Kiseli Kupus – ganze Kohlköpfe fermentieren
Traditioneller Kiseli Kupus aus ganzen Weißkohlköpfen, die in einer genau abgewogenen Salzlake fermentieren und später für Sarma, Salat und warme Kohlgerichte verwendet werden.
Vorbereitungszeit40 Minuten Min.
Fermentationszeit40 Tage d
Gesamtzeit40 Tage d 40 Minuten Min.
Gericht: Beilage, Salat, Vorrat
Küche: Balkan Küche
Keyword: Balkan Zimnica, ganze Kohlköpfe fermentieren, Kiseli Kupus, Kohl in Salzlake, Sauerkraut selber machen
Servings: 30 Portionen - ca. 150 g fermentierter Kohl
Calories: 30kcal
Digitale Küchenwaage
Großes Schneidebrett
Großes scharfes Kochmesser
Messbecher
Großer sauberer Topf oder Behälter zum Ansetzen der Salzlake
Kochlöffel
Lebensmittelechter Gärbehälter mit Deckel, ca. 12 bis 15 Liter
Gärventil oder Wasserrinne, falls zum Behälter gehörend
Lebensmittelechte Abdeckplatte
Geeignete Gärgewichte aus Glas
Digitale Thermometer
Kalibriertes digitales pH-Messgerät oder geeignete pH-Teststreifen
Saubere Schöpfkelle
Saubere kleinere Behälter für die spätere Kühlschranklagerung
- 4.500 g feste mittelgroße Weißkohlköpfe – ungefähr 3 Köpfe vor dem Putzen gewogen
- 5 l stilles Wasser in Trinkwasserqualität
- 200 g Einmach- oder Pökelsalz ohne Jod und Rieselhilfen
Gärbehälter vorbereiten
Den Gärbehälter, Deckel, die Abdeckplatte, Gärgewichte und sämtliche verwendeten Geräte gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen.
Alles sorgfältig mit sehr heißem sauberem Wasser abspülen und vollständig abtropfen lassen.
Den Behälter auf Beschädigungen, starke Kratzer, Risse und Fremdgerüche kontrollieren.
Den sauberen Behälter an seinem vorgesehenen dunklen Gärplatz aufstellen, da er nach dem Befüllen schwer zu bewegen ist.
Kohlköpfe vorbereiten
Sämtliche Kohlköpfe sorgfältig verlesen. Schimmelige, faulige, stark beschädigte oder unangenehm riechende Köpfe vollständig aussortieren.
Verschmutzte, welke oder beschädigte Außenblätter entfernen.
Die Kohlköpfe unter kaltem fließendem Trinkwasser vorsichtig abspülen und gut abtropfen lassen.
Den Strunk jedes Kopfes mit einem sauberen scharfen Messer ungefähr vier bis fünf Zentimeter tief kreuzförmig einschneiden.
Den Strunk nicht vollständig entfernen und die Köpfe nicht in einzelne Blätter zerlegen.
Salzlake ansetzen
Genau fünf Liter Wasser abmessen.
Genau 200 Gramm Einmach- oder Pökelsalz hinzufügen und rühren, bis es vollständig aufgelöst ist.
Falls ein Teil des Wassers zum Auflösen erwärmt wurde, die gesamte Salzlake vor dem Einfüllen auf ungefähr 18 Grad Celsius abkühlen lassen.
Kohl einlegen
Die Kohlköpfe möglichst dicht, aber ohne gewaltsames Zusammendrücken in den vorbereiteten Gärbehälter legen.
Die vollständig abgekühlte Salzlake langsam über die Köpfe gießen.
Kontrollieren, dass die Lake sämtliche Kohlköpfe um mindestens drei bis fünf Zentimeter überdeckt.
Die lebensmittelechte Abdeckplatte auflegen und mit den sauberen Gärgewichten beschweren.
Den Behälter entsprechend seinem Verschlusssystem schließen. Während der aktiven Fermentation muss entstehendes Gas entweichen können.
Fermentation kontrollieren
Den Kohl möglichst konstant bei 16 bis 20 Grad Celsius fermentieren lassen. Eine Temperatur um 18 Grad Celsius ist ideal.
Während der ersten Woche täglich kontrollieren, ob sämtliche Kohlköpfe und losen Blätter unter der Salzlake bleiben.
Danach den Flüssigkeitsstand mindestens alle zwei bis drei Tage kontrollieren.
