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Bosnische Sudžukice aus Rindfleisch

Frische bosnische Rindfleischwürste mit Knoblauch, Paprika, Pfeffer und Kreuzkümmel – kräftig gewürzt, in Schafsaitlinge gefüllt und vollständig in der Pfanne oder auf dem Grill gegart.
Vorbereitungszeit40 Minuten
Zubereitungszeit15 Minuten
Ruhezeit4 Stunden
Gesamtzeit4 Stunden 55 Minuten
Gericht: Grillgerichte, Hauptgericht
Küche: Balkan Küche, Bosnisch
Keyword: Balkanwürste, bosnische Sudžukice, Grillwurst aus Rindfleisch, Hausgemachte Sudžukice, Rindfleischwürste, Sudžukice Rezept
Servings: 12 Stück
Calories: 220kcal

Kochutensilien

  • Große, gut gekühlte Rührschüssel
  • Küchenwaage
  • Kleine Schüssel
  • Knoblauchpresse oder feine Reibe
  • Wurstfüller oder Fleischwolf mit Wurstfüllaufsatz
  • Flache Platte oder Tablett
  • Große Bratpfanne oder Grill
  • Küchenzange
  • Digitales Fleischthermometer
  • Saubere Küchenschere
  • Küchenpapier

Zutaten

Für die Sudžukice

  • 1 kg frisches Rinderhackfleisch mit etwa 20 % Fett
  • 80 ml eiskaltes Wasser
  • 18 g feines Salz
  • 12 g frischer Knoblauch etwa 3 bis 4 Zehen
  • 10 g edelsüßes Paprikapulver
  • 3 g scharfes Paprikapulver
  • 3 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 g gemahlener Kreuzkümmel
  • etwa 2 5 m Schafsaitling, Kaliber 22/24

Anleitungen

  • Das Rinderhackfleisch bis zur Verarbeitung im kältesten Bereich des Kühlschranks aufbewahren. Schüssel, Wurstfüller und übrige Arbeitsgeräte müssen sauber und vollständig trocken sein.
  • Den Schafsaitling genau nach den Angaben auf der Verpackung vorbereiten. Gesalzene Därme müssen normalerweise gewässert und anschließend innen und außen mit kaltem Wasser gespült werden.
  • Knoblauch sehr fein reiben oder durch eine Knoblauchpresse drücken.
  • Eiskaltes Wasser, Salz, Knoblauch, edelsüßes Paprikapulver, scharfes Paprikapulver, schwarzen Pfeffer und Kreuzkümmel in einer kleinen Schüssel verrühren.
  • Das kalte Rinderhackfleisch in die große Schüssel geben und die Gewürzflüssigkeit gleichmäßig darüber verteilen.
  • Die Masse drei bis fünf Minuten mit kalten Händen oder einem stabilen Löffel vermengen. Sie ist ausreichend bearbeitet, wenn sie leicht klebrig wird und sichtbar zusammenhält.
  • Einen Teelöffel der Masse in einer kleinen Pfanne vollständig durchbraten. Erst nach dieser Garprobe beurteilen, ob Salz und Schärfe ausgewogen sind. Rohe Fleischmasse nicht probieren.
  • Die Fleischmasse glattstreichen, dicht abdecken und sofort für vier Stunden in den Kühlschrank stellen. Sie darf während der Ruhezeit nicht bei Raumtemperatur stehen.
  • Den Wurstfüller nach Herstellerangabe zusammensetzen. Den vorbereiteten Schafsaitling vorsichtig auf das passende Füllrohr schieben und am Ende ungefähr zehn Zentimeter frei lassen.
  • Die Fleischmasse portionsweise in den Wurstfüller geben. Dabei möglichst wenige Lufteinschlüsse erzeugen und das Brät weiterhin kalt halten.
  • Den Darm gleichmäßig, aber nicht sehr straff füllen. Eine überfüllte Hülle kann beim Abdrehen oder Braten platzen.
  • Den gefüllten Darm in zwölf Würste von ungefähr 16 bis 18 Zentimetern Länge einteilen. Die Abschnitte abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen abdrehen.
  • Die Enden verknoten und zusammenhängende Sudžukice mit einer sauberen Küchenschere voneinander trennen. Sichtbare kleine Luftblasen vorsichtig zu den Enden ausstreichen.
  • Die gefüllten Sudžukice bis zum Braten wieder in den Kühlschrank stellen. Arbeitsflächen, Hände und sämtliche Geräte, die das rohe Fleisch berührt haben, gründlich reinigen.
  • Für die Zubereitung in der Pfanne eine große Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Sudžukice ohne zusätzliches Öl hineinlegen, da aus dem Rinderhackfleisch beim Garen ausreichend Fett austritt.
  • Die Würste ungefähr zwölf bis fünfzehn Minuten braten und dabei alle zwei bis drei Minuten mit einer Zange wenden. Die Temperatur reduzieren, falls die Hülle sehr schnell dunkel wird.
  • Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle kontrollieren. Die Sudžukice müssen vollständig durchgegart sein und im Inneren mindestens zwei Minuten lang 72 °C erreichen.
  • Die fertigen Sudžukice zwei Minuten ruhen lassen und anschließend heiß servieren.

Notizen

  • Für saftige Sudžukice sollte das Rinderhackfleisch ungefähr 15 bis 20 Prozent Fett enthalten. Sehr mageres Hackfleisch ergibt eine trockenere und festere Wurst.
  • Verwenden Sie nur frisches Hackfleisch innerhalb des angegebenen Verbrauchsdatums und halten Sie die Kühlkette durchgehend ein.
  • Die Menge von 18 Gramm Salz entspricht 1,8 Prozent des Fleischgewichts. Salz deshalb abwiegen und nicht nur mit einem unterschiedlich großen Teelöffel dosieren.
  • Scharfes Paprikapulver kann für eine mildere Variante durch weitere drei Gramm edelsüßes Paprikapulver ersetzt werden.
  • Gemeint ist gemahlener Kreuzkümmel, nicht deutscher Kümmel. Beide Gewürze schmecken deutlich unterschiedlich.
  • Das Wasser muss sehr kalt sein. Es hilft, Gewürze und Salz zu verteilen, ohne die Fleischmasse unnötig zu erwärmen.
  • Die Masse nur so lange vermengen, bis sie bindet. Wird sie währenddessen weich oder warm, kommt sie sofort zurück in den Kühlschrank.
  • Die Garprobe dient ausschließlich zum Abschmecken. Rohe Hackfleischmasse darf nicht probiert werden.
  • Der Schafsaitling wird nach den Hinweisen des Herstellers vorbereitet. Bereits verzehrfertige Kunst- oder Kollagendärme benötigen möglicherweise eine andere Behandlung.
  • Den Darm nicht sehr fest füllen und Sudžukice beim Braten nicht mit einer Gabel anstechen. Austretender Fleischsaft macht sie trockener.
  • Die angegebene Ruhezeit findet vollständig im Kühlschrank statt. Anschließend werden die Sudžukice gefüllt und noch am selben Tag gegart.
  • Dieses Rezept ist ausdrücklich für frische Grill- und Bratwürste bestimmt. Es enthält keine Anleitung zum Fermentieren, Räuchern oder Lufttrocknen.
  • Beim Grillen die Sudžukice bei mittlerer, möglichst indirekter Hitze garen und häufig wenden. Auch hier entscheidet die Kerntemperatur und nicht allein die Farbe der Hülle.
  • Die Kalorienberechnung gilt für die vollständige rohe Masse. Durch austretendes Fett kann die tatsächlich verzehrte Energiemenge etwas niedriger liegen.