja?

Slatko bedeutet „süß“, während višnja die Sauerkirsche bezeichnet. Gemeint sind ganze oder weitgehend unversehrte Sauerkirschen in konzentriertem Zuckersirup.

Ist Sauerkirsch-Slatko dasselbe wie Kirschmarmelade?

Nein. Beim Slatko bleiben die Sauerkirschen sichtbar und werden zusammen mit dem Sirup serviert. Kirschmarmelade ist zerkleinert und streichfähig.

Kann man Süßkirschen verwenden?

Nicht ohne die Rezeptur anzupassen. Süßkirschen besitzen weniger Säure und ergeben einen anderen Geschmack. Diese Version ist ausschließlich für Sauerkirschen festgelegt.

Kann man tiefgekühlte Sauerkirschen verwenden?

Frische Sauerkirschen sind für dieses Rezept besser geeignet, weil sie ihre Form zuverlässiger behalten. Tiefgekühlte Früchte geben beim Auftauen zusätzliche Flüssigkeit ab und zerfallen schneller.

Warum enthält Slatko so viel Zucker?

Slatko ist eine traditionelle, stark gesüßte Fruchtzubereitung, die nur in kleinen Mengen serviert wird. Der Zucker bestimmt außerdem die Konzentration und Konsistenz des Sirups.

Kann man die Zuckermenge reduzieren?

Nicht innerhalb dieser festgelegten Rezeptur. Weniger Zucker verändert Sirupkonsistenz, Kochzeit, Ertrag, Geschmack und Nährwerte.

Warum ist der Sirup im heißen Zustand noch relativ flüssig?

Heißer Zuckersirup ist dünnflüssiger als abgekühlter Sirup. Er wird beim Abkühlen deutlich dicker und sollte deshalb nicht bereits im Topf bis zu einer festen Honigkonsistenz gekocht werden.

Wie lange hält sich Slatko od Višanja?

Die abgekühlten Gläser werden im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von drei Wochen verbraucht. Zum Entnehmen wird immer ein sauberer und trockener Löffel verwendet.

Kann das Slatko bei Raumtemperatur aufbewahrt werden?

Nicht auf Grundlage dieser Rezeptur. Das heiße Abfüllen allein ist kein geprüftes Einkochverfahren für eine langfristige ungekühlte Lagerung.

Wie wird Sauerkirsch-Slatko serviert?

Traditionell wird ungefähr ein Löffel Slatko zusammen mit einem Glas Wasser angeboten. Es passt außerdem zu Joghurt, Milchreis, Eis, Pfannkuchen und einfachem Gebäck.

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