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Filoteig selber machen

Elastischer hausgemachter Filoteig aus Mehl, Wasser, Salz und Öl. Nach zweimaligem Ruhen lässt sich der Teig dünn ausrollen und von Hand zu zehn vielseitigen Teigblättern für Pita, Burek und andere gefüllte Gerichte ausziehen.
Vorbereitungszeit55 Minuten
Ruhezeit1 Stunde
Gesamtzeit1 Stunde 55 Minuten
Gericht: Grundrezepte, Teig
Küche: Balkan Küche, Südosteuropäisch
Keyword: Filoteig ausziehen, Filoteig Rezept, Filoteig selber machen, hausgemachter Filoteig, Jufka selber machen, Teigblätter für Pita
Servings: 10 Teigblätter
Calories: 255kcal

Kochutensilien

  • Große Rührschüssel
  • Küchenwaage
  • Messbecher
  • Teigkarte oder Messer
  • Nudelholz
  • Großes sauberes Baumwolltuch
  • Backpapier
  • Sauberes Küchentuch oder Frischhaltedeckel

Zutaten

Für den Filoteig

  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 10 g feines Salz
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 30 ml neutrales Öl vorzugsweise Sonnenblumenöl

Zum Formen und Ausziehen

  • 20 ml neutrales Öl
  • 30 g Speisestärke

Anleitungen

  • Mehl und Salz in einer großen Schüssel gleichmäßig vermischen.
  • Zunächst ungefähr 280 Milliliter lauwarmes Wasser und 30 Milliliter Öl hinzufügen. Die Zutaten mit der Hand oder einem stabilen Kochlöffel vermengen.
  • Das restliche Wasser nach und nach einarbeiten. Der Teig soll weich und leicht klebrig, aber nicht flüssig sein.
  • Den Teig auf einer sauberen Arbeitsfläche acht bis zehn Minuten kräftig kneten. Er ist ausreichend geknetet, wenn seine Oberfläche weitgehend glatt ist und er sich dehnen lässt, ohne sofort auseinanderzufallen.
  • Den Teig zu einer Kugel formen, dünn einölen und abgedeckt 30 Minuten bei normaler Raumtemperatur ruhen lassen.
  • Den Teig wiegen und mit einer Teigkarte in zehn möglichst gleich große Portionen teilen. Jede Portion sollte ungefähr 84 Gramm wiegen.
  • Die Portionen mit nach unten gezogenen Rändern zu glatten Kugeln formen. Dabei nicht zusätzlich große Mengen Mehl einarbeiten.
  • Die Teigkugeln nebeneinander auf einen leicht geölten Teller oder in eine flache Form legen. Mit den restlichen 20 Millilitern Öl dünn bestreichen und vollständig abdecken.
  • Die Teigkugeln weitere 30 Minuten ruhen lassen. Diese zweite Ruhephase erleichtert das spätere Ausrollen und Ausziehen.
  • Ein großes sauberes Baumwolltuch faltenfrei auf den Tisch legen und sehr dünn mit einem Teil der Speisestärke bestäuben.
  • Eine Teigkugel aus der Abdeckung nehmen und zunächst mit den Händen flach drücken. Anschließend mit dem Nudelholz zu einem möglichst gleichmäßigen Kreis von ungefähr 20 bis 25 Zentimetern Durchmesser ausrollen.
  • Beide Hände mit den Handrücken nach oben vorsichtig unter die Teigmitte schieben. Den Teig langsam anheben und durch sein Eigengewicht sowie kleine Bewegungen von der Mitte nach außen dehnen.
  • Den Teig wieder auf das Tuch legen und rundherum weiter ausziehen. Dabei immer an den dickeren Bereichen arbeiten und nicht kräftig an bereits sehr dünnen Stellen ziehen.
  • Das Teigblatt ist fertig, wenn die Mitte gleichmäßig dünn und nahezu durchscheinend ist. Dicke äußere Ränder können mit einem Messer oder einer Teigkarte entfernt werden.
  • Den fertigen Filoteig möglichst sofort füllen und formen. Müssen mehrere Blätter vorbereitet werden, werden sie mit Backpapier voneinander getrennt, sehr leicht mit Stärke bestäubt und vollständig abgedeckt.
  • Mit den übrigen Teigkugeln ebenso verfahren. Nicht verwendete Kugeln bleiben währenddessen abgedeckt, damit ihre Oberfläche nicht austrocknet.
  • Den rohen Filoteig entsprechend dem jeweiligen Pita-, Burek- oder Gebäckrezept füllen und vollständig backen. Roher Teig wird nicht probiert oder gegessen.

Notizen

  • Weizenmehl Type 550 ergibt gewöhnlich einen belastbaren und gut dehnbaren Teig. Type 405 kann ebenfalls funktionieren, das Ergebnis hängt jedoch stärker vom konkreten Mehl ab.
  • Die Mehltype allein garantiert keine gute Elastizität. Mehle verschiedener Hersteller können unterschiedlich viel Wasser aufnehmen.
  • Das Wasser wird deshalb schrittweise hinzugefügt. Ein sehr weicher Teig lässt sich leichter dehnen, darf aber nicht so klebrig sein, dass er am Tuch haften bleibt.
  • Zusätzliches Mehl wird nur sparsam verwendet. Wird während des Knetens viel Mehl eingearbeitet, kann der Filoteig fest und schwer ausziehbar werden.
  • Eine ausreichende Knetzeit ist notwendig, damit ein zusammenhängendes Klebergerüst entsteht.
  • Die gesamte Ruhezeit beträgt 60 Minuten: 30 Minuten als große Teigkugel und weitere 30 Minuten nach dem Portionieren.
  • Alle Teigkugeln bleiben bis zur Verarbeitung abgedeckt. Bereits eine leicht angetrocknete Oberfläche kann beim Ausziehen reißen.
  • Die Speisestärke verhindert das Ankleben, sollte aber nur dünn aufgetragen werden. Große Mengen bleiben später als trockene Schicht auf dem Teig.
  • Der Teig wird zuerst ausgerollt und anschließend mit den Handrücken gedehnt. Fingerspitzen können leichter Löcher verursachen.
  • Kleine Löcher am äußeren Rand sind bei gerollter Pita meist unproblematisch. Große Risse in der Mitte können mit einem dünnen Teigstück überlappt werden.
  • Dicke Ränder werden abgeschnitten, weil sie beim Backen hart oder teigig bleiben können.
  • Dieser allgemeine Filoteig ist für Burek, Sirnica, Zeljanica und ähnliche Pita-Gerichte vorgesehen. Für sehr viele besonders feine Schichten wird die speziellere Methode für Baklava-Teigblätter verwendet.
  • Die fertigen Blätter werden nicht vorgebacken, sondern roh gefüllt oder geschichtet und anschließend vollständig gebacken.
  • Roher Filoteig enthält unbehandeltes Mehl und ist nicht zum Probieren bestimmt.
  • Am zuverlässigsten wird der Filoteig unmittelbar nach dem Ausziehen verarbeitet.
  • Teigkugeln können gut verschlossen bis zum folgenden Tag im Kühlschrank gelagert werden. Vor dem Ausziehen benötigen sie ungefähr 30 bis 45 Minuten bei Raumtemperatur.
  • Fertig ausgezogene Blätter trocknen schneller aus und eignen sich weniger gut für eine längere Aufbewahrung.
  • Eingefroren werden vorzugsweise die portionierten Teigkugeln und nicht die bereits ausgezogenen Blätter.