Sinkt die Lake unter den Kohl, zusätzliche Salzlake aus genau 40 Gramm Salz pro Liter Wasser zubereiten, vollständig abkühlen lassen und vorsichtig nachfüllen.
Ab dem zweiten oder dritten Tag regelmäßig eine saubere Probe der Lake entnehmen und den pH-Wert entsprechend den Herstellerhinweisen des Messgeräts kontrollieren.
Kleine Gasblasen, eine leichte Trübung und ein zunehmend säuerlicher Kohlgeruch als normale Fermentationszeichen beobachten.
Bei flaumigem Schimmel, rosa, roter, grauer oder schwarzer Verfärbung, fauligem Geruch sowie schleimigem oder vollständig matschigem Kohl den gesamten Inhalt entsorgen und nicht probieren.
Die Kohlköpfe insgesamt 30 bis 40 Tage fermentieren lassen. Ganze Köpfe nicht vor Ablauf von mindestens 30 Tagen verwenden.
Kiseli Kupus prüfen und lagern
Nach 30 Tagen einen Kohlkopf mit sauberem Werkzeug entnehmen und die äußeren sowie inneren Blätter kontrollieren.
Der fertige Kohl muss gleichmäßig sauer, biegsam und leicht durchscheinend sein. Der pH-Wert der Lake muss eindeutig unter 4,6 liegen.
Ist der innere Bereich noch hart oder deutlich weniger sauer, den Kopf wieder vollständig untertauchen und die Fermentation bis zu insgesamt 40 Tagen fortsetzen.
Nach abgeschlossener Fermentation die Köpfe zusammen mit ausreichend Rasol in kleinere saubere Behälter umfüllen.
Den Kiseli Kupus vollständig mit Rasol bedeckt bei höchstens 4 Grad Celsius lagern und für die beste Qualität innerhalb von drei Monaten verbrauchen.
- Dieses Rezept beschreibt traditionell fermentierte ganze Kohlköpfe und kein mit Essig eingelegtes Gemüse.
- Für Sarma eignen sich feste Köpfe mit möglichst dünnen, biegsamen Blättern.
- Nur gesunde, frische und vollständig einwandfreie Kohlköpfe verwenden.
- Pro Liter Wasser werden genau 40 Gramm Salz verwendet.
- Die Salzmenge immer wiegen und nicht mit einem Esslöffel schätzen.
- Die Salzmenge während der Fermentation nicht reduzieren.
- Stark gechlortes oder hygienisch unsicheres Wasser nicht verwenden.
- Warme Salzlake vollständig abkühlen lassen, bevor sie über den Kohl gegossen wird.
- Sämtliche Kohlköpfe und losen Blätter müssen dauerhaft unter der Lake bleiben.
- Reines Wasser niemals direkt in den Gärbehälter nachfüllen.
- Zusätzliche Lake immer aus 40 Gramm Salz pro Liter Wasser herstellen.
- Keine gewöhnlichen Steine, Metallgegenstände oder nicht lebensmittelechten Gewichte verwenden.
- Der Behälter darf während der aktiven Fermentation nicht ohne Möglichkeit zum Druckausgleich fest verschlossen sein.
- Möglichst konstant bei 16 bis 20 Grad Celsius fermentieren.
- Temperaturen deutlich über 22 Grad Celsius vermeiden.
- Ganze Köpfe benötigen gewöhnlich 30 bis 40 Tage.
- Ein niedriger pH-Wert der Lake ersetzt bei ganzen Köpfen nicht die notwendige Fermentationszeit.
- Der pH-Wert muss vor dem Verzehr eindeutig unter 4,6 liegen.
- Leichte Trübung, kleine Gasblasen und helle Ablagerungen können normal sein.
- Bei Schimmel, auffälligen farbigen Belägen, fauligem Geruch oder schleimigen Blättern den gesamten Ansatz entsorgen.
- Verdächtigen Kohl oder Rasol nicht probieren.
- Nach abgeschlossener Fermentation vollständig mit Rasol bedeckt bei höchstens 4 Grad Celsius lagern.
- Für die beste Qualität innerhalb von ungefähr drei Monaten verbrauchen.
- Die Kalorienangabe bezieht sich auf ungefähr 150 Gramm fermentierten Kohl; Salzlake wurde nicht als verzehrte Portion berechnet.