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Ćevapi – bosnisches Rezept vom Grill

Hausgemachte bosnische Ćevapi aus gut durchwachsenem Rinderhackfleisch und Salz. Durch gründliches Vermengen und zwei Stunden Kühlzeit entstehen etwa 32 kompakte Fleischröllchen für Grill oder Grillpfanne.
Vorbereitungszeit30 Minuten
Zubereitungszeit10 Minuten
Kühlzeit2 Stunden
Gesamtzeit2 Stunden 40 Minuten
Gericht: Grillgerichte, Hauptgericht
Küche: Balkan Küche, Bosnisch
Keyword: Balkan Grillrezept, bosnische Ćevapi, Cevapcici selber machen, Ćevapi Rezept, Ćevapi vom Grill, Hackfleischröllchen
Servings: 4 Portionen, etwa 32 Ćevapi
Calories: 500kcal

Kochutensilien

  • Große gekühlte Rührschüssel
  • Küchenwaage
  • Flacher Teller oder Tablett
  • Frischhaltedeckel oder geeigneter Behälter
  • Grill, Grillplatte oder Grillpfanne
  • Grillzange
  • Kleines Gefäß mit kaltem Wasser
  • Küchenthermometer

Zutaten

Für die Ćevapi

  • 800 g gut gekühltes Rinderhackfleisch mit ungefähr 18 bis 20 Prozent Fett
  • 14 g feines Salz

Für die Zubereitung

  • 30 ml kaltes Wasser zum Anfeuchten der Hände
  • 1 TL neutrales Öl nur falls es für die verwendete Pfanne erforderlich ist

Zum Servieren, nach Wunsch

  • Somun oder Lepinja
  • Fein gehackte rohe Zwiebeln
  • Ajvar
  • Kajmak

Anleitungen

  • Das Rinderhackfleisch bis zur Verarbeitung im Kühlschrank aufbewahren. Auch die verwendete Schüssel sollte möglichst kühl sein.
  • Das kalte Hackfleisch in die Schüssel geben und 14 Gramm Salz gleichmäßig darüberstreuen.
  • Fleisch und Salz fünf bis sieben Minuten gründlich mit der Hand vermengen. Die Masse wird dabei gefaltet, gedrückt und wieder zusammengeführt.
  • Das Vermengen beenden, sobald die Masse gleichmäßig, leicht klebrig und sichtbar zusammenhängend ist. Wird sie währenddessen deutlich warm, kommt sie für 15 Minuten zurück in den Kühlschrank.
  • Die Fleischmasse flach in einen verschließbaren Behälter drücken, vollständig abdecken und 90 Minuten bei höchstens vier Grad Celsius kühlen.
  • Die gekühlte Masse in 32 möglichst gleich große Portionen von jeweils ungefähr 25 Gramm teilen.
  • Die Hände leicht mit kaltem Wasser anfeuchten. Jede Portion zuerst kompakt zusammendrücken und anschließend zu einem ungefähr sechs bis acht Zentimeter langen und 1,5 bis zwei Zentimeter dicken Röllchen formen.
  • Die geformten Ćevapi nebeneinander auf einen sauberen Teller oder ein Tablett legen. Sie sollen sich möglichst nicht berühren.
  • Die Ćevapi abdecken und weitere 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen.
  • Den Grill oder die Grillplatte vollständig vorheizen. Eine Grillpfanne nur dann sehr dünn mit Öl bestreichen, wenn es für ihre Oberfläche erforderlich ist.
  • Die Ćevapi mit etwas Abstand auflegen und insgesamt ungefähr acht bis zehn Minuten grillen oder braten. Währenddessen mehrmals wenden, damit sie rundherum gleichmäßig bräunen.
  • Nicht zu viele Ćevapi gleichzeitig in eine Pfanne geben. Bei mehreren Durchgängen bleiben die noch rohen Portionen bis zur Verwendung im Kühlschrank.
  • Hackfleisch muss vollständig durchgegart werden. Zur sicheren Kontrolle sollen die Ćevapi im Inneren mindestens zwei Minuten lang 70 °C erreichen.
  • Die fertig gegarten Ćevapi nicht auf den Teller zurücklegen, auf dem zuvor das rohe Fleisch lag.
  • Sofort mit warmem Somun oder Lepinja, fein gehackten Zwiebeln und nach Wunsch Ajvar oder Kajmak servieren.

Notizen

  • Für saftige Ćevapi wird kein besonders mageres Hackfleisch verwendet. Ein Fettanteil von ungefähr 18 bis 20 Prozent ergibt ein wesentlich besseres Ergebnis als Tatar oder sehr mageres Rinderhack.
  • Das Fleisch bleibt während der gesamten Vorbereitung möglichst kalt. Warme Fleischmasse wird weich, fettig und schwerer gleichmäßig zu formen.
  • Die Salzmenge von 14 Gramm entspricht ungefähr 1,75 Prozent des Fleischgewichts. Sie sollte gewogen und nicht nur nach Augenmaß dosiert werden.
  • Gründliches Vermengen löst salzlösliche Fleischeiweiße, welche die Masse zusammenhalten. Deshalb benötigt dieses Rezept weder Ei noch Semmelbrösel.
  • Zwiebeln werden bei dieser bosnischen Grundvariante nicht in das Fleisch gegeben, sondern roh zum fertigen Gericht serviert.
  • Paprikapulver, schwarzer Pfeffer und fertige Gewürzmischungen sind für diese minimalistische Rezeptur nicht erforderlich.
  • Natron ist kein notwendiger Bestandteil guter Ćevapi. Die offizielle Spezifikation für Sarajevski ćevap nennt als Zutaten goveđe meso i sol – Rindfleisch und Salz.
  • Dieses Hausrezept orientiert sich an der reduzierten bosnischen Zubereitungsweise, darf aber nicht mit einem gewerblich hergestellten, geografisch geschützten Sarajevski ćevap gleichgesetzt werden.
  • Die professionelle Herstellung sarajevischer Ćevapi verwendet längere Reifezeiten unter streng kontrollierten Kühlbedingungen. Für den Privathaushalt bleibt die Kühlzeit hier bewusst auf zwei Stunden am Zubereitungstag begrenzt.
  • Frisches Hackfleisch von der Bedientheke wird am Einkaufstag verarbeitet. Bei verpacktem Hackfleisch werden Verbrauchsdatum und angegebene Lagertemperatur eingehalten.
  • Die Masse wird während der Kühlzeit vollständig abgedeckt und bei höchstens vier Grad Celsius gelagert.
  • Hände werden zum Formen nur leicht angefeuchtet. Zu viel Wasser darf nicht in die Fleischmasse eingearbeitet werden.
  • Jeder rohe Ćevap wiegt ungefähr 25 Gramm. Dadurch garen alle Stücke annähernd gleich schnell.
  • Die fertigen Röllchen werden nicht zu stark zusammengedrückt. Sie sollen kompakt sein, aber keine extrem dichte oder gummiartige Struktur bekommen.
  • Auf einem Holzkohlegrill entsteht das kräftigste Grillaroma. Grillplatte und Grillpfanne ergeben ebenfalls ein gutes Ergebnis.
  • In einer kleinen Pfanne werden die Ćevapi in mehreren Durchgängen zubereitet. Die tatsächliche gesamte Bratzeit kann dadurch länger als zehn Minuten sein.
  • Verbrannte, schwarze Stellen werden vermieden. Starke Hitze dient zum Anbräunen, anschließend kann sie leicht reduziert werden.
  • Rohe Fleischmasse wird nicht probiert. Die Würzung ist anhand der exakt gewogenen Salzmenge festgelegt.
  • Arbeitsflächen, Hände, Geräte und Gefäße werden nach dem Kontakt mit rohem Hackfleisch gründlich gereinigt.
  • Bereits gegarte Ćevapi werden getrennt von rohem Fleisch und den dafür verwendeten Utensilien aufbewahrt.
  • Übrig gebliebene Ćevapi werden zügig abgekühlt, verschlossen gekühlt und vor dem erneuten Servieren vollständig durcherhitzt.