Die fermentierten Weißkohlblätter vorsichtig voneinander lösen. Ungefähr 18 große, möglichst unbeschädigte Blätter zum Füllen auswählen.
Sehr große Blätter halbieren. Die besonders dicke Mittelrippe mit einem scharfen Messer flach abschneiden, ohne das Blatt vollständig zu durchtrennen.
Die Blätter probieren. Sind sie ausgesprochen salzig oder sauer, kurz einzeln unter kaltem Wasser abspülen. Anschließend gründlich abtropfen lassen. Mildere Blätter müssen nicht abgespült werden.
Kleine, beschädigte oder zu feste Blätter und abgeschnittene Kohlstücke nicht wegwerfen. Ungefähr 300 Gramm davon grob schneiden und später für Topfboden und oberste Schicht verwenden.
Den Reis in einem feinen Sieb unter kaltem Wasser abspülen, bis das ablaufende Wasser deutlich klarer wird. Anschließend vollständig abtropfen lassen.
Zwiebeln in ungefähr drei bis vier Millimeter große Würfel schneiden. Knoblauch sehr fein hacken oder pressen.
Rinderhackfleisch, abgetropften Reis, Zwiebeln, Knoblauch, fünf Gramm Salz, schwarzen Pfeffer und Paprikapulver in die Rührschüssel geben.
Die Zutaten mit sauberen Händen nur so lange vermengen, bis Reis und Gewürze gleichmäßig verteilt sind. Die Füllung nicht lange und kräftig kneten, da sie sonst kompakt wird.
Nach dem Umgang mit rohem Hackfleisch Hände, Messer, Schüssel, Schneidebrett und Arbeitsfläche gründlich reinigen. Für die weiteren Arbeitsschritte nur saubere Utensilien verwenden.
Ein Kohlblatt mit der Innenseite nach oben auf die Arbeitsfläche legen. Abhängig von der Blattgröße ungefähr 45 bis 55 Gramm Füllung auf das untere Drittel geben.
Das untere Blattende über die Füllung schlagen. Eine Seite nach innen klappen, das Blatt locker aufrollen und die offene Blattseite vorsichtig in die Rolle stecken. Die Sarma nicht zu fest wickeln, da der rohe Reis beim Garen aufquillt.
Auf diese Weise ungefähr 18 mittelgroße Sarma formen. Besonders kleine Blätter können überlappend zusammengelegt werden.
Den Boden des Kochtopfes mit 15 Gramm Sonnenblumenöl bestreichen. Die Hälfte der grob geschnittenen Kohlreste gleichmäßig darauf verteilen.
Die erste Lage Sarma mit der Verschlussseite nach unten dicht nebeneinander in den Topf legen. Zwischen den Rollen ungefähr die Hälfte des geräucherten Rindfleisches verteilen.
Die übrigen Sarma als zweite Lage einschichten. Restliches geräuchertes Rindfleisch und Lorbeerblätter dazwischenlegen.
Die Sarma mit den verbliebenen Kohlblättern und Kohlabschnitten vollständig bedecken. Diese obere Schicht schützt die Rollen während des langen Garens.
Tomatenmark mit 1,2 Litern heißem Wasser glatt rühren und langsam am Topfrand eingießen. Die Flüssigkeit soll die Sarma nahezu, aber nicht zwingend vollständig bedecken.
Den hitzebeständigen Teller mit der Unterseite nach oben auf die obere Kohlschicht legen. Er hält die Rollen während des Garens an ihrem Platz.
Den Topf verschließen und bei mittlerer Temperatur innerhalb von ungefähr 15 Minuten zum sanften Köcheln bringen.
Die Temperatur anschließend auf eine niedrige Stufe reduzieren. Die Sarma zugedeckt ungefähr zwei Stunden sehr sanft köcheln lassen. Die Flüssigkeit darf leicht blubbern, aber nicht kräftig sprudeln.
Während des Garens nicht zwischen den Sarma umrühren. Den Flüssigkeitsstand nach ungefähr einer Stunde kontrollieren. Liegen Rollen vollständig trocken, bis zu 200 Milliliter heißes Wasser am Topfrand hinzufügen.
Nach zwei Stunden eine besonders große Sarma vorsichtig entnehmen und öffnen. Der Reis muss vollständig weich und das Fleisch durchgehend gegart sein.
Die Temperatur in der Mitte der Fleischfüllung prüfen. Sie muss mindestens zwei Minuten lang 70 °C erreicht haben. Ist der Reis noch fest oder wurde die Temperatur nicht erreicht, weitere 15 bis 20 Minuten zugedeckt garen.
Den Topf von der Kochstelle nehmen. Teller vorsichtig entfernen und die Sarma 15 Minuten zugedeckt ruhen lassen.
Lorbeerblätter entfernen. Pro Portion ungefähr drei Sarma mit etwas Kohl, geräuchertem Rindfleisch und Kochflüssigkeit servieren.