Go Back

Pinđur – Paprika-Tomaten-Aufstrich

Pinđur ist ein stückiger Gemüseaufstrich aus gerösteten roten Paprika, Tomaten und Aubergine. Die Tomaten werden zunächst eingekocht und anschließend mit dem grob zerkleinerten Gemüse und Sonnenblumenöl zu einem saftigen, konzentrierten Relish verarbeitet.
Vorbereitungszeit45 Minuten
Zubereitungszeit1 Stunde 45 Minuten
Abtropfzeit45 Minuten
Gesamtzeit3 Stunden 15 Minuten
Gericht: Aufstrich, Beilage, Vorrat
Küche: Balkan Küche
Keyword: Balkan Zimnica, mazedonischer Gemüseaufstrich, Paprika-Tomaten-Aufstrich, Pindjur selber machen, Pinđur Rezept
Servings: 24 Portionen à ca. 50 g
Calories: 61kcal

Kochutensilien

  • Digitale Küchenwaage
  • Zwei große Backbleche
  • Backpapier
  • Große hitzebeständige Schüssel mit Deckel
  • Großes Sieb
  • Großes Schneidebrett und scharfes Kochmesser
  • Breiter Topf mit schwerem Boden
  • Hitzebeständiger Kochlöffel
  • Drei saubere hitzebeständige Behälter mit Deckeln

Zutaten

Für ca. 1,2 kg Pinđur

  • 1.500 g reife rote Spitzpaprika
  • 800 g reife längliche Tomaten
  • 400 g Aubergine
  • 90 ml Sonnenblumenöl
  • 15 g Knoblauch
  • 15 g feines Salz

Anleitungen

  • Den Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Paprika, Tomaten und Aubergine gründlich waschen und abtrocknen.
  • Die Paprika im Ganzen auf ein Backblech legen. Die Aubergine mehrmals mit einer Gabel einstechen und danebenlegen. Die Tomaten auf dem zweiten Blech verteilen.
  • Die Tomaten etwa 20 bis 25 Minuten rösten, bis ihre Haut aufplatzt und sich leicht lösen lässt. Aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen.
  • Paprika ungefähr 30 bis 35 Minuten rösten und währenddessen mehrmals wenden. Die Haut soll rundherum Blasen bilden und stellenweise dunkel werden. Die Aubergine etwa 40 bis 45 Minuten backen, bis sie vollständig weich ist.
  • Die heißen Paprika sofort in die hitzebeständige Schüssel geben, abdecken und 20 Minuten ruhen lassen. Danach Haut, Stiele, Kerne und helle Innenhäute sorgfältig entfernen. Die geschälten Paprika nicht unter Wasser abspülen.
  • Die Aubergine längs halbieren und das weiche Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen. Stark verbrannte Schalenstücke vollständig entfernen.
  • Paprika und Auberginenfleisch in ein Sieb geben, abdecken und 45 Minuten im Kühlschrank abtropfen lassen.
  • Währenddessen die gerösteten Tomaten häuten, die Stielansätze entfernen und das Fruchtfleisch grob zerkleinern. Tomaten samt ausgetretenem Saft in den breiten Topf geben.
  • Die Tomaten bei mittlerer Temperatur etwa 25 bis 30 Minuten offen kochen. Regelmäßig umrühren, bis ein großer Teil der Flüssigkeit verdampft ist und eine dicke, noch leicht stückige Tomatenmasse entsteht.
  • Die abgetropften Paprika und die Aubergine mit dem Messer grob hacken. Das Gemüse soll in kleinen Stücken erkennbar bleiben und nicht zu einem vollständig glatten Püree verarbeitet werden.
  • Das gehackte Gemüse zu den eingekochten Tomaten geben und gründlich vermengen. Die Masse zehn Minuten ohne zusätzliches Öl köcheln lassen.
  • Das Sonnenblumenöl in drei Portionen hinzufügen. Nach jeder Zugabe rühren, bis sich das Öl mit dem Gemüse verbunden hat. Den Pinđur anschließend bei niedriger bis mittlerer Temperatur weitere 35 bis 45 Minuten offen kochen.
  • Den Knoblauch fein reiben oder pressen. Knoblauch und Salz ungefähr zehn Minuten vor Ende der Kochzeit unterrühren.
  • Der Pinđur ist fertig, wenn er dick und saftig ist, aber noch erkennbare Gemüsestückchen besitzt. Wird mit dem Kochlöffel eine Spur über den Topfboden gezogen, soll sie kurz sichtbar bleiben.
  • Den heißen Pinđur auf drei saubere, hitzebeständige Behälter verteilen. Etwa 20 Minuten ohne vollständiges Verschließen abdampfen lassen, anschließend verschließen und in den Kühlschrank stellen. Nicht länger als zwei Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.
  • Einen Behälter innerhalb von drei bis vier Tagen verbrauchen. Die übrigen Portionen nach vollständigem Abkühlen im Kühlschrank in geeigneten Behältern einfrieren.

Notizen

  • Reife, dickfleischige rote Spitzpaprika ergeben mehr Fruchtfleisch und einen konzentrierteren Geschmack als dünnwandige Gemüsepaprika.
  • Die Paprika müssen deutlich geröstet werden. Nur weich gebackene, aber blasse Schoten entwickeln nicht das typische Röstaroma.
  • Geschälte Paprika nicht unter Wasser abspülen. Wasser entfernt Paprikasaft und verdünnt den späteren Pinđur.
  • Die Tomaten werden zuerst separat eingekocht, damit der fertige Aufstrich nicht wässrig wird.
  • Pinđur bleibt absichtlich stückiger als Ajvar. Fleischwolf, Küchenmaschine oder Stabmixer dürfen das Gemüse deshalb nicht zu einem glatten Püree verarbeiten.
  • Das Öl langsam hinzufügen. Eine große Menge auf einmal kann sich von der Gemüsemasse trennen.
  • Dieser Pinđur ist nicht für eine ungekühlte Lagerung in der Vorratskammer vorgesehen. Auch ein eingezogener Deckel beweist keine sichere Konservierung.
  • Im Kühlschrank innerhalb von drei bis vier Tagen verbrauchen und immer mit einem sauberen Löffel entnehmen.
  • Für längere Aufbewahrung vollständig abgekühlt portionsweise einfrieren. Für die beste Qualität innerhalb von ungefähr drei Monaten verbrauchen.
  • Gefrorenen Pinđur langsam im Kühlschrank auftauen. Eine geringe Menge abgesetzter Flüssigkeit kann anschließend wieder eingerührt werden.