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Pljeskavica – saftige Balkan-Grillspezialität

Große, flache Pljeskavica aus gut durchwachsenem Rinderhackfleisch, fein gehackten Zwiebeln und wenigen Gewürzen. Durch gründliches Vermengen und zwei Stunden Kühlzeit bleibt die Fleischmasse stabil und saftig.
Vorbereitungszeit25 Minuten
Zubereitungszeit12 Minuten
Kühlzeit2 Stunden
Gesamtzeit2 Stunden 37 Minuten
Gericht: Grillgerichte, Hauptgericht
Küche: Balkan Küche
Keyword: Balkan Grillrezept, Hackfleisch vom Grill, Pljeskavica Rezept, Pljeskavica selber machen
Servings: 4 Portionen, 4 große Pljeskavice
Calories: 550kcal

Kochutensilien

  • Große gekühlte Rührschüssel
  • Küchenwaage
  • Schneidebrett
  • Scharfes Messer
  • Verschließbarer Behälter
  • Backpapier
  • Grill, Grillplatte oder große Grillpfanne
  • Breiter Pfannenwender
  • Küchenthermometer

Zutaten

Für die Pljeskavica-Masse

  • 800 g gut gekühltes Rinderhackfleisch mit ungefähr 18 bis 20 Prozent Fett
  • 14 g feines Salz
  • 30 ml sehr kaltes Mineralwasser mit Kohlensäure
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver ungefähr 2 g
  • ½ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer ungefähr 1 g
  • 1 kleine Zwiebel ungefähr 80 g

Zum Grillen oder Braten

  • 1 TL neutrales Öl ungefähr 5 g

Zum Servieren, nach Wunsch

  • Somun oder Lepinja
  • Fein gehackte rohe Zwiebeln
  • Ajvar
  • Kajmak
  • Gegrillte Paprika oder frischer Salat

Anleitungen

  • Das Rinderhackfleisch bis zur Verarbeitung im Kühlschrank aufbewahren. Auch die Schüssel soll möglichst kühl sein.
  • Das kalte Hackfleisch in die Schüssel geben. Salz, Paprikapulver und schwarzen Pfeffer gleichmäßig darüberstreuen.
  • Die Fleischmasse fünf bis sechs Minuten mit der Hand gründlich vermengen. Dabei wird sie wiederholt gefaltet, gedrückt und zusammengeführt.
  • Das kalte Mineralwasser nach und nach einarbeiten. Nur so lange weiterkneten, bis die Flüssigkeit vollständig aufgenommen und die Masse gleichmäßig klebrig ist.
  • Die Fleischmasse flach in einen verschließbaren Behälter drücken, vollständig abdecken und 90 Minuten bei höchstens vier Grad Celsius kühlen.
  • Kurz vor dem Formen die Zwiebel schälen und sehr fein würfeln. Größere Zwiebelstücke würden die dünnen Pljeskavice instabil machen.
  • Die gehackte Zwiebel gleichmäßig unter die gekühlte Fleischmasse arbeiten. Die Masse dabei nicht unnötig erwärmen.
  • Die Fleischmasse in vier gleich große Portionen teilen. Jede Portion wiegt einschließlich Zwiebel und Mineralwasser ungefähr 225 Gramm.
  • Eine Portion zwischen zwei leicht geölte Bögen Backpapier legen und vorsichtig zu einer runden, ungefähr 16 bis 18 Zentimeter großen und etwa einen Zentimeter dicken Pljeskavica drücken.
  • Die Mitte etwas dünner als den Rand formen. Dadurch wölbt sich die Pljeskavica beim Garen weniger stark.
  • Alle vier Pljeskavice nebeneinander auf eine geeignete Unterlage legen, abdecken und weitere 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen.
  • Den Grill oder die Grillplatte vollständig vorheizen. Eine Grillpfanne dünn mit dem abgemessenen Öl bestreichen.
  • Die Pljeskavice direkt aus dem Kühlschrank auf die heiße Fläche legen. Zwischen den einzelnen Portionen ausreichend Abstand lassen.
  • Die Pljeskavice je nach Dicke ungefähr fünf bis sechs Minuten pro Seite grillen oder braten. Erst wenden, wenn sich die Unterseite gut von der Fläche lösen lässt.
  • Während des Garens nicht mit dem Pfannenwender auf das Fleisch drücken, da dadurch Fleischsaft austritt.
  • Hackfleisch muss vollständig durchgegart werden. Zur sicheren Kontrolle sollen die Pljeskavice im Kern mindestens zwei Minuten lang 70 °C erreichen.
  • Die fertigen Pljeskavice auf einen sauberen Teller legen und sofort mit warmem Somun, Zwiebeln, Ajvar und nach Wunsch Kajmak servieren.

Notizen

  • Dieses Rezept verwendet ausschließlich Rinderhackfleisch. Mischungen aus Rind, Lamm oder Schweinefleisch kommen ebenfalls vor, ergeben aber jeweils einen anderen regionalen Stil.
  • Ein Fettanteil von ungefähr 18 bis 20 Prozent verhindert, dass die große und relativ dünne Pljeskavica beim Grillen schnell trocken wird.
  • Sehr mageres Hackfleisch oder Tatar ist für dieses Rezept weniger geeignet.
  • Die Salzmenge entspricht ungefähr 1,75 Prozent des Fleischgewichts und sollte gewogen werden.
  • Ei, Semmelbrösel und Mehl sind nicht notwendig. Sie würden Geschmack und Konsistenz stärker in Richtung Frikadelle verändern.
  • Mineralwasser ersetzt keine ausreichende Fleischqualität. Es erleichtert lediglich das Vermengen und macht die Masse etwas geschmeidiger.
  • Das gründliche Vermengen sorgt für die notwendige Bindung. Eine nur locker vermischte Masse kann beim Wenden auseinanderbrechen.
  • Die Zwiebel wird erst nach der ersten Kühlzeit hinzugefügt. Dadurch zieht sie nicht unnötig lange Wasser und verändert die Fleischmasse weniger stark.
  • Ajvar und Kajmak kommen zum fertigen Gericht, nicht in diese Grundmasse.
  • Natron ist für eine gute Pljeskavica nicht zwingend erforderlich und wird in diesem Rezept bewusst weggelassen.
  • Eine Pljeskavica wird deutlich breiter und flacher als ein gewöhnlicher Burger-Patty geformt.
  • Die Fleischmasse bleibt während der gesamten Vorbereitung möglichst kalt.
  • Rohe Fleischmasse wird nicht probiert. Arbeitsflächen, Hände und Geräte werden anschließend gründlich gereinigt.
  • Gegarte Pljeskavice werden nicht auf den Teller zurückgelegt, auf dem zuvor das rohe Fleisch lag.
  • Hackfleisch von der Bedientheke wird am Einkaufstag verarbeitet. Bei verpacktem Hackfleisch gelten Verbrauchsdatum und angegebene Lagertemperatur.
  • Übrig gebliebene gegarte Pljeskavice werden zügig abgekühlt, verschlossen gekühlt und vor dem Servieren vollständig durcherhitzt